Gel als Spiegellagerung

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JPoepsel

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Hallo!

Frage an die Spezialisten: kann man stat der üblichen "Floatig-Halterungen" (ob nun 9, 27 oder wieviel Punkte auch immer) eigentlich nicht so was wie eine Geltasche unter den Speigel legen? Ist u.U. einfacher zu bauen und ggf. sogar besser?!
Gleiche Idee würde auch für die seitliche Halterung des Spiegels funktionieren. Gibt es so was schon oder hat jemand damit schon Erfahrungen?

Ich habe mal in Neuseeland ein 1.2m-Teleskop besichtigt. Da "schwamm" der Spiegel in Quecksilber. Auch nicht schlecht aber für Amateure wohl schwierig umzusetzen (und Quecksilber ist ja nicht gerade billig)

CS

Josef
www.capella-observatory.com
 
Ich hatte ein Teleskop von einem Bausatz von Astrocom.
Da war der Spiegel auf Luftpolsterfolie gelagert. Ist ja das gleiche Prinzip wie deine vorgeschlagene Gellagerung. Es hat den Nachteil daß die Luft nicht von unten an den Spiegel rankommt. Dann kühlt er schlecht aus.
 
Hallo!

Nun ich stelle es mir so vor: wenn ein Spiegel schwimmt (egal worin, HG, Gel, ...), dann hat er eine bestimmte Tauchtiefe und Auftrieb. In der Mitte ist er allerdings weniger dick, die Spiegelmasse pro Auftriebsfläche ist also geringer, und damit müsste er sich zwangsläufig verspannen. Das sollte vor allem bei großen dünnen Spiegeln auftreten. Wenn ein Spiegel in Quecksilber schwimmt, müsste er entweder auf der Unterseite ebenfalls konkav sein und damit außen mehr Auftrieb haben, oder einen anderen Auftriebsausgleich besitzen. Dasselbe sollte für Gel gelten.

Zumindest ist es so, wenn man es ganz genau nimmt.

Die Spiegelauflagepunkte bei normalen Lagerungen werden ja nicht gleichmässig verteilt, sondern so berechnet, dass der dickere Teil außen mehr unterstützt wird.

Hättest Du eine einzige Geltasche, dann könnte er außerdem verkippen. Wenn, dann sollten es 3 voneinander getrennte (tortenstückförmige) Geltaschen sein. Damit wäre die Position fest vorgegeben.

Was ich mir mal überlegt hatte, war ein System aus verbundenen Hydrauliken. An den mittels Plop berechneten Auflagepositionen sollten kleine Hydraulikstempel sitzen, wovon jeweils ein Drittel untereinader verbunden wäre. Statt Hydraulikstempel könnten es auch kleine untereinander verbundene Gelpölsterchen sein. Mit den berechneten Positionen hätte man genau die Unterstützung, die man braucht. Aber wie realisieren? Mann könnte 3 nicht prall gefüllte Geltaschen nehmen und jeweils flach zwischen 2 Platten einklemmen: an best. Positionen wären Löcher in der einen Platte, durch die sich die Geltasche hervorwölben kann. So hätte man definierte Auflagepunkte. Um Gewicht zu sparen, müsste man sich aber schon Mühe geben.

Eine seitliche Gellagerung könnte schon funktionieren. Das Material der Geltasche sollte aber so wenig dehnbar wie möglich sein, damit es sich nicht zur Seite wegdrückt.

Grüße, Henning
 
Hallo,
über etwas ähnliches habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Der Spiegel soll auf vielen ölgefüllten, etwas dehnbaren Gummikissen aufliegen, wobei die Kissen untereinander durch Schläuche verbunden sein müssen und in "Näpfen" liegen. Der Druck ist dann in der gesamten Flüssigkeit identisch, somit auch von unten gegen den Spiegel.
Von Oben her soll ein Ring den Spiegel gleichmäßig und sanft gegen die Kissen drücken:

Link zur Grafik: http://diverse.freepage.de/jaypeck/Spiegelhalter1.jpg


Eigentlich kann man zwischen diesen Stempeln noch genug Platz lassen, damit der Spiegel von hinten belüftet werden kann.

Ob das eine gute Idee ist, weiß ich nicht.

Gruß
Moriarty
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Moriarty,

grundsätzlich schon. Aber ich würde keinesfalls mit dem Ring von oben drücken, diese Sicherung darf nur gegen herausfallen sein (und sollte somit minimal Spiel haben).

Wenn alle Stempel miteinander verbunden sind, dann kann der Spiegel aber kippen. Deshalb müsste es 3 voneinander getrennte "Stempel-Zonen" geben, damit wäre die Lage fest definiert.

Da der Spiegel in der Mitte weniger Auftrieb bzw. Unterstützung haben soll, müssten die Stempel an (z.B. mit Plop) berechneten Positionen sitzen.

Gruß, Henning
 
Hallo!

Weiß denn jemand, wie das mit der Quecksilber-Lagerung genau funktioniert. Gibt es da irgendwelche Skizzen?

Josef
 
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