Gitter-Newt auf EQ - warum nicht

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slyv

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Hi Leute!

(Ich weiss nicht, ob diese Frage nicht eher in's ATM-Forum göhöhrt, aber, hier ist sie wohl auch nicht ganz falsch...)
Genau da gehört sie hin, jedenfalls in die Kategorie "Instrumente", deshalb habe ich verschoben!
Ins Diskussionsforum gehört die Frage keinesfalls.
Gruß vom Boardmaster!


Ich habe schon auf hunderten HP's tausende Teleskope angeschaut, z.T. echt abenteuerliche Konstruktionen!

Aber noch nie war ein Gittertubus-Newton auf einer EQ-Monti dabei.... Gibt's dafür einen Grund??

Ich meine, bei einem Leichtbau-Tubus könnte man ja die (meist nicht billige) Montierung eine Nummer kleiner wählen - und wäre bei der selben Stabilität wie bei einem kleineren Rohrtubus des selben Gewichtes...

z.B. den Tubus von Stathis' "Reisearchimedes" (10"!) auf eine Vixen GP ??


Oder geht das nicht?? Warum werden solche Dinge nicht gemacht??

Grüsse,
Silvio
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Silvio,

also ich bin gewiss nicht der Montierungsexperte, aber ich denke mir, dass man das Gitterrohr ja wohl nur am Unterteil auf die Montierung setzen kann. Und wo dann bei 10"/5 der Okularauszug ist, kann man sich wohl denken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

Wird wohl einfach zu unpraktisch sein. Es sei denn, man konzipiert die Verbindungsstangen so, daß die Rohrschellen stabil und sicher zu befestigen sind.

Aber wie gesagt, bin kein Experte.

Servus aus München
Oliver
 
Hallo Silvio,
ich denke mal, das ist einfach eine Sache der Biegesteifigkeit.
Die Gitterstangen tragen beim Gebrauch als Dobson nur das relativ leichte Oberteil mit Fangspiegel und Okularauszug.
Wenn du jetzt die Gitterrohre an der Montierung befestigst, hängt auf einer Seite als Last das Oberteil, auf der anderen Seite aber als wesentlich schwerere Last das Unterteil mit Hauptspiegelzelle und Hauptspiegel. Für diese Last sind die Gitterstäbe nicht gemacht, die würden sie sicher nicht ohne Verformung aushalten.
 
Naja....

Hi zusammen.

Das war natürlich schon so gedacht, das UT direkt (oder indirekt, je nach Schwerpunkt, jedoch keinesfalls an den Tubusstangen!) auf die Monti zu adaptieren.

Und natürlich dürfte bei einem 10" f/5 (oder gar f/6) die Monti selber nicht auf allzu hohen Stelzen stehen...

Habe mittlerweile einen Gittertubus auf einer EQ-ähnlichen Monti gesehen - aber kein Newt, sondern ein Yolo (in Marty's Buch "Spiegelfernrohre selbstgebaut" hat's n'Bild von einem 10" Yolo)

Aber die Frage bleibt trotzdem.... Kommt'schon, ihr eingefleischten ATM'ler: Ihr habt doch sicher schon daran rumstudiert... Warum nicht durchgeführt?

Grüsse, Silvio
 
Hallo Silvio,
ich hab auch schon öfter über die Machbarkeit nachgedacht.
ABER NICHT GEBAUT! Es sind alles nur Ideen, wie es gehen könnte: Dass die Gitterstangen nicht in Frage kommen, ist klar. Deshalb hab ich gedacht, man könne doch eine Basis bauen, die von Hut bis Spiegelbox geht und an die auch die Monti angebaut ist. Die Gitterstangen würden dann nur noch dafür sorgen, dass sich das Ganze nicht verbiegt und verdreht. Man wäre nicht mehr gezwungen die Spiegelbox an die Monti zu schrauben und somit wäre der OAZ viel tiefer.
Gruss, Daniel
 
Gitterrohr-Newton, war: Naja....

Hallo Silvio,

mein 8"f8 Gitterrohrtubus war ursprünglich als "nur-Dobson" geplant. Im Laufe des Baufortschrittes entwickelte sich die Idee, das Teil auch montierungstauglich zu machen. Das Problem ist - wie bereits erwähnt - die Steifigkeit des unteren Drittels. Da meine Rahmenkonstruktion aber per se schon sehr steif ist (Bilder kommen demnächst), die Auflageflächen für die Montierungsschiene z.B. mit CFK-Platten verstärkt sind, sehe ich der Konstruktion eigentlich mit Zuversicht entgegen. Die Höhenräder können optional angeschraubt werden, dann ist es ein ganz normaler Dobson. `Mal sehn, vielleicht schaffe ich es, das Teil in der nächsten Woche fertigzustellen. Liefere die Bilder dann nach.

Grüße: Uwe
 
Hallo,

genau sowas überlege ich mir im Moment auch. Das Problem, was ich dabei
noch sehe ist, das man den Tubus drehen können muß. Und da bin ich noch am
überlegen, ob man ein Mittelteil als Rohr nimmt, das man in den Rohrschellen
drehen kann, oder ob man den "Hut" mit dem OAZ drehbar macht. Ansonsten ist
Leichtbau immer ne Gute Idee <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .
 
Hi!
Man kann ja ab dem Schwerpunkt abwärts ein Tubusrohr nehmen und dann wie bei dem Dobson aufwärts bis zu OAZ ein Gitterrohrkonstruktion machen. Wie aber die Verbindung dieser zwei Teile aussehen soll, weiß ich nicht. Ist nur so eine Idee
 
Alles schon dagewesen (es gibt eigentlich kaum was ATM-iges, dass es nicht gibt)

Man baut in der Regel dreiteilig: Spiegelzelle, quadratisches Mittelteil im Schwerpunkt, das an die Montierung geflanscht wird und Hut. Vom Mittelteil gehen 8 Stangen nach unten und 8 Stangen nach oben.

Siehe z.B. den fotografisch optimierten 16-Zöller f/4 auf Liebscher Montierung von Gert, meinem Kumpel aus Kalifornien (ehemals Berlin):
Link zur Grafik: http://www.wfs.be.schule.de/pages/AGAstrofoto/h2o/990516b_tel.jpg

Die Stangen sind aus Karbon, damit sich bei Langzeitbelichzung der Fokus nicht verschiebt. Den Spiegel hat Gert selbstgeschliffen (mit f/4 eine echt sportliche Leistung!). Der untere Holzring ist nur Verkleidung und hat keine statisch tragende Rolle. Gert wollte möglichst viel Öffnung auf seine Liebscher packen und da war diese Gittertubusvariante einem Komplettrohr in punkto Gewicht und Steifigkeit überlegen. Außerdem kann es das Teil so im PKW transportieren.

Nachteil, wie Antonius schon angesprochen hat: Man kann den Tubus nicht drehen, da er fest am quadratischen Block angeflanscht ist. Ist bei Foto aber nicht so wichtig.

Ein anderer Kumpel will einen 15" statt mit quadratischem Mittelteil ein Rohrstück nehemen, um es in Rohrschellen drehen zu können.

Ein drehbarer Hut ist ja in diesem Forum auch schon diskutiert worden. Die Frage ist, wie genau man bauen muss, damit es justierstabil bleibt.

Also, vieles ist machbar! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Wooow!!

Hey, Rainer, genau so hatte ich das gedacht!


Det Typ auf dem Foto (ich nehme jetzt eifach mal an, das bist Du...?)
hat GENAU DAS breite Geinsen drauf,
wie ich er vom Besitzer eines solchen Gerätes erwartet hätte... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />


Leiter..... Kannst (oder willst) Du nicht die EQ-Beine etwas kürzen?
(oder weiter auseinander - dann kommt das Okular auch runter..)


Grüsse,
Silvio

 
Hallo, beisammen,

natürlich kann man einen Gitterrohr-Tubus auch äquatorial montieren. Mindestens ein Hersteller bietet das ja auch ab Werk an, und zwar JMI: es ist das NGT, allerdings in einer Hufeisenmontierung. Vorteil: die Einblickhöhe bleibt auch zenitnah erträglich, bis hinauf zum 18". Auf einer handelsüblichen deutschen Montierung stelle ich mir das eher schwierig vor. Hier wird man um den Selbstbau, mindestens eines sehr niedrigen Dreibeins, nicht herum kommen.

Klare Nächte,

astroklaus
 
Noch ein Gedanke:

Giterrohr-Konstruktionen wählt man doch dann, wenn das Instrument sehr groß sein soll. Bei einem Newton-Design, bei dem man quasi "oben" reinschaut, bedingt das eine sehr große Einblickhöhe, die auf einer Deutschen Montierung noch weiter noch oben rutscht als in der Rocker-Box eines Dobson.
Ein Cassegrain-System, bei dem man "unten" hineinblickt, könnte sich eher auf einer "Deutschen" montieren lassen. Siehe Deltagraph und Hypergraph von Ph. Keller - alles Giterrohr-Konstruktionen für die Äquatoriale Aufstellung.

astroklaus
 
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