Gewindeschneideisen T2 (M42x0,75)

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astrowolf67

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Hallo,

hat jemand so ein Gewindescheideisen (für Außengewinde) schon mal wo gesehen ? Würde mich sehr interessieren....


CS
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang!

Feingewinde dieser Größe werden in der Regel auf einer Drehmaschine geschnitten,von Hand ein solches Gewinde zu schneiden ist je nach Material schwierig bis unmöglich,vor allem wenn es winklig zur Werkstückachse sein soll.
Ein beschädigtes Gewinde läßt sich mit etwas Fingerspitzengefühl mit einer Gewindefeile (gibt es wirklich!!!)wieder ausbessern.
Frag am besten mal bei einer Dreherei oder einem Vorrichtungsbau,die sollten Dir helfen können.


Gruß+CS Felix
 
Hallo Felix,

Wolfgang hat das wesentliche schon gesagt. Solche Schneideisen gibt es, wahrscheinlich, nicht und wenn dann kosten Sie ein kleines Vermögen.
Solche Gewinde werden gedreht, eventuell kann ich da helfen, wenn Du interessiert bist melde Dich per PN.

Gruß
Hans
 
Hey,

frag bei denen mal an:
http://www.hoffmann-group.com/

wenn dies nich haben gibts das normalerweise auch nicht. Ich persönlich arbeite in der Metallbranche und habe ein so großes schneideisen noch nicht gesehn..Ich denke auch dass es unmöglich wäre ein neues Gewinde in der größenordnung von Hand zu schneiden (Kraftaufwand).

Viel Erfolg!
Daniel
 
Hi Wolfgang

In der Größenordnung gibt es zwar Schneideisen (auch wenn sie etwas anders aufgebaut sind), aber ganz sicher nicht für T2 oder ähnlich feine Gewinde. So etwas wird praktisch nur für Wasserrohre und ähnliches benötigt und dementsprechend vertrieben. Ein Angebot hast Du ja bereits und günstiger als einen Obulus für Dreher und Drehbank wäre so ein Werkzeug nichtmal, wenn es in jedem Baumarkt erhältlich wäre.

CS
Jürgen
 
Hallo Felix,

danke für die Info. Ein kleine Drehbank (Emco Compact 5) habe ich selbst, nur geht die nicht langsamer als 200U/min. So habe ich mit "Handbetrieb" :confused: ein M42x1 geschnitten. Die Oberfläche ist aber ziemlich schlecht geworden :schwitz:
Ich möchte mir einfach paar Spezialadapter selbst drehen ?)

CS
Wolfgang
 
Hallo Hans,

ein Scheideisen MF42x1,5 habe ich schon in einem Katalog gefunden. Leider nicht mit kleinerer Steigung :schwitz: Aber auch das hätte an die 150 Euro gekostet und ich frage mich ob ich das an meiner Emco Compact 5 überhaupt verwenden kann :help:

Möchte mir eigentlich ein paar Spezialadapter selbst drehen, ist aber nichts dringendes...

CS
Wolfgang
 
Hi,

ich denke, da tust Du Dich mit je einem Innen- und Aussengewindestahl resp. Plättchen besser ...

Die feinen Gewinde in Alu machen mit einem Schneideisen keine wirkliche Freude.

Jörg
 
Hallo Wolfgang!

Der Vorschlag von Jörg ist gut!Die Drehstähle lassen sich für verschieden große Gewinde nutzen,so daß sie im Endeffekt billiger sind als ein Sammelsorium an Schneideisen,außerdem ist die benötigte Kraft gerade bei Verwendung von Schneidplättchen aufgrund besserer Schneidengeometrie(deutlich) geringer als bei Schneideisen.Außerdem kannst du das Gewinde in mehreren Etappen schneiden,also dünnere Späne nehmen.Weißt Du was für eine Alulegierung Du verwendest?Auch da gibt es große Unterschiede in Bezug auf die Zerspanbarkeit(hart/weich/schmiert...).Kauf dir wenn nicht vorhanden ein vernünftiges Schneidöl für Leichtmetalllegierungen,sollte sich auch positiv auf die Oberfläche auswirken und ist sparsam dosiert sehr ergiebig.
Eine andere Möglichkeit währe das Zusammensetzen deines Adapters:besorge dir die billigsten M42 Adapter die Du auftreiben kannst,und setze dann eine simpel zu fertigende Hülse an.Das ganze kann man kleben,UHU Endfest 300 eignet sich hervoragend und läßt sich durch Tempern in der Festigkeit steigern.Oder z.B.mit kleinen Madenschrauben verbinden,evtl.ließe sich dann ein maßgeschneidertes Baukastensystem realisieren,also mit zwei Gewindeansätzen und verschiedenen Verlängerungen stünden dir beliebige Adapter zur Verfügung.

Viel Erfolg und klare Sicht(hier ist mal wieder Sch...-wetter) Felix
 
Hallo Wolfgang,

mir gelingen die Gewinde auf der Drehbank, auch im Handbetrieb, bestens. Ich gehe wie folgt vor:

1. In mehreren kleinen Zustellungen schneiden.
2. Radial UND axial zustellen (max. Axialzustellung aus Flankenwinkel ausrechnen).
3. Am Schluß noch ein Minispan ohne Zustellung.
4. Sehr gut schmieren (bei Aluminium mit Brennspiritus).

Probiere es mal so aus!

Grüße

Kurt
 
Man sollte niemals mit brennbaren Stoffen kühlen,
die Hitzeentwicklung bei Aluminium ist zwar gering aber
dennoch muss man hier sehr aufpassen. Besser ist es Alu
mit Kühlwasser/Emulsion oder ganz einfach Öl zu kühlen.

Im "Handbetrieb" ist die Drehzahl dementsprechen gering,
und die Oberflächengüte der Gewindegänge etc. sehr schlecht,
hier werden sehr scharfe Drehmeißel benötigt. Um die Oberflächengute
zu verbessern kann alternativ sehr wenig zugestellt werden
+ langsamer Vorschub, wie bereits von Kurt erwähnt.

cheers
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Wolfgang



Dein Drehzahlproblem könntest du mit einen Frequenzumrichter angehen.
Für die 500 Watt die dein Maschienchen hat sollten sowas nicht alzu teuer sein.Kannst ja mal bei Ebay reinschauen.
Muß man sich nur etwas in die Anleitung "reinfuchsen" und alles Punkt für Punkt einstellen.
Hab selbst einige in Verwendung und möchte sie nicht mehr missen,gerade auch an meiner Säulenbohrmaschiene zum Gewindeschneiden geht da super mit der rechts-linkslauf.





Tschüs



Manfred







Zitat von lx200at:
Hallo Felix,

danke für die Info. Ein kleine Drehbank (Emco Compact 5) habe ich selbst, nur geht die nicht langsamer als 200U/min. So habe ich mit "Handbetrieb" :confused: ein M42x1 geschnitten. Die Oberfläche ist aber ziemlich schlecht geworden :schwitz:
Ich möchte mir einfach paar Spezialadapter selbst drehen ?)

CS
Wolfgang


 
Hallo Metalspark,

das kann ich so nicht stehenlassen.
Seit Jahren kühle ich Alu mit Brennspiritus. Das hat übrigens Tradition. So heiß daß sich der Spiritus entzünden würde wird die Geschichte im Heimwerkerbetrieb sowieso nicht.

Also, keine Panik.

Gruß
Hans
 
Hallo Metallfunke,

vielleicht liegt es an Deinem Nickname, dass du Brandgefahr vermutest.

Zitat:

"Man sollte niemals mit brennbaren Stoffen kühlen,
die Hitzeentwicklung bei Aluminium ist zwar gering aber
dennoch muss man hier sehr aufpassen. Besser ist es Alu
mit Kühlwasser/Emulsion oder ganz einfach Öl zu kühlen."

Das ist mir als Berufsmetaller absolut neu.
(Man lernt ja nie aus!!!)

Trotzdem schließe ich mich Hans und Kurt an.

Frage: Ist Öl kein brennbarer Stoff?

Liebe Grüße
Uli
 
Hallo
200 U/min sind doch nach in den Griff zu bekommen. Je schneller, desto sauberer wird das Gewinde.
Bis denn
Marcus
 
Hallo Marcus,

stimmt schon, nur muss ich einen mindestens 5mm breite Gewindeauslauf vorsehen, damit mir der Drehmeissel nicht ins Matrial fährt wenn nach dem Gewinde eine Stufe kommt. Wie das bei den industrielle geferigten Adaptern gemacht wird, ist mir ein Rätsel :gutefrage: Da enden die Gewindegänge ja direkt in der Stufe...
Ausserdem habe ich für meine "Spielzeug" Drehbank keine Vorrichtung um den Drehmeissel schnell zurückzubewegen :mauer:

CS
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang!

Die üblichen Hobbydrehmaschinen lassen sich nicht wirklich mit einer Drehmaschine vergleichen die für Serienproduktion verwendet wird.
Hauptunterschied:bei den Hobbydrehbänken ist der Motor über eine Untersetzung "fest" mit der Spindel verbunden.Das heißt:Motor einschalten-Spindel dreht sich,Motor ausschalten-Spindel bleibt nach ein paar Umdrehungen stehen.
"Profidrehbank":Motor und Spindel sind nicht dauerhaft verbunden,sondern über ein mehr oder weniger aufwändiges Systen bestehend aus einer Kupplung und einer Bremse.Der Motor läuft permanent,beim einkuppeln wird die Bremse gelöst und die Kupplung wird kraftschlüssig,die Spindel fängt an sich aprupt zu drehen.
Beim anhalten wird die Kupplung gelöst,die Spindel von der Bremse fast aprupt gestoppt.
Für so eine Maschine gibt es schon "etwas"größere Apos...(vom Preis her)
Eine Vorrichtung um den Drehstahl schnell zurück zu bewegen braucht es auch bei deiner Maschine nicht.
Da das Anhalten zum richtigen Zeitpunkt über den Motorschalter wohl zur Glücksache wird,dreh die Spindel einfach von Hand.Details hat Kurt schon erwähnt.
Als Ergänzung dazu:wenn du am Ende des Gewindes angekommen bist,die Spindel rückwärts drehen,so daß der Drehstahl sich im schon geschnittenen Gewinde zurück bewegt.Hat den Vorteil daß du nicht vor jedem Durchgang den Anfang des Gewindes neu "suchen"mußt.Dann etwas zustellen(idealerweise nicht nur im Durchmesser sondern auch axial,so nimmt der Stahl nur auf einer Seite einen dünnen Span).Klingt vielleicht kompliziert,ist aber halb so wild.Einfach probieren,wenn man es einmal im Griff hat kann einem so ein Maschinchen schon eine menge Kohle sparen,und man ist nicht auf das Programm der großen Anbieter angewiesen.

Viel Glück+CS Felix

 
Hallo
Du kannst doch die Spindel schnell auf linkslauf stellen, mußt du halt üben.
Ich würde den Meißel immer zurückstellen, da dir sonst die Hartmettalschneide abbricht.
Bis bald
Marcus
 
Hallo Marcus!
Den Meißel ein oder zwei Zehntel zurückzustellen ist auf jeden Fall empfehlenswert,da muß ich Dir zustimmen.
Den Trick mit dem dem Motor zu bremsen halte ich für mutig,da bei manchen kleinen Drehmaschinen das Futter über einen Flansch mit großem Gewinde an der Spindel befestigt ist.Man sollte die Masseträgheit auch bei niedrigen Drehzahlen nicht unterschätzen,einem Bekannten ist es passiert das sich das Futter bei einem solchen Bremsmanöver abgeschraubt hat und eine Ehrenrunde durch den Bastelkeller gedreht hat.Ist Gott sei dank nix passiert....


Viele Grüße Felix
 
Hallo Wolfgang,

die Schnellumschaltung auf Linkslauf, die Marcus angesprochen hat, funktioniert leider nicht bei allen Drehmaschinen. Bei meiner Drehbank fällt der Motorschütz erst ab, wenn die Spindel steht. Erst dann kann ich in den Rückwärtsgang gehen. Du mußt es also ausprobieren.
Es ist völlig richtig, das Drehwerkzeug aus dem Gewinde herauszufahren, bevor Du rückwärts fährst. Du mußt Dir halt die letzte Zustellposition an der Skalenscheibe des Planvorschubs merken. Im Rückwärtsgang fährt die Maschine nämlich nicht in genau der gleichen Spur wie beim Schneidevorgang. Wenn Du das vergessen solltest, verdirbst Du Dir entweder das Gewinde und/oder das Wekzeug wird beschädigt.

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Marcus,

das mit dem Umschalten werde ich mal ausprobieren :gutefrage:
Bei der kleinen Emco ist das Drehfutter mit Schrauben befestigt, muss also keine Angst haben, das mir das Ding um die Ohren fliegt :biggrin:

Längerfristig möchte ich mir aber sowieso eine größere Maschine zulegen, für größere werkstücke und Schaltgetriebe ;) Das Herumfummeln mit den (Kunststoff-)Wechselrädern ist schon lästig :krank:

Bis nach Ostern :super:

CS
Wolfgang
 
Hallo Felix
Ui, das war natürlich dann weniger gut. Aber bei meiner Emco ist das Futter auch geschraubt.
Bis denn
Marcus
 
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