Geburtsanzeige: Zollstockdobson

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Stephan

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Moin Gemeinde,

nach langem Geplane, Getüftel und Gebastel ist mein Kompakt-Dobson fertig geworden. Erst einmal ganz fix zwei Bilder:

Link zur Grafik: http://www.stephanwerk.de/astro/dobkpl01.jpg

Link zur Grafik: http://www.stephanwerk.de/astro/dobkpl02.jpg

Ein paar Details: Das 200/800 Spiegelset stammt aus einem GSO-Newton. Der Fokussierer ist ein HC-1 von Kineoptics. Als Material kam Birkensperrholz zum Zuge, 9 mm für Spiegelbox und Rocker, 6 mm für den Hut. Der Hauptspiegel sitzt in der originalen GSO-Zelle, aus der schon vor langer Zeit die strammsitzenden Korkplättchen rausgeflogen sind. Der Fangspiegel ist direkt auf M5 Zylinderkopf-Schrauben geklebt. Der Peilsucher ist ein Skysurfer III und der "Tubus" besteht aus handverlesenen Buchenholz-Zollstöcken, die auf M5-Schrauben gesteckt und mit Flügelmuttern befestigt werden.

Zum Transport werden die Höhenräder um 45° versetzt. Die Spiegelbox paßt dann, um 90° gedreht, genau in den Rocker. Die Zollstöcke passen noch zwischen Spiegelbox-Boden und Rocker-Boden. Der Hut wiederum paßt genau in die Spiegelbox. Ich muß noch einen Deckel für das Ganze basteln, ansonsten bin ich wohl aber erstmal fertig.

Im Transportzustand mißt der Dob etwa 295 x 295 x 230 mm. Das Gesamtgewicht konnte ich noch nicht ermitteln, es dürfte aber unter 8 kg liegen. Der UT bringt jedenfalls 3,8 kg auf die Waage, der Hut etwa 550 g. Bei Gelegenheit muß ich noch die Rockerbox wiegen.

Eingefärbt wurde das gute Stück mit friesenblauer Holzschutzlasur - zweimal. Dann kam Parkettlack drüber. Die Spiegelbox und der Hut sind innen mit schwarzer Abtönfarbe gestrichen.

Die Lager bestehen aus "dem besten Teflon" ( <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) gegen mit 220er Papier geschliffenem Parkettlack.

So. Vielen Dank noch an Michael Koch für die Beantwortung meiner Fragen hinsichtlich der Zollstöcke und der Fangspiegeljustierung, sowie an Dirk Mohlitz für das Teflon. Danke auch an alle Forenmitglieder, die mir irgendwann mal Fragen beantwortet und Tips gegeben haben.

Das Bautagebuch mit mehr Details ist auf meiner Webseite zu finden (www.StephanWerk.de - Astronomie - Selbstbau - Reiseteleskop / Direktlink), eine ausführliche Beschreibung des fertigen Gerätes kommt irgendwann noch.
 
Hallo Stephan,

ein schönes Teleskop hast Du da gebaut, und Deine Homepage ist auch sehr informativ mit sehr guten Fotos.
Weiterhin viel Spaß beim Beobachten und Bauen!

Gruß Ulli

www.binodob.de
 
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KLASSE!!!

Hallo Stephan,

meinen Glückwunsch, der sieht spitze aus!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Der erinnert an den Hofheim-Reisedobson:

Link zur Grafik: http://www.astrooptik.ch/picture/hofheim/aufgebaut_2.jpg

Ich finde Selbstbauten aber immer besser als gekauftes Equipment.

Was mich jetzt interessiert: Wie sieht das Ding denn zusammengelegt aus?
Passt der in irgendeine Kiste, soll er mal in eine passen?

So wie der Hofheim:

Link zur Grafik: http://www.astrooptik.ch/picture/hofheim/gepackt.jpg


(Alle Bilder von astroptik.com)

Oh Mann, ich glaube, ich weiß, was nach dem Kugeldobson kommt.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />


Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Stephan,

ein wirklich schönes Teleskop - Gratulation! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Ich glaub, ich muss auch noch mal was mit Zollstöcken anfangen... Die Maße und das Gewicht sind wirklich genial.

Gruß & CS, Axel
 
Re: KLASSE!!!

Moinsen,

das "Design" ist eigentlich mehr willkürlich gewählt. Ich wußte anfangs nur den Innendurchmesser des Hutes und daß dieser in den UT passen sollte. Ich hatte zunächst auch über einen Einzelring als Hut nachgedacht, wobei das aber massiver ausgefallen wäre, da der OAZ (bzw. dessen Basis) die bis zu 500 g schweren Okulare verkraften muß. Daher dann doch der Doppelring.

Mit den Zollstöcken hatte ich geliebäugelt, seitdem ich Michael Kochs Dobson gesehen hatte, nur traute ich der Konstruktion die nötige Stabilität nicht so recht zu. Ich hatte ihn dann angemailt und nach einigen Details gefragt. Die für mich wichtigsten Antworten waren: "Ja, das ist stabil" und "Ja, ich würde das Teil wieder so bauen". (Von ihm habe ich auch das geniale Konzept der Fangspiegeljustierung geklaut!) Ich hab's dann einfach ausprobiert und siehe da - die Zollstöcke sind derart stabil, daß selbst bei gröberer Gewalt nichts wackelt oder sich auch nur verformt. Allerdings sind die Zollstöcke auch handverlesen - was im Baumarkt für einige Seitenblicke gesorgt hat. *g*

Die Fotos im zusammengelegten Zustand kommen noch, wenn der Parkettlack am Hut komplett trocken ist. Ist übrigens ein geniales Zeug. Nach 30 Minuten ist er berührungstrocken, nach 'ner Stunde kann man lackierte Teile problemlos wieder in die Hand nehmen. Aber er bleibt noch einige Tage weich und klebt auch bei stärkerer Druckbelastung. Deshalb noch ein wenig Geduld.

Zur totalen Abrundung braucht das Teil noch einen Deckel. Da soll auch ein Griff dran, so daß man ihn am Stück tragen kann. Ich überlege noch, ob ich noch eine Basisplatte dazunehme, damit das Az-Lager beim Transport geschützt wird. Aber eigentlich ist das relativ stabil. Interessant wäre auch eine Konstruktion, die gleichzeitig als Untergestell dienen könnte (Wie beim Dob von Gerd Huissel?)

Auf jeden Fall - deshalb auch die Zollstöcke - soll am Ende ein einzelnes Packstück draus werden, in dem alles Platz hat. Grab'n'go, sozusagen. Mal sehen, was mir dazu noch einfällt.

Jedenfalls hab ich für mich gemerkt, daß ich was brauche, was ich schnappen kann, sobald das Wetter sich gnädig zeigt. Daher bin ich in der letzten Zeit öfter mit dem 80/400 losgezogen, als mit dem großen Newton. Ich glaube, daß ich mit dem Würfel jede Menge Spaß haben werde ...
 
Moin zurück,

wenn alles rund ist (also auch der Deckel existiert), gibt's den umfassenden Abschlußbericht. Wird in ein paar Wochen soweit sein, denke ich.
 
Moin,

nun ja, es ist kein Leichtgewicht geworden und auch kein ultrakompaktes Modell. Das sollte auch gar nicht sein. Mir kam es auf Robustheit und die Verpackung "am Stück" an. Stangen hätten jeweils doppelt teilbar sein müssen, um sie mit in die Rockerbox zu kriegen. Da kamen die Zollstöcke wie gerufen. Und wie gesagt, der "Tubus" ist unglaublich stabil, was ich vorher nicht gedacht hätte. Meine Zollstöcke sind ca. 50 cm lang.
 
Hallo Stephan,

hmmm, eigentlich hatte ich das eher auf die andere Richtung bezogen - für einen 8er finde ich sowohl Packmaß als auch Gewicht ziemlich klasse... Wenn ich daran denke, wie sehr ich mich bei meinem 6er verrenkt habe (21x25.5x50.5cm & 10Kg, Link ) dann finde ich Deine Werte superklasse...

Gruß & CS, Axel
 
Hi,

ja, ich hatte es schon so verstanden. Aber über den Daumen gepeilt könnte man bei konsequentem Leichtbau noch 1-2 kg abspecken und die Kiste in jeder Richtung um 5 cm schrumpfen. Allerdings befürchte ich, daß man ein solches Teleskop nicht mehr einfach so in den Kofferraum oder einen Rucksack packen könnte - da wären wohl eher Samthandschuhe angesagt. *g* In die Gegenrichtung, also nach oben, kriegt man das Gewicht aber unglaublich schnell. Hier ein Millimeter dickeres Material, da noch ein Zentimeter länger oder höher - wupps, schon wieder ein Kilo mehr. Daher ist das Gewicht deines 6ers nicht verwunderlich, da der lange "Holzkasten" ja nun mal aus irgendwas bestehen muß.

Ich überlege daher ziemlich genau, wie ich die "Umverpackung" gestalte, damit an dieser Stelle nicht noch viel mehr Gewicht dazukommt. Gar nicht so einfach ...
 
Hallo Stephan,

Full Ack - der Kasten ist der gewichtige Bösewicht...
Hintergrund war der Gedanke, den relativ kurzen Teleskoptubus (~75cm) soweit anzuheben, dass man im Sitzen bequem beobachten kann und weiterhin wollte ich alles Zubehör gleich mit in der Kiste haben - das funktioniert auch klasse, ist aber halt ziemlich schwer.

Ich denke, ich würde es mittlerweile auch anders machen - man lernt halt nie aus. Vielleicht ersetze ich die beiden 18mm Platten der Rockerbox mal irgendwann durch was dünneres und lasse nur das Lager in 18mm - mal sehen...

Gruß & CS, Axel
 
Hi Stephan!

Hey, dat'Dingens schaut aber toll aus!

Erinnert mich auch etwas an den Reisedobs von Hofenheim (habe ich am letzten TT live erlebt; tolles Gerät!) aber ein Eigenbau ist immer "besser". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Mit Zollstöcken habe ich auch mal experimentiert, bin aber nicht zu einem befriedigenden Ergebnis gekommen. Naja, ich hatte auch 6" f/8 und die "Kräftedreiecke" der Stangen nicht geschlossen; dazu noch einen ziemlich schwerten Hut... Dass konnte nicht wirklich gut funktionieren. Jetzt habe ich einen anderen Tubus gebaut und die Zollstock-Stangen durch "Flugzeugsperrholz" (5mm dick; 10fach verleimt, schweineteuer) ersetzt. Nu' funzt's <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Hey, die FS-Halterung schaut seeehr interessant aus; kannst Du davon mal ein paar Detailfotos knipsen?

Gratuliere Dir zu diesem Eigenbau-Gerät!


Edit: Okay, habe Deine HP jetzt besucht. Da sind ja sehr schöne Detailfotos drauf. Toll gemacht!
 
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Moin Stephan,
gratuliere zu Deinem schönen Dobbie. eine Frage hätte ich u der Fangspiegelhalterung. Der FS muß, wenn einmal justiert, ja nicht so oft korrigiert werden. Die Schrauben sind ja mit dem Schraubenkopf am Spiegel mit Silikon festgeklebt. An dem T-förmigen Blech sind sie durch 2 Muttern befestigt. Das ist dann aber eine ziemliche Fizzelei, da was zu justieren, oder? Kann das so genau und stabil gebaut werden, damit eine Justage unnötig wird?

Viele Grüße
 
Moin,

ich glaube, das wirklich Wichtige bei den Zollstöcken sind die geschlossenen Kraftdreiecke. Alleine halten die Dinger nicht sonderlich viel, erst im Verbund kriegt die ganze Sache Halt.

Eine Detailaufnahme der FS-Halterung ist auf meiner Homepage zu sehen. Der Weg dahin ist im Eingangsposting beschrieben. Wenn das noch nicht reicht, oder andere Ansichten gewünscht sind, gib Laut, dann mache ich noch mehr Fotos.

Okay, nun habe ich auch Dein Edit gelesen ... *g*
 
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Moin,

nee, die Fummelei hält sich in Grenzen. Die untere Schraube ist festgesetzt und muß gar nicht angefaßt werden. An die beiden oberen Schrauben, bzw. die Muttern, kommt man mit 7er Gabelschlüsseln problemlos ran. Ich habe das Teil senkrecht gestellt, an den oberen Muttern gedreht, bis es paßte, die unteren anschließend mit dem Zeigefinger angedreht und anschließend oben und unten gleichzeitig per Gabelschlüssel etwa eine Vierteldrehung angezogen. Das saß beim ersten Mal. Ich habe mir noch eine kleine Markierung an die Schrauben gemacht, um sicherzustellen, daß ich sie nicht verdrehe und das Silikon abreiße. Das ist aber nicht passiert. Verfeinern könnte man das Ganze mit einem Schlitz im Schraubenende, wo man die Schraube per Schraubendreher festhält und dann mit den Schlüsseln anzieht.

Was die Ausführung angeht, so ist das Ganze derart massiv, daß sich da nicht viel verstellen dürfte. Das war auch Absicht, da diese Art der Justage keinen Sinn macht, wenn man stets nachjustieren muß. Da die Zollstöcke numeriert sind und auf den Befestigungsschrauben wenig Spiel haben, bleibt die FS-Justage auch beim Wiederaufbau erhalten.

Achso, noch zur Genauigkeit. Das Drehen an den oberen Muttern kann so feinfühlig erfolgen, daß der Laserpunkt auf dem Hauptspiegel stufenlos wandert. Wenn man den Punkt auf zwei Zehntel genau positionieren will, dann funktioniert das auch. Beim Anziehen der Muttern braucht man ein wenig Fingerspitzengefühl, aber es ist selbst mit meinen Pranken machbar. *g*
 
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