Genauigkeit einer EQ-Plattform

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SebastianZ

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Hallo Leute,

hat jemand Erfahrung mit Nachführplattformen für Dobsons? Mich würde interessieren, wie genau diese nachführen? Bleibt z.B. ein Stern wirklich bei 200 oder 300facher Vergrößerung volle 60 Minuten im Gesichtsfeld eines Plössls mit kleinem Gesichtsfeld?

Wie genau müssen die Plattformen ausgerichtet werden? Bei den Plattformen, die ich bisher gesehen habe, dürfte es schwierig werden, sie gerade und stabil auf einer leicht abschüssigen Wieße hinzustellen. Oder täusche ich mich da?

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian,

wenn ich mit Wasserwaage und Kompass ausrichte, die regelbare Gschwindigkeit gut einstelle, brauche ich bei 300x etwa 10 Minuten lang nicht zu korrigieren.
Je genauer die Polhöhe, die Nord/Südrichtung und die Geschwiindigkeit stimmt, kann es auch deutlich länger sein.
So präzise habe ich meine Plattform aber noch nie ausrichten können.
Man muss nämlich auch die Kompass-Missweisung beachten!
cs
Timm
 
Hallo Timm,

gegen die Missweisung gibt es Kompasse mit Missweisungskorrektur.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Timm,

danke für die Info. Aktuell läuft mir z.B. ein Stern bei 300x nach zwei, drei Minuten aus dem Gesichtsfeld (sGf 60°). Aber dann scheint das ja in erster Linie eine Frage der Ausrichtung zu sein.

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian,
gegen die schiefe Wiese musst Du Dir wirklich was einfallen lassen, die Ausrichtung der Achse auf den Himmelsnordpol muss passen.
Wenn der Stern zu schnell rauswandert, könntest Du aber auch mal prüfen, ob der Antrieb nicht eventuell Schlupf hat.
 
Hallo Ralf,

gegen schiefe Wießen habe ich Stellfüße mit 50mm Hub druntergebaut. Damit kann ich einiges an Unebenheiten ausgleichen. Leider wird die Plattform dadurch um einiges höher.

Aber wie gesagt, ich muss wohl einfach nochmal die Ausrichtung überprüfen. Der erste Versuch war anhand eines smartphones mit Kompass-App ausgerichtet, da ich Polaris nicht sehen konnte. Nicht das ich das vergessen habe, als ich hier gefragt habe. Ich wollte lediglich wissen, wie allgemein die Erfahrungen zur Genauigkeit mit einer "gekauften" Plattform sind ;-)

Das mit dem Schlupf ist natürlich auch denkbar. Ich werd mal ein Auge drauf haben, beim nächsten Versuch...mit Polaris ;-))

Gruß Sebastian
 
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Hallo Sebastian,

mein 16" f/4 steht auch auf einer Eq. Normalerweise schmeiß ich die nach Augenmaß in NS- Ausrichtung hin. Für vis. Beobachtung langt mir das. Aber wenn ich mit >5m Äquivalentbrennweite Mond- oder Planetenfotos machen will muss die Ausrichtung genauer sein. Als ersten Schritt wird die Basis mittels Libellen und s App-Kompass ausgerichtet und eingenordet. Das reicht aber meistens noch nicht. Die Feineinstellung kommt dann nach Beobachtung der Sternbildbewegung im Okular oder Kontrolle des Planetenbildes mir der ASI 120. Mir reicht es wenn man während der Aufnahmezeit eines Planetenvideos nichts mehr verstellen muss. Wie lange dann ein Stern bei 300x im Gesichtsfeld bleibt hab ich aber noch nicht gemessen.

Gruß Kurt
 
Hallo,

ich schließe mich mal der Frage hier gleich an. Bin gerade bei der Planung einer EQ-Plattform nach den einschlägigen Seiten hier im Forum. Es soll eine CS-Plattform mit senkrecht zur Polachse stehendem Kreissegment sein (siehe Bild 3D-Planung). Ich möchte nicht alles 1:1 gemäß den hier bereits ausführlich vorhandenen Links zur Planung einer Plattform nachbauchen sondern meine eigenen Bastelerfahrungen machen. Nun zur Frage der Genauigkeit: Habe ich mich verrechnet (siehe Berechnung). Nach dieser Berechnung müsste das Kreissegment für eine hohe Genauigkeit bei Direktantrieb ja fast auf der Motorwelle des Antriebsmotors laufen?

CS

Planung 3D

Berechnung

 
Hallo,

vielleicht kann ich euch noch ein paar Tips geben.
Ich habe mir damals eine Plattform gebaut, mit der ich bei einer eff. BR von 8 bis 12m Planetenvideos mit der Webcam aufgenommen habe. Alo extrem kleines Feld bei großer Brennweite.
Die Füße der Plattform hatte ich einstellbar gebaut und eine angebaute kleine Kreuzwasserwaage und ein aufgeschraubter Kompass half beim groben Ausrichten. Am Standort im heimischen Garten hatte ich drei Natursteinplatten so vergraben, die fast eben waren.
Die Antriebsrolle hatte ich etwas größer gefertigt als berechnet und so lange im Durchmesser um 1/10mm reduziert, bis die Geschwindigkeit passte.
Also baut irgendwo ein Element im Antrieb ein, was man abstimmen kann, um Fertigungstoleranzen zu kompensieren, denn mit der Oberfräse kann man nun mal nicht auf 1/100mm genau arbeiten.
Triftet der Planet auf dem Webcambild in Richtung Nord oder Süd, so habe ich die Plattform entsprechend Richtung Ost oder West verdreht. Manchmal waren da schon ein paar Millimeter entscheidend.
Läuft die Montierung zu schnell oder zu langsam, so kann man das über den Durchmesser der Antriebswelle ausgleichen.
Die Geschwindigkeit des Antriebes sollte konstant sein. ein Gleichstrommotor ist da eher ungeeignet, besser ein Schrittmotor mit Steuerung.
Auf meiner kleinen HP unter "Ausrüstung verkauft", gibt es ein paar Bilder, die eventuell als Anregung dienen können.

Gruß und CS
Thomas
 
Hallo Thomas,

ich habe das mit der Genauigkeit nochmal durchgerechnet, da ich gerade in der Planung bin und natürlich nicht irgendwelche Teile zusammenkaufen will, die dann keinen Sinn machen. Am meisten Kopfzerbrechen macht mir der Antrieb des Kreissegments wenn ich halbwegs Genauigkeit haben möchte. Ich habe Lösungen mit Steppermotor gesehen, die pro Schritt 1,8° hinlegen. Leider sind die etwas teuer und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung von den Dingern. Daher habe ich eigentlich eine Lösung mit normalem Getriebemotor angedacht, der laut den Bauplänen im Internet mit ca. 2 bis 10 U/min läuft. Am Durchmesser des Kreissegments kann man wegen dem Schwerpunkt nicht viel feilen. Wenn meine anliegende Berechnung stimmt, ist bei 10 U/min ein Übersetzungsverhältnis von insgesamt 14.361 nötig, um eine genaue Nachführung zu gewährleisten. Nach meiner Berechnung läuft dann bei mir das Kreissegment bei Direktantrieb nur auf einer Welle von 0,6 cm Durchmesser. Nix mit Antriebsrad-Direktantrieb. Oder ich habe mich verrechnet (siehe Bild).

CS
Webster

Genauigkeitsberechnung
 
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Hallo,

als Antrieb habe ich einfach ein EQ2-Motor verwendet. Meine Kreissegmente laufen auf 15mm Durchmesser Aluwellen. Eine davon ist mit dem EQ2-Motor über eine Kupplung direkt verbunden. Allerdings werde ich die Wellen noch auf 10mm Durchmesser abdrehen.

In einer schon etwas älteren "Interstellarum" waren einige Plattformen beschrieben. Darunter auch die von Dieter Martini. Er verwendet ebenfalls einen EQ2-Motor an einer 10mm Welle.

Des weiteren bin ich mir ziemlich sicher, dass meine Plattform beim 1. Versuch falsch ausgerichtet war. Dann brauch man sich natürlich nicht zu wundern, wenn einem die Steren immer noch davon laufen ;-)

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian,

dann scheinen meine Berechnungen ja doch halbwegs zu stimmen. Also werde ich wohl nicht an einem Schrittmotor und einer entsprechenden Steuerung vorbeikommen um eine hohe Genaugkeit zu haben. Andererseits könnte ich auch mit Poti den Getriebemotor auf ca. 2 U/min herunterregeln. Bei einem Kreissegemnt-Durchmsser von ca. 84 cm und einer Getriebeübersetzung von 1:100 komme ich dann auf ca. 2,92 cm Durchmesser für das Antriebsrad. Ein EQ2 Motor kostet mit variabler Steuerbox ja so ca. um die 100 EUR?

Gruß
Webster
 
Hallo Webster,

schau doch mal bei der Bucht vorbei, dort gibt es die Teile neu, inkl. Versand schon für rund 40 Euro. Gebraucht entsprechend günstiger.

CS

Martin
 
Hallo Webster,

nene, einen einfachen EQ2 Motor mit Poti gibts z.B. hier:
http://www.teleskop-express.de/shop...cher-Nachfuehrmotor-fuer-Montierung-EQ-2.html

Leider fand ich keine Angaben zur Drehzahl. Bei meinem ersten Test (Plattform mit eliptischen Kreissegmenten 50°) war die einstellare Geschwindigkeit aber ok und das waren (grob übern Daumen!) 0,1U/min. Da das aber die so ziemlich langsamste Geschwindigkeit war, wurde mir auch klar, warum Dieter Martini eine 10mm Welle an diesem Motor verwendet. Ich werde meine Wellen auch auf 10mm abdrehen, um mit der Motorgeschwindigkeit etwas hochgehen zu können um von der Minimalgeschwindigkeit wegzukommen.

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian und Martin,

danke für die Tipps. Den Link von Sebastian hatte ich gestern auch schon gefunden und wie Du sagst: leider keine Angaben zur Geschwindigkeit. Ich habe auf ein paar Links hier im Forum auch einen Bau mit einem Hurst Steppermotor gefunden. Klingt interessant.

Grüße
Webster
 
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