Gibt's EQ-2 auch ohne Wackeln ?

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Regulus

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Hallo Community,

bin neu hier und sehr dankbar, dass es hier dermaßen viele Informationen für Einsteiger gibt... das sollte ja die gröbsten Fehler vermeiden helfen.

Mein Sohnemann wird demnächst 10 und ist von der Thematik begeistert... Planetraium, Sternwartenbesuche, Bücher und Sternscheibe, das volle Programm. Jetzt wollen wir ihm ein Teleskop schenken. Vorzugsweise für Deepsky (O-Ton "von den Planeten gibt es ja nicht so viele").

Also hin ins Fachgeschäft und geschaut, was für unser Budget so drin ist. Der oft für Einsteiger empfohlene 130/900 Newton (hier ein Skywatcher auf EQ-2) käme da preislich in Frage, den haben wir mal ausprobiert. Waagerecht aus dem Fenster, auf ein entferntes Hochhaus gerichtet.

Die Enttäuschung war allerdings groß, denn die Montierung war dermaßen wackelig, dass ein kräftiges Gegenpusten schon zum Swingen angeregt hat, gar nicht zu reden vom Kontakt am Okular. Wie soll das dann erst draußen werden, wenn auch noch ein Wind geht??

Jetzt frage ich mich und Euch, war das einfach nur schlecht zusammengeschraubt, und der Berater war vielleicht nicht sooo fit in der Thematik? Oder ist das beim EQ-2 tatsächlich so?

Wie sind da Eure Erfahrungen / Empfehlungen? Doch auf ein EQ3-2 sparen? Gibt's Alternativen?

Bin für jeden Rat dankbar, damit Sohnemann nicht gleich wieder aussteigt, bevor wir richtig eingetaucht sind in diese neue Welt.
 
Hallo Stefan,

eine EQ2 ist mit einem 130/900er Newton auf jeden fall überfordert! Auf einer EQ3 ist die Röhre schon recht stabil
montiert. Etwas stabiler und auch günstiger als die EQ3 ist die GSO Sky View. Aber für das Geld bekommt Ihr auch schon einen schönen Dobson! Wenn keine Fotografie ansteht, wäre vielleicht ein Dobson der bessere Kauf!

Gruß
Heiko
 
tag regulus,

ich habe mit der von dir beschriebenen kombination vor ungefähr einem monat angefangen. das problem mit dem wackeln kann ich nachvollziehen. es läßt sich zwar etwas mildern aber beseitigen kann man es nicht. ich komme damit zurecht, mittlerweile habe ich eine ausschwingzeit von maximal 4 sekunden bei hoher vergrößerung. ist vielleicht nicht jedermanns sache aber ich wollte von anfang an eine parallaktische montierung. (wenn ich günstig eine gebrauchte eq5 bekomme, schlag ich aber sofort zu!) wenn einem etwas nachbasteln zumute ist, kann man sich ein wesentlich schwingungsärmeres holzstativ dazu bauen und versuchen der montierung etwas spiel zu rauben. (wesentlich! besser wird es aber dadurch nicht werden) vielleicht wäre ein dobson mal eine überlegung wert, dieser wäre wahrscheinlich einfacher zu tunen oder zu beruhigen. ist halt letzendlich eine frage des geldes und damit der montierung wenns stabiler sein soll.

gruß tobias
 
Hallo Stefan!

Die EQ2 ist leider eine recht wacklige Angelegenheit mit dem 130/900. Meine 114/900 leigt jetzt auf einer EQ5 (Bilder dazu findest Du auf unserer HP unter Equipment/Teleskope) und ist nun absolut "wackelsicher" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Aber da eine EQ5 bereits mit ca. 200€ aufwärts zu Buche schlägt, wäre hier ein Dobson schon bald in Reichweite, da gibt´s auch kein gewackel mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Stefan,

in eine EQ2 ist das Wackeln fest eingebaut. Man kann es mit ein paar Maßnahmen sicher abmildern, jedoch nicht beseitigen - schon gar nicht mit einem 130/900er. Die nächstgrößeren Montierungen EQ3 oder Skyview und dazu ein paar Maßnahmen wie zum Beispiel ein besseres Stativ oder wenigstens einigen Verbesserungen am mitgelieferten Stativ (Große Unterlegscheiben in die Verschraubungen der Stativbeine zum Beispiel, vier Scheiben pro Bein) sollten für Beobachtungsspaß mit minimalster Wackelei sorgen.
 
Danke für die prompten Antworten.

Man könnte denken, Ihr hockt alle vorm PC bei dem schönen Wetter und wartet nur auf die Dämmerung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Hier in Stuttgart ist der Himmel dermaßen wolkenlos, dass es schon in den Fingern kribbelt (wenn derzeit auch "nur" ein Opernglas vorhanden ist)

Das habe ich schon befürchtet, dass es tatsächlich an der Montierung liegt... würgs as designed :-( Also doch eher ein billiger als ein preiswerter Einstieg. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Well, dann auf in die nächste Preisklasse. EQ-3 (vielleicht auch gleich mit 150/750er). Hat mir Freitag eine junge Dame auf der Sternwarte empfohlen, weil selbst in Gebrauch und zufrieden. Hat jemand von Euch damit Erfahrungen?

Oder doch ein 8'' Dobson? Ist ja ein Riesentrum, wenn man bedenkt, das Teil mangels Balkon und immer mit dem Auto zu einem Beobachtungsplatz karren zu müssen.

Kann ein Zehnjähriger mit seinen "kurzen" Ärmchen überhaupt damit umgehen, was das Nachführen angeht? Das stelle ich Laie mir bei einer paralaktischen Montierung eigentlich einfacher vor, wenn man "nur" an der Flexwelle drehen muss !?! Könnte mir vorstellen, dass es bei kleineren Vergrößerungen mit dem Dobson noch geht, wenn das Objekt nicht gar so hastig wieder aus dem Blick läuft. Aber wie ist das, wenn man doch mal genauer auf die Mondkrater schauen möchte?

Und wie empfindlich ist das mit dem Transport? Tut's der Rücksitz, oder sollte man sich eine Transportbox zimmern?

Fragen über Fragen... ich bin auf Eure Antworten gespannt.

P.S. kann jemand im Raum Stuttgart noch eine Alternative zum Fellbacher Teleskopladen empfehlen?
 
8" Dobson

Hallo Stefan,

ich habe so einen 8" Skywatcher Dobson neu und hatte ihn letzte Nacht erstmals unter richtig gutem Himmel. Meine bisherige Erfahrung von zwei Beobachtungsnächten mit diesem Teil:

Ja, es ist ein Riesen-Trumm, der in meiner kleinen Innenstadtwohnung viel Platz wegnimmt. Trotzdem ist er höchst transportabel! Die Rockerbox geht in den Kofferraum und der Tubus auf den Rücksitz meines Toyota Corolla (der ist nicht gerade eine Großraumlimusine). Lieber hätte ich aus Auskühlgründen den Tubus im Kofferraum, aber der geht da quer nicht rein. Auf dem Rücksitz ist er mittlerweile über 300km gereist, ohne dass die Justage sich großartig verändert hat, eine Transportbox ist IMHO nicht nötig.

Aufbau und Handhabung des Dobson ist spielend einfach, das Tragen der Teile nicht unhandlich. Eine parallaktische Montierung ist mitunter schwieriger zu transportieren. Ich habe noch den Aufbau und Transport des kleinen Lidl (zu Fuß über eine größere Strecke) in leidvoller Erinnerung. Gut, ich kann mich mit parallaktischer Montierung und ihrem Einnorden nicht anfreunden, und ich glaube, ein Kind kommt erst recht nicht damit klar.

Der Dobson ist einfach und intuitiv zu bedienen, insbesondere in Kombination mit einem Telrad oder einem ähnlichen Peilsucher. Das Anfahren der Objekte macht damit richtig Spaß! Und recht wackelfrei ist die Rockerbox auch, kein Vergleich zu einem windigen Alustativ.

Klar, bei hohen Vergrößerungen wird das Nachführen lästig. Insbesondere kommt schnell der Wunsch nach richtig weitwinkligen Okularen auf. Wer viel Planeten beobachtet und entsprechend hoch vergrößert, muss die billigen Teflonlager des Skywatcher mit Sicherheit verbessern, oder ist mit einer ausreichend dimensionierten parallaktischen Montierung vielleicht doch besser beraten.

Für Kinder, oder wenn es etwas kleiner sein soll, kann man auch über einen Dobson-Selbstbau in Kombination mit einem 114er Newton nachdenken. Der süße Orion StarBlast wäre auch was, wenn er nicht so überteuert wäre. Oder eine Nummer kleiner als 8", es gibt ja auch noch 6".

Das Beobachten mit dem 8" Dobson hat jedenfalls viel Spaß gemacht, und ich werde mit dem Teil noch oft zum dunklen Himmel, meistens in die Eifel, fahren. Vor allem in Anbetracht des günstigen Preises und der leichten Handhabung war das ein guter Kauf. So bleibt noch Geld für bessere Okulare, Telrad, Justierlaser, warme Klamotten und was man sonst so braucht übrig. Der Dobson ist im Lieferzustand gut brauchbar und lässt sich durch diverse Tuningmaßnahmen mit wenig bastlerischem Geschick noch entscheidend verbessern. Als Einsteigergerät bestimmt keine schlechte Wahl, zumal sich der Tubus später immer noch auf eine (teure) parallaktische Montierung schnallen lässt.

Ciao,

Christof
 
Moin Stefan,

frag 5 Astronomiker und du bekommst 6 Antworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Ich möchte mal eben als Besitzer und Benutzer eines China-150/750-Reflektors auf EQ3 ein paar Worte verlieren.
Damals habe ich das Ding gekauft, weil ich auch vor der Frage stand: 6" auf parallaktischer Montierung oder lieber 8" Dobson? War alles so in einem Preissegment, und es sollte besser sein als mein bisheriger Tchibo-Newton <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />.
Zur parallaktischen Montierung (die nicht wirklich so schwer einzunorden ist - schließlich muß die Achse nur grob nach Norden zeigen, muß man eben auch mal in der zweiten Achse nachführen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />) habe ich gegriffen, da ich auch gern mal ein Päuschen mit einer Tasse Tee mache und zum Wiedereinstellen des Objektes nur in einer Richtung ein bischen nachzukurbeln hatte.
Die EQ3 ist noch lange nicht das, was ich absolut stabil nennen würde, aber das Hauptmanko liegt im Stativ, wenn man dies z.B. durch Hartholzlatten ersetzt, sieht's schon besser aus. Die Montierung selbst ist für visuelle Beobachtung in der 6"-Newton-Klasse in Ordnung. Beim Nachführen per Hand wackelts auch schon mal, aber die Schwingungen beruhigen sich recht schnell. In der "Marswoche" 2003 habe ich so ca. 300 Leuten daran den Mars zeigen können - mit manueller Nachführung. Damals keimte zum ersten Mal der Wunsch nach einem Nachführmotor auf...den ich dann auf dem letzten ATT günstig erstanden habe, und seitdem ist noch weniger an der Montierung zu meckern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Dabei gefällt mir im Vergleich zu einem Dobson (den ich ab und an auch mal bediene, ein eher träges Gerät mit 10" Spiegel und 2m Brennweite, alles anderes als ein Reisegerät...), daß die Klemmung ein Verrutschen des Teleskops durch Berührung z.B. beim Okularwechsel verhindert und ich faktisch grundsätzlich im Sitzen beobachten kann - in den Rohrschellen wird notfalls das Rohr gedreht, bis der Okularauszug passend steht.
Auf der anderen Seite ist da natürlich die Öffnung des 8-Zöllers... Die Bedienbarkeit mit "den kurzen Ärmchen" ist nicht soo schlimm, der Tubus ist eigenntlich recht gut zu führen und letzten Endes nicht soo riesig lang, ungefähr ein Meter, manche etwas länger. Bleibt höchstens die Beobachtung in Zenitnähe fraglich, da entschwindet das Okular schon mal recht weit nach oben, einer kleiner Tritt ist hier hilfreich.
Dennoch ist der 6-Zöller für mich bislang das richtige Gerät geblieben. Und zwar wegen der für mich optimalen Bedienbarkeit. Dies allerdings ist der Punkt, den jeder für sich entscheiden muß, umso "schlimmer", wenn es um einen 10jährigen in seiner Findungsphase geht. Vielleicht ist der Dobson für ihn einfacher aufgrund der azimutalen Führung. Vielleicht ist aber auch eine Klemmung wichtig.
Natürlich wünschte ich manchmal auch, ich hätte mehr Öffnung. Oder eine andere, stabilere Montierung. Oder am besten beides <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Innerhalb eines gesteckten Preisrahmens muß man sicherlich immer Abwägungen machen und einen Kompromiß eingehen. Das Nonplusultra ist immer zu teuer, es gilt das zu finden, womit man selbst zufrieden ist.
Ansonsten ist es von Stuttgart bis München ja nicht extrem weit, ein Abstecher zu Teleskop-Service könnte auch etwas zur Klärung beitragen - viele Geräte kann man dort direkt begutachten, insbesondere auch Dobsons versus parallaktisch montierte Geräte.
Ich weiß, ich habe nur zur Verwirrung beigetragen, aber leider gibt es auf die betrühmte Frage nach dem richtigen Teleskop leider keine sinnvolle Antwort.
 
Hallo Stefan,

wenn du aus Stuttgart bist empfehle ich unbedingt auch mal beim Fernrohrland
reinzuschauen.In deren Schnäppchenliste finden sich zuweilen auch interessante
Teleskope.Der 130mm Newton ist auf einer eq2 schlecht untergebracht,Mein
Bruder hatte ihn auf einer eq3 und das war schon das Minimum dafür.

Für den Sohnemann wäre der gute alte 114/900er Newton keine schlechte Wahl,
am besten auf einer eq3 oder noch besser Skyview oder einer Vixen NP Monti.
Oder ein gebrauchtes Tal 1 ,ein 110/800er NEwton russischer Produktion auf
einer stabilen aber wenig ausbaubaren Montierung.
Dieser Tubus kann natürlich auch auf eine NP oder Skyview gepackt werden,
ist besser transportierbar.

Alternativ ein Dobson mit 6" oder 8" Spiegeldurchmesser.

Trefft euch mit Sternfreunden aus eurer Region!Nichts ist besser als die
eigene Anschauung (so wie bei der eq2 !).In der Region finden sich sehr
viele Sternfreunde,ein Kontakt sollte problemlos möglich sein.

MfG,Karsten
 
Hi Regulus,

Wenn Du etwas recht Wackelfreies für wenig Geld haben möchtest, empfehle ich Dir den "Lidl"-Refraktor (auch als "Sky Lux" bekannt) 70/700mm. Der steht auf einer für seine Größe solide Montierung und ist komplett für i.d.R 70 € komplett zu haben! Such doch mal hier im Forum "Lidl" oder "Skylux", da findest Du bestimmt reichlich Infos.

Gruss Hannes
 
Hallo Stephan,

Für einen 10-jährigen wäre ein 114/900er sicher gut angemessen (ich hatte in dem Alter gerade mal einen kleinen Bresser Refraktor von Tchibo, 60/900mm).

Ein 130er auf EQ-2 macht überhaupt keinen Sinn, es sei denn, Du willst deinem Kind den Spaß verderben und hast zuviel Geld <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Diese Kiste steht momentan auch bei uns im Handel drin, auch wenn ich momentan darauf dränge, dass sie rausfliegt (weils einfach Unsinn ist, was die Chinesen da zusammenkleistern). Ein Angebot mit EQ-3 ist das mindeste, haben wir seit einiger Zeit auch drin.

Allerdings geht bei dem 130er die optische Qualität bergab, ein sphärischer Spiegel bei f/7 ist nicht das Non-Plus Ultra.
Spare lieber das Geld am Tubus, lege nochmal eine Kleinigkeit drauf und kaufe dir einen 114/900mm Newton Reflektor auf einer EQ-3, das ist eine Rundumlösung und die wird dein Fillius vielleicht sogar in 5 oder 6 Jahren gerne nutzen wollen, weil es einfach was solides für den Anfang ist.

Ansonsten ist ein kleiner 70/700mm Refraktor auch was feines, mehr Schärfe und Kontrast, aber von der Preis-Leistung nicht so stark wie der 114er. Egal ob Synta oder der Sky Lux Refraktor, sind beides gute Einsteigergeräte.

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter, Du hast ja selbst erlebt, 130mm auf EQ-2 ist unbrauchbar, schade um sowas. Ansonsten aber ist ja das wichtigste schon gesagt worden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Vielleicht gehst Du mit deinem Fillius auch mal auf eine Messe? Große Fernrohrausstellungen begeistern immer und man kann sich viel anschauen und sich auch mal (hoffentlich!!!) fachkundig beraten lassen.

Viele Grüße aus dem nassen Wiehl bei Köln

Florian
 
hallo florian!

ich kann deine argumentation zu dem 130er nicht ganz nachvollziehen. das das ganze keine optimale lösung ist, wird hier allen klar sein. aber unbrauchbar? du kannst dir das ganze gern mal in natura anschauen nachdem man die monti etwas bearbeitet hat. es macht mir jeden abend aufs neue spass damit zu spechteln. ich will das wackeln gar nicht verschweigen. es ist halt bloß ne frage der empfindlichkeit dem gegenüber. und mit 4 sekunden kann ich bei planeten für den anfang leben, zumal diese mich nicht besonders interessiern.
ich will hier meine kombi niemandem empfehlen, aber als zusammengekleisterten unsinn verstehe ich es nicht. bin auch nicht der einzige der das so sieht
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

gruß tobias
 
Ich denke, es kommt drauf an, was wir beide unter "unbrauchbar" verstehen.

Ich habe den 130er auf EQ-2 mehrmals benutzt, darunter auch in verschiedenen Wetterlagen.
Ich nehme jetzt vorweg, dass wir hier über eine EQ-2 OHNE Modifikationen sprechen, wenn das Stativ und die Montierung von Privat nachträglich verbessert wird, ist das was anderes. Ich spreche jetzt von der puren Basisversion.

Das Wackeln des 130er-Tubus ist auf der EQ-2 so stark, dass es einem wirklich den Spaß verderben kann. Wenn Du nun weniger empfindlich dagegen bist, ist das gut. Aber Du kannst nicht gleichsetzen, dass jeder so unempfindlich dagegen ist und deine Wertmaßstäbe beim Teleskop anlegt. Hier verstehe ich nun deine Argumentation nicht mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wer Anspruch auf ein stabiles System hat, wird die EQ-2 Variante als Unsinn abtun. Das Ergebnis haben wir oben ja schon gehört.

Man kann natürlich durch Nachbearbeitung des Systems etwas verringern, aber wir reden hier von jemandem, der nur ein Teleskop für sein Kind sucht. Klar, auch dieser Mensch kann viel Erfahrung haben. Aber es ist doch wohl unangebracht jetzt jedem zu unterstellen, er kann einfach selbst seine Montierung optimieren und jeder kann gut mit dem Nachwackeln leben. Sowas zu verallgemeinern halte ich für einen der Gründe, warum mancher keine Lust mehr an der Astronomie hat.

In diesem Fall bleibe ich bei meiner Meinung, ein 130er sollte wenigstens eine EQ-3-2 haben und ich denke, da werden hier auch einige andere zustimmen.
Wie gesagt, das letzte ist nur meine persönliche Meinung, wenn Du gut mit dem 130er auf EQ-2 zurecht kommst, freut mich das natürlich ganz ehrlich (das ist keine Ironie oder so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ), aber ich würde so etwas niemals jemandem empfehlen, das tust Du ja auch nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo zusammen,

herzlichen Dank für die vielen Tips. Nach allem was ich bis jetzt gelesen habe, ist ein GSO oder Galaxy 8" Dobson mit BK7 oder Pyrex-Spiegel mein Favorit. Ich muss eh immer dabei sein, wenn Sohnemann Spechteln möchte (Transport/ Aufbau/ ...), da will ich dann auch selbst ein bischen was sehen für's Geld (mein Handy, mein Palm, mein Teleskop.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) Und man verbaut sich nix, falls später Fotografie etc hinzukomen sollte... ich fang schon mal an, Geld für eine EQ6 zurückzulegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Dann kommen jetzt die Detailfragen. Kauft man's im Laden (Beratung, Reklamationen, etc.), oder kann man ein Teleskop auch im Versand kaufen? Wie sind Eure Erfahrungen bei letzterem, speziell wenn mal was nicht mehr klappt?

Und welches Zubehör ist sinnig für DS? Reicht ein 8x oder 9x 50 Sucher, oder ist ein Telrad besser? Oder beides? Welche Okulare machen am meisten Sinn für DS in Verbindung mit einem 200/1200? Ich dachte für den Anfang an ein 30mm und ein 10mm plus Barlow, dann wären 40x, 80x, 120x und 240x möglich. Und überhaupt: Okulare gibt's ja auch ewig viel Varianten. Was passt zu einem f/6, und was sollte man meiden?

Bin auch weiterhin für jeden Rat dankbar, damit der Einstiegsspass nicht durch "suboptimales" Equipment geschmälert wird.
 
Hallo Regulus,

momentan sind immer wieder ED Zoom Okulare (8-24mm) von Seben im Umlauf, die haben einen ausgezeichneten Ruf für ihr Geld und liefern eine sehr gute Qualität für diese Preisklasse ab. Das Okular wäre in jedem Fall eine Bereicherung. Ansonsten liegst Du auch mit einem 30mm und einem 10mm Okular nicht schlecht. Barlows sind ohnehin fast immer mit dabei.

Betreffs dem Sucher: Mit einem 8x50 oder 9x50 (ich selber nutze letzteren) können DeepSky Objekte schon gut ausgemacht werden, selbst der Orionnebel wird als schwach schimmerndes Objekt im Sucher sichtbar (auch wenn er als solcher nicht erkennbar ist, wenn man nicht weiß wohin man schaut).

In Sachen Versand contra Laden: Reklamationsrecht hast Du natürlich überall, im Laden bringst Du es vorbei, im Versand lautet das Zauberwort "Fernabsatzgesetz", demnach hast Du das Recht, 14 Tage nach Wareneingang es unbegründet zurückzusenden. Damit bist Du auf der sicheren Seite. Betreffs Beratung: In einem Laden wirst Du natürlich persönlich beraten, was von Vorteil ist, ansonsten läuft Beratung beim Versand über Telefon und E-Mail ab. Auch hier sollte es keine Probleme geben.

Noch ein Tipp: Achte bei den Okularen auf den Augenabstand, besonders Okulare mit niedrigen Brennweiten sind eine Qual für die Augen, das kann man vermeiden, indem man vorher nach dem Augenabstand schaut oder sich die Teile erst gar nicht kauft. Ich habe selbst für meinen 8" Dobson ein 4mm Plössl und nutze es nur sehr selten. Schärfe und Kontrast sind wichtiger als übertriebene Vergrößerungen. Ab ca. 300x wirds mit einem 8" Dob ohnehin langsam kritisch, bei 400x liegt die oberste Grenze. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hi Stefan,
die Eq2 an sich ist nicht so verkehrt - für kleinere Teleskope.
Dazu gehört der 130er Newton nimmer. Der braucht schon die EQ3-Klasse.
EQ3 und 150/750 geht ordentlich. Mit nem Rohrstativ drunter ist das wirklich vernänftig. Allerdings ist ob der Preisentwicklung die wesentlich stärkere EQ5 kaum mehr teurer und ggf. die Alternative, wenn es parallaktisch sein soll.
CS
 
Hallo zusammen.
Erst einmal und nochmal herzlichen Dank für die vielen Tips.

Ich habe jetzt zugeschlagen, und zwar mit einen GSO 680 Dobson 200/1200, der gerade als Angebot beim Fernrohrland war.

Das Thema parallaktische Montierung werde ich mir für später aufheben (wenn ich mir eine EQ-6 leiten kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Freitag nachmittag gleich zusammengebaut, und Freitag abend hatte es einige Wolkenlücken, da konnten mein Junge und ich nicht wiederstehen... für einen erten Blick auf Saturn, Castor und den Mond hat's gereicht. Und heute morgen war in Stuttgart um 6.30 wolkenlos, Jupiter und vier der Monde waren eine echte Freude... und machen Appetit auf mehr, wenn das Gerät erst mal richtig eingestellt ist und Stuttgart's Lichtkegel weit hinter uns liegt.

In diesem Sinne... clear skies!
Stefan
 
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