Gibt es Testberichte zu 150mm Binos mit Wechselokularen

Hallo,
upps, ihr habt mir ganz schön "Lesestoff" "vor die Nase gesetzt" !!! Jetzt ist es 23.54 MEZ und ich lese die Anfrage wg. TS-Bezug. Ja, man empfiehlt den Bino-Ansatz für 199,-- EURO, aber Einzelokus, da angeblich Zooms nicht mit einem Bino zurechtkommen sollen !!??
Habe das mit den Likes ausprobiert, will meinen "Probierversuch" nicht akzeptieren, weiß der Himmel, warum. Urs wollte die Bestätigung von mir haben, sorry "Null-Funktion", muß also weiterhin "in die Tasten hauen".

Gruß Günther
 
Zum Thema Zoom stimme ich TS zu:
Ein Zoom-Okular würde ich nur mit zuverlässiger, präziser Rastung empfehlen, und aus dem Bauch heraus eher für niedrige Vergrößerungen als für die Höchstvergrößerung – wenn du zwei Okulare mit leicht unterschiedlichen Brennweiten hast, macht das keinen Spaß. Früher galt auch der Hinweis, dass die Okulare aus der selben Produktionscharge stammen sollten, um die Serienstreuung auszuschließen. 100% perfekt sind die Brennweitenangaben ja seltenst, aber in einer Charge sollten sie zumindest identisch sein. Bei sagen wir 2500 mm Brennweite für ein C8 mit 1,25x GWK bist du bei 4mm Okularbrennweite bei 625x und bei 4,5 nur bei 555x. Wenn dein Zoom in der Rastung da ein bisschen Spiel hat, fällt das enorm auf.

Am Großfernglas mit viel kürzerer Brennweite und einem 8-24mm-Zoom klappt das schon besser, da hatte ich mit einem APM und einem Baader Zoom schon schöne Bilder gesehen, und die Rastfunktion war präzise genug. Bei den Vergrößerungen, die du regelmäßig anstrebst, bin ich skeptisch. Da ist es teilweise schon ratsam, die Okulare in der Okularklemme zu drehen um zu sehen, ob sie dann die optische Achse besser treffen.
Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,
jetzt ein neuer Tag, um 0.02 MEZ, zu hermann57-Beitrag von 19.56 MEZ, habe mich innerlich gefreut, ganz ehrlich, das "binokulares Sehen" angesprochen wird. Mein Gedanke geht zurück ins Jahr 1963 ! (Bin übrigens JG 1947), fing mit einem 7x50 + Stativ (Bau von meinem Vater)an, "Unterstützung "Welcher Stern ist das" vom Kosmos-Verlag, Joachim Herrmann, den ich persönlich kennenlernen durfte !! War auf einer Tagung in Recklinghausen (da war ich schon verheiratet, muß nach 1971 gewesen sein.....)
Mit der Investition für das C 8, Bino-Ansatz, ein Paar neue Okus, ich glaube, dafür bekomme ich "kein grünes Licht" von meiner Frau (immer noch die erste seit 1971.....)

Gruß Günther
 
Hallo Günther,

zum Testen eines Binoansatzes ohne große Kosten würde ich Dir gern helfen.
Ich hab hier den zum TS-Ansatz baugleichen Omegon-Ansatz ungenutzt im Fundus.
Dazu noch Okulare doppelt, die sich im Lauf der Jahre angesammelt haben, verdrängt von meinen Favoriten, die ich an meinen Großferngläsern nutze.
Und ehe es bei mir ungenutzt herumliegt....
Interessiert ? Gib kurz Bescheid,
Details dann per PN wenn ich alles zusammengesammelt habe.

Gruß Fery
 
Hallo Fery,
ich fasse es nicht: als ich dieses hier lese, bekomme ich eine Gänsehaut..... Habe daran großes Interesse. Daß dieser (heimliche) Wunsch mit dem bescheidenen C 8 binokular beobachten zu dürfen, so schnell Wirklichkeit wird, daran habe ich nicht im Traum gedacht !!!
Gern höre ich wieder von dir.

Gruß Günther
 
Hallo Andreas, hallo Hermann,

habe mich über eure nettene Zeilen sehr gefreut. Sehe ich doch, daß diese Gedanken nicht als immer wiederkehrende Spinnerei abgetan werden. Je größer die Öffnung, umso größer die Reichweite. Bekannt ist, daß ich im C 8 bei gutem Seeing mit 3 mm, mit Reducer, bis 420fach komme, und hier, leider nur bis 5mag Himmel mit bloßem Auge, bis 14.3mag erreiche. Lange vor 2000 im 25x100 und auch 30x80 BINO, bei einem Himmel hier bis 6.9mag bis 12.4mag gesehen. Ich weiß, wiederhole mich......
Binok. Beob. war schon immer eine Freude, angefangen mit einem 7x50, und ganz langsam weiter gesteigert. Sehr angesprochen hatte mich letztes Jahr in Essen/ATT der 20" von Bresser, Gitterrohrtubus. Hätte ihn am liebsten mitgenommen..... Den Volltbus Dobsaon mit 25 kg habe ich verkauft, war mir einfach zu schwer geworden.
Meine Frau sagt immer, sei mit dem zufrieden, was du hast. Nun hatte ich mit ihr letztes Jahr den Gedanken endlich wahrgemacht, nach Sonneberg zu fahren. Die Einladung bestand schon 10 Jahre ! Die Beob. im 60cm Cassegrain bei allerdings nur 125fach war einfach nur schön. M 13 zu bestaunen, "da fällt einem nichts mehr zu ein"...... Auch bekannt: Verdopp. Obj.Durchmesser ergibt Reichweitengewinn von + 1.5mag, und Beob. V. St. seit 1969, kaum Deepsky, was mir immer mal wieder vorgehalten wird, mit dem Argument "du mit deinen V. St."...... Aber jeder, so wie er es mag, oder ??
Es wird ein Binoansatz für das C 8 erwähnt. Typ ? Habe schon seit 25 J. TS als Händler..... Okulare, auch Zoom empfehlenswert ??
Sagt mir mal bitte "ganz ehrlich" eure Meinung dazu.

Wünsche einen schönen Sonntag !

Gruß Günther
Ich würde Dir einen Binotron für Dein C8 empfehlen. Der Powerswitch ist bei einem SCT genial, da Du:
1. Aus jedem Okularpaar 3 machst und deswegen eigentlich nur 2 Okularpaare kaufen musst und alle Einsatzbereiche abgedeckt hast.
2. Dank focal reducer auf eine Brennweite von 1350 kommst und damit weite Felder (trotz Binokularansatz) beobachten kannst.
3. Du bei beobachten nicht ständig die Okulare wechseln musst.

Ja, er ist teuer aber das Geld sparst Du dann bei den Okularen.

Ansonsten empfehle ich den APO SS oder BIG Zeiss von Denis Levatic. Die Baader Binoansätze kenne ich nicht aus eigner Benutzung und taugen bestimmt auch was, wobei ich Gemischtes über diese gehört habe (bspw. sollen die GPCs außer dem 1.25 von sehr schlechter Qualität sein, MK V sollen oft Astigmatismus rechts haben, den Newton GPC habe ich selbst getestet und der ist meines Erachtens Schrott und ich bin eigentlich ein großer Baader Fan).

Mit Großferngläsern würde ich vorsichtig sein, wenn Du sie für hohe Vergrößerungen einsetzen möchtest. Ich bspw. kann die Bilder in einem Großfernglas wie von APM oder Oberwerk nicht mergen, da ich super empfindlich bin, was nicht perfekte Bildüberschneidungen angeht. Deswegen benutze ich nur Binoansätze oder Doppelrefraktoren mit EMS Modulen. Meines Erachtens sind die auch nicht für hohe Vergrößerungen gebaut, sonder für weite Felder. Also auf jeden Fall selbst vorher testen.
 
Hallo (Leo ?).

Wenn du schreibst:

"Die Baader Binoansätze kenne ich nicht aus eigner Benutzung und taugen bestimmt auch was, wobei ich Gemischtes über diese gehört habe (bspw. sollen die GPCs außer dem 1.25 von sehr schlechter Qualität sein, MK V sollen oft Astigmatismus rechts haben, den Newton GPC habe ich selbst getestet und der ist meines Erachtens Schrott " .....

... kommen leichte Zweifel auf ob deine Erfahrungen so allgemeingültig sein können,
bzw. hast du "etwas über Einzelne Teile gehört/gelesen" .... und nimmst das als richtig an.
Dem stehen über längere Zeiträume gemachte praktische Erfahrungen anderer Beobachter (auch meine eigenen) gegenüber, die etwas anderes zeigen.

Von daher kann ich deine Wortwahl "schlechte Qualität", "oft Astigmatismus", "Schrott" ...... usw. nicht verstehen......

VG Hermann
 
Hallo Hermann,

nein, meine Erfahrungen sind sicherlich nicht allgemeingültig, denn die meisten Benutzer sind sehr zufrieden mit ihren Baader Binokularansätzen und ich will den zufriedenen Besitzern ihren Binoansatz auch nicht madig reden. Ich denke allerdings, dass es für das Geld (zumindest beim Mark V) bessere Optionen gibt.
Der Mark V basiert auf einem alten Zeissdesign und für das gleiche Geld bekomme ich einen APO SS, der auf einem neuen Zeissdesign beruht (neben Design ändern sich auch Beschichtungen und Glas) und für den ich überhaupt keinen GPC für die Korrektur von chromatischer und sphärischer Aberration brauche (klar ich brauche dann auch ein Teleskop mit genügend Backfokus). Größtes Problem wäre für mich beim Mark V allerdings, dass ich ihn nicht selbst kollimieren kann und eine Kollimation bei Baader mehrere hundert Euro kostet von der ich gar nicht weiß, ob sie für mich passt, weil ich ja bei der Kollimation gar nicht dabei bin. Deswegen benutzen die meisten Mark V Nutzer keine Okulare unter 10mm Brennweite, um keine Doppelbilder zu sehen. Mit dem Binotron und dem APO SS kann ich auch meine kürzesten Okulare (3.5mm) nutzen. Denis kollimiert seine Binoviewer übrigens auf den IPD seiner Kunden vor, was bei meinen beiden Modellen perfekt funktioniert hat.
Das mit dem Astigmatismus habe ich von Leuten gehört, die ich persönlich kenne und wird nicht als besonders störend empfunden (ich würde denken, die meisten sehen es nicht) und wie viele Mark V davon betroffen sind weiß ich nicht und es ist auch gut möglich, dass das Problem nur in einer bestimmten Modellreihe vorkam, übertrieben ist, nach 30 Minuten Auskühlzeit verschwindet etc.
Zu dem Kommentar, dass der Newton GPC Schrott ist, stehe ich. Er hat bei meinem Newton soviel sphärische Aberration erzeugt, dass Planeten in einer Wolke aus diffusem Licht schwebten und selbst mittelhelle Sterne in Sternhaufen in Fokus nicht mehr punktförmig waren.

Viele Grüße,
Leo
 
Hallo Leo.
Es geht nicht um's "madig machen" der Bino Ansätze oder GWK, es ging mir um deine Darstellung und Formulierung, die deine Fälle bzw. einige deiner Bekannten betreffen (die ich nicht anzweifeln möchte), die aber nicht für alle anderen zutreffen müssen.

Ich habe z.B. u.a. einen Maxbright Binoansatz hier liegen (nicht den "Großfeld") der einwandfrei funktioniert (der hatte mal um die 400,- € gekostet), ebenso einen 1,7fach GWK für den T2 Anschluss, und einen 1,8fach Newton Glaswegkorrektor, die all deine angeführten Mängel nicht haben.

Deine Formulierungen klingen halt so als ob alles ausser den "APO SS oder BIG Zeiss von Denis Levatic" nur mangelhaft funktionieren würde.

Das kann aber auch an deinen hohen Ansprüchen liegen, die "Günstigere Produkte" nicht ganz erfüllen können... , wobei dann Angaben wie "schlechte Qualität" oder "Schrott" nicht angebracht scheinen.

Wenn man ein Bino auf die IPD und Achse eines Beobachters einjustieren muss, kann die Neigung zu Doppelbildern auch in den Augen des Beobachters begründet sein, es muss nicht zwangsläufig ein Fehler des Bino-Ansatzes vorliegen.

Im Umkehrschluss die Notwendigkeit "dass es bei den Baader Bino-Ansätzen, falls eine Neujustage notwendig wird, diese zu Baader geschickt werden müssen, das als Mangel darzustellen finde ich etwas überzeichnet - der Umstand trifft auch auf viele andere Geräte zu.

Ich kann deine Sichtweise schon einordnen, auch die vermutlich berechtigte Kritik, nur besagte Formulierungen finde ich, als Beratung, nicht hilfreich.

Übrigens hatte Günther (auf dessen Frage der Faden zurückgeht) angemerkt dass er keine größere Summe investieren wolle, von daher kommen deine vorgeschlagenen Produkte vermutlich nicht in Frage.

VG Hermann
 
Hallo Hermann,

Du hast mit Sicherheit Recht, dass ich mich zu flapsig ausgedrückt habe und es ist gut, dass Du hier reingesprungen bist. Hier meine detaillierteren Gedanken:

> Ich habe z.B. u.a. einen Maxbright Binoansatz hier liegen (nicht den "Großfeld") der einwandfrei funktioniert (der hatte mal um die 400,- € gekostet), ebenso einen 1,7fach GWK für den T2 Anschluss, und einen 1,8fach Newton Glaswegkorrektor, die all deine angeführten Mängel nicht haben.

Wow, das ist ja wirklich unschlagbar günstig. Tatsächlich habe ich auch nie etwas negatives über den Maxbright selbst (nur über die GWKs) gehört. Kann auch gut sein, dass beim Mark V aufgrund des Preises ganz genau "hingeguckt" wird. Hast Du mal statt eines GWKs eine gute telezentrische Barlowlinse verwendet? ich habe exzellente Erfahrungen mit dem 3x Baader Sundance gemacht (eigentlich für Sonnenbeobachtung mit einem Filter, aber auch eine super telezentrische Barlowlinse). Mir fällt übrigens gerade ein, dass ich mal durch einen Maxbright bei Baader vor Ort in Kombination mit deren Travel Companion + Morpheus Okulare geschaut habe und ich konnte keinerlei Aberrationen entdecken (was aber auch schwer ist, wenn man keinen direkten Vergleich hat).

> Das kann aber auch an deinen hohen Ansprüchen liegen, die "Günstigere Produkte" nicht ganz erfüllen können... , wobei dann Angaben wie "schlechte Qualität" oder "Schrott" nicht angebracht scheinen.

Tatsächlich bin ich jemand, der 3-4 Stunden vor seinem Teleskop steht und den Binokularansatz wechselt, um feinste Unterschiede sehen zu können (und die anderen Astronomen, die ich kenne sind ähnlich gestrickt ; ).

> Deine Formulierungen klingen halt so als ob alles ausser den "APO SS oder BIG Zeiss von Denis Levatic" nur mangelhaft funktionieren würde.

Ja, ich finde, dass die Binokularansätze von Denis Levatic die besten sind, die man kaufen kann (nicht nur optisch sondern auch von der Bauqualität für die Zeiss verantwortlich ist + seine Modifikationen), empfehle aber auch gerne den Binotron: Auch super Optik und super komfortabel mit Powerswitch - wobei man sich bewusst sein muss, dass sowohl das OCS Modul as auch die Linsen im Powerswitch (focal reducer und Barlow) die Bildqualität leicht negativ beeinflussen. Die Binokularansätze von Denis sind für die Arbeit, die er reinsteckt ein absolutes Schnäppchen, der justiert die z.T. stundenlang bis sie für ihn perfekt sind und tauscht jedes Bauteil aus das Kratzer hat (Zeiss macht das nicht!!!). Natürlich ist es sehr fraglich, ob Mikrokratzer optisch relevant sind aber es zeigt, was für ein Perfektionist Denis ist. Auch die Aluminiumteile an den Binos von ihm sind in Ministückzahlen hergestellt aus Aluminiumlegierungen die sonst in Flugzeugen zum Einsatz kommt und viel haltbarer als das was man sonst bekommt. Braucht man natürlich alles nicht aber mir gefällt das.

> Wenn man ein Bino auf die IPD und Achse eines Beobachters einjustieren muss, kann die Neigung zu Doppelbildern auch in den Augen des Beobachters begründet sein, es muss nicht zwangsläufig ein Fehler des Bino-Ansatzes vorliegen.
Absolut. Ich bin z.B. sehr, sehr empfindlich was das angeht. Aber selbst, wenn Du die Bilder gemerged bekommst, kann es trotzdem Deine Augen anstrengen (bei mir und vielen anderen ist das so) und wie gesagt, die meisten können keine Okulare unter 10mm verwenden. Ich finde es schon sehr schade von Baader, dass sie keine Eigenkollimation ermöglichen, die beim Binotron und bei APO SS auch für absolute Leihen ein Kinderspiel sind.

> Übrigens hatte Günther (auf dessen Frage der Faden zurückgeht) angemerkt dass er keine größere Summe investieren wolle, von daher kommen deine vorgeschlagenen Produkte vermutlich nicht in Frage.

Wenn Günther kein überdurchschnittlich gutes C8 hat wird der Binokularansatz auch nicht das schwächste Glied in der optischen Kette sein (wobei das resultierende Bild nicht nur abhängig vom schwächsten Glied ist, sondern eine Addition aller optischen Aberrationen die sich meistens addieren und nur selten gegenseitig aufheben).

Bei meiner Einschätzung zum Newton GPC bleibe ich allerdings: visuell ist der nicht zu gebrauchen auch nicht für unkritische Beobachter. Man muss Baader allerdings zu Gute halten, dass sie diesen explizit für fotographische Nutzung anbieten. Ob er hier gut funktioniert weiß ich nicht und damit kenne ich mich auch überhaupt nicht aus.

Zum Schluss sein angemerkt, dass immer die Kombination von Komponenten zu betrachten ist (meine 3.5mm XWAs sind in meinem Borg 107fl schärfer als Nagler 3.5mm aber nur in diesen) und das teuer nicht immer gleich gut ist. Ich habe 2 Chinateleskope, mit denen ich absolut zufrieden bin und nicht gegen ein AP, TEC oder Tan tauschen würde und kenne andere Fälle bei denen super günstige Komponenten hochpreisige geschlagen haben (wobei das natürlich die Ausnahme und nicht die Regel ist).

Liebe Grüße,
Leo
 
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