Gehts noch schlimmer?

THATEIS

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Hallo Leute,

Starklink mit zehntausenden Satelliten ist schon schlimm genug, nicht nur für die Astrofotografen unter uns.
Diese Company, Reflect Orbital , wird das bald toppen.
www.Spaceweather.com hat dazu heute einen Beitrag. Er endet mit diesem Ausblick:

Eärendil-1 wird nicht wie ein Scheinwerfer funktionieren. Aus einer Höhe von 625 km kann ein einzelner Spiegel ein Ziel pro Vorbeiflug nur etwa 5 Minuten lang beleuchten. Um ein Gebiet die ganze Nacht hindurch zu beleuchten, wäre eine Kette von Satelliten erforderlich. Das ist ein Grund dafür, warum das Unternehmen bis 2035 50.000 davon einsetzen möchte.
Astronomen sollten ihre Arbeit bis dahin abgeschlossen haben.
 
Deprimierend das Ganze. Ich habe ja jetzt schon Bauchschmerzen, wenn ich nach Einbruch der Nacht mit dem Fernglas den Himmel durchmustere. Was für ein entsetzliches Gewusel von sich bewegenden Pünktchen. Und irgendwie ist mein hobby-astronomischer Ehrgeiz dabei wegen der Frustration auf der Strecke geblieben. In Anbetracht der Tatsache, dass der Mensch alles auf der Erde ... verschmutzen und vermüllen, ausleuchten, beschallen, zertrampeln, versiegeln ... muss nimmt es nicht wunder, dass nun auch der erdnahe Weltraum zugesch... wird (ich meine natürlich zugeschossen ;) ).
Gefallen muss einem das nicht!

Gruß
Stephan
 
Die spinnen doch. Das wirkt sich auch negativ auf die Tier - und Pflanzenwelt aus. Die Menschen mit eingerechnet. Wie soll man da schlafen? Und dieser freche Satz: "Bis dahin sollten Astronomen ihre Arbeit abgeschlossen haben." Woher wollen die wissen, wann wir Astronomen fertig sind? Da gibt es kein Ende. Es gibt immer wieder was Neues. Und wir müssen auch die aus dem All drohenden Gefahren im Auge behalten. Erdnahe Asteroiden z. Bsp. Neee, die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun.

Clear Skies,

Anja Verhöfen
 
Hab mal auf deren Seite geschaut: „We maintain strict exclusion zones for astronomy…“. Jetzt bin ich beruhigt.
 
Aber Dir war vermutlich eine Spitze gegen mich lieber.
Wieso eine Spitze gegen dich?
Auf die Idee bin ich nicht gekommen, ich wüsste auch gar nicht warum.
Ich fand den Kommentar nämlich GUT!
Weil er nur so trieft vor Ironie.
(Zur Info: Ich finde diese Idee mit 50000 Spiegeln im All auch völlig bekloppt.)

Wenn jemand anderes das so gesagt hat mit eben jenem ironisch-sarkastischem Humor, dann geht das Lob an denjenigen.
(Man muss etwas suchen um den Artikel zu finden, denn auf der Homepage von spaceweather sind nur die Artikel von heute, nicht die vom vergangenen Freitag. Such, such... ja, die haben das tatsächlich so geschrieben. Also sorry dass ich dir diese Art von Humor zugeschrieben habe.)

Gruss
Thorsten
 
Ich fand den Satz eigentlich nahezu perfekt (vom satirisch-humoristischen Standpunkt aus gesehen).
Er lässt völlig unaufgeregt, lässig und emotionslos eine riesen Bombe platzen.

Wenn du (oder jemand anderes) eine ähnlich gute Bemerkung hat, her damit.
Mit Galgenhumor tröstet es sich besser.
(Abgesehen davon (auch zum Trost) dürfte es eher unwahrscheinlich sein dass das jemals realisiert wird.)

Gruss
Thorsten
 
Gottseidank gibt uns Elon Musk mit seinen fliegenden Autos das Werkzeug, um die blöden Dinger mit einer Schrotflinte vom Himmel zu holen :ROFLMAO:
VG Walter
 
Immer wenn man denkt, dümmer geht nimmer, kommt wieder was neues. Das wäre der Hobbyastronomie Tod. Allerdings kann ich mir kein Szenario vorstellen, wo sich das rentieren sollte.

  • Die Helligkeit ist so niedrig, dass man trotzdem Scheinwerfer braucht. Oder man muss alle Satelliten auf einmal buchen. Dieselgenerator und Scheinwerfer sind flexibler x-mal billiger. Selbst wenn der Sprit 10€ kostet.
  • Der Strahlenkegel ist wahrscheinlich so groß, dass es in den meisten Ländern nicht zulässig sein wird das zu nutzen.
  • Die Fläche ist riesig, das Gewicht gering, die Umlaufbahn niedrig. D.h. der Treibstoffverbrauch ist immens im Verhältnis zum Gewicht. Höhere Umlaufbahnen lohnen sich weniger, da der Strahlenkegel weiter und die Helligkeit mit dem Quadrat der Entfernung abnehmen.
  • Durch die niedrige Umlaufbahn funktioniert das nur in der Dämmerung.
  • Wenn so ein Teil kaputt geht, schmiert es durch das Verhältnis Fläche/Masse sofort unkontrolliert ab und führt durch seine Fläche zu einer Kettenreaktion im Orbit...ok, vielleicht wäre das ja ein Segen. Aber hoffentlich passiert das erst, wenn unsere Stromversorgung vom GPS Netz entkoppelt ist.
  • Man muss zwangsweise den ganze Globus abdecken, alleine 2/3 sind Ozean, vom Rest kann sich das 90% nicht leisten. Und dann geht das nur in der Dämmerung. Die Auslastung ist per Definition unter 1-2%.
  • Unmengen, kleine, giftige, selbst im nicht ausgerichteten Zustand extrem helle Lichter einern in allen möglichen Winkeln im Minutentakt über den Himmel. An schlafen ist da ohne komplett geschlossene Rollläden weitweit nicht mehr zu denken. Rollläden, keine Jalousien. Je größer der Breitengrad desto weniger ist im Sommer überhaupt an Schlaf zu denken. Auch in China und in Russland. Ich glaube das hätte politisch derartige Konsequenzen, dass sich das selbt der Amerikaner nicht mehr leisten könnte.
Bleibt natürlich wieder die militärische Anwendung. Aber was nutzt es, wenn dich auch der Gegner gut sehen kann? Die einzigen beiden Anwendungen, die mir tatsächlich einfallen sind als Terrorwaffe und für Parties von reichen [zensiert]en. Aber Terror ist das eigentlich schon durch die reine Existenz. Siehe giftige Lichter am Himmel. Und so viele Parties machen reiche [zensiert]en auch wieder nicht.

Der Thread wird sicher eh bald geschlossen, also sage ich es einfach mal: sowas geht nur, weil es mittlerweile so absurd reiche Leute gibt, dass sie es sich erstens einfach leisten können auch wenn es sich nicht lohnt und zweitens trotzdem machen, obwohl 99,99999% der Menschheit nur Nachteile dadurch hat. Die haben mittlerweile so viel Geld, dass sie so dumm sein können wie geschnitten Brot und trotzdem immer reicher werden. Selbst wenn die so absurdes Zeug auf den Weg bringen. Selbst Starlink hätte meiner Meinung ohne den Ukrainekrieg nicht funktioniert. Das war für Musk der absolute Glücksfall. Für den Typ der das hier macht, mag das nicht mal gelten. Aber unter Garantie für seine Geldgeber. Solche Leute gedeihen am besten in einem korrupten, konservativen und praktisch immer rechtslastigen Umfeld, in dem es soziale Umverteilung oder Kontrolle grundsätzlich verteufelt wird. Wir sind ja auch grad auf dem besten Weg dahin und die Opfer so eines Systems laufen scharenweise in dieses Lager über.

Ich hab jetzt keine Zeit das zu recherchieren...aber hatten nicht die Chinesen auch so eine Idee gehabt und haben die verworfen, weil das Blödsinn ist?
 
Militärisch sehe ich da auch keinen Nutzen. Die Amis haben doch die besten Nachtsichtgeräte und würden dadurch diesen Vorteil verlieren.
 
Mich würde es nicht wundern, wenn sich eine pflichtbewusste KI, auf vielfachen Wunsch der Nutzer, in die Steuerrechner von Starlink und Co hacken würde und bei allen einfach den Wiedereintritt aktiviert. Wäre doch mal eine sinnvolle Anwendung der KI im Sinne der Säuberung der erdnahen Umlaufbahnen :geek:.
Daher fleißig bei ChatGPT um einen dunklen Nachthimmel ohne Starlink Satelliten bitten. Vielleicht werden wir gehört. :D
 
Ich sehe für dieses sinnlose Projekt kein Geschäftsmodell, also wird es wohl nicht kommen. Licht ist nichts was man nicht auf der Erde kostengünstig produzieren kann. Es gibt aber ganz interessante Projekte, Tageslicht mit großen, bikonvexen Linsen und Lichtleitern in Gebäude zu leiten. Die Linsen stehen auf den Dächern der Gebäude und sind um die 1 Meter im Durchmesser. Das wäre eine feine Sache, speziell für gewerblich genutzte Objekte, die doch oft arg nüchtern beplant werden. Die Linsen müssen nicht annähernd so genau wie für optische Zwecke geschliffen sein, sind also günstig. Ich denke analog einer Fresnellinse, wie sie z.B. auf Leuchttürmen genutzt werden.

Das Eärendil möchte ich nicht mit Starlink in einen Topf werfen wollen. Starlink ist sehr sinnvoll und macht mittelfristig viele umweltschädliche Gebäude auf der Erdoberfläche überflüssig. Ich habe die Antennen lieber im All als auf Häusern und in der Landschaft. Das ist nun technisch etwas vereinfacht ausgedrückt, da man auch für Starlink erdgebundenen Antennen benötigt, aber wesentlich weniger, als mit unserer klassischen Mobilfunktechnik. Die Nachteile sind überschaubar, nämlich eingeschränkter Blick auf den Himmel und einmalige Emissionen bei der Installation.

Schade, dass Herr Musk sich politisch so einseitig engagiert, sonst würden seine Projekte womöglich mehr Anklang finden. Allerdings ist unsere deutsche Meinung mittlerweile so nachrangig, dass es ihn kaum jucken wird, solange sich seine Autos so gut verkaufen. Auch das wundert mich nicht, wenn man sich z.B. die Qualitätsprobleme im VW Konzern (Batterietechnik, Lenkgestänge) und bei Ford (Batterietechnik) anschaut. Ich will mir selber gerade eine neues Auto kaufen, deswegen bin ich da etwas tiefer eingestiegen. Auch die technikfeindlichen Kommentare hier sprechen Bände, und das in einem, nennen wir es mal leicht naturwissenschaftlich angehauchten, Fachforum.
 
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