GPS Empfänger von skywatcher Batterie Tauschen

Almanach

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Hallo Astro-Gemeinde,

ich habe einen Skywatcher GPS-Empfänger, der nicht mehr funktioniert.

Also habe ich das Gerät geöffnet – und war überrascht: Es ist eine Batterie eingebaut! Allerdings ist sie mit Metallpunkten verschweißt.

Könnte das die Ursache für den Defekt sein? Hat jemand so eine Batterie schon einmal ausgetauscht? Wie lässt sich das am besten machen?
 
Die Batterie ist dafür da um die letzte Koordinate und Uhrzeit im Speicher zu erhalten auch wenn die Montierung stromlos ist.
Sobald das GPS einen Fix hat, werden die neuen Daten übernommen.
Sollte die Batterie leer sein, hat man beim Einschalten Defaultwerte, sobald das GPS aber die Position hat, werden an der Montierung die neuen Koordinaten und die Uhrzeit aktualisiert.
Solltest Du also nicht mal einen GPSfix bekommen, kannst Du Dir die Arbeit sparen.

Bild wäre trotzdem hilfreich ;)
 
Die Handsteuerbox Zeit das kein GPS gefunden hat.
 

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Hast Du ein Multimeter?
Es könnte genausogut die Zuleitung einen Litzenbruch haben, dann kommt entweder keine Spannung an, oder die Datenleitung übermittelt nichts.
 
Ohne diesen explizit zu kennen aber mit genügend Hintergrundwissen, nein, es ist nur eine Pufferbatterie.
Prüfe einfach die Zuleitung (stromlos) auf Durchgang.
Entweder hast Du Glück und musst nur das Kabel tauschen oder das ganze Teil ist defekt.

Ganz dumme Frage: Du hast das schon unter freien Himmel und nicht im Haus getestet? ;)
 
Ja, ich habe das unter freiem Himmel getestet, aber der GPS-Empfänger wird nicht erkannt.

Wenn die Kabelverbindungen in Ordnung sind, ist so ein GPS-Empfänger dann überhaupt reparierbar?

Normalerweise leuchtet eine LED, aber das ist hier nicht der Fall.
 
So etwas zu reparieren ist mit „Hausmitteln“
leider unmöglich und auch gar nicht erwünscht.

Allerdings finde ich den Preis den Skywatcher da aufruft schon extrem happig für eine GPS Maus „von der Stange“.
 
Wie oben schon geschrieben, ist es mit Hausmitteln wohl eher nicht heraus zu bekommen, was dem Teil fehlt.
Was aber auch stimmt, dass die Pufferbatterie nicht nur für die RTC ist. In manchen Empfängern sind auch die Einstellungen in einem RAM gespeichert. Dieser verliert bei leerer Batterie seinen Inhalt. Der Empfänger stellt dann, wie Hansguggindieluft schon geschrieben hatte, die Werkseinstellungen wieder her.
Meist haben die Hersteller die Übertragungsgeschwindigkeit verändert, das diese mit ihren Montierungen übereinstimmt. War also z.B. 38400 programmiert und default ist 9600 baud, findet die Montierung den GPS Empfänger nicht mehr.
Bei älteren GPS Empfängern kommt aber noch ein ganz anderes Problem hinzu. Der GPS week number rollover. Das führt dazu dass die Montierung ein völlig falsches Datum annimmt, weil die Wochennummerierung nicht mehr passt. Der Letzte WNR war 2019. Aber das nur am Rande.
Wenn du kein Oszi oder ein gutes Multimeter zur Hand hast, frag jemanden, der sich damit auskennt.

@Almanach
So ganz von der Stange ist der GPS Empfänger nicht. Er wird mit 12V gespeist und hat eine serielle Schnittstelle.
Die meisten heute erhältlichen GPS Mäuse haben USB und 5V. Im Makerbereich sind mir auch nur 5V oder 3,3V Varianten bekannt.
Mal abgesehen von Adapterkabeln. Aber 175 Euro isses sicher nicht wert. Würde sagen für 69 Euro wäre der Preis fair.


Tino
 
Vielen Dank für die hilfreichen Informationen. Könnte es sein, dass ich eine ältere GPS-Maus (vor 2019) habe, die nicht mit der V5-Handsteuerung kompatibel ist und deshalb nicht funktioniert?
 
Ich denke nicht dass das dein Problem ist. Die GPS Mäuse sind ab V3 aufwärts alle kompatibel.
 
Die Pins sind so klein, da komme ich nicht zum Messen, da eine die kleinste Stricknadel zu groß ist.
 

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Also ich würde mal ganz spontan behauten rot=12V, schwarz=GND, weiß=RX und grün=TX.
Aber wenn du scho nicht mit dem Messen klar kommst, solltest du mit einem Schaltplan eher auch nichts anfangen können.Welche Messmöglichkeiten hast du ?
 
Hallo,
Damit kannst Du zumindest messen (im Ohm-Bereich), ob die einzelnen Adern des Anschlusskabels Durchgang haben. Und wenn Du sie paarweise nebeneinander misst, kannst Du feststellen, ob dazwischen ein Kurzschluss besteht, z.B. durch Abknicken des Kabels. Um an die dünnen Anschlusskontakte der Molex-Stecker (so heißen die) zu kommen, kannst Du übrigens Stecknadeln verwenden. Oder einfach ein blankes Stück Draht.
Was mich wundert ist, dass auf einem Deiner Bilder die Kabel rot, gelb, orange und braun sind und am anderen Ende rot, schwarz, grün und weiß - das sind doch verschiedene Kabel. Ist da noch etwas anderes dazwischen?

Die Batterie (eigentlich ein Akku) ist die Funktion des GPS Moduls übrigens nicht notwendig. Die hilft nur beim Speichern die letzten Koordinaten vor dem Ausschalten und lässt die interne Uhr weiterlaufen, damit das Modul bei der nächsten Verwendung schneller wieder eine Position findet. Mit leerem Akku kann das ein paar Minuten dauern. Die Steuerung muss das Modul trotzdem erkennen, wenn nicht, liegt ein anderer Defekt vor.

Grüße
Maximilian
 
Nimms mir nicht übel Maximilian aber was du schreibst stimmt einfach nicht.
In den meisten Empfängern ist kein Akku verbaut. Es ist eine standard Lithiumknopfzelle.
Auch dass diese nur für das Halten der RTC ist, stimmt so nicht. Du kannst gerne einen der beliebten NEO6 Module nehmen, die Batterie entfernen und dann die Parameter ändern. Nachdem das Modul stromlos war, startet es wieder mit den default Einstellungen. Habe ich schon oft genug erlebt. Deshalb arbeiten viele in ihren Projekten auch mit der Standardeinstellung und nicht mit geänderten Parametern.

Sollte die Backupbatterie also leer gewesen sein, muss man die Einstellungen mit neuer Batterie erst einmal wieder herstellen.
Die Montierung möchte da gern NMEA 0183 mit 4800 baud haben. Ich fürchte aber dass das jemand der sonst nichts damit am Hut hat, überhaupt nicht hin bekommt.

Tino
 
Aber in dem Fall ist doch wirklich ein Akku verbaut. MS621F, wie auf dem Bild zu erkennen, ist jedenfalls keine Batterie.
Gruß
André
 
Hallo!
Ändert aber nichts am Verhalten. Wenn leer dann Einstellungen weg.
Ja, schon. Die Frage ist aber, ob Skywatcher die GPS Module vor dem Verkauf bzw. Einbau konfiguriert oder ob sie die Software in der Montierung so geschrieben haben, dass sie mit den Defaulteinstellungen der Module arbeitet. In letzterem Fall ist es egal, ob die Batterie voll oder leer ist.

Grüße
Maximilian
 
Hallo Tino
In den meisten Empfängern ist kein Akku verbaut.

Bei dem älteren GPS-Empfänger von Celestron, dem CN-16, ist ein Akku verbaut und so etwas kann man auch nachkaufen.
In der Gebrauchsanweisung vom CN-16 ist auch beschrieben wie beim aufladen des Akkus zu verfahren ist wenn er mal nach mehrmonatiger Lagerung entladen ist.
Es würde mich nicht wundern wenn es bei den Nachfolgermodelle und bei Skywatcher genau so ist. Es sind die LIR-Zellen.

Gruß
Peter
 
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