Gewicht und max. Zuladung der HEQ-5 Pro SynScan

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MoonSeeker

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Hallo,

ich bin Neuling im Bereich Astronomie und möchte mir demnächst ein Teleskop kaufen, um damit sowohl Planeten als auch DS-Objekte zu beobachten. Ich beabsichtige mir eine Skywatcher HEQ-5 Pro SynScan GoTo Montierung zu kaufen und sie mit einem dieser beiden Teleskope zu bestücken:
Skywatcher N 150/750 PDS Explorer
Skywatcher N 200/1000 PDS Explorer

Momentan habe ich noch keine Erfahrungen und Ambitionen für Astrofotographie, würde mir diese Option jedoch gerne offen halten. Daher auch die PDS-Varianten der Teleskope und die HEQ-5 mit Nachführung.

Jetzt habe ich jedoch 3 Fragen die auf das Eigengewicht bzw. die Traglast der Montierung abzielen:

#1) Sinvolle Tragfähigkeit:
Laut Angabe von Astroshop.de trägt die HEQ-5 Pro SynScan GoTo 15 kg, auf der Produktseite des Herstellers ist leider nichts zu finden.
Mit dem N 150/750 (Tubusgewicht 4,9 kg) sollte das ja im Zusammenspiel mit weiterem Fotoequipment kein Problem sein.
Kann mir jemand sagen, wie gut sich die HEQ-5 Pro SynScan GoTo als Unterbau für das N 200/1000 (Tubusgewicht 8,8 kg) und eventuelles Fotoequipment macht? In der Theorie wären hier ja noch 6,2 kg "Reserve", aber mir fehlt die Erfahrung um abschätzen zu können, ob das genug ist.

#2) Gesamtgewicht der Montierung/Stativ:
Ich habe bei mir in der näheren Umgebung schon einige gute Beobachtungsplätze gefunden, die jedoch alle nicht per Auto erreichbar sind. Es wären im Schnitt 1-3 km zu laufen. Von daher stellt sich mir auch die Frage nach der Mobilität. Hierbei haben mich die Gewichtsangaben der HEQ-5 von diversen Webseiten jedoch verwirrt. Laut Hersteller wiegt sie insgesamt 15 kg, in einem Online-Shop wird sie mit 13 kg gelistet, in einem anderen mit 10 kg.
Kann mir jemand sagen, welche dieser Angaben nun stimmt?

#3) Gesamtgewicht des kompletten Aufbaus:
Ich habe das Gesamtgewicht beider Konfigurationen ausgerechnet (zwecks Herumtragen) und wollte fragen, ob ich hierbei etwas vergessen habe:

Variante mit N 150/750: 4,9 kg Tubus + 15 kg Montierung (falls die Angabe stimmt) + 1x5,1 kg Gegengewicht = 25 kg
Variante mit N 200/1000: 8,8 kg Tubus + 15 kg Montierung (falls die Angabe stimmt) + 2x5,1 kg Gegengewicht = 34 kg

Vielen Dank im Voraus!

Steffen
 
Moin,

ich habe selbst eine HEQ-5 mit einem Celestron C8-N im Einsatz (das ist ein 200/1000er Standard-Newton). Diese Kombination ist visuell grade noch OK, sofern man nicht mitten im Windkanal steht. Beim Fokussieren zittert es etwas, die Ausschwingzeit ist aber relativ kurz. Fotografisch dagegen wäre die Montierung ganz klar überfordert. Hier sollte auf jeden Fall eine EQ-6 zum Einsatz kommen
 
Vielen Dank für die Einschätzung!
Könntest Du mir als Besitzer der HEQ-5 noch etwas über ihr genaues Gesamtgewicht sagen? Wie gesagt, leider wiedersprechen sich da die Shops und die Herstellerseite. Vom Bauchgefühl her würde ich dem Hersteller zwar mehr vertrauen, aber die schaffen es ja nicht einmal alle Informationen auf ihrer Homepage zu listen, so dass man doch wieder bei den Shops nachschauen muss...

Steffen
 
Hi Steffen,

die unterschiedlichen Gewichtsangaben resultieren eventuell daher, daß verschieden schwere Gegengewichte eingerechnet sind bzw. bei der Rechnung nicht berücksichtigt wurden.

Visuell wirst Du auf Dauer mit 6" und Deepsky nicht wirklich zufrieden sein. 6" zeigen bereits viele Deepsky-Objekte, aber 15 cm Spiegeldurchmesser sammeln halt nicht allzuviel Licht. Viele der Objekte sind daher grenzwertig zu erkennen. Wenn dann der Himmel noch durch Streulicht von Städten oder durch Mondlicht aufgehellt ist, sind die möglichen erkennbaren Objekte schnell "abgeklappert". Das kommt auf Deine Ansprüche und die Zeit an, die Du insgesamt ins neue Hobby investieren möchtest.

Fotografisch mußt Du immer 1/3 der angegebenen Tragekraft abziehen. Mehr als einen 6" f=5 Newton würde ich der Montierung auf keinen Fall zumuten!

Ich habe bei mir in der näheren Umgebung schon einige gute Beobachtungsplätze gefunden, die jedoch alle nicht per Auto erreichbar sind. Es wären im Schnitt 1-3 km zu laufen.

oh Gott. Das kannst knicken, wenn Du nicht gerade Arnold Schwarzenecker bist. ;)

Oder hast Du vor, das gesamte Geraffel in einen Anhänger zu packen und den dann die 1-3 km von Hand zu ziehen? Berechne ins Gewicht auch die Stromversorgung für die Montierung mit ein. Da kommen noch mal ein paar Kilo zusammen...

Hinzu mag das ja eventuell noch gehen. Aber nach einer Beobachtungsnacht, müde und ausgekühlt abbauen, im "Leiterwägele" verstauen und dann zum Auto zurückschleppen, dann nochmal umladen und heimfahren? Also ich würde mir das nicht antun wollen.

Und das Gewicht teilen und mehrmals die Strecke laufen? Das teure Geraffel zur Hälfte unbeobachtet stehen lassen? Auch keine gute Idee...

Oder willst Du mit mehreren Beobachtern die Nachtwanderung machen? So daß jeder ein Stück Ausrüßtung trägt?

Nur mal als Denkanstoß:

wäre ein 8" oder 10" Leichtbau-Dobson mit Gitterrohrtubus ne Alternative? Klar, der wiegt auch was, könnte aber eventuell besser zu Fuß transportiert werden. Der wäre für Deepsky besser als ein 6" Newton auf ner parallaktischen Montierung. Und um Fotografie kümmerst Dich in ein paar Jahren, wenn Du den Himmel visuell kennengelernt hast. Sonst hast mehrere Baustellen und es geht nur sehr zäh voran...

Ich wollte früher auch mal 1 Teleskop für alles (Sonnenbeobachtung, Planeten und Deepsky, visuell und fotografisch). Also ne eierlegende Wollmilchsau. ;) Aber wie all die anderen Amateure hab ich dann festgestellt, daß ich damit ein Teleskop habe, das nix von allem wirklich befriedigend kann. Also hab ich ein weiteres Teleskop gekauft, passend für Sonne, Mond und Planetenfotografie und eine dritte Optik (kurzbrennweitig) für Deepsky-Fotografie...

 
Hallo Sternenfee123,

Zitat von Sternenfee123:
Ich habe bei mir in der näheren Umgebung schon einige gute Beobachtungsplätze gefunden, die jedoch alle nicht per Auto erreichbar sind. Es wären im Schnitt 1-3 km zu laufen.

oh Gott. Das kannst knicken, wenn Du nicht gerade Arnold Schwarzenecker bist. ;)

Oder hast Du vor, das gesamte Geraffel in einen Anhänger zu packen und den dann die 1-3 km von Hand zu ziehen? Berechne ins Gewicht auch die Stromversorgung für die Montierung mit ein. Da kommen noch mal ein paar Kilo zusammen...

Hinzu mag das ja eventuell noch gehen. Aber nach einer Beobachtungsnacht, müde und ausgekühlt abbauen, im "Leiterwägele" verstauen und dann zum Auto zurückschleppen, dann nochmal umladen und heimfahren? Also ich würde mir das nicht antun wollen.

Und das Gewicht teilen und mehrmals die Strecke laufen? Das teure Geraffel zur Hälfte unbeobachtet stehen lassen? Auch keine gute Idee...

Oder willst Du mit mehreren Beobachtern die Nachtwanderung machen? So daß jeder ein Stück Ausrüßtung trägt?

Also ich hätte noch eine 2. Person dabei, d.h. wir würden uns das alles aufteilen.
Ich selbst bin leider kein "Arnie", allerdings bin ich 20km Trekking-Touren mit 17 kg Rucksack gewöhnt. Ich habe Heute im Wohnzimmer auch mal einen "Gewichtstest" gemacht:
-> 17,7 kg PC + 4 x 1,5kg Wasserflaschen drauf und das ca. 10 min gehalten
-> Resultat: gegen Ende war es ein Krampf, aber es ging

Von daher denke ich, dass man 25 kg Ausrüstung zu zweit locker 1-3 km tragen kann.

Zitat von Sternenfee123:
Und um Fotografie kümmerst Dich in ein paar Jahren, wenn Du den Himmel visuell kennengelernt hast. Sonst hast mehrere Baustellen und es geht nur sehr zäh voran...

Ich wollte früher auch mal 1 Teleskop für alles (Sonnenbeobachtung, Planeten und Deepsky, visuell und fotografisch). Also ne eierlegende Wollmilchsau. ;) Aber wie all die anderen Amateure hab ich dann festgestellt, daß ich damit ein Teleskop habe, das nix von allem wirklich befriedigend kann. Also hab ich ein weiteres Teleskop gekauft, passend für Sonne, Mond und Planetenfotografie und eine dritte Optik (kurzbrennweitig) für Deepsky-Fotografie...

Wäre dann aus deiner Sicht meine aktuelle Kombination aus HEQ-5 und N 150/750 PSD sinnvoll? Ich möchte diese Kombination ja erst einmal nur visuell betreiben, um mich umfassend einzuarbeiten und dann evtl. in 1-2 Jahren mit Fotos loslegen. Allerdings würde ich deswegen ungern eine 2. Montierung kaufen.

Mein Gedanke ist daher:
- Einarbeitung mit 150er Newton, rein visuell
- (später) evtl. 200er Newton aufrüsten, rein visuell
- (noch später) mit dem 150er Newton in Fotographie einarbeiten

Viele Grüße,
Steffen


EDIT:
Warum sehen die Zitate im eigentlichen Beitrag nicht wie in der Beitragsvorschau aus?
 
Hi Steffen,

Also ich hätte noch eine 2. Person dabei, d.h. wir würden uns das alles aufteilen.

ok, dann schauts schon etwas realistischer aus. Sofern Dein Partner genauso sportlich ist wie Du. Weiß er schon, daß Du ihn als Packesel einplanst? ;)

Es macht schon einen großen Unterschied, ob Du tagsüber in einem gut beleuchteten Wohnzimmer stehst, oder müde und durchgefrohren im Dunkeln mit Stirnlampe über unebenes/unbeleuchtetes Terrain läufst...

Ich kann verstehen, daß es Dir wiederstrebt, eine 2. Montierung zu kaufen. Aber das ist eigentlich der vernünftigere Weg.

1x ein Teleskop mit maximaler Öffnung für visuelle Beobachtung für Deepsky-Objekte und Planeten als Dobson (bestes Preis/Leistungsverhältnis) und später dann eine parallaktische Montierung (HEQ-5) + kurzbrennweitiger Refraktor/Teleobjektiv für Fotografie.

Weil die Anforderungen für beide Zwecke völlig unterschiedlich sind.

Zäumen wir das Pferd doch mal anderst rum auf. Wo (konkret welche Stadt) möchtest Du denn jetzt visuell beobachten?

Geeignette Plätze, wo Du mit 6" schon mehr als ne Handvoll Objekte befriedigend beobachten kannst, sind in Deutschland auf Grund der Lichtverschmutzung rar gesäht.

Hast Du denn schon mal durch einen 6" Newton durchgesehen?

Ich hab einen. Und seinen größeren Bruder, den 8" Newton. Visuell steht der 6"er seit 5 Jahren nur noch in der Ecke. Fotografisch ist er schon soooo anspruchsvoll, daß ohne massive Optimierung meiner Montierung (Sphinx), ihrem Stativ und Autoguiding mit empfindlicher Guidingcam keine Deepsky Fotos gehen. :(

Ich hab mir seinerzeit zuerst den 6"er gekauft, weil ich damit Planeten fotografieren wollte. Das hat prima geklappt mit ner Barlow-Linse und Webcam. Vom Balkon mitten in der Großstadt raus. Deepsky dagegen ging bei mir im Großraum Stuttgart visuell fast nix. Galaxien und Nebel saufen völlig im Großstadtlicht ab. :(

Dann wollte ich bessere Planetenbilder, hab aufgerüßtet. Projektionsokular, DMK, Farbfilter im Filterrad und nen größeren Newton. Mit dem 8" f=5 war meine Montierung klar überlastet. Net unbedingt vom Gewicht, sondern vom Hebel her. Es hat gezittert wie [zensiert], sobald ich ihn zum Scharfstellen oder Filterwechsel angelangt hab. Weil ich keine stärkere Montierung kaufen wollte (die könnte ich dann nicht mehr alleine tragen, Auf- und Abbauen), hab ich weiter aufgerüßtet. Motorfokus, motorisiertes Filterrad. Damit das mit den Planeten besser ging. War teuer, hat sich aber gelohnt.

Ich hab dann bei einem Teleskoptreffen unter dunklem Himmel beide Tuben nacheinander auf die Montierung geschnallt und Deepsky-Objekte angesehen. Boa, welch Unterschied. Seitdem steht der kleine visuell im Eck...

Mit Deepsky-Fotografie hab ich vor knapp 2 Jahren angefangen. Es hat 1 Jahr gedauert, bis ich das mit dem Autoguider im Griff hatte. :(

Jetzt fotografier ich Deepsky mit nem 300 mm Teleobjektiv und DSLR. Dazu hab ich meine DSLR auf Astrotauglich umbauen lassen und mir nen H-Alpha Filter zugelegt. So kann ich auch aus der Stadt raus Deepsky machen. Eben alles, was in H-Alpha strahlt... Und im Urlaub unter dunklem Himmel dann auch mal "bunte Bilder" :)

Bei Deepsky gibt es prinzipiell 4 verschieden große Objektklassen. Sternfelder und Panoramen (Weitwinkel- oder Normalobjektiv), Motive, die 5, 10 oder noch mehr Vollmonddurchmesser haben (Nordamerikanebel, Andromedagalaxie, Kalifornianebel, Cirrusnebel..), dann welche zwischen 1/2 und 1/5 Vollmonddurchmesser (Sternhaufen, Hantelnebel, Ringnebel, Galaxien...) und fuzzelkleine Motive in Planetengröße (1/30 Vollmonddurchmesser wie die Planetarischen Nebel Catseye, Saturnnebel, Jupiters Geist...)

Für diese 4 Größenklassen brauchst völlig unterschiedliche Brennweiten. Also unterschiedliche Teleskope/Fotooptiken.

Als Anfänger kannst ja noch garnet wissen, welche dieser Objekte Dich später mal in den Bann ziehen werden. Daher würde ich mir jetzt ein Teleskop zulegen, das mir möglichst viel zeigen kann. Also in erster Linie Öffnung, Öffnung, Öffnung. Und da ist halt ein Dobson wirklich gut.

Ok, den muß man schubsen. Oder man setzt noch ne Nachführplattform drunter. Mit etwas mehr Geld geht sogar Goto. Aber eben keine Deepsky-Fotografie.

Mein Gedanke ist daher:
- Einarbeitung mit 150er Newton, rein visuell
- (später) evtl. 200er Newton aufrüsten, rein visuell
- (noch später) mit dem 150er Newton in Fotographie einarbeiten

einarbeiten mit 150/750 ist nicht falsch, kann aber je nach Himmelshelligkeit unbefriedigend sein

200/100 auf HEQ5 ist sehr grenzwertig, ob Du visuell mit dem "Kuhschwanzwackeln" leben magst, kann ich nicht beurteilen

gleich mit 750 mm Brennweite in die Astrofotografie einzusteigen ist schwierig. Da kommen mehrere Baustellen gleichzeitig auf Dich zu:
- sehr genaue Polausrichtung (Einscheinern)
- Schneckenspiel justieren (Feinmechanik)
- Teleskopoptik perfekt justieren vor jeder Fotosession
- Zusammenspiel von Autoguider mit Teleskopsteuerung (Software)
- Leitroh-/Off-Axis-Guider-Befestigung
- "Kippeln" des Okularauszuges
- Verkippen vom Komakorrektor
- Astroumbau der DSLR

Wenn Du statt dessen erstmal mit Fotoobjektiven Huckepack oder mit einem kleinen Refraktor 80/480 anfängst, hast nicht ganz so viele Baustellen und schneller ein Erfolgsergebnis...

Wenn ich so die Einsteigerberatung der letzten 3 Jahre hier im Forum Revue passieren laß, haben die meisten, die gleich mit langer Brennweite (6" Newton oder mehr) angefangen haben, nach etwa 2 Jahren frustriert das Handtuch geworfen...

Ich kann gut verstehen, daß Du möglichst gestern ein eigenes Teleskop haben möchtest. ;)

Aber ich rate Dir, es nicht zu überstürzen. Geh doch erstmal zu einem Teleskoptreffen. Die gibt es jedes Frühjahr. Schau dort durch 6 bzw. 8 und 10 Zoll mal durch. Dann kannst Du mit eigenen Augen sehen, was die Teleskope unter gutem Himmel zeigen können. Und mit diesen Erfahrungen überdenkst nochmal, wofür Du Dein Geld ausgeben möchtest...

Warum sehen die Zitate im eigentlichen Beitrag nicht wie in der Beitragsvorschau aus?

lösch mal von Hand das "=Sternenfee123" und dann sollte es klappen ;)

 
Hi Steffen,

lass dich nicht v.... die Geschäfte wollen verkaufen. 15 kg ist far too much!

Ich habe die HEQ5 ohne GoTo und würde sagen visuell sinnvoll max. 8kg vllt bei sehr Hebelarmen Instrumenten 10 kg. Wie gesagt visuell.

Fotografisch noch 20% bis 30% weniger.

Gruß
Lots
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus miteinand,
habe die HEQ5pro und bestätige, dass 8"f5 visuell gerade noch geht, fotografisch jedoch über dem Limit ist. Deshalb habe ich mir den 130/650pds zum mobilen Fotografieren besorgt. Der wiegt auf Aluplatte, mit 70/700 Leitrohr, Kamera, Sucher usw. auch über 8kg. Mehr sollte fotografisch auf die HEQ5 nicht drauf.
Die HEQ5 ist ein wenig leichter als die EQ6, jedoch deutlich schwerer als die EQ5 (gefühlt...). Auch wenn das Achsenkreuz nur 2/3 der EQ6 hat, es kommen wieder Gegengewichte, Stativ, Stromversorgung etc dazu, damit relativiert sich dass.
Die EQ6 habe ich mal mit 8"f5 vom Parkplatz zur Walhalla getragen (zum Public Viewing). Das habe ich einmal gemacht und nie wieder, und wenn das ganze 5kg leichter gewesen wäre, wäre es trotzdem eine Qual gewesen.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Jepp,


kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Wieviel die HEQ-5 genau wiegt kann ich Dir nicht sagen, da sie derzeit 120km entfernt in unserem Ferienhaus steht. Aber soviel kann ich sagen: Das Ding schleppt niemand freiwillig 1-3km, auch nicht zerlegt. Da ist man KO bevor das Beobachten losgeht.

Fürs visuelle draussen in der freien Natur ist in der Tat ein Gitterrohrdobson die allerbeste Wahl. Ich hab schon Vorstellungen von 12-Zöllern im Netz gesehen, die in einen kleinen Tagesrucksack gepasst haben. Sowas lässt sich prima transportieren, ist fix aufgebaut und visuell ist sowas im Vergleich zum 6-Zöller auf der HEQ-5 wie Championsleague gegen Kreisklasse.

Google mal nach dem Stickwort "Reisedobson", und schau Dir in Ruhe an, was es da an Möglichkeiten - sowohl fertig wie im Selbstbau - gibt.
 
Hallo,
eine H-EQ5 kann einen 8"er schon Tragen,auch fotografisch,allerdings sollte man dann auf offaxis Guider setzen und keine allzu schwere Kamera verwenden...und sich eine windstille Nacht aussuchen ;)
Meine erste Montierung war eine GP (ohne DX).Damit hatte ich mit einem 6"F/5 und einem leichten Leitrohr fotografisch schon schöne Erfolge erzielt.Aber mein Newton brngt auch nur etwas über 4Kg auf die Waage,samt Rohrschellen.
Wenn du wirklich jedesmal einen so lange Fußmarsch auf dich nehmen willst,empfehle ich dir entsprechende Tragetaschen.Von Geoptik und von Lacerta gibt es welche mit Trageriemen,so daß man diese als Rucksack verwenden kann.

Slltest du doch lieber mit einem Dobson einsteigen wollen,schau dir mal die Rockerbox alpha von Günther *entfernt* an.
Da laesst sich sicher auch ein Tragesystem anbringen :)

Grüße Rainer
 
Vielen Dank an euch alle. Ich habe meinen Plan jetzt nochmal mit meinem Mitbeobachter überdacht und wir sind erst einmal von der HEQ-5 abgekommen.

Als Teleskop würden wir weiterhin den Skywatcher 150/750 verwenden, allerdings auf einer leichteren Montierung ohne GoTo etc.
Das Gesamtgewicht würde sich somit auf 16 kg reduzieren was zu zweit definitiv gut machbar ist.

Ein Dobson sagt uns nicht so zu. Vorallem da die 8" Varianten dann auch gleich wieder mehr als 23 kg wiegen. Trotzdem vielen Dank für die ganzen ausführlichen Erklärungen. Das hat uns sehr geholfen und sicherlich viel Frust erspart!

Grüße,
Steffen

 
Ich möchte Martin Georg (weiter oben) 'ein bisschen' widersprechen:

Auf einem superstabilen Unterbau kann die Montierung das C8 auch fotografisch verkraften (ohne Windböen natürlich).

In meinem Fall benutze ich ein älteres schweres Vermessungsstativ.

Werner
 
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