Geburtstagsgeschenk für Tocher - Einsteigerfragen

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rudi0403

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Hallo liebe Community!

Kurz zu mir: Ich bin 46 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder (9 + 6). Wir leben auf dem Land in der Holsteinischen Schweiz. Größere Städte sind mind. 35km entfernt. Und bis zum höchsten Berg Schleswig-Holsteins (168m ü. NN :cool: ) sind es auch nur 20 Min. Autofahrt. Terrasse und Garten sind vorhanden.

Unsere Tochter wird nächsten Monat 10 Jahre jung und wir möchten ihr ein Teleskop zum Geburtstag schenken.
Als Laie dachte ich im ersten Moment an ein "Einsteigermodell auf Stativ". :biggrin:

Also gegoogelt und letzendlich hier im Forum gelandet. Ich habe sehr viele Beiträge hier gelesen und mich dann auch ganz schnell von der Ursprungsidee verabschiedet.
Aktuell ist dieses Teleskop geplant (wenn jetzt nicht von Euch andere Empfehlungen kommen).
Ich denke mal, das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte passen (Großeltern geben ja auch was dazu ;) ).

Nun meine Frage:
Was wäre sinnvolles Zubehör für den Anfang? Andere Okulare kann man ja dann zu Weihnachten etc. schenken. Ich möchtes es ungern zu Anfang übertreiben.

Ich würde mich über Empfehlungen für Literatur etc. (bitte mit Links) sehr freuen. Ich habe hier auch von "Rotlichtlampen" gelesen. Wo kann man die beziehen?

Die Bestellung soll jetzt demnächst rausgehen und da wäre ich dankbar, wenn ich kurzfristig Antworten erhalte, damit auch alles zum Geburtstag da ist.


Gruß
Rudi

Edith sagt: Gibt es User in meiner Nähe, bei denen ich evtl. mal vorbeischauen könnte, um so ein Teleskop (oder ähnliches) live zu sehen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Rudi,

da machst Du nicht viel falsch, das Teil ist zum Einstieg ideal, wenn sie es nicht gerade alleine unter den Himmel schleppen muss. Das Teil ist halt 120 cm hoch und wiegt 16 kg.
Sehen kann man damit schon eine Menge und die Bedienung ist intuitiv.

Was ich dringend empfehle, ist ein zusätzlicher, einfacher Leuchtpunktsucher (Red Dot) und ein 2" Übersichtsokular zum Suchen und Finden. Beides m.E. Pflicht für Einsteiger.

So ein Leuchtpunktsucher wird, wie der optische Sucher auch, auf das Teleskop justiert und projeziert dann einen roten Punkt an den Himmel, genau da, wo das Teleskop hinzeigt. Die Luxusvariante davon ist ein Zielkreissucher und nennt sich Telrad, ist unter dem empfohlenen Zubehör gelistet und recht teuer. außerdem ist er recht groß, wenn schon so etwas tendiere ich zum Riegl-Quickfinder, der kleiner und leichter ist, aber das ist Geschmackssache.

Das Übersichtsokular, wenn wir bei dem Link zum Teleskop und dem Händler bleiben, wäre dann z.B. das unter dem empfohlenen Zubehör zu findende 38er TS-WA.
Damit erreichst Du 2° Feld am Himmel, während das 25er Super im Beipack nur 1° zeigt. Ein Volmond hat etwa 0,5°, damit wird deutlich, dass mehr Feld die Suche nach den Objekten sehr erleichtert, was gerade am Anfang Erfolgserlebnisse anstelle von Frust einbringt.

Den Deepsky-Reiseatlas kann man auch empfehlen, da gibt es aber auch Freewareprogramme im Netz mit denen man Beobachtungskarten erstellen und ausdrucken kann.

Du siehst, da sind ganz schnell nochmal 150 € weg, aber es soll ja auch Spass machen und Erfolge bringen.
Als Rotlichtlampe kann man auch eine batteriebetriebene Fahrradrückleuchte missbrauchen oder eine Taschenlampe mit einem roten Plastikdeckel bebasteln.

Wenn das soweit steht und das Hobby Spass macht, dann sorge Dich nicht mehr um Geschenke. Für die nächsten Jahre ist Bedarf sichergestellt. ;)
Das Teleskop ist gut genug, dass sich noch viel weiteres Zubehör lohnt.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Rudi,

Günthers Tipps unterschreibe ich sofort und prophezeie dazu, dass ganz nebenbei der Papa, die Mama, der zweite Spross und die Großeltern auch noch alle ihren Spaß damit haben werden. Der Dobson war ehedem auch mal meine Wahl für den Anfang. Er hat uns lange begleitet und ist auch heute noch gern bei den Freunden meines Sohnes (9) und netten Besuchern für schnell mal eben kurzentschlossen im Einsatz. Seine intuitive Bedienung und überzeugende Leistung bei der anfänglich besonders für Kinder/Schüler/Anfänger interessante Beobachtung des Mondes/der Planeten sind Selbstläufer.

Herzlich, Olaf
 
Hallo Günther und Olaf,

vielen Dank für die schnellen Antworten. Das bestätigt meine bisherige Entscheidung.
Allerdings weiss ich immer noch nicht, was ich an Zubehör mitbestellen soll.
Muss es denn wirklich zu Anfang gleich ein zusätzliches Okular sein?
Was ist für blutige Anfänger sinnvolle Literatur?

(und wenn möglich bitte mit Links, damit ich mir nicht einen Wolf google :) )

Gruß
Rudi
 
Hallo Rudi,

kann dem auch nur zustimmen. Falls Du bei dem von Dir verlinkten Händler kaufen willst würde ich nicht das angebotene Komplettpaket (Sucher, Okulare) nehmen. Frag doch einfach mal nach einem Preisangebot mit dem gewünschten/empfohlenen Zubehör, z. B. mit dem TSWA 38 Übersichtsokular und vielleicht ein HR 6mm Planetenokular anstatt den beiden 25 und 10 mm Okularen, sowie einem Leuchtpunktsucher anstatt dem optischen 6 x 30 Sucher, denn mit dem ist man wohl mehr am Suchen als am Finden.
Als Einstiegsliteratur kann man neben oder anstatt dem Deepsky-Reiseatlas noch den Atlas für Himmelsbeobachter von Karkoschka empfehlen.
Ein Freeware-Programm für den PC wäre z. B. Stellarium, damit kannst du interaktiv den Sternenhimmel für Deinen Ort zu verschiedenen Zeiten anzeigen lassen.

Deiner Tochter und vielleicht auch Dir viel Spaß beim neuen Hobby wünscht

Peter
 
Hallo Peter!

Vielen Dank für die Antwort.
Ein Paket zusammenstellen und anfragen... Auf die Idee hätte ich auch kommen können :super:

Du bist jetzt der zweite, der in etwa so antwortet: "Falls Du bei dem von Dir verlinkten Händler kaufen willst..."

Gibt es ein Problem mit dem Händler? bzw. gibt es bessere Einkaufsmöglickeiten oder flexiblere Händler oder oder....

Gruß
Rudi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo nochmal Rudi,

es ist genau so wie Arne gepostet hat, man will halt keine Schleichwerbung machen. Habe es auch so gehalten und auf Empfehlung aus diesem Forum nicht die angebotenen Pakete gekauft sondern meine Wünsche bei Wolfi Ransburg geäußert und entsprechende Angebote bekommen. Kann auch nix Negatives über diesen Händler sagen.

Viele Grüße,
Peter
 
Hallo Rudi,

ich bin der gleichen Ansicht wie Günther:
Das von dir ausgesuchte Teleskop ist für eine 10 Jährige
gut geeignet. Die Rockerbox (= die "Montierung aus Holz")
wiegt ca 9Kg, der Tubus ca 6Kg, einzeln kann deine Tochter
die Box raustragen und dann da den Tubus draufsetzen.

3 Dinge die es deiner Tochter am anfang sehr viel leichter
machen werden soltest du mit einplanen:

1) einen Peilsucher, also einen Leuchtpunktsucher, Telrad, Rigel.
Damit visiert man die Himmelsregion an in der man das Objekt
das man sucht vermutet.
Das Objekt ist dann meist schon im Sucher als kleines Fleckchen
zu sehen. Man zentriet es im Sucherfadenkreuz und hat es dann
im Okulargesichtsfeld des Teleskopes.
Dafür ist es notwendig daß man den Sucher sowie den Peilsucher
zu Anfang ein mal genau parallel zum Teleskop einstellt.
Das kann man am tage an einem weit entfernten Objekt
(Kirchturmspitze, Windrad, etc) tun.

2) ein Übersichtsokular welches ein möglichst großes tatsächliches
Gesichtsfeld ermöglicht. Das von Günther erwähnte 38mm TS WA
ist dafür gut geeignet.

3) ein gut verständliches Buch welches in die Beobachtung
der Himmelsobjekte einführt und Karten bereitstellt.
Ich finde dafür den Sternatlas von Peter Vizi sehr gut geignet:

www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=40&lng=de#buch-kleinatlas-vzp

Eine Sache solte man noch abklären:
Ist deine Tochter auf eine Brille angewiesen?
Wenn sie nur fehlsichtig sein sollte kann sie das mittels
fokussieren am Okularauszug ausgleichen. Falls sie aber
stärkeren Astigmatismus hat und deshalb eine Brille braucht
sollte sie Okulare mit mindestens 18mm Augenabstand haben.

Zusätzlich kann man über ein Okular für etwas höhere Vergrößerungen
für die Beobachtung von Mond und Planeten nachdenken.
Mit dem vorhendenen 10mm Okular kommt man auf 120x
(Teleskopbrennweite geteilt durch Okularbrennweite = Vergrößerung)
aber für den Mond wären bei ruhiger Luft und wenn deine Tochter
erst einmal das nachführen per Hand beherrscht 200x möglich.

Gruß, Karsten
 
Hallo Karsten!

Ein Brille braucht meine Tochter (im Gegensatz zu mir) nicht. Aber ich komm damit klar. Ist ja schliesslich ihr Geburtstag :)
 
Hallo nochmal,

bevor ich jetzt hier meine "Wunschliste" nochmal poste, um sie von Euch kommentieren zu lassen, noch eine Frage zum Rigel-Quickfinder. Wie wird der am Tubus befestigt? Kommt der auf den Sucher-Schuh anstelle des "normalen" Suchers?

Gruß
Rudi
 
Hi Rudi,

den Rigel wie den Telrad auch kannst du kleben mit doppelseitigem, nicht zu dünnen Tape. Geschäumtes Tape hat sich bewährt. Du kannst sie aber auch verschrauben, dazu muss der Tubus halt gekörnt und gebohrt werden! Solltest du derlei vorhaben, IMMER nur mit waagerecht liegendem Tubus – gelle.
 
Hallo Rudi,

der Rigel Quickfinder wird mit 2 Befestigungsplatten ausgeliefert.
Die sind für verschiedene Tubusdurchmesser ausgeformt, einer
für kleine Tuben wie kleine Refraktoren, einer für größere Tuben
wie den 6"f/8 Dobson.
Die Platten werden mittels beiliegender Klebestreifen festgeklebt
oder alternativ angeschraubt. Am besten weit vorme am Tubus,
damit man hindurchsehen kann ohne sich das Genick zu verrenken.

Also keine Brille.
Damit kann deine Tochter weitere Okulare später frei wählen.
Ich würde abgesehen vom Übersichtsokular erst einmal kein
weiteres Okular kaufen. Wenn deine Tochter die vorhandenen Okulare
verwendet hat und meint weitere Vergrößerungen zu brauchen
kann man dann aufgrund ihrer neuen Erfahrungen gezielt
nach entsprechenden Okularen ausschau halten.

Für den Mond würde ich aber noch einen Graufilter kaufen.
Der Mond ist sonst so hell daß er zu stark blendet.

Später, wenn deine Tochter hoffentlich dauerhaften Gefallen
an der Sterguckerei gefunden hat, kann man spezielle Filter
wie einen UHC oder auch einen O-III nachkaufen.
Damit kann man Emissionsnebel (Planetarische Nebel, Supernovaüberreste,
Sternentstehungsregionen mit jungen heißen Sternen) deutlicher erkennen.

Gruß, Karsten
 
Hallo Karsten,

ich wollte jetzt auch nicht zusätzliche Okulare anschaffen, sondern beim Lieferanten ein Angebot anfordern mit dem TSWA38 und dem HR6 anstelle der Paket-Okulare 25mm und 10mm.
Obwohl ich befürchte, das irgendwann der Preisrahmen gesprengt wird :biggrin:

Oder würdest Du etwas anderes empfehlen?

Gruß
Rudi
 
Hallo Rudi,

38mm und HR 6 sind zwar OK, aber die Lücke dazwischen ist doch reichlich groß. Das 6mm ist sofort Maximalvergrößerung.
Dazwischen sollte es schon noch was geben. 10mm sind interessant um eine Stufe für Planeten und Mond zu haben. 25mm sind für Sternhaufen und Nebel nicht uninteressant - je nachdem. Beim 200/1200 ist das 25mm Okular recht uninteressant. Beim 150/1200 ändert sich das. Ich würde dazu raten, die beiden Okulare im Paket zu lassen, zumal man meist nur wenig Nachlass bei Rückgabe bekommt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

danke für die Infos.
Habe eben schon gesehen, das die "Standard" Okulare einzeln recht günstig sind und dadurch wohl kaum ein großer Preisnachlass zu erzielen ist. Bezüglich HR6 würde ich dann wohl schon ein Weihnachtsgeschenk haben ;)

Noch eine Frage zum von Karsten angesprochenen Grau-Filter für den Mond. Bei dem von mir angepeilten Lieferanten gibt es einen Graufilter TSND09 und unter den Filtern gibt es noch einen "Mondfilter", der ist aber grün :gutefrage:

Gruß
Rudi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Rudi,

die meisten Sternfreunde möchten einen Neutral-Graufilter. Das ND steht für "Neutrale Dichte". Der ND 0,9 ist ein 8x Grau. Das ist für 6" Öffnung OK, aber ein 4x ginge alternativ auch. Der 4x ist etwas subtiler, entspricht ND 0,6.

Allgemein wird ein Graufilter dem grünen Mondfilter vorgezogen. Der grüne Mondfilter stammt wohl eher aus der Zeit, als achromatische Refraktoren Standard-Teleskope für Einsteiger waren. Die grüne Farbe ist für diese Achromaten ideal, weil es da bei rot und blau einen Farbsaum, also eine gewisse Unschärfe im Bild gibt. Die grüne Farbe pickt den Farbbereich der besten Abbildung heraus.
Ergo: Bei Deinem Gerät unnötig. Schaut den Mond in Naturfarbe (also grau, allenfalls mit Farbnuancen) an.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Rudi,

ich sehe das wie Sven:
Die beigelegten 25mm und 10mm Kellner Okulare sind beim 150/1200mm Dobson
wirklich recht sinnvoll. Die fuktionieren an f8 Teleskopen ganz gut.
Beim rausrechnen bekämest du sowiso nicht viel gutgeschrieben,
also laß sie am besten drin. Du kannst als Brillenträger das 25mm
auch noch nutzen, dessen Augenabstand liegt bei etwa 17mm.
Nur beim 10mm wird das bei etwa 7mm Augenabstand nicht gehen.
Dann solltest du nur dieses 10mm gegen ein modernes Okular
mit einem großem Augenabstand austauschen.

Das 38mm übersichtsokular würde ich auf jeden Fall dazu nehmen.

Das 6mm Okular kannst du später kaufen. Wie gesagt, deine Tochter
muß das nachführen per Hand erst einmal erlernen und du schreibst
ja oben:

Andere Okulare kann man ja dann zu Weihnachten etc. schenken.

Deshalb würde ich jetzt nur das dazunehmen was für eine
sinnvolle Nutzung unbedingt erforderlich ist:
Übersichtsokular, Peilsucher, ein gutes Buch, Graufilter
für den Mond. Auch wichtig:
Ein bequemer höhenverstellbarer Hocker.
Stundenlang gekrümmt am Teleskop zu stehen schmeckt den wenigsten.

Gruß, Karsten
 
Hallo Sven,

(fast) alles klar. Was heisst "subtiler"?
Beim ND09 steht: "Der Filter ist für kleinere Teleskope ab 135mm Öffnung geeignet..."
Beim ND06: "Der Filter ist für kleinere Teleskope bis 130mm Öffnung geeignet..."

So, dann will ich mal schauen, ob das soweit hier passt:

Einkaufsliste

- Dobson SKD6
- Rigel Quickfinder anstelle des 6x30 Suchers aus dem Paket
- TSWA38 Übersichtsokular
- Graufilter (oder ND06, kommt auf Svens Antwort an ;) )
- DeepSky Reiseatlas (ist wohl in Kombination mit dem Rigel empfehlenswert, oder?)

dazu:
- Stellarium (kostenlos :super: )
- PC und Notebook sind vorhanden
- Rotlicht: naja, da wird dann gebastelt

Hab ich was vergessen? Gibt es eine günstigere Alternative zum TSWA38 (das ist schon happig)?

Gruß
Rudi

Edith sagt: Danke Karsten, das hat meine Einschätzung bestätigt
 
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Hi Rudi,

wenns denn nicht unbedingt ein 38er Übersichtsokular sein "muss" (lass ich mal die erfahrenen Experten beurteilen), dann käme so ein 32mm SWA Okular schon ein kleines Bisschen günstiger ?)

Von der Qualität und Leistung her dürften die beiden "Marken" sich wohl nix tun ;)

Nachtrag: Und nie nicht das Handeln mit dem Händler vergessen ... deshalb heissen die ja auch so :biggrin:
 
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Hallo nochmal,

ich habe eben mal in die PDF-Datei des DeepSky-Reiseatlas "reingeschnuppert".
Hab kein Wort verstanden :biggrin:
Da wäre das von Karsten vorgeschlagene Buch zum Anfang (gerade für eine 10-jährige) wohl besser, oder?

Gruß
Rudi
 
Hallo Rudi,

mit dem Gedanken an ein 32mm bin ich nicht einverstanden. Besser gleich das 38mm das ist bei f/8 einfach konsequent. Da kann kein großer Preisunterschied drin stecken. Bis vor einiger Zeit haben die Dinger eh dasselbe gekostet.

Filter und Öffnung... blah. Blah. BLAH!!!!
Händler-Müll. Der Bildhelligkeitsbereich eines jeden Teleskopes bei visueller Anwendung ist gleich. Nutzbar ist der Bereich von Minimalvergrößerung bis etwa Minimalvergrößerung mal 14, wo es dann wirklich zu dunkel wird. Das ist mit jeder Öffnung gleich, nur mit wachsender Öffnung wächst die Vergrößerung.

Daher ist es Verdummung, Filter an Öffnungsdurchmesser zu koppeln. Das läuft vielmehr so: Ich vergrößere so hoch ich kann, bis die Luftunruhe mich stört (oder ich aus ästhetischen Gründen nicht höher will, z.B. Mond Gesamtanblick). Dann schaue ich mir die sogenannte Austrittspupille (AP=Öffnung durch Vergrößerung) an. Bei 0,5mm AP ist das Bild eigentlich bei keinem Objekt zu hell. Bei 0,7mm AP sind manche schon Blendempfindlich für Jupiter oder Mond. Saturn ist dunkler. Bei 1mm AP kann man mit dem 4x Grau schon ganz sinnvoll dämpfen, weil sich die meisten Beobachter vom Mond geblendet fühlen und bei Jupiter empfindet man die Blendung vielleicht nicht so (weil der kleiner ist) aber Detailerkennbarkeit verliert man eher doch. Nun, das 6mm Okular ergibt bei f/8 eine AP von 0,75mm also wenig Bedarf für den Filter. Das 10mm hat 1,25mm AP also wäre der Filter da schon sinnvoll. Das 25mm hat 3,125mm AP, da wäre ein 4x Grau zwar nett aber ein 8x Grau besser.
Nun lässt das Seeing fast immer die 120x beim 10mm Okular zu, also wird man am ehesten den 4x Grau brauchen können und die Geschichte mit der Öffnungsgröße entwickelt sich zur Farce. Daher würde ich auf einen ND 0,6 setzen, der ist nützlicher bei Mond, Mars und Jupiter mit dem 10mm. Beim 25mm nimmt man den 4x Grau auch und gewöhnt sich halt an die Helligkeit - da kann es eh nicht um das maximale Detail gehen.
Nach etwas Beobachtungserfahrung kann man dann einen weiteren Graufilter oder einen einstellbaren Graufilter (variabler Polfilter) beschaffen. Für den Start ist der 4x richtig, meine ich.

Deepsky Reiseatlas ist gut, Alternativ auch schön der Sternatlas von Vizi: http://www.svenwienstein.de/HTML/buch__sternatlas_fur_den_visue.html
Der gibt bei einigen Objekten auch wieder, was für einen Anblick man überhaupt erwarten kann. Ich würde den Atlas nicht an den Rigel binden. Man kommt ggf. auch ohne die Telrad-Kreise klar.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von KaStern:
Auch wichtig:
Ein bequemer höhenverstellbarer Hocker.
Stundenlang gekrümmt am Teleskop zu stehen schmeckt den wenigsten.

dem stimme ich zu. billige alternativen wären bügelstühle. hab mir auch so einen gekauft und bin begeistert. einfach mal googeln. alternativ geht auch jeder pc stuhl deines vertrauens.

bye michael
 
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Hallo Sven, Hallo Michael,

@Sven:
Vielen Dank für den ausführlichen Filter-Exkurs (auch wenn ich beim ersten Lesen nur die Hälfte verstanden habe :D ) Also wirds der ND06. Zum Buch: kann ich das auch hier in D bestellen? Oder fressen mich da wieder Versandkosten auf? Der DeepSky-Reiseatlas könnte dann ja Ostergeschenk 2012 werden :D

@Michael:
Danke für den Tipp, werde mal googeln

Gruß
Rudi
 
Hallo nochmal,

hab ich eigentlich irgendwas wichtiges vergessen?
Habe in einem anderen Thread eben was von "Reinigungspinsel" gelesen...
Und wie sieht das mit den Okularen aus? Wie schütze ich die am Besten? Bitte jetzt nicht auf einen Koffer hinweisen ;)
Sind bei der Standardlieferung Schutzbehälter dabei oder muss man sowas zukaufen? Ich will die ja nicht einfach so im Schrank verstauen.

Gruß
Rudi
 
hi

keine sorge. bei einigen sind pappkartons dabei,einige setzen sogar auf plastik-drehpacks.
jedes okular ist mit schutzkappen versehen für linse und steckhülse. erst mal musst du keinen koffer haben. meinen hab ich erst heute bekommen.

bye
 
OK, dann werde ich mal meine Anfrage beim Lieferanten starten...


...um danach die Regierung um Erlaubnis zu bitten :totlach:
 
Hallo Rudi,

ich bekräftige auch nochmal, dass die Wahl für das Übersichtsokular schon auf das 38er WA fallen sollte und dass die Beipackokulare zunächst mal nicht die schlechteste Lösung darunter darstellen. Mit den drei Okularen hat man zunächst Mal an dem 6" F/8 durchaus ordentliche Beobachtungsmöglichkeiten.
Wenn es der Rigel werden soll, okay, ein einfacher Red Dot wäre auch in Ordnung und ich empfehle so etwas zusätzlich zu dem 6x30 Sucher, denn der bringt auch kein großes Geld beim Tausch kann aber bei der Suche durchaus mal helfen.
Der Leucht(kreis/punkt)sucher passt genau zwischen den optischen Sucher und den OAZ, möglichst weit vorne plazieren, gerade so, dass die noch zu bastelnde Tau-/Streulichtkappe sich noch 3-4cm auf den Tubus stecken lässt.
Beim "Vizi" könnte ich Dir helfen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

danke für das Hilfsangebot, werde kurzfristig darauf zurückkommen. Muss ich Dir dafür eine PN schicken oder hier fragen?

Was meinst Du mit "zu bastelnde Tau-/Streulichtkappe" ?

Hab ich was übersehen?

Gruß
Rudi

Edith sagt: Wikipedia hilft sogar bei der Abkürzung "OAZ" :cool:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Rudi,

Günther meint damit daß die Tuben der heutigen Newtons
fast alle zu kurz gebaut werden. Der Grund dafür ist
daß sie dann leichter vom Sternfreund transportiert werden können,
daß sie weniger Platz im Container brauchen (geringere Transportkosten
pro Stück) und nicht so wüst aussehen.

Die Nachteile der kurzen Bauweise sind:
- Höhere Streulichtempfindlichkeit
- höhere Empfindlichkeit für Taubeschlag am Fangspiegel

Das sind alles keine Dinge die beim Einstieg Probleme bereiten,
aber man kann hier leicht durch eine selbstgebastelte, leichte,
innen geschwärzte, aufsteckbare Tauschutzkappe abhilfe schaffen.

Gestern Abend beobachteten 3 Sternfreunde in Hagen und jeder
der 3 von ihnen eingesetzten 8" bis 12" Dobsons hatte entweder
eine Tauschutzkappe oder einen nach vorne langen Tubus.

MfG,Karsten
 
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