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Hallo liebe Astrogemeinde,
Das letzte WE hat mich in Anbetracht der anhaltenden Föhnwetterlage in den Alpen wieder in die Berge getrieben. Im Tal lag die Prognose für die nächtliche Luftfeuchte bei gut 80% bis hin zu Nebelgefahr. In den Bergen ab 1500 m bei 40% oder weniger. Und: das Ganze bei 5 Grad mehr als im Tal!
Der Plan: 2 Nächte hintereinander volles Rohr mit dem Rohr im Himmel herumbohren.
Lange schon wollte ich mal einen neuen Beobachtungsplatz ausprobieren, der für spontane Aktionen zu weit weg ist, aber bei stabilen Hochs einen Versuch Wert ist: Das Nebelhorn bei Oberstdorf – auf gut 2000 m Höhe, mit der Bahn 2,5 h von München weg. Autofahrer haben hier keine wirkliche Chance, hinaufzukommen, höchstens illegal. Aber Besitzer mobiler Optiken. Die Lichtverschmutzungskarte ließ Einiges hoffen, auch wenn Oberstdorf im Westen nur 4 km weit weg ist. Die Schanze ist grundsätzlich mit dicken Strahlern ausgerüstet, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass diese während meines Ausflugs aktiv waren. Abgesehen von dieser Schanze ist eigentlich nur der moderne Bahnhof bedenklich, dieser ist nämlich auch bestückt mit allerlei Lampen im Außenbereich zur Fassadenbeleuchtung... Ansonsten ist bei OberstDORF der Name Programm. Keine sichtbare Industrie, nur allerlei hübsche Gassen und alte Häuschen.
Die Suche nach dem Beobachtungsplatz
Nun denn: Am Freitag gings los, mit der vorletzten Bergbahn und dem 12er im Gepäck ganz allein, nur der Techniker der Gondel war noch bei mir, den Berg hinauf. Die letzten Besucherströme kamen mir zuvor entgegen – bis zum Platzen gefüllte Gondeln gaben Touristen und Wanderer frei, einiger derer Blicke verwundert mein Gepäck streiften...
Wo genau ich mich platzieren wollte, wusste ich noch nicht genau. Die Bergstation (eine Station vor der eigentlichen Gipfelstation) selbst könnte nachts beleuchtet sein, sodass ich Alternativen haben musste. Eine Möglichkeit war ein Bergsattel – mit Beschränkungen in der östlichen Richtung, aber der Station und dem Gasthaus im Rücken. Nächste Möglichkeit nach Check in Google-Earth: oberhalb der Station/ Hütte, hinter einem undefinierbaren Gebäude oder in einer Mulde zur Abschirmung der Hütte, welche ja genau im Süden liegen würde.
Bei der Station Höfatsblick angekommen, führte mich der Check ohne Gepäck zunächst entlang eines Panoramaweges. Eine Option, die ich in Google nicht gesehen habe. Schon nach 100 m war durch eine Kurve die Bergstation und alles Drumherum völlig verdeckt!! Eine Klasse-Sicht von Südost bis Westen. Genial! Das war mir schon fast zu einfach. Ich checkte mal – ohne Gepäck – wie es mit dem Standort oberhalb der Station ausschaut. Auf zuweilen sehr steilen Passagen ging es gut 100 Höhenmeter hinauf. Die Strecke mit zwei, drei, vier Kurven ohne sonderlich spektakulären Ausblicken endeten kurz vor einer kleinen Mulde. Nach dieser Mulde ging es 10m etwas bergauf.
Jetzt kams. Bumm. Was war das denn? Ein Plateau. Blickwinkel: Von Osten bis Westen durchgehender tiefer Blick bis zum Horizont runter, lediglich unterbrochen von diversen Zweitausendern in mehreren Kilometern Entfernung. Ein spitzer Berg stach aus dem Panorama heraus – der Hochvogel. Bergstation von oben nicht sichtbar. Praktisch kein Geröll, alles schön eben. All dies ließ in mir unmittelbar einn Vergleich durch den Kopf schießen: Gornergrat. Die Parallelen sind verblüffend. Nur: der Blick nach Süden ist hier sowohl freier als auch weniger lichtverschmutzt als beim Gornergrat!
Mein Rucksack, in dem das Teleskop sonst ist, hat es letztens die Gurte ausgerissen – 30 kg Equipment fordern ihren Tribut. Soll ich unten bleiben mit dem Teleskop, oder die geniale Aussicht hier oben nutzen?
Verdammt, was soll´s. So musste ich mir die 20kg-Kiste über die Schulter hängen, man könnte auch sagen, an den Hals. Mein 70l-Wandderrucksack war zusätzlich auf dem Rücken, die Gitterrohrstangen in der Hand. Am Fuß des Anstiegs (führt letztlich auch zum richtigen Nebelhorngipfel) war vorausschauender Weise ein Brunnen gebaut. Ich nutze die Gelegenheit, um drei, vier Schluck kaltes Bergwasser präventiv zu mir zu nehmen. In – ungelogen – T-I-P-P-E-L-Schritten ging es den Berg hinauf, mal vorwärts, mal rückwärtsgehend. Linke Schulter, rechte Schulter, um den Hals. Nach einer Quälerei, die ich mir so schnell nicht wieder antun werde, war ich oben. Ein grober Eindruck vom Gelände:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/0e9a79-1350944865.jpg
Die Sonne näherte sich dem Horizont:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/26d95f-1350944204.jpg
Ich baute auf und justierte. Während der Mond unterging, holte ich mein sträflich vernachlässigtes Essen nach. Der Plan war eigentlich, auf der Hütte nochmal ordentlichst zu speisen-einen gescheiten Satz Knödel und am besten Kaiserschmarrn hinterher. Tagsüber in der Hütte schlafen. DENKSTE! Hütte zu. Seit wenigen Tagen Saisonende. Es gab an der Station zwar noch ein Selbstbedienungsrestaurant, aber das räumte bereits zusammen. Immerhin – eine Brezn konnte ich noch Abstauben. Die war auch nötig vor dem Anstieg...
Aber nun bin ich ja oben. Zwei Nächte hintereinander waren der Plan, welcher verpflegungstechnisch glücklicherweise doch aufging – das Restaurant war ja noch da, nur die Schlafmöglichkeit nicht. Das musste ich anderweitig hinbekommen.
Nacht Nr. 1 - 19.10. auf 20.10.
Die Bedingungen
Die Berge am Horizont waren zu Beginn noch in einen diffusen Schleier gehüllt, dennoch war der Himmel insgesamt gut – zum Morgen hin wurden die Berge dunkler und dunkler vor dem Himmelshintergrund und die Sicht brillianter. Die visuelle Grenzgröße wird deutlich über 6m5 gelegen haben, richtig bestimmt habe ich sie nicht. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich für die Zeit nach Mitternacht 6m8+ veranschlagen. Die Luftfeuchte war auf meteomedia mit unter 25% prognostiziert. In der Tat, der am Boden liegende Okularkoffer war komplett trocken geblieben. Lichtverschmutzung machte ich v.a. im Westen aus, aber nicht von Oberstdorf, sondern vielmehr wohl Lindau & Co am Bodensee-gut 30 Grad hoch. Im Süden zeigte sich ein fast durchgehendes schmales Band an Aufhellungen, ca. bis 3-5 Grad hoch. Der Südosten zeigte sich komplett finster. Der Osten zeigte zunächst auch etwas Aufhellung, welche aber im Laufe der Nacht fast verschwand. Die Dämmerung brachte etwas Wind, welcher aber erfreulicherweise mit Beginn der Beobachtungsphase abflaute bzw. sogar über weite Strecken zum Stillstand kam.
Die Objekte
Wenn schon guter Himmel, dann auch schwierige Objekte. In meinem Skyatlas (a3-Kopien) habe ich mir v. a. diverse Arp´s markiert. Im Schnitt alles so bei 13 mag, mit sehr wenigen Ausnahmen. Als da wären:
Arp 158, Arp 282 (Andromeda), Arp 112, Arp 235 (Pegasus), Arp 331, 157, (Pisces), Arp 118, 75, 140, 309 (Cetus), Arp 299 (Uma).
Dazwischen auch ein paar Standards und vereinzelte neue Objekte, über die ich jetzt aber nicht Buch geführt habe. Da der Text ja jetzt scchon recht lang ist, habe ich für die Beschreibung der Arp-Session eine kurze Version für die Lesefaulen ;-) : Viel Augenverleierei, nur um ein paar schwache Fleckchen ohne Struktur zu sehen.
Für die, die es genauer wissen wollen:
157: fast schon die strukturreichste, die längliche Wulst ist zum einen Ende noch „oben“ um ein Fünftel der Länge gebogen, ich nehme eine diffuse Art von Zweiteilung der Struktur war, die mit viel Einbildung ggf. das Staubband war. Das andere Ende fächert diffus auf.
235: strukturloser Fleck in der Form eines Cashew-Kerns
140: abgerundet dreieckige Gestalt, an einer Ecke ein kleines rundliches Anhängsel, schaut aus wie urtümliches Beil ohne Schaft.
309: länglich, extrem schwer ist eine Zweiteilung auszumachen auf halber Länge
331: das allerschönste Arp-Objekt meiner Liste: eine Kette deutlich sichtbarer Galaxien, sechs davon vergleichsweise nah beieinander, eine siebte, sehr schwache, schwammige Gx in Verlängerung um eine knappe Kettenlänge weiter.
Eine solche Kette kannte ich bisher nur vom Virgohaufen – die berühmte Markarian´s Chain, hier nur deutlich schwächer, aber gut sichtbar.
112: eines der etwas einfacheren Objekte, zwei nebeneinander liegende elliptische Flecken, ohne Struktur. Eine der beiden schätzte ich 0m3 heller. Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn: der Blick in eine Tabelle erbrachte exakt diesen Unterschied...Im fast rechten Winkel sitzt um eine knappe Verbindungsstrecke der beiden Gx ein winziges Fleckchen an der Wahrnehmungsgrenze, welches ich mir als mögliche Gx notiert habe. Check im Netz und Redshift (freie Version) erbrachte: PGC 111, keine Ahnung, was für eine scheinbare Helligkeit die hat... Während die schwächere der beiden dicken 13m5 hat, wird die Kleine wohl Richtung 14 gehen.
158: eine längliche Struktur im Verhältnis ¼, an beiden Enden eine stellare Aufhellung. In einer Entfernung von Gx-Länge befindet sich ein helleres Sternchen. Die Gx scheint auf halber Länge geteilt. Die stellare Aufhellung auf der dem helleren Sternchen abgewandten Seite ist fast an der Wahrnehmungsgrenze.
299: als längliche Aufhellung ohne Strukturunterschiede im Verhältnis ½ wahrgenommen, an einem Ende eine stellare Aufhellung, wie Anhängsel wirkend.
Nicht gefunden: Arp 118, 75, 282.
Ansonsten habe ich natürlich ein paar bekannte Objekte besucht. M 33 im Zenith ist immer verlockend – eine auffällige Spiralstruktur, mit einem weiten Ausläufer, der deutlich über diese bekannte NGC hinausgeht, deren Bezeichnung ich mir aber nicht gemerkt habe ;-)
M 15 war trotz deutlich untergehender Tendenz und Annäherung an die lichtverschmutzte Westrichtung freiäugig problemlos und im Okular mit völlig dunklem Himmel drumherum absolut brilliant zu sehen. Erstaunlich. Ich hätte noch früher draufhalten sollen. Aber da hatte der Mond glaube ich noch gestört. Der Orionnebel erstrahlte im Kernbereich grünlich, die Konturen wirkten wie zu eckig gezeichnet, aber die waren wirklich so geometrisch abstrakt... M 1 wirkte deutlich strukturiert, wie ich ihn seit Jahren nicht, wenn überhaupt jemals so gesehen habe. M 74 hatte ich in dieser Brillianz auch noch nicht gesehen – die Spiralarme waren gut angedeutet, habe mich aber auch nicht lange genug darauf konzentriert, um sagen zu können, wie einfach dies nun war.
Dies nur als eine kleine Auswahl, ab irgendeinem Punkt surft man ohnehin wild umher und weiß nicht mehr, was Sache ist ;-) Unter so einem Himmel...
Es war schon um 6 und der Himmel noch deepsky-tauglich!! Unfassbar, völlig ungewohnt eine so lange nutzbare Deepskynacht. Sonst ist vorher alles zugetaut. Irgendwann setzte die Dämmerung ein und ich hatte null Minuten geschlafen. Bei Tage änderte sich daran leider nichts. Zwischen 8 und 11 hab ich auf der Isomatte etwas herumgelegen, das war alles. Dann kamen mehr und mehr Wanderer vorbei und ich war zum Frühstücken gezwungen: Currywurst mit halbgaren Pommes.
Am Morgen hielt ich noch mal einen 360-Grad-Eindruck fest:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/fc3f99-1350945353.jpg
und vom plateauartigen Platz:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/ad0005-1350946926.jpg
Fürs Frühstück musste ich erst mal den Berg wieder bis zum Restaurant runter. Ein normaler Mensch wäre den gleichen, asphaltierten Weg zur Sicherheit wieder runter. Aber ich musste natürlich nen anderen über Stock und Stein nehmen, mit der Kiste auf halb acht um den Hals...
Keine Ahnung wie, irgendie habe ich die Zeit bis zum späten Nachmittag totschlagen können. Geholfen hat da noch ein Helles, ein Eis, und kurz vor Küchenschluss nochmal eine Salve Spätzle mit zwei Schnitzel und Pilzen.
Die zweite Nacht - 20.10. auf 21.10.
Dieses mal blieb ich unten auf dem Panoramaweg. Die Beine meckerten schon beim Gradausgehen, geschweige denn bergauf mit 30 kg. Schlafmangel ist da unverzeihlich.
Die Bedingungen
Ich ahnte schon, diese Nacht wird noch besser. Die Gipfel in der Ferne waren von Anfang an frei von jedem Schleier. Als die Dämmerung zur Neige ging, bzw. der Mond weg war, waren die Gipfel Dunkelgrau 80-90%, schwarz wäre übertrieben. Aber supermarkant abgegrenzt vom Himmel.
Ein Eindruck der Dämmerung:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/ba8d60-1350946657.jpg
So hatte ich das bisher in den Bergen noch nicht erleben dürfen. Rückblickend vermeldete die Wetterstatistik 20% Luftfeuchte.
rückblickende Statistik, Vergleich Berg und Tal:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/500642-1350947937.jpg
Lichtverschmutzungen traten deutlich zurück gegenüber der vorangegangenen Nacht, nur der Westen zeigte noch eine deutliche Aufhellung. Bis der Mond unterging, wehte ein beständiger Wind, der mich am Schlafen hinderte. Ein Glück, der verschwand bald genau wied er Mond – nach einer gefühlten Ewigkeit. Aber dann wurde es RICHTIG gut. Ich möchte meinen, so dunkel und transparent habe ich den angehenden Winterhimmel noch nie gesehen. Die 7 m dürften locker geknackt worden sein. Ich wüsste nicht, wie das noch besser ginge. Die Wintermilchstraße bis in den Großen Hund runter deutlich, daneben alles nahezu schwarz.
Die Objekte
Der Plan war dieses mal einfach Spaß haben ohne großes Rumgesuche, aber auch wenigstens kurz noch versuchen, die verpassten Arps nochmal zu probieren, gelungen ists mir nicht. Ich versuchte mich an ein paar tiefstehenden Galaxien, bin aber zugunsten vom Helixnebel sehr bald von abgekommen. Gott sei dank! WAS FÜR EIN TEIL. Die Kulmination war etwa 1 h vorbei, ggf. auch zwei. Aber allemal hoch genug noch. Wir wissen ja alle, was für ein großes Gerät das ist, aber selten hält man ob der Bedingungen drauf. Aber DAS war echt mal was anderes. Im 26er Nagler eine Scheibe von grob geraten einem Drittel Monddurchmesser. Ein breiter Ring umspannt eine riesige Fläche mit zahlreichen Sternen im Inneren, darunter auch der Zentralstern. Das 12er Nagler war aber zu viel des Guten.
Der Zirrusnebel: sowohl Knochenhand als auch Sturmvogel waren ohne Filter einfach und strukturreich zu sehen. Es war schon langsam 2 Uhr und die Müdigkeit kam gnadenlos. Der wohl beste Himmel meines Lebens und ich konnte mich kaum auf den Beinen halten. Ich legte mich auf die Isomatte und schloss die Augen. Es waren angeblich um die 10 Grad, aber meine Füße und Hände wurden trotz zwei Unterhosen kalt genug, um mich am schlafen zu hindern., Es half nichts. Ich musste wieder aufstehen. Und beobachten. Ich fühlte mich seltsam. Eine Mischung aus betrunken, müde und gleich in Ohnmacht fallen. Irgendwie konnte ich dieses Gefühl verdrängen und hielt weiter durch. Ein Objekt wollte ich unbedingt noch probieren, welches mich schon beim Wendelstein auf 1600 m beeindruckt hat: der bipolare planetarische Nebel NGC 2371 in den Zwillingen (Erdnussnebel). Jetzt stand er schon ca. 50 Grad hoch. Ich konnte problemlos bis 340fach im 4,7er Ethos hochpumpen. Das Seeing war brauchbar. Dieses Objekt ist eine ABSOLUTE Empfehlung. Zweiteilung einfach, Zentralstern vergleichsweise einfach und ein dunklerer Innenbereich zwischen Stern und Schale. Noch schöner als letztens, wo ich diese Details auch schon sah. Aber dieses mal noch klarer und heller.
Auch diese Nacht ging ohne eine richtige Stunde Schlaf zu Ende, aber ich glaube, ich hatte etwas gedöst. Erstaunlicherweise sah ich in einem Spiegel im Zug später recht frisch aus. Das war wohl die Bergluft...
Ich sehnte die erste Berggondel herbei, um die schöne aber anstrengende Exkursion zu beenden. Wieder einmal war ich der einzige in der Gondel. Wieder neugierige Blicke und respektvolles Guten Morgen. So ein teleskop in der Kiste, damit ist man in der Bahn schon mal ein bunter Hund. Sind da Tiere drin? Wein? Auf dem gipfel hat mich einer wohl stehen sehen und fragte später, was ich gemessen hätte - Ich hab nämlich auch einen JVC-Schultergurt von vonem Ghettoblaser zweckentfremdet (der Originalgurt vom Dob ist nicht so schön gepolstert), was einen ´Hinweis auf Elektronik liefert...
Auf jeden Fall ein dolles Rundum-Erlebnis. Ich hoffe, ich konnte euch soweit teilhaben lassen, dass der viele Text nicht ermüdend war. Aber irgendwie gehörte alles Geschilderte dazu....
Beste Grüße und
Gute Nacht
Norman
Das letzte WE hat mich in Anbetracht der anhaltenden Föhnwetterlage in den Alpen wieder in die Berge getrieben. Im Tal lag die Prognose für die nächtliche Luftfeuchte bei gut 80% bis hin zu Nebelgefahr. In den Bergen ab 1500 m bei 40% oder weniger. Und: das Ganze bei 5 Grad mehr als im Tal!
Der Plan: 2 Nächte hintereinander volles Rohr mit dem Rohr im Himmel herumbohren.
Lange schon wollte ich mal einen neuen Beobachtungsplatz ausprobieren, der für spontane Aktionen zu weit weg ist, aber bei stabilen Hochs einen Versuch Wert ist: Das Nebelhorn bei Oberstdorf – auf gut 2000 m Höhe, mit der Bahn 2,5 h von München weg. Autofahrer haben hier keine wirkliche Chance, hinaufzukommen, höchstens illegal. Aber Besitzer mobiler Optiken. Die Lichtverschmutzungskarte ließ Einiges hoffen, auch wenn Oberstdorf im Westen nur 4 km weit weg ist. Die Schanze ist grundsätzlich mit dicken Strahlern ausgerüstet, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass diese während meines Ausflugs aktiv waren. Abgesehen von dieser Schanze ist eigentlich nur der moderne Bahnhof bedenklich, dieser ist nämlich auch bestückt mit allerlei Lampen im Außenbereich zur Fassadenbeleuchtung... Ansonsten ist bei OberstDORF der Name Programm. Keine sichtbare Industrie, nur allerlei hübsche Gassen und alte Häuschen.
Die Suche nach dem Beobachtungsplatz
Nun denn: Am Freitag gings los, mit der vorletzten Bergbahn und dem 12er im Gepäck ganz allein, nur der Techniker der Gondel war noch bei mir, den Berg hinauf. Die letzten Besucherströme kamen mir zuvor entgegen – bis zum Platzen gefüllte Gondeln gaben Touristen und Wanderer frei, einiger derer Blicke verwundert mein Gepäck streiften...
Wo genau ich mich platzieren wollte, wusste ich noch nicht genau. Die Bergstation (eine Station vor der eigentlichen Gipfelstation) selbst könnte nachts beleuchtet sein, sodass ich Alternativen haben musste. Eine Möglichkeit war ein Bergsattel – mit Beschränkungen in der östlichen Richtung, aber der Station und dem Gasthaus im Rücken. Nächste Möglichkeit nach Check in Google-Earth: oberhalb der Station/ Hütte, hinter einem undefinierbaren Gebäude oder in einer Mulde zur Abschirmung der Hütte, welche ja genau im Süden liegen würde.
Bei der Station Höfatsblick angekommen, führte mich der Check ohne Gepäck zunächst entlang eines Panoramaweges. Eine Option, die ich in Google nicht gesehen habe. Schon nach 100 m war durch eine Kurve die Bergstation und alles Drumherum völlig verdeckt!! Eine Klasse-Sicht von Südost bis Westen. Genial! Das war mir schon fast zu einfach. Ich checkte mal – ohne Gepäck – wie es mit dem Standort oberhalb der Station ausschaut. Auf zuweilen sehr steilen Passagen ging es gut 100 Höhenmeter hinauf. Die Strecke mit zwei, drei, vier Kurven ohne sonderlich spektakulären Ausblicken endeten kurz vor einer kleinen Mulde. Nach dieser Mulde ging es 10m etwas bergauf.
Jetzt kams. Bumm. Was war das denn? Ein Plateau. Blickwinkel: Von Osten bis Westen durchgehender tiefer Blick bis zum Horizont runter, lediglich unterbrochen von diversen Zweitausendern in mehreren Kilometern Entfernung. Ein spitzer Berg stach aus dem Panorama heraus – der Hochvogel. Bergstation von oben nicht sichtbar. Praktisch kein Geröll, alles schön eben. All dies ließ in mir unmittelbar einn Vergleich durch den Kopf schießen: Gornergrat. Die Parallelen sind verblüffend. Nur: der Blick nach Süden ist hier sowohl freier als auch weniger lichtverschmutzt als beim Gornergrat!
Mein Rucksack, in dem das Teleskop sonst ist, hat es letztens die Gurte ausgerissen – 30 kg Equipment fordern ihren Tribut. Soll ich unten bleiben mit dem Teleskop, oder die geniale Aussicht hier oben nutzen?
Verdammt, was soll´s. So musste ich mir die 20kg-Kiste über die Schulter hängen, man könnte auch sagen, an den Hals. Mein 70l-Wandderrucksack war zusätzlich auf dem Rücken, die Gitterrohrstangen in der Hand. Am Fuß des Anstiegs (führt letztlich auch zum richtigen Nebelhorngipfel) war vorausschauender Weise ein Brunnen gebaut. Ich nutze die Gelegenheit, um drei, vier Schluck kaltes Bergwasser präventiv zu mir zu nehmen. In – ungelogen – T-I-P-P-E-L-Schritten ging es den Berg hinauf, mal vorwärts, mal rückwärtsgehend. Linke Schulter, rechte Schulter, um den Hals. Nach einer Quälerei, die ich mir so schnell nicht wieder antun werde, war ich oben. Ein grober Eindruck vom Gelände:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/0e9a79-1350944865.jpg
Die Sonne näherte sich dem Horizont:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/26d95f-1350944204.jpg
Ich baute auf und justierte. Während der Mond unterging, holte ich mein sträflich vernachlässigtes Essen nach. Der Plan war eigentlich, auf der Hütte nochmal ordentlichst zu speisen-einen gescheiten Satz Knödel und am besten Kaiserschmarrn hinterher. Tagsüber in der Hütte schlafen. DENKSTE! Hütte zu. Seit wenigen Tagen Saisonende. Es gab an der Station zwar noch ein Selbstbedienungsrestaurant, aber das räumte bereits zusammen. Immerhin – eine Brezn konnte ich noch Abstauben. Die war auch nötig vor dem Anstieg...
Aber nun bin ich ja oben. Zwei Nächte hintereinander waren der Plan, welcher verpflegungstechnisch glücklicherweise doch aufging – das Restaurant war ja noch da, nur die Schlafmöglichkeit nicht. Das musste ich anderweitig hinbekommen.
Nacht Nr. 1 - 19.10. auf 20.10.
Die Bedingungen
Die Berge am Horizont waren zu Beginn noch in einen diffusen Schleier gehüllt, dennoch war der Himmel insgesamt gut – zum Morgen hin wurden die Berge dunkler und dunkler vor dem Himmelshintergrund und die Sicht brillianter. Die visuelle Grenzgröße wird deutlich über 6m5 gelegen haben, richtig bestimmt habe ich sie nicht. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich für die Zeit nach Mitternacht 6m8+ veranschlagen. Die Luftfeuchte war auf meteomedia mit unter 25% prognostiziert. In der Tat, der am Boden liegende Okularkoffer war komplett trocken geblieben. Lichtverschmutzung machte ich v.a. im Westen aus, aber nicht von Oberstdorf, sondern vielmehr wohl Lindau & Co am Bodensee-gut 30 Grad hoch. Im Süden zeigte sich ein fast durchgehendes schmales Band an Aufhellungen, ca. bis 3-5 Grad hoch. Der Südosten zeigte sich komplett finster. Der Osten zeigte zunächst auch etwas Aufhellung, welche aber im Laufe der Nacht fast verschwand. Die Dämmerung brachte etwas Wind, welcher aber erfreulicherweise mit Beginn der Beobachtungsphase abflaute bzw. sogar über weite Strecken zum Stillstand kam.
Die Objekte
Wenn schon guter Himmel, dann auch schwierige Objekte. In meinem Skyatlas (a3-Kopien) habe ich mir v. a. diverse Arp´s markiert. Im Schnitt alles so bei 13 mag, mit sehr wenigen Ausnahmen. Als da wären:
Arp 158, Arp 282 (Andromeda), Arp 112, Arp 235 (Pegasus), Arp 331, 157, (Pisces), Arp 118, 75, 140, 309 (Cetus), Arp 299 (Uma).
Dazwischen auch ein paar Standards und vereinzelte neue Objekte, über die ich jetzt aber nicht Buch geführt habe. Da der Text ja jetzt scchon recht lang ist, habe ich für die Beschreibung der Arp-Session eine kurze Version für die Lesefaulen ;-) : Viel Augenverleierei, nur um ein paar schwache Fleckchen ohne Struktur zu sehen.
Für die, die es genauer wissen wollen:
157: fast schon die strukturreichste, die längliche Wulst ist zum einen Ende noch „oben“ um ein Fünftel der Länge gebogen, ich nehme eine diffuse Art von Zweiteilung der Struktur war, die mit viel Einbildung ggf. das Staubband war. Das andere Ende fächert diffus auf.
235: strukturloser Fleck in der Form eines Cashew-Kerns
140: abgerundet dreieckige Gestalt, an einer Ecke ein kleines rundliches Anhängsel, schaut aus wie urtümliches Beil ohne Schaft.
309: länglich, extrem schwer ist eine Zweiteilung auszumachen auf halber Länge
331: das allerschönste Arp-Objekt meiner Liste: eine Kette deutlich sichtbarer Galaxien, sechs davon vergleichsweise nah beieinander, eine siebte, sehr schwache, schwammige Gx in Verlängerung um eine knappe Kettenlänge weiter.
Eine solche Kette kannte ich bisher nur vom Virgohaufen – die berühmte Markarian´s Chain, hier nur deutlich schwächer, aber gut sichtbar.
112: eines der etwas einfacheren Objekte, zwei nebeneinander liegende elliptische Flecken, ohne Struktur. Eine der beiden schätzte ich 0m3 heller. Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn: der Blick in eine Tabelle erbrachte exakt diesen Unterschied...Im fast rechten Winkel sitzt um eine knappe Verbindungsstrecke der beiden Gx ein winziges Fleckchen an der Wahrnehmungsgrenze, welches ich mir als mögliche Gx notiert habe. Check im Netz und Redshift (freie Version) erbrachte: PGC 111, keine Ahnung, was für eine scheinbare Helligkeit die hat... Während die schwächere der beiden dicken 13m5 hat, wird die Kleine wohl Richtung 14 gehen.
158: eine längliche Struktur im Verhältnis ¼, an beiden Enden eine stellare Aufhellung. In einer Entfernung von Gx-Länge befindet sich ein helleres Sternchen. Die Gx scheint auf halber Länge geteilt. Die stellare Aufhellung auf der dem helleren Sternchen abgewandten Seite ist fast an der Wahrnehmungsgrenze.
299: als längliche Aufhellung ohne Strukturunterschiede im Verhältnis ½ wahrgenommen, an einem Ende eine stellare Aufhellung, wie Anhängsel wirkend.
Nicht gefunden: Arp 118, 75, 282.
Ansonsten habe ich natürlich ein paar bekannte Objekte besucht. M 33 im Zenith ist immer verlockend – eine auffällige Spiralstruktur, mit einem weiten Ausläufer, der deutlich über diese bekannte NGC hinausgeht, deren Bezeichnung ich mir aber nicht gemerkt habe ;-)
M 15 war trotz deutlich untergehender Tendenz und Annäherung an die lichtverschmutzte Westrichtung freiäugig problemlos und im Okular mit völlig dunklem Himmel drumherum absolut brilliant zu sehen. Erstaunlich. Ich hätte noch früher draufhalten sollen. Aber da hatte der Mond glaube ich noch gestört. Der Orionnebel erstrahlte im Kernbereich grünlich, die Konturen wirkten wie zu eckig gezeichnet, aber die waren wirklich so geometrisch abstrakt... M 1 wirkte deutlich strukturiert, wie ich ihn seit Jahren nicht, wenn überhaupt jemals so gesehen habe. M 74 hatte ich in dieser Brillianz auch noch nicht gesehen – die Spiralarme waren gut angedeutet, habe mich aber auch nicht lange genug darauf konzentriert, um sagen zu können, wie einfach dies nun war.
Dies nur als eine kleine Auswahl, ab irgendeinem Punkt surft man ohnehin wild umher und weiß nicht mehr, was Sache ist ;-) Unter so einem Himmel...
Es war schon um 6 und der Himmel noch deepsky-tauglich!! Unfassbar, völlig ungewohnt eine so lange nutzbare Deepskynacht. Sonst ist vorher alles zugetaut. Irgendwann setzte die Dämmerung ein und ich hatte null Minuten geschlafen. Bei Tage änderte sich daran leider nichts. Zwischen 8 und 11 hab ich auf der Isomatte etwas herumgelegen, das war alles. Dann kamen mehr und mehr Wanderer vorbei und ich war zum Frühstücken gezwungen: Currywurst mit halbgaren Pommes.
Am Morgen hielt ich noch mal einen 360-Grad-Eindruck fest:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/fc3f99-1350945353.jpg
und vom plateauartigen Platz:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/ad0005-1350946926.jpg
Fürs Frühstück musste ich erst mal den Berg wieder bis zum Restaurant runter. Ein normaler Mensch wäre den gleichen, asphaltierten Weg zur Sicherheit wieder runter. Aber ich musste natürlich nen anderen über Stock und Stein nehmen, mit der Kiste auf halb acht um den Hals...
Keine Ahnung wie, irgendie habe ich die Zeit bis zum späten Nachmittag totschlagen können. Geholfen hat da noch ein Helles, ein Eis, und kurz vor Küchenschluss nochmal eine Salve Spätzle mit zwei Schnitzel und Pilzen.
Die zweite Nacht - 20.10. auf 21.10.
Dieses mal blieb ich unten auf dem Panoramaweg. Die Beine meckerten schon beim Gradausgehen, geschweige denn bergauf mit 30 kg. Schlafmangel ist da unverzeihlich.
Die Bedingungen
Ich ahnte schon, diese Nacht wird noch besser. Die Gipfel in der Ferne waren von Anfang an frei von jedem Schleier. Als die Dämmerung zur Neige ging, bzw. der Mond weg war, waren die Gipfel Dunkelgrau 80-90%, schwarz wäre übertrieben. Aber supermarkant abgegrenzt vom Himmel.
Ein Eindruck der Dämmerung:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/ba8d60-1350946657.jpg
So hatte ich das bisher in den Bergen noch nicht erleben dürfen. Rückblickend vermeldete die Wetterstatistik 20% Luftfeuchte.
rückblickende Statistik, Vergleich Berg und Tal:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/500642-1350947937.jpg
Lichtverschmutzungen traten deutlich zurück gegenüber der vorangegangenen Nacht, nur der Westen zeigte noch eine deutliche Aufhellung. Bis der Mond unterging, wehte ein beständiger Wind, der mich am Schlafen hinderte. Ein Glück, der verschwand bald genau wied er Mond – nach einer gefühlten Ewigkeit. Aber dann wurde es RICHTIG gut. Ich möchte meinen, so dunkel und transparent habe ich den angehenden Winterhimmel noch nie gesehen. Die 7 m dürften locker geknackt worden sein. Ich wüsste nicht, wie das noch besser ginge. Die Wintermilchstraße bis in den Großen Hund runter deutlich, daneben alles nahezu schwarz.
Die Objekte
Der Plan war dieses mal einfach Spaß haben ohne großes Rumgesuche, aber auch wenigstens kurz noch versuchen, die verpassten Arps nochmal zu probieren, gelungen ists mir nicht. Ich versuchte mich an ein paar tiefstehenden Galaxien, bin aber zugunsten vom Helixnebel sehr bald von abgekommen. Gott sei dank! WAS FÜR EIN TEIL. Die Kulmination war etwa 1 h vorbei, ggf. auch zwei. Aber allemal hoch genug noch. Wir wissen ja alle, was für ein großes Gerät das ist, aber selten hält man ob der Bedingungen drauf. Aber DAS war echt mal was anderes. Im 26er Nagler eine Scheibe von grob geraten einem Drittel Monddurchmesser. Ein breiter Ring umspannt eine riesige Fläche mit zahlreichen Sternen im Inneren, darunter auch der Zentralstern. Das 12er Nagler war aber zu viel des Guten.
Der Zirrusnebel: sowohl Knochenhand als auch Sturmvogel waren ohne Filter einfach und strukturreich zu sehen. Es war schon langsam 2 Uhr und die Müdigkeit kam gnadenlos. Der wohl beste Himmel meines Lebens und ich konnte mich kaum auf den Beinen halten. Ich legte mich auf die Isomatte und schloss die Augen. Es waren angeblich um die 10 Grad, aber meine Füße und Hände wurden trotz zwei Unterhosen kalt genug, um mich am schlafen zu hindern., Es half nichts. Ich musste wieder aufstehen. Und beobachten. Ich fühlte mich seltsam. Eine Mischung aus betrunken, müde und gleich in Ohnmacht fallen. Irgendwie konnte ich dieses Gefühl verdrängen und hielt weiter durch. Ein Objekt wollte ich unbedingt noch probieren, welches mich schon beim Wendelstein auf 1600 m beeindruckt hat: der bipolare planetarische Nebel NGC 2371 in den Zwillingen (Erdnussnebel). Jetzt stand er schon ca. 50 Grad hoch. Ich konnte problemlos bis 340fach im 4,7er Ethos hochpumpen. Das Seeing war brauchbar. Dieses Objekt ist eine ABSOLUTE Empfehlung. Zweiteilung einfach, Zentralstern vergleichsweise einfach und ein dunklerer Innenbereich zwischen Stern und Schale. Noch schöner als letztens, wo ich diese Details auch schon sah. Aber dieses mal noch klarer und heller.
Auch diese Nacht ging ohne eine richtige Stunde Schlaf zu Ende, aber ich glaube, ich hatte etwas gedöst. Erstaunlicherweise sah ich in einem Spiegel im Zug später recht frisch aus. Das war wohl die Bergluft...
Ich sehnte die erste Berggondel herbei, um die schöne aber anstrengende Exkursion zu beenden. Wieder einmal war ich der einzige in der Gondel. Wieder neugierige Blicke und respektvolles Guten Morgen. So ein teleskop in der Kiste, damit ist man in der Bahn schon mal ein bunter Hund. Sind da Tiere drin? Wein? Auf dem gipfel hat mich einer wohl stehen sehen und fragte später, was ich gemessen hätte - Ich hab nämlich auch einen JVC-Schultergurt von vonem Ghettoblaser zweckentfremdet (der Originalgurt vom Dob ist nicht so schön gepolstert), was einen ´Hinweis auf Elektronik liefert...
Auf jeden Fall ein dolles Rundum-Erlebnis. Ich hoffe, ich konnte euch soweit teilhaben lassen, dass der viele Text nicht ermüdend war. Aber irgendwie gehörte alles Geschilderte dazu....
Beste Grüße und
Gute Nacht
Norman
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