Gewaltiger Meteor über China | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Gewaltiger Meteor über China

eberhard_ehret

Mitglied
...siehe "www.spaceweather.com" von heute....

AN EXPLOSION OVER CHINA: Every night, the Chinese Meteor Monitoring Organization (CMMO) runs an automated camera in Shandong Province, monitoring meteor activity above the coast of the Yellow Sea. On Aug. 16th, it caught the brightest fireball in years. The night sky turned blue when a space rock exploded hundreds of times brighter than a full Moon:
......

LG Eberhard
 

VisuSCor

Mitglied
mag -20 und damit etwas 900 x so hell wie der Vollmond - ein "Jahrzehnt-Ereignis"... da sind bestimmt einige aus dem Bett gesprungen letzte Nacht.

CS.Oli
 

eberhard_ehret

Mitglied
Tach Okke....
Wenn der im GRAVES-Bereich verdunstet wäre, bräuchten wir alle einen neuen SDR-Stick und einen neuen Bildschirm....auch die Lautsprecher vom Laptop dürften durchgebrannt sein.....
Daaaaaa hatten wir richtig Glück ! :cool:
LG Eberhard
 

Tobyas M

Mitglied
Hallo, was wäre, wenn man da z.B. Saturn im Teleskop anschaut und dann huscht der mit dieser Helligkeit durch dein Sichtfeld-da biste wohl einäugig blind, oder?:sick::oops:
noch eine Frage: Wie schaut ein Feuerball in GRAVES aus, der quer durch die Atmosphäre fliegt, extrem hell wird und auf der anderen Seite wieder rauskommt, wie in Perth Mysterious blue fireball streaks above Western Australia, puzzling astronomers , also der den Flug durch die Erdatmosphäre überlebt.
VG Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:

eberhard_ehret

Mitglied
Hallo Tobias.....,
na ungefähr so....nur das Signal dürfte wesentlich stärker sein....also die Ionisationswolke (nach oben).....
Ob Fragmente auf die Erde fallen, kann man so nicht unbedingt ermitteln. Da diese dann so abgebremst sind, dass sie wohl keinen Plasmakanal oder Ionisationswolke mehr erzeugen, kann man sie mit GRAVES wohl kaum mehr verfolgen....
LG Eberhard

1597990326415.png
 

eberhard_ehret

Mitglied
Hallo Tobias,
noch ein kleiner Nachtrag:
Wie das auf dem GRAVES-Bild aussieht hängt vom Winkel ab, mit der der Bolide zur Antennenrichtung "eintaucht".
Schau mal im Radioastronomie-Board, Live-Beobachtungen GRAVES, Seite 26, den ersten Thread an. Dort siehst du einen
Meteor im visuellen Bild (All-Sky-Kamera) und das dazugehörende GRAVES-Echo. Da der Meteor sehr steil in die Atmosphäre eintrat, gibt es nur die Ionisationswolke...die ist aber gewaltig....
LG Eberhard
 

Okke_Dillen

Mitglied
Wie schaut ein Feuerball in GRAVES aus, der......
Moin Tobias,

das war der dickste Brummer, den ich je gesehen und glücklicherweise auch dokumentieren konnte, bisher:

meteor 20200401 1542 wow fc.jpg

Das dürfte ein Feuerball gewesen sein, passenderweise zum 1.April :ROFLMAO: (damals hatte ich die Uhrzeit noch in MESZ angegeben anstatt UTC). Qua Signaldauer ist das nicht der Rekordhalter, aber qua "wumms".

Das hier dürfte auch einer sein:
meteor 20200505 1234 nochn kapitaler heizer.jpg

da muß man schon liefern, wenn man 30sec oder noch länger sichtbar sein will - zumindest fürs Radar.

meteor 20200521 1429 fastnstrong kategorie kawentsmann.jpg

der hier war zudem noch (erkannbar) sehr schnell, Dopplershift über 10kHz.

Das sind Brocken, die ich auf max Faustgröße schätze. Alle verglüht. Man weiß ja auch nie, aus was die Brocken bestehen, Eisen/Nickel, mineralisches Gestein, "schmutziger Schneeball" (es sind ja zumeist Kometenfragmente), Trümmer aus dem Orbit des großen Vorrats an Weltraumschrott....

...der quer durch die Atmosphäre fliegt, extrem hell wird und auf der anderen Seite wieder rauskommt
Im Wesentlichen wird ein Atmosphärenstreifer ähnlich aussehen, allerdings mit deutlichem Offset zu 143,05MHz, der Verlauf ist also nicht senkrecht, sondern eher "Tangens-förmig". Sein Annähern wird von atmosphärischer Abbremsung begleitet, ein Signal wird sich also von einer anfangs vertikalen Linie von rechts leicht nach links beugen, er wird ja langsamer, wodurch die Dopplerverschiebung abnimmt. Im Moment des Überflugs wird der Verlauf am flachsten sein, deltaF wird Null, um bei weiterer Entfernung wieder steiler bis senkrecht zu werden.
Die Hinterlassenschaften eines Atmosphärenstreifers häufen sich in Signalmitte, bei 143,05MHz, weil diese kleinsten Partikel enorm schnell abgebremst werden und sich quasi nicht mehr relativ zu Sender und/oder Empfänger bewegen.

Ein faustgroßes Etwas dürfte nicht infrage kommen dafür, die atmosphärische Abbremsung ist brachial, da muß man schon viel Volumen (~Masse) im Verhältnis zur Oberfläche mitbringen. So'n Brocken wie in China käme infrage.

Beobachtet und dokumentiert wurden schon etliche. "...puzzling astronomers" ist natürlich Quatsch, ein Astronom erkennt sofort, was das ist. Aber der Schreiberling nicht, da wird halt gerne die eigene Ahnungslosigkeit auf andere projiziert und/oder die Überschrift aufgemotzt.;)

Dafür hats tonnenweise Muskoiden ....:mad::poop:

CS Okke
 
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