pacolov
Aktives Mitglied
Hallo, Freunde der Nacht,
ich möchte euch hier meine aktuelle Bastelei vorstellen. Mein kleiner 70mm ED-Refraktor hat die unangenehme Eigenschaft, sehr hecklastig zu sein, sodass ich an meiner sensiblen Giro-Mini-Montierung nicht in die Balance komme.
Klassischerweise montiert mann dann am Tubus ein Laufgewicht und ein Gegengewicht an der anderen Seite. Man kann allerdings auch mit einem Upgrade für die Giro eine weitere Prismenschiene an der gegenüberliegenden Seite anbringen und dort dann Laufgewichte befestigen. Da das ganze dann aber nicht mir ein meine Stativtasche passen würde (im zusammengebauten Zustand!), habe ich mir überlegt, dieses Prinzip sozusagen als "dediziertes Teil" bauen zu lassen. Das ist dabei heraus gekommen:
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/1.jpg
BIld1: Eine "Laufschiene" mit einem runden Durchbruch, der genau auf die Alt-Achse der Giro passt und ein kleiner, runder Abschlussdeckel, der mit der Schiene an vier Punkten verschraubt wird.
Das ganze ist aus 4mm Alu gefräst - mangels Werkzeug, Erfahrung und Zeit habe ich das fräsen lassen bei einem Service, der eigentlich Frontplatten und dergleichen macht, zweckentfremdet sozusagen
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/2.jpg
Bild 2: Hier soll das Teil angebracht werden. Ich möchte in einem weiteren Schritt die Bohrungen durch den äußeren Ring treiben und dann die Laufschiene fest verschrauben - muss nur noch jemanden finden, der mir da Bohrungen rein bringt...
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/3.jpg
Bild 3: ... was aber nicht unbedingt ist, denn ich habe neben den vier äußeren Bohrungen (die "Endgültigen") auch eine Zentralbohrung auf dem Abschlussdeckel vorgesehen, sodass man das Teil auch ohne weitere Modifikationen an der Giro mittels M10-Schraube anbringen kann - zumindest für erste Tests ausreichend. So schaut das ganze dann aus, wenn die passenden Schrauben allesamt noch nicht angekommen sind
Die Laufschiene ist auf der inneren Seite für Senkköpfe entsprechend eingelassen (habe leider kein Bild davon gemacht), sodass das ganze auch vernünftig zusammengebaut werden kann. Die lange Nut ist für das normale 1/4" Foto-Gewinde ausgelegt, für welches es ja auch handelsübliche Laufgewichte gibt.
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/4.jpg
Bild4: Mit einem Behelfsgewicht sieht das ganze dann so aus - das Prinzip ist erkennbar
Butterweiche Schwenks.
Ich habe hier versucht, gleich 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und zwar zum einen auf der Alt-Achse das Ungleichgewicht des kleinen ED auszugleichen, als auch auf der Az-Achse einen kleinen Ausgleich zu erreichen, sodass die Giro nicht so stark einseitig belastet ist.
Das Gewicht muss dann zum Transport abgemacht werden, die Schiene verbleibt dauerhaft an der Montierung und kann, nach unten zeigend, an dem eingefahrenen Stativ anliegend in der Tasche verstaut werden.
Mir ist dann gestern aufgefallen, dass das alles sicher auch mit M10-Gewindestangen geklappt hätte - wäre für das Laufgewicht sogar noch besser gewesen, weil man es dann durch drehen einstellen könnte und nicht die Friktion lösen muss - versuche ich vielleicht auch noch mal - dieser Ansatz hier ist dagegen komplizierter, aber dafür unübertroffen leicht und platzsparend.
Sobald Schrauben und Gewicht da sind, werde ich das ganze nochmal in schön und fertig präsentieren.
Clear Skies,
Pascal
ich möchte euch hier meine aktuelle Bastelei vorstellen. Mein kleiner 70mm ED-Refraktor hat die unangenehme Eigenschaft, sehr hecklastig zu sein, sodass ich an meiner sensiblen Giro-Mini-Montierung nicht in die Balance komme.
Klassischerweise montiert mann dann am Tubus ein Laufgewicht und ein Gegengewicht an der anderen Seite. Man kann allerdings auch mit einem Upgrade für die Giro eine weitere Prismenschiene an der gegenüberliegenden Seite anbringen und dort dann Laufgewichte befestigen. Da das ganze dann aber nicht mir ein meine Stativtasche passen würde (im zusammengebauten Zustand!), habe ich mir überlegt, dieses Prinzip sozusagen als "dediziertes Teil" bauen zu lassen. Das ist dabei heraus gekommen:
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/1.jpg
BIld1: Eine "Laufschiene" mit einem runden Durchbruch, der genau auf die Alt-Achse der Giro passt und ein kleiner, runder Abschlussdeckel, der mit der Schiene an vier Punkten verschraubt wird.
Das ganze ist aus 4mm Alu gefräst - mangels Werkzeug, Erfahrung und Zeit habe ich das fräsen lassen bei einem Service, der eigentlich Frontplatten und dergleichen macht, zweckentfremdet sozusagen
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/2.jpg
Bild 2: Hier soll das Teil angebracht werden. Ich möchte in einem weiteren Schritt die Bohrungen durch den äußeren Ring treiben und dann die Laufschiene fest verschrauben - muss nur noch jemanden finden, der mir da Bohrungen rein bringt...
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/3.jpg
Bild 3: ... was aber nicht unbedingt ist, denn ich habe neben den vier äußeren Bohrungen (die "Endgültigen") auch eine Zentralbohrung auf dem Abschlussdeckel vorgesehen, sodass man das Teil auch ohne weitere Modifikationen an der Giro mittels M10-Schraube anbringen kann - zumindest für erste Tests ausreichend. So schaut das ganze dann aus, wenn die passenden Schrauben allesamt noch nicht angekommen sind
Die Laufschiene ist auf der inneren Seite für Senkköpfe entsprechend eingelassen (habe leider kein Bild davon gemacht), sodass das ganze auch vernünftig zusammengebaut werden kann. Die lange Nut ist für das normale 1/4" Foto-Gewinde ausgelegt, für welches es ja auch handelsübliche Laufgewichte gibt.
Link zur Grafik: http://www.oblonczek.net/astro/giroh/4.jpg
Bild4: Mit einem Behelfsgewicht sieht das ganze dann so aus - das Prinzip ist erkennbar
Ich habe hier versucht, gleich 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und zwar zum einen auf der Alt-Achse das Ungleichgewicht des kleinen ED auszugleichen, als auch auf der Az-Achse einen kleinen Ausgleich zu erreichen, sodass die Giro nicht so stark einseitig belastet ist.
Das Gewicht muss dann zum Transport abgemacht werden, die Schiene verbleibt dauerhaft an der Montierung und kann, nach unten zeigend, an dem eingefahrenen Stativ anliegend in der Tasche verstaut werden.
Mir ist dann gestern aufgefallen, dass das alles sicher auch mit M10-Gewindestangen geklappt hätte - wäre für das Laufgewicht sogar noch besser gewesen, weil man es dann durch drehen einstellen könnte und nicht die Friktion lösen muss - versuche ich vielleicht auch noch mal - dieser Ansatz hier ist dagegen komplizierter, aber dafür unübertroffen leicht und platzsparend.
Sobald Schrauben und Gewicht da sind, werde ich das ganze nochmal in schön und fertig präsentieren.
Clear Skies,
Pascal