Luzypher
Aktives Mitglied
Re: Ein wenig Senf
Hi folks!
Nein, das passt leider garnicht, weil es absolut an der Realität vorbei geht. Erst vor kurzem haben die digitalen Kameras in den Verkaufszahlen in Deutschland die analogen KB-Kameras übertroffen. Dabei werden nicht nur SLR-Digitalkameras und kleine "Knipsen" gezählt, sondern auch solche an Mobilfunktelefonen.
Die Behauptung, professionelle Fotografen würden kaum oder ganricht mehr digital fotografieren kann ich aus eigener Berufserfahrung nur als unsinnig abweisen. Sicher wird in "schnellen" Branchen, wie der Werbefotografie, allen voran der "Katalogfotografie" das digitale Medium bevorzugt. Dies ist aber nur ein teil der professionellen Fotografie. Und kein ernsthafter Fotograf wird die Qualitäten einer Linhof oder auch nur einer MF-Kamera zumindest beim augenblicklichen Stand gegen eine Digitalkamera eintauschen. Schaut man sich die neuen Technologien in der "analogen" Fotografie an - neue Emulsionen, neue Color-Prozesse, Printer, etc - dann kann man das kaum als "für Nostalgiker" bezeichnen.
Der Mythos, das es mit digitaler Technik besser geht, kann mittlerweile auch kein ernsthafter Fotograf mehr glauben. Es geht schneller, die Möglichkeiten der Manipulation sind vielfältiger und einfacher durchzuführen - aber die Qualität ist besonders bei der Katalogfotografie nur in Ausnahmefällen relevant. Hier spielen die Schnelligkeit und die Manipulationsmöglichkeiten eine entscheidende Rolle.
Mittlerweile kann ich solche "Ansichten" nicht mehr hören, da ich ständig mit solchen Fragen und vor allem Halbwissen von selbsternannten Semi-Profis konfrontiert werde. Die digitale Fotografie hat aber eines ganz bestimmt erreicht: es gibt nicht bessere Fotos, aber dafür mehr!
Günstige Kameras in dem angesprochenen Low-Budget-Sektor hat es schon immer zu Zeiten der KB-Fotografie gegeben ... das fing schon mit der Agfa-Box an und ging mit den günstigen Autofokus-Kameras ala EOS x00 und x000 weiter - nur als Beispiel. Dies kann nicht als Anzeichen für einen "panikartigen" Abverkauf billiger Analogkameras zugunsten der digitalen Technik betrachtet werden.
Im Bereich der professionellen Studio-, Landschafts oder Portraitfotografie wird von den meisten Fotografen die analoge Technik nach wie vor bevorzugt. Auflösung, Kontrastumfang und letztlich auch die "Sinnlichkeit" eines analogen Fotos werden derzeit von digitalen Kameras nicht erreicht.
Das das chemische Verfahren der Entwicklung ein handwerklicher Aspekt ist, bestreitet auch niemand. Die Fotografie selbst ist auch nichts anderes als ein Handwerk. Aber als "erdig" kann man allenfalls das Geschüttel und Gepansche mancher Amateure bezeichnen ... wer sich je mit Prozeßkontrolle, Densitometrie, Filterung, etc. auseinendergesetzt hat, wird schnell merken, daß hier viel Potential und KnowHow drinsteckt. Ich denke da z.B. auch an E6-Prozesse und Großbildabzüge. Jedenfalls kann kein digitales Medium ein MF-Dia ersetzen oder per Ausbelichtung ein ordentliches Großbild abgeben.
Fotografie ist eben mehr als nur der Hochzeitsfotograf um die Ecke zu leisten im Stande ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich möchte dieses Thema aber auch nicht im Laufe dieses Threades breittreten. Man könnte aber in Erwägung ziehen bei Gelegenheit einen eigenen Thread aufzumachen.
cu ...
Luzy
P.S.: Ganz davon abgesehen, daß es keine analogen Digitalkameras gibt ... noch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Hi folks!
Das Beispiel passt doch ganz gut. Der Markt für anlaloge Digitalkameras ist zusammengebrochen. Wer fotografiert denn heute noch analog? Otto-Normalverbraucher sicher nicht, die Profis erst recht nicht mehr. Nur noch ein paar Nostalgiker und Spezialanwender nutzen diese Technik.
So ist der Markt der anlaogen SLR-Kameras auch ziemlich eingebrochen, man bekommt inzwischen Autofokus Bodies für 100 Euro neu! Gleiches gilt für Nicht-AF-Objektive. In drei Jahren wird man Probleme haben, einen Film entwickeln zu lassen. Die chemische Technik ist sehr erdig und handwerklich, aber leider ist es so, dass digital (mittlerweile) fast alles besser und schneller geht.
Nein, das passt leider garnicht, weil es absolut an der Realität vorbei geht. Erst vor kurzem haben die digitalen Kameras in den Verkaufszahlen in Deutschland die analogen KB-Kameras übertroffen. Dabei werden nicht nur SLR-Digitalkameras und kleine "Knipsen" gezählt, sondern auch solche an Mobilfunktelefonen.
Die Behauptung, professionelle Fotografen würden kaum oder ganricht mehr digital fotografieren kann ich aus eigener Berufserfahrung nur als unsinnig abweisen. Sicher wird in "schnellen" Branchen, wie der Werbefotografie, allen voran der "Katalogfotografie" das digitale Medium bevorzugt. Dies ist aber nur ein teil der professionellen Fotografie. Und kein ernsthafter Fotograf wird die Qualitäten einer Linhof oder auch nur einer MF-Kamera zumindest beim augenblicklichen Stand gegen eine Digitalkamera eintauschen. Schaut man sich die neuen Technologien in der "analogen" Fotografie an - neue Emulsionen, neue Color-Prozesse, Printer, etc - dann kann man das kaum als "für Nostalgiker" bezeichnen.
Der Mythos, das es mit digitaler Technik besser geht, kann mittlerweile auch kein ernsthafter Fotograf mehr glauben. Es geht schneller, die Möglichkeiten der Manipulation sind vielfältiger und einfacher durchzuführen - aber die Qualität ist besonders bei der Katalogfotografie nur in Ausnahmefällen relevant. Hier spielen die Schnelligkeit und die Manipulationsmöglichkeiten eine entscheidende Rolle.
Mittlerweile kann ich solche "Ansichten" nicht mehr hören, da ich ständig mit solchen Fragen und vor allem Halbwissen von selbsternannten Semi-Profis konfrontiert werde. Die digitale Fotografie hat aber eines ganz bestimmt erreicht: es gibt nicht bessere Fotos, aber dafür mehr!
Günstige Kameras in dem angesprochenen Low-Budget-Sektor hat es schon immer zu Zeiten der KB-Fotografie gegeben ... das fing schon mit der Agfa-Box an und ging mit den günstigen Autofokus-Kameras ala EOS x00 und x000 weiter - nur als Beispiel. Dies kann nicht als Anzeichen für einen "panikartigen" Abverkauf billiger Analogkameras zugunsten der digitalen Technik betrachtet werden.
Im Bereich der professionellen Studio-, Landschafts oder Portraitfotografie wird von den meisten Fotografen die analoge Technik nach wie vor bevorzugt. Auflösung, Kontrastumfang und letztlich auch die "Sinnlichkeit" eines analogen Fotos werden derzeit von digitalen Kameras nicht erreicht.
Das das chemische Verfahren der Entwicklung ein handwerklicher Aspekt ist, bestreitet auch niemand. Die Fotografie selbst ist auch nichts anderes als ein Handwerk. Aber als "erdig" kann man allenfalls das Geschüttel und Gepansche mancher Amateure bezeichnen ... wer sich je mit Prozeßkontrolle, Densitometrie, Filterung, etc. auseinendergesetzt hat, wird schnell merken, daß hier viel Potential und KnowHow drinsteckt. Ich denke da z.B. auch an E6-Prozesse und Großbildabzüge. Jedenfalls kann kein digitales Medium ein MF-Dia ersetzen oder per Ausbelichtung ein ordentliches Großbild abgeben.
Fotografie ist eben mehr als nur der Hochzeitsfotograf um die Ecke zu leisten im Stande ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich möchte dieses Thema aber auch nicht im Laufe dieses Threades breittreten. Man könnte aber in Erwägung ziehen bei Gelegenheit einen eigenen Thread aufzumachen.
cu ...
Luzy
P.S.: Ganz davon abgesehen, daß es keine analogen Digitalkameras gibt ... noch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />