Geht da noch mehr ?

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Toperaser

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Hallo,

bin ja noch ein Neuling was die Astronomie angeht, habe mich mich allerdings schon sehr mit Astrofotografie beschäftigt, jedoch bin ich noch nicht zufrieden.
Ich würde euch gerne mal meinen bisherigen Ablauf schildern wenn ich z.B. den Jupiter fotografieren möchte,

ich verwende eine EQ5 mit einem GSO 200/1000 Teleskop darauf mit T2 Befestigung eine Canon DSLR 600D die ich mit einem Netbook und der Software Eos Video Recorder bediene + 2 fach Barlow von TS.
die EQ5 ist auf beiden Achsen Motorisiert, eine stabiles umverwackeltes Bild hinzubekommen ist kein Problem, auch das Aufzeichnen einer Avi Datei funktioniert ok.
Leider sind hier schon nicht viele Details auf dem Video erkennbar.
Danach mit VirtualDub zerlegen in BMP's , in einer Manuellen Vorauswahl schmeiss ich alle Bilder raus die mir nicht gut erscheinen.
Dann mit Registax stacken.
Mein bisheriges bestes Ergebnis sieht so aus:

http://magic-max.com/Jupiter_2_030313%20Kopie.jpg

liegt es an der Kamera? oder an der Vergrößerung?
Habe mir jetzt eine 3 x Barlow von TS geholt, das einzige was die macht ist eine extreme Verfärbung ( Rot,Blau) sonst nix.. scharfstellen geht bei der fast garnicht.

Schönen Sonntag!
Gruß
Max
 
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Hallo Max,

die Stabilität und Nachführgenauigkeit einer Monti ist für die Qualität der Planetenfotos bei weitem nicht so wichtig wie die Kamerawahl. Mit einer EOS wirst Du im Lucky-Imaging-Verfahren kaum bessere Aufnahmen hinkriegen ;(. Andere Sternfreunde aus meinem Bekanntenkreis sind schon daran verzweifelt. Wenn es Dir Sonne, Mond und Planeten wert sind, dann solltest Du Dir eine Astro-CCD-Planetenkamera anschaffen.

Sonntägliche Grüße

von hamut
 
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Zitat von Toperaser:
Könnt ihr mir eine Cam unter 200 Euro empfehlen.
Hallo Max,

da würde ich dann schon gleich eine viel schnellere und höher auflösende CMOS-Kamera mit 3,75 µm Pixelraster nehmen, die gibts auch bei TS für unter 200 €. Mit Deiner 2x Barlow wäre eine solche Kamera optimal für höchstes Auflösungsvermögen an Deinen f/5 Spiegel angepasst. Die von Dir genannte Cam mit 5,6 µm Pixelraster braucht da schon eine 3x Barlow.

Gruß, Jan
 
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Hallo Max,
möglicherweise brauchst du dann aber noch ein Laptop, denn ich weiß jetzt nicht, ob ein Netbook für diese Videoastronomie ausreichend bestückt ist. Darüber solltes du noch Auskünfte tätigen.
Gruß Manfred
 
Zitat von W_Manfred:
möglicherweise brauchst du dann aber noch ein Laptop, denn ich weiß jetzt nicht, ob ein Netbook für diese Videoastronomie ausreichend bestückt ist.
habe vor wenigen Tagen eine QHY-5L-II (monochrom) an einem auch schon betagten Fujitsu-Siemens Lifebook mit Dual Core 1,4 GHz und FireCapture getestet und folgende Schreibraten (fps) auf HD (!) ermittelt: Format 1280x960: 23,6 fps - ROI 640x480: 110,7 fps - ROI 320x240: 104,8 fps - ROI 200x200: 200,6 fps, jeweils gemittelt über 10 s. Bitte also erstmal mit vorhandenem Netbook testen!

Gruß, Jan
 
Hallo Max,
wenn schon dann würde ich diese Kamera nehmen.
Für das was sie bietet ein echtes Schnäppchen.
Du kannst aber auch erst mal versuchen, mit der Crop Video Funktion(640x480Pixel) der Canon auf zunehmen.
Wenn durch die Barlows Farbverschiebungen auftreten,mußt Du vor der Aufnahme einen manuellen Weißabgleich vornehmen.
Probleme beim scharfstellen können auch durch das Seeing kommen.

VG Cl.-D.
 
Hallo Max,
naja Allrounder wird es wohl nicht geben.DeepSky Kameras sind nicht für hohe Frameraten,wie sie bei Planeten erforderlich sind,geeignet.
Planetenkameras fehlt es meist an Empfindlichkeit und Kühlung.
Man kann da nur sehr viele kürzer belichtete Aufnahmen stacken.
Die von mir verlinkte Kamera und meine ASI 120MC,die den gleichen Sensor haben,lassen aber Belichtungszeiten bis zu 1000s zu. Ob das Sinn macht habe ich noch nicht probiert.
Aber eine Testaufnahme (auf Seite 9 zu finden) habe ich mal gemacht.
Das Ergebnis hat mich dann doch etwas überrascht.
Der von mir verwendete SC ist da aber nicht so geeignet.

VG Cl.-D.
 
Zitat von Toperaser:
Würde es auch eine alround Kamera Planeten und deepsky unter 200 geben?
Hallo Max,

wenn ich das von Joschi angegebene Blatt anschaue, dann wird dort für deutlich weniger als 200 € eine Planetenkamera angeboten, mit der man bis zu 10 min lang belichten kann. Damit scheint mir klar, dass diese Kamera auch für Deep Sky geeignet ist, selbst wenn das dort nicht ausdrücklich betont wird.

Bei Belichtungszeiten > 1 s könntest Du die Kamera sinnvollerweise ohne Barlow unmittelbar in den Primärfokus Deines f/5-Spiegels setzen. Bei derart langen Belichtungszeiten wird nämlich die erzielbare fotografische Auflösung im wesentlichen durch die Luftunruhe (Seeing) bestimmt, und nicht mehr durch das viel feinere Auflösungsvermögen Deiner Optik. Im f/5-Fokus hast Du gleich viermal soviel Licht und ein viermal größeres Gesichtsfeld auf dem Kamerachip als bei f/10 hinter der Barlow.

Gruß, Jan
 
Hallo Max,

die TSSSI würde ich auch nicht empfehlen, weil sie angesichts der schon genannten QHY 5L-II nicht konkurrenzfähig ist. Kameras wie die TSSSI sind vermutlich aus Mangel an der ToUcam auf den Markt gekommen, die ToUcam ist aber auch schon lange nicht mehr aktuell, dennoch ist sie natürlich brauchbar (hab ja selbst noch eine). Aus preislicher Sicht kommt bei dir sicherlich keine Schwarz-Weiß-Kamera & Filterrad mit RGB-Filtersatz in frage. Das wäre die Ausrüstung, die ich empfehlen würde. Filtertechnik bietet einige Vorteile im Farbmanagement und ist im Allgemeinen leistungsfähiger. Inwieweit nun die kleinen Pixel der QHY 5L-II das wettmachen können, kann ich nicht beurteilen. Sicherlich ist diese Farb-CMOS-Kamera keine schlechte Wahl, zumal sie preislich sehr attraktiv ist.

CS,
Chris
 
Zitat von Joschi:
... eine Testaufnahme (auf Seite 9 zu finden) habe ich mal gemacht.
Hallo Joschi,

in meinem Browser erscheint Deine Testaufnahme auf Seite 6. Damit Ihr es leichter findet, hier die entsprechende Eingabenummer mit Datum und Uhrzeit: #984247 - 2013-02-05 22:55:02.

Das Trapez selbst, nämlich die zentrale Sterngruppe Theta^1 Orionis, scheint mir nun gerade ein Objekt für die hochauflösende Kurzzeitvideografie zu sein, wie deses Beispiel zeigt. Hier hatte ich eine Point Grey Chameleon mit 3,75 µm Sensor an meinem 10" f/5 Spiegel 2 min bei f/11 bzw. 2,8 m Bremmweite draufgehalten und bei einer Belichtungszeit von 18 ms insgesamt knapp 3500 Frames eingefangen und ausgewertet.

Ich stelle es mir reizvoll vor, diese Art von hoch aufgelösten Sternkonfigurationen in die lichtschwächeren Nebelstrukturen der Umgebung einzupassen, die man - wie Du ja sehr schön gezeigt hast - mit derselben Videokamera bei längerer Belichtungszeit gewinnen kann. So etwas sollte jedenfalls auch mit der von Dir weiter oben genannten Kamera möglich sein.

Gruß, Jan
 
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