Gegengewichtstange länge

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xbass

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Hallo zusammen,

Ich bin dabei mir die Gegengewichtstange für meine Montierung zu machen.
Ich habe eine 30mm dicke Alustange die 1 Meter lang ist.
Die muss ich jetzt kurzen, aber wie viel?

Wenn ich es jetzt zu kurz abschneide wäre ziemlich blöd.
Was ist die perfekte länge hier?

Grüße
Igor
 
Zitat von xbass:
Das kommt drauf an.

Grundlage ist das Hebelgesetz: Kraft x Kraftarm = Last x Lastarm.

Was hast Du denn für ein Teleskop (und Zusatzgerät) auf der einen Seite und welche und wie viele Gegengewichte (und wie groß sind die in Richtung der Gegengewichtsstange gemessen)?
Welche Montierung hast Du denn und wie sind die Montageabstände für Teleskop und Gegengewichtsstange von der drehachse?

E.
 
Hallo E,

Die Aufnahmeplatte ist 16 cm von Dec Zentrum entfernt.
Darauf kommt ein 10' newton mit 15 Kg Gewicht +canon 450d und darauf noch eine Leitrohr mit 2 Kg + dmk.
Ich rechne so um 20 Kg insgesamt.

Als gegengewichte werde ich die Hantel nehmen.
Ich mus nicht unbedingt die 20 Kg in Gewichten aufhängen, es geht mir ehe darum dass das ganze nicht umkippt.

Die Montierung ist selbstbau.

Grüße
Igor
 
Hi Igor,

das verstehe ich jetzt nicht so wirklich - du hast dir eine Montierung (mit Harmonic-Drive?) selbst gebaut und fragst jetzt nach der Gegengewichtsstange? Das kannst du doch durch die Montage der Gewichte einfach selbst herausfinden. Das was dann noch übersteht sägst du einfach ab.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

So einfach ist es nicht, ich habe keine Rutchkupplung und es ist egal wieviel gewicht an eine Seite stehet, die Achse wird sich nicht bewegen.

Lass mich die Frage anders formulieren, wie lange darf eine Stange lang sein dass es kein Hindernis wird?

Wie lang ist deine Paramount Stange?
Grüße
Igor
 
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Zitat von xbass:
wenn ich nach Gewichtzentrum von meinem Teleskop ohne Leitrohr gehe, ist diese Stange zu kurz.
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/fjy9-6l-9b04.jpg
Damit kann man doch schon mal arbeiten. :)

Ich würde aber noch ein paar Reserven einbauen und gehe von folgenden Annahmen aus.

Abstand Deklinationsachse - Prismenschiene: 16 cm
Abstand Prismenschiene - Tubuswandung: ca. 3 cm
Tubusdurchmesser (10"): 30 cm
willkürliche Reserve: 7cm
Ergibt den Abstand Deklinationsachse - Geräteschwerpunkt: 56 cm

Wenn Du ebenfalls 20kg an Gegengewichten auf die Stange setzen willst, muß der Schwerpunkt Deiner Gewichte ebenfalls 56 cm von der Deklinationsachse entfernt sein können, wenn Du weniger oder mehr Gewichte nehmen willst, mußt Du den Abstand noch mit dem Faktor (Gerätegesamtgewicht/Gegengewicht) multiplizieren.
Da Du unterschiedliche Gegengewichte und anscheinend auch unterschiedliche Hantelscheiben genommen hast, ist mir die Schwerpunktschätzung anhand Deines Bildes leider nicht möglich.
Würdest Du aber zwei 10kg-Hantelscheiben (angenommene Dicke: 4cm )als Gegengewicht einsetzen, läge der Schwerpunkt genau zwischen beiden Scheiben, also muß noch eine Scheibendicke mit hinzugerechnet werden.
Die Gegengewichtsstange endet nicht direkt an der Deklinationsachse, also muß man den Abstand noch von der Länge abziehen. Geschätzt nach Deinem Bild ca. 10 cm.
Daraus ergibt sich: 56cm + 4cm - 10cm = 50 cm.
Damit hättest Du nach meinen Schätzungen (!) und Annahmen (!!) noch ein wenig Reserve.
Schade ist natürlich, daß Du das nicht durch einfaches Austarieren experimentell überprüfen kannst.

Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter.

E.

PS: Die Montierung sieht respekteinflößend aus. :)
 
Hallo Ecky,

Danke fur deine Einschätzung!
So ungefähr waren auch meine Berechnungen.

Es hat mich nur die Tatsache dass EQ6 eine Stange von 28cm hat, etwas unsicher gemacht.

Wie machen es dann Leute mit EQ6? Einfach mehr gewicht da die Stange kurz ist.

Ich schneide meine jetzt auf ein halbes Meter ab.
Da ich keine Schnecke im System habe ist es ehe egal ob die austariert ist. Aber der motor meine RA Achse hat es bei 1200 x siderisch leichter wenn es austariert ist.

Grüße
Igor

 
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Zitat von xbass:
Ich schneide meine jetzt auf ein halbes Meter ab.
Das würde ich so nicht tun, denn wenn die 50cm doch ein wenig zu kurz sind, hast du nur noch ein zweites Stück - und das ist genauso zu kurz.
Ich würde 57cm oder sowas nehmen - die paar cm. Überstand tun nicht weh, sorgen aber für einen etwas niedrigeren Puls beim Ausprobieren.
Und eventuelle reicht auch schon das kürzere Stückchen...

E.
 
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Hallo Igor,

ich bewundere deine tolle Montierung und habe deine Berichte mit Interesse verfolgt.
Und jetzt auf dem Endspurt patzt du. Eine Gegengewichtsstange aus Alu ist von Hause aus ungeeignet. Das Material ist viel zu weich und das Gewinde verschleißt unter Last.
Dein Sammelsurium an Gegengewichten passt überhaupt nicht zur Qualität deiner Monti.
Lasse dir ein Paar große ca. 10kg Scheiben aus VA drehen, die du verschiebbar auf einer VA Welle anbringst.
Besser schwere Gewichte dicht am Drehpunkt als kleine Gewichte weit weg. Das vermeidet Schwingungen.
Letztendlich ist es am Besten die Position per Rechnung zu überschlagen und die Position dann mit abgebautem Getriebe genau zu ermitteln.
Sorry für die vielleich zu harschen Worte.

Gruß
Thomas



 
Zitat von eckehardt70:
.. .
Sorry für die vielleich zu harschen Worte

Hallo Thomas,
Nee ales gut, ich freue mich wenn man ehrlich ist!

Und ja du hast recht, vor allem auch weil sich bei mir die Stange nicht mit DEC Achse drehet sondern immer in der gleiche Position bleibt.
Es ist nur so gewesen dass ich für meinen 6 Zoller ga keine Gegengewichte geplant habe und auch keine brauche.

Dann habe ichmir den 10 Zoller geholt und da brauche ich es doch.

Ich war einfach bei Schrotthändler und habe diese Alustange gesehen.
Bei 2€ per Kilo konnte ich nicht widerstehen :-(
Ausserdem ist gewindeschneiden in Alu deutlich einfacher. Bei Stahl kriege ich es gar nicht hin.

Es ist mir aber heute aufgefallen das ich auch eine Hantel Stange mit 20 Kg Hantel Gewichte sehr günstig erwerben kann und da ist die Gewinde schon dran.

Grüße
Igor
 
Hallo Leute

Eine Nutzlast auf eine deutschen Montierung benötigt immer ein gleiches Gegenmoment auf der Gegengewichtsseite. Das kann man entweder mit viel Gewicht an einem kurzen Hebel oder mit weniger Gewicht an einem längeren Hebel erreichen. Dabei ist es grundsätzlich besser ein geringeres Gewicht an einem langen Hebel zu verwenden!!! Punkt!!!

Ein Beispiel gefällig :

Um das Gewicht meines Schiefspieglers von Netto 18,5 Kg auf einer CGE-Montierung mit der originalen 38CM langen Gegengewichtsstange in die Waage zu bringen mußte ich bereits 27Kg draufpacken. Nun mußte aber noch ein Sucher darauf. Die Wahl viel auf einen 105MM Apo mit rund 6Kg. Um das noch auszugleichen mußte ich noch einmal 11Kg zusätzlich draufpacken. 38Kg??? jetzt reichts aber!!! Es m u ß t e eine längere Gewichtsstange her! Gewollt habe ich eine Stange von 50Cm länge. Da schleppte mir mein Chef einen Trümmer von 75CM Länge an. Nach dem ich die Stange dünn überdreht hatte blieb ein Durchmesser von 35MM bei einer Länge bis zum Gewinde von 720MM übrig. Kürzer machen kann man immer noch wenn`s sein muß. Der Erfolg war durchschlagend.
Als Gegengewicht reichen nun 11Kg bei etwa 26Kg Nutzlast!! Soll mir hier keiner kommen das Gegengewicht müsse möglichst näher an den Drehpunkt. Mein gewichtiges Gegenargument bringt hier in meinem Fall schlappe 26 Kg Einsparung auf die Waage was den Gesamtaufbau d e u t l i c h entlastet. Wenn einer meint das Gegengewicht gehört näher zum Drehpunkt weils sonst zu sehr wackelt der sollte sich besser mal überlegen ob er überhaupt die richtige Montierung hat.
Bei der CGE ist der Schwachpunkt nicht mal der Durchmesser / Länge der Gegengewichtsstange sondern der Durchmesser von Deklinations- und Rektaszensionsachse der hier "nur" 25MM beträgt. Bei einer unnötigen Zusatzbelastung von 26Kg neigen die noch schneller zum durchbiegen / schwingen! Um mehr Festigkeit in die Montierung zu bringen habe ich zumindest die Rektaszensionsachse durch eine Stärkere aus gehärteten Wekzeugstahl ( 200Kg/MM² ) mit 30MM Durchmesser ersetzt. Aber das wird ab hier nun ein ganz andere Geschichte.

Auch das Argument von der Instrumentenlänge muß man differenziert betrachten. Ist das Instrument in etwa aufgebaut wie eine Hantel ( Refraktor; Newton ), vorne und hinten das meiste Gewicht und dazwischen fast nichts dann stimmt das schon mit den Argumenten. Sowas neigt leicht stark zum schwingen. Der "Schiefe" hat mit 2,2M eine enorme Baulänge aber nach oben raus ist da nur der Fangspiegel mit 400 Gramm Gewicht und nach unter raus ist der Klappspiegel gar nicht mal sooo weit weg vom Drehpunkt. Die schwersten Bauteile liegen alle nahe am Drehpunkt. Zum Beispiel ist der 4Kg schwere Hauptspiegel kaum weiter vom Drehpunkt weg als wie bei einem SC. Das ganze verhält sich dann wesentlich zahmer als ein Gerät in "Hantelform" auch wenn es länger ist.Viel entscheidender ist die Instrumentenbreite. Eine zunehmende Breite bringt den Schwerpunkt immer weiter vom Achskreuz weg. Daher forderte der aufgesattelte Apo mit 6Kg auf der GG-Seite an der originalen kurzen GG-Stange fast das doppelte an Zusatzgewicht.

Und nun zur Länge der Gegengewichtstange. Die Länge der Stangen liegen in der Regel bei einem Längen-Durchmesserverhältnis von 1:15. Man kann das aber noch locker bis 1:20 strecken. Mit meiner GG-Stange liege ich noch etwas darüber. Die Stange von der EQ5 bei einem Durchmesser von 20MM hat eine Länge bis zum Gewindeeinstich von 270MM. Das Längen-Durchmesserverhältnis ist hier also etwas kürzer als 1:15 aber hier muß man berücksichtigen das die Stange am M16 Gewinde durch einen Einstich bis auf 12MM!!! geschwächt wird. Als Maximalbelastung würde ich bei eine L-D-Verhältnis von 1:15 mal 0,4 vom Durchmesser ansetzen etwa 20MM Stange 8Kg. Bei einem L-D-Verhältnis von 1:20 ein drittel weniger. Eine Aluminiumstange würde ich nicht nehmen. In der Regel erreicht Aluminium noch nicht einmal die hälfte an Festigkeit selbst von billigen Stahl.Hast Du eine Stange aus Stahl ( 60-70Kg/MM² ) mit 30MM Durchmesser kannst Du die bis 60CM Länge bauen und dann mit etwa 8-9Kg Gegengewicht am Ende belasten. Das dürfte bei Igors " Tonne " locker reichen.

Gruß Peter
 

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Hallo Igor,

rechne doch einfach die Summe der Momemte aus (kraft x Abstand), die in die eine Richtung wirken. Die müssen dann durch die Gegengewichtsstange kompensiert werden. Ebenso Kraft x Abstand aber negativ. Wenn die Summe 0 ist, also die Summe der positiven Momente gleich der negativen sind, ist alles i.o. Damit kannst Du auf das Auspendeln verzichten. :biggrin:

Gruß
Porsti
 
Also..
Ich habe gestern noch ein Weg gefunden wie ich die Gewichte genau positionieren kann.

Da ich die Steuerung selber programmiere, kann ich den Motor auf maximale Geschwindigkeit einstellen ohne Teleskop und ohne Gegengewichte.
RA-Achse liegt bei 1300 siderisch
DEC-Achse bei 1600 siderisch

Danach packe ich das Teleskop drauf und verschiebe die Gewichte solange bis sich der Motor wieder drehen kann ohne Schritte zu verlieren.

Ich habe mir eine extra Geschwindigkeitstufe eingebaut um dieses einstellen zu können da ich den normalen Betriebt auf 1100 siderisch für beide Achsen begrenzt habe.

Getestet mit 1 Meter Vollalustange.
Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich statt Vollalustange doch lieber eine Hantelgewichtstange aus Stahl mit dazugehörigen Hantelgewichten benutze, oder von der Hantelgeschichte weg gehe und mir die Gegengewichte drehen lasse.

Eins ist aber klar geworden, die Stange wird Minimum 60cm lang sein sowie 30-40mm Durchmesser haben.

Grüße
Igor
 
Hallo Igor,

das Ungleichgewicht muss schon gewaltig sein, damit der Motor Schritte verliert. Das heißt umgekehrt, dass du noch sehr weit vom Gleichgewicht entfernt sein kannst, wenn keine Schritte verloren gehen. Das mit den Schritten ist also ein völlig ungeeignetes Kriterium für die Einstellung des Gegengewichts.

Gruß

Kurt

 
Hallo Kurt,

ich stelle aber den Motor auf seine Grenze ein, wo es auch eine kleine Berührung mit dem Finger reicht um es zu stoppen.
Zumindest hat der Motor gestern schon ein Unterschied von 5mm gesehen / gemerkt.

Grüße
Igor
 
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