Gewicht muss weg....

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Hardy

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Hallo Freunde des Schraubens,

mein Skywatcher 8" F5 bringt satte 8,5kg an Gewicht.
Hinzukommen Leitrohr, 2" Okulare und Kamera insgesamt bin ich dann bei 12,5kg angekommen.

Da ich meine Monti (SP5) damit schon im Grenzbereich belaste, möchte ich nun über den Weg der Gewichtsoptimierung der Monti ein wenig "Erleichterung" verschaffen.

Hat schon jemand entsprechende Erfahrung und evt. Tipps?


Gruß aus Memmingen

Jürgen
 
Hallo Jürgen,
die einzige - und leider auch teuerste - Möglichkeit dürfte meiner Meinung nach darin bestehen den Tubus, wie auch die Spiegelzelle aus CFK nachzubauen. Dürfte an die 3-3,5 kg Gewichtsersparnis einbringen, allerdings sind die Kosten beachtlich, dafür gibt es u.U. ein 10" Dobson.
Vielleicht bist Du aber auch ein begnadeter Selbstbauer und macht es alleine, dann liegst Du bei knapp unter 100 Euro.
Grüsse und so long
Nikita
 
Hallo Jürgen,

Nikita hat schon recht, so kann man es machen.

Ich habe einen 10"-TS-Newton, dessen Tubusblech (1,5mm dickes Alublech) alleine über 4kg wiegt, dazukommt noch mal Spiegelzelle und Fangspiegelspinne, das sind nochmal gut 600 - 700g, muss ich noch mal einzeln abwiegen.

Wir werden das demnächst auf Kohlefasern bauen, nicht, weil meine Monti das nicht schafft (EQ6....), sondern damit diese Schlepperei ein Ende hat.

Meinen Tubus lagere ich oben auf einem Regal, und wenn man den da runter gehoben hat, springen einem die Bandscheiben raus.

Hast Du schon mal an Hartpapier gedacht...?
Gibt es bei http://www.gerd.neumann.net .

Ich weiß jetzt nicht, was das für´ne Dichte hat, man muss den Tubus sicherlich etwas dicker gestalten, sodass das Gewicht nicht um das Verhältnis der Dichten zueinander abnimmt, aber eine gewisse Erleichterung sollte es schon bringen.

Evtl. kannst Du an bestimmten Stellen aus dem Hartpapiertubus auch noch Flächen heraussägen und nur noch Stege stehenlassen, die aber schon geschickt geformt sein müssen, damit der Tubus stabil bleibt.

Grüße
Thomas
 
Hallo Werner,
schöne Teile baust Du da. Darf man das Geheimnis der von Dir erwähnten Tennfolie (u.U. mit Bezugsquelle) erfahren?
Ich arbeite gerade mit 3mm und 10mm Aramid-Wabe (ist ein Greuel) - hat der von Dir erwähnte Hartschaum eine ähnliche Steifigkeit und Stabilität nach dem laminieren?
Danke im Voraus
Nikita
 
Hallo Nikita

Meine Materialien beziehe ich bis auf die erwähnte Trennfolie von Bacuplast.de. Der Hartschaumkern PVC 60-80 hat nichts mit Styropor zu tun, die Druckfestigkeit ist 0,96 N/mm² also rund 10 kg/1cm² die Dicken sind 2,3,5,8 und 10 mm, ich verwende für meine Arbeiten den 5 mm Kern, er gibt mit je 1 Lage 200 g/m² Cfk eine sehr steife Röhre und der Hartschaumkern 5 mm ist noch einigermaßen biegsam und gut zu verarbeiten. Zur Trennfolie kann ich nur soviel sagen, sie ist ca 200µ Dick und eine Seite ist mit spezieller Beschichtung versehen auf der kein Harz klebt. Solltest Du welche benötigen(Mail) müßte ich schauen ob ich noch was besorgen kann, die Folie wird zur Beschichtung von Blech in der Lebensmittelindustrie verwendet. Die von Dir angesprochene Nomex-Wabe ist noch etwas leichter und steifer aber ungleich schwerer zu verarbeiten und der Gewichtsvorteil zum Hartschaum ist nur dann gegeben wenn die Waben nicht vollaufen mit Harz.
Noch zur Trennfolie: Man kann auch jede PVC Folie nehmen und mit Trennwachs behandeln. Die Folie wird zum Schluß über das Laminat mit der Gummirolle blasenfrei aufgebracht, so erhällt man eine glatte und glänzende Oberfläche.

Gruß Werner
 
Hallo Werner,
danke für den Tip mit den Schaumkernplatten, kannte icfh erst ab einer Stärke von 15mm. 5mm Kernstärke wäre mir etwas zu stark, bleibe lieber bei Aramid mit 163g/m² Kohlefaser aussen. Man kann sich bei knapp 50cm Durchmesser auf einen 5cm breiten Ring sogar ´draufsetzen ohne grossartige Verformung. und leicht ist es auch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />. Die Wabe läuft nicht voll Harz, wenn man das nasse Laminat drauflegt, wahlweise kann man auch ein Aufschäum-Mittel verwenden, da bleiben in den Waben feinste Harz"spinnweben" zur zusätzlichen Versteifung, die Kehlnahtklebestelle bildet sich dennoch.
Der Trick mit der Folie mit Trennwachs ist nicht schlecht, ich habe bis jetzt auf Backpapier gesetzt, umwickelt mit Frischhaltefolie, dann die Heissluftpistole aus 50-60cm Abstand zum "anschrumpfen" der Wicklung - besser als Vakuum <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />.
Samstag/Sonntag werde ich mit reiner PE-Folie probieren, soll ja selbsttrenned sein, mal sehen und Deinen Trick mit PVC und Trennwachs als Gegentest probieren.
Danke noch einmal und viele Grüsse
Nikita
 
Hallo Nikita

Jetzt muß ich auch die Nomexwabe testen, sie müßte ja noch wesentlich steifere Bauteile zulassen, werde mir morgen mal ein paar m² bestellen, danke für die Ratschläge.

Gruß Werner
 
Hallo Thomas, hallo an alle....

Evtl. kannst Du an bestimmten Stellen aus dem Hartpapiertubus auch noch Flächen heraussägen und nur noch Stege stehenlassen, die aber schon geschickt geformt sein müssen, damit der Tubus stabil bleibt.

Daran hatte ich bereits gedacht, allerdings wollte ich meinem Alutubus, den Rohrschellen und den Leitrohrschellen an die Substanz. Insbesondere durch ausbohren an bestimmten Stellen wie z.B. die obere Einfassung des Tubus und den recht massiven Rohrschellen.....
Esrteinmal herzlichen dank an alle für die Antworten.
Hartpapier und GFK schaue ich mir an....

Nochmals Danke aus dem verschneiten Memmingen
(Klasse finde ich, dass keiner auf die Idee kam den Hauptspiegel auszubauen....... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> )

Jürgen
 
Hallo Jürgen!

Nein, das war nicht gehässig...

Übrigens fiel mir ein: Falls Du tatsächlich anfangen solltest, in den Tubus Fenster reinzusägen (mit Gardinchen...? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ), solltest Du zum Einstechen einen Holzbohrer nehmen, der rutscht nicht ab und verklebt das Alu beim Bohren nicht so, Du musst also nicht so stark drücken.


Viele Grüße
Thomas
 
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