Geh ich richtig in der annahme, .....

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katercarlo

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..... das man bei einem selbergeschliffenen Spiegel, den Radius der Wölbung ( und somit die exakte Brennweite ) erst nach dem fertigschleifen/Polieren festgestellt werden kann. Der vorher an dem Tool festgelegten Wölbungsradien ist doch nur eine grobe richtung wo es hin gehen soll, was wirklich dabei herauskommt stellt man erst hinterher fest?????????
 
Hi Carlo,

das stimmt - solange Du kein vorgefertigtes Radientool verwendest.

Und auf den mm genau bekommst Du die Brennweite nicht hin, schon allein weil hier Variationen in der Retusche zur Parabel entstehen.

Selbst die Profis haben Toleranzen in ihren Brennweiten. Um mal eine Zahl zu nennen (aus einem Meadekatalog der 80er Jahre): Newtonhauptspiegelbrennweitentoleranz 3 %.

Fuer ein ATM-Projekt sollte gelten: Erst den Spiegel machen, dann den Tubus bzw. die Streben ablaengen.
 
Dachte ich es mir doch.

Was ist übrigens das von dir erwähnte "vorgefertigte Radientool ".
 
Hallo,

ich bin nicht ganz sicher, ob ich die Frage richtig verstehe,
aber natürlich kann man die Brennweite auch schon beim
Grobschliff auf wenige Millimeter genau bestimmen (Sagitta
messen, Taschenlampentest, Sonnenprojektion etc.)

Normalerweise spielt es keine Rolle, welche genaue Brennweite
ein Spiegel hat, deshalb kommt es sicherlich häufig zu
Abweichungen von mehreren Prozent. Wenn du aber unbedingt eine
vorgegebene Brennweite sehr genau einhalten musst (z.B. bei
Spiegeln für Cassegrain Systeme oder für Bino-Zwillingsspiegel),
so ist das eigentlich kein wirklich großes Problem.

Ciao, Heiner
 
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Hallo Heiner,

ich muss Dir da widersprechen:
1. Ist es nicht möglich bereits beim Grobschliff die Brennweie genau zu bestimmen, da sich diese beim Feinschliff ja noch ändert. Diesen Effekt kann man ausnutzen um die Brennweite beim Feinschleifen noch ein wenig zu ändern: Spiegel oben Brennweite wird kürzer, Schleifscheibe oben Brennweite nimmt zu.
2. Es ist sehr wohl ein großer Unterschied ob ich einen Parabolspiegel mit einer exakten Brennweite herstellen muß, oder ob er eine gewisse Toleranz in der Brennweite aufweisen kann!!
Die Korrektur der noch fehlerhaften Oberfläche wird wesentlich aufwändiger und zeitraubend.
CS Mike
 
Hallo Mike,

zu 1.: Volle Zustimmung! Ich meinte, dass es möglich ist schon
beim Grobschliff recht genau die _aktuelle_ Brennweite zu
messen und bei Fehlentwicklungen gegenzusteuern.

Zu 2: Wiederum volle Zustimmung! Ich hatte das wohl nicht klar
ausgedrückt. Ich meinte, es ist nicht wirklich schwer den
Spiegel auf eine bestimmte Brennweite zu bringen, es sind
keine besonderen Techniken oder Künste nötig. Natürlich ist es
sehr viel arbeitsaufwändiger.

Ciao, Heiner
 
Hallo,

ich bin nicht ganz sicher, ob ich die Frage richtig verstehe,
Ja du hast mich falsch verstanden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
Es ist mir klar, das man zwischen durch immer mal wieder die brennweite messen kann. Mit welchen mitteln auch immer. Ich wollte einfach nur wissen, ob man die exakte brennweite schon vorher festlegt, oder ob ich mir sage ich mache jetzt nen 500er spiegel und letzendlich wird er dann einer mit ( sagen wir mal ) 508mm brennweite.
Sicherlich läst sich auch eine exakte brennweite herstellen, aber das ist wie ihr schon gesagt habt sehr aufwendig. Man kann alles herstellen, die frage ist halt nur wie, und ob es auch wirklich sein muss.

ICh spreche hier vom Standart Kellerschleifer, der seine spiegel mit hand oder mit der maschine schleift.
Der legt doch vermutlich nur mal so ne grob fest, ob das jetzt ein 500er, 600er oder 900 spiegel wird.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Carlo,

ein vorgefertigtes Radientool ist ein Werkzeug, das z.B. aus Metall besteht und einen festen Radius besitzt. Dies wird hauptsaechlich in der Serienfertigung verwendet - Optikbetriebe haben in ihren Katalogen haeufig Radienlisten, die ihrem Werkzeugvorrat entsprechen.

Wenn Du als Feldwaldwiesenschleifer zwei gleichbrennweitige Spiegel haben willst, musst Du sie abwechselnd mit dem gleichen Tool schleifen und die genaue Passform zur Beendigung eines Schleifganges bei jedem Werkstueck feststellen. So kannst Du Binos mit sehr hoher Brennweitengleichheit herstellen. Einzig wird die Parabolisierung aufwendig, da man hier neben der exakten Form auch die Formtiefe beibehalten muss.

Ich plane, in den naechsten Monaten drei gleiche Spiegel zu schleifen (300 mm Durchmesser, f/3.5). In dem Rahmen kann ich ja mal ueber Brennweitengleichheit berichten, da ich das gleiche Tool verwenden moechte.
 
Hallo Heiner,

gut bei Punkt 1. sind wir uns einig.
bei Punkt 2. möchte ich näher erklären:

Die Schwierigkeit einen Parabolspiegel mit einer exakten Brennweite herzustellen gegenüber einem mit einer nur ungefähren Brennweite ist folgende:

Habe ich einen noch leicht fehlerhaften Parabolspiegel bei dem die Brennweite nicht einen exakten Wert haben muß, gebe ich die gemessenen Werte des Foucaulttestes in den PC ein und verändere iterativ am PC die Werte so lange bis der Glasabtrag den ich noch durchführen muß am einfachsten durchzuführen ist. Die Überlegung wie man das am besten durchführt, macht ja gerade den Reiz des Spiegelschleifen aus. Hat man zum Beispiel eine abgesunkene Kante am Rand, muß man nun NICHT wie ein Laie vielleicht glauben könnte, die ganze restliche Spiegelfläche abtragen, sondern man wählt einen anderen Wert der nun eine ganz anderes Oberflächenrelief präsentiert: Einen erhöhte ringförmige Zone am Spiegelrand die nun mit wesentlich weniger Aufwand zu beseitgen ist.

Muß ich aber eine ganz bestimmte Parabel einhalten(wegen der Brennweite) habe ich diese Freiheit nicht. Dann muß ich an den Stellen des Spiegels die zu hoch sind(Berg) abtragen. Habe ich hingegen einen Bereich der zu tief liegt(Tal) muß ich alles andere abtragen bis ich auf dem Niveau des ehemaligen Loches angekommen bin, und das können etliche Kubikmillimeter Glas sein. Das ist es was ich mit der Schwierigkeit meinte.
CS Mike








CS Mike
 
Hallo,

selbst beim Grobschliff kann man die Brennweite schon bestimmen, indem man die Pfeiltiefe
der Wölbung mißt. Das muß auch so sein, denn über die Tiefe des Lochs bestimmt sich natürlich
die Brennweite, die nachher herauskommt. Die Genauigkeit dieser Methode ist natürlich nicht
sehr hoch, man kommt aber auf ein paar Zentimeter genau dahin wo man will. Später beim Feinschliff
kann man das auch noch ein bißchen steuern, da bei Tool oben die Brenweite länger und bei Spiegel
oben die Brennweite kürzer wird. Da kann man auch noch den einen oder anderen Zentimeter Brennweite
verlängern oder kürzen. Ist aber wie gesagt beim Selbstbau nicht so entscheidend, weil man den Tubus
erst baut, wenn der Spiegel fertig ist. Und ob jetzt 1150 mm oder 1250 mm rauskommen, wenn 1200 mm
geplant waren ist dann auch egal.
 
Hallo Antonius

ich mache es anders: Zuerst wird der Gitterrohrtubus+Montierung gebaut und dann erst die Optik.
Das hat den Vorteil das ich den noch unfertigen Spiegel jederzeit am Stern, Mond oder Planet testen kann. Das ist für mich sehr aufschlussreich und lehrreich: So sehe ich den Fortschritt der Korrektur nicht nur beim Foucaulttest sondern sehe auch. z.B. den Saturn bei Anfangs nur Lamda/2, dann Lamda/4 und dann bei besser als Lamda/10 aussieht. Auch abgesunkene Kanten, Astigmatismus usw kann ich dadurch
frühzeitig erkennen und korregieren.
Wenn alles passt kürze ich wenn notwendig die(absichtlich etwas zu langen) Gitterrohre auf die richtige Länge

CS Mike
 
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