Gewagtes Unternehmen. Tubus / OAZ Kürzung.

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HuFux

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Ein Hallo an alle Selbstbauer

Ich hätte wiedereinmal ein Projekt anstehen und würde darum mal gerne um eure eigene Meinung dazu fragen.

Ich selbst besitze ja momentan einen 6" Newton in Kurzbauweise mit 1400mm Brennweite. Allerdings wird diese Brennweite durch eine Barlow im OAZ erreicht. Der eigentliche Spiegel hat lediglich eine Brennweite von 700 bis 750mm. Da mich die Barlow im OAZ wahnsinnig nervt würde ich sie gerne entfernen, und das Teleskop mit seiner "eigentlichen" benutzen. Einfach so rausdrehen is leider nicht, denn der Brennpunkt liegt dann viel zu weit nach innen versetzt. Wenn man aber den Brennpunkt etwas weiter herausbekommen würde, oder aber die Okulare etwas weiter Richtung Brennpunkt so müsste es gehn. NEIN, es geht dann sogar.
Gestern Abend kam mir beim spechteln die Idee. Ich wollte es einfach einmal versuchen. Also kurzerhand den OAZ ausgebaut, das 25mm Plössel mit einer stabilen Schnur befestigt, und dann die ganze Schoße den OAZ runtergleiten lassen. Und siehe da, nach run 3-4 cm bekam ich ein wunderschönes scharfes Bild. Mit wesentlich mehr Gesichtsfeld *freu* :-)
Allerdings ist diese "Schnurfokusiermethode" nicht gerade so toll. Darum überlege ich mir gerade wie ich nun aus der ganzen Sache heil rauskomme und mein Teleskop umbauen kann.

3 Möglichkeiten habe ich.

a) Ich lasse alles so wie es ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
b) Ich verkürze den OAZ extrem. Allerdings könnten dabei schon Probleme auftreten. Ich müsste da ein Stück dazwischen raustrennen und die ganze Sache dann anschließend schweißen. Schließlich will ich das Fokusierrad wieder haben.
c) Ich verkürze den Tubus um 3-4 cm. Allerdings weis ich da im Moment noch nicht wirklich ob ich dann einen neuen Fangspiegel benötige. Wahrscheinlich aber schon, denn wenn der Hauptspiegel näher an den Fangspiegel kommt ist dieser logischerweise im größeren Lichtkegel.

So, nun bin ich mal gespannt was Ihr davon haltet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Viele Grüße + CS
Christian
 
Hallo Christian,
dem Buch von Marty entnehme ich, dass der FS-Durchmesser folgendermassen berechnet wird:
Df=B+((A*D)/f) mit Df=kleine Achse des FS, B=Durchmesser des zu 100% ausgeleuchteten Bildfeldes, A=Abstand FS zum Brennpunkt und D=Öffnung des HS.
Das bedeutet unter anderem, dass ein Verkürzen des Tubus das vollständig ausgeleuchtete Bildfeld geringfügig verkleinert.
Vielleicht kannst Du damit ja leben, ohne gleich einen größeren FS zu kaufen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Musst Du mal durchrechnen.

CS

Kai
 
Hallo Christian,

also ich vermute mal vorsichtig, daß der Abstand HS-FS schon so in Ordnung ist. Die Variante mit dem HS verfahren würde ich machen, wenn es sich nur um wenige mm handelt um in den Fokus zu kommen. Da Du aber mit entfernen der 'Barlow' den Newton doppelt so schnell gemacht hast <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> würd ich mich nach einem flacher bauenden OAZ umschauen. Das muss ja kein sündhaft teures Teil sein, vieleicht hat ja jemand nochwas zu Hause herumliegen, z.B. vom Skywatcher 6"f/5. Such Dir mal die Maße zusammen, die Du brauchst, also Grundbauhöhe, Hub, Außendurchmesser des OAZ-Tubus und starte eine Anfrage im Sucheboard. So habe ich mich bisher immer mit OAZ's versorgt. Oder frag mal bei Wolfi nach, ob er sowas nicht in seiner Bastelkiste hat.
 
Hallo Christian,

ich vermute stark, daß dein Hauptspiegel sphärisch gefertigt ist und nicht als paraboloid. Bei dem dann resulierenden Öffungsverhältnis von ca. f/5 bekommst Du bei einem sphärischen Spiegel deutliche Abbildungsprobleme.
Dem widerspricht, daß du bei deinem Versuch von "wunderbar scharfem Bild" sprichst.

Hast Du die Möglichkeit, den HS diesbezüglich zu prüfen? Eine Schattenprobe (Foucaulttest) bzw. ein Ronchitest (der geht auch am Stern, ohne den Spiegel ausbauen zu müssen)würde hier Klarheit bringen.

Viele Grüße

Achim



p.s. f/5 bedeutet relativ hohe Anforderungen an Okulare, wenn das Bild (vor allem im Weitwinkelbereich) randscharf sein soll, diese Okus sind leider recht teuer.
 
Habich schonma gemacht

Habe vor Jahren die gleiche Idee verwirklicht, allerdings mit einem 114er Katadiopter von Bresser.
Habe vorsichtig am spiegelseitigem Ende ein paar mm abgelängt. Technisch hat's hingehauen, aber optisch habe ich jetzt einen grottenschlechten kurzen lichtstarken Newton, der ab 50-fach flau und unscharf wird.
Mit der Linse im OAZ ist das Bild wesentlich besser, scheint ein Korrekturglied zu sein, weil mit Barlow das Bild ebenfalls schlechter wird. Ade, schöner Reisedob!
Klaramus
 
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