Gradientenentfernung - Workflow von Vincent Peris / Pixinsight

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astro_alex80

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Liebe Bildbearbeiter,

nicht mehr ganz neu: Ende 2019 hat Vincent Peris (Chefentwickler Pixinsight) einen neuen Ansatz zur Gradientenentfernung vorgestellt, am Beispiel von PuWe1, einem sehr schwachen planetarischen Nebel. Hier der Link:
https://pixinsight.com/examples/PuWe1/index.html

Im wesentlichen geht es darum die Gradienten des Hauptbild mittels einer gleichzeitig entstandenen Weitfeldaufnahme zu entfernen. Im konkreten Fall die Aufnahme eines CDK 20“ mittels des Widefields eines 400mm f2,8 Canon Objektives zu korrigieren.

Ich finde den Ansatz sehr gut, lese aber m sehr wenig davon, egal ob hier oder auf Astrobin, etc.

Nutzt jemand von Euch diese Technik / diesen Workflow ?

Und wenn ja, wie sind Eure Erfahrungen damit?

Viele Grüße,
Alex
 
Hi Alex,

Das habe ich auch schon mal gelesen, und fand das ebebenfalls eine sehr interessante und vor allem sehr fundierte Methode, gradienten zu entfernen.

Ich denke mal der primäre Grund, warum das wenige machen, ist der Aufwand. Man muss immer eine zweite Kamera (verbunden mit eventuellen kosten) samt objektiv mir sehr ähnlichem Bildfeld betreiben.

Dazu komme noch die wahrscheinlich recht geringe Notwendigkeit. Die meisten gradienten bekommt man ja sehr gut entfernt wenn man saubere flats macht, und dann noch etwas ABE oder DBE verwendet. Damit man die dann noch verbleibenden gradienten sieht, muss man schon verdammt viel belichtet haben und die Technik muss sitzen.

Schlussendlich gibt es Tools wie local normalization oder Nirmalize scale gradient um gradienten so zu vereinfachen, dass man sie leichter entfernen kann.

Die Methode ist denke ich mal eher etwas für Leute, die unter sehr sehr gutem Himmel dutzende Stunden an Breitbandaufnahmen sammeln, und daraus die schwächsten Sachen wie IFN in eher größeren Feldern herausarbeiten wollen. Und davon gibt es dneke ich einfach mal nicht all zu viele, ohne damit irgendwem zu nahe treten zu wollen.

CS Gerrit
 
Hallo Gerrit,

bin da absolut bei dir. Der zusätzliche Hardwareaufwand und das Ganze Thema um zwei synchronisierte Aufnahmesessions, etc. ist natürlich eine Herausforderung und grenzt die Anwendbarkeit der Methode natürlich ein.

Grüße,
Alex
 
Nutzt jemand von Euch diese Technik / diesen Workflow ?
Hi Alex,
also was mich betrifft, Ich habe Ich zu viele Streulichtkomponenten, die (I) fernrohrspezifisch und (II) je nach Farbfilter-spezifisch (und Lichtstreuung der jeweiligen Farbe am Himmel) sind.
Von daher wuerde mir wohl eine Parallelaufnahme mit einer MC-Kamera so pauschal gesehen wohl nicht so viele verwertbare Korrekturdaten bringen, vom nicht unerheblichen Aufwand mal ganz abgesehen.

Aber das mal gesagt, einen Gedanken wert ist das natuerlich schon:
Man koennte natuerlich einfach mal das Leitrohr (bei mir 250mm f/4.2) kameramaessig aufruesten und einfach die Guiding-Bilder abspeichern lassen (geht ja mit PhD2) und sich daraus dann einen Korrekturstack synthetisieren lassen, aus dem man den Gradienten herauszieht. Nur das ist natuerlich ein heftiger Aufwand mit einem zweiten Berg von Bildern, die man da stacken muesste....
Hm :unsure:

Gruss ...

PS: Der Epsilon steht bei dir immernoch im Footer. Anlass zu der Astroweissheit: "You can leave the Tak, but the Tak never leaves you ..."
 
Hm, jetzt hast du mich zum nachdenken gebracht.....

Wenn du die Bilder eh hast (da habe ich es mit dem MGEN schon deutlich schwerer), dann wäre der Aufwand schon eher geringer.

Kalibrieren müsstest du die nicht doll, eigentlich nur mit flats. Der Rest beeinflusst ja keine gradienten.
Dabei könnte die komplette Verarbeitung ja auch mit einer herunter skalieren Version stattfinden, die gradienten werden schließlich nicht auf Pixel Ebene stattfinden. Das reduziert den rechenaufwand deutlich.

Problem ist nur, man braucht eine Kamera und leitrohr Kombi, die genug bildfeld erzeugt. Bei mir, mir meiner Hauptbrennweite von 450mm, muss die brennweite dann schon sehr schnell sehr gering sein.

CS Gerrit
 
Problem ist nur, man braucht eine Kamera und leitrohr Kombi, die genug bildfeld erzeugt. Bei mir, mir meiner Hauptbrennweite von 450mm, muss die brennweite dann schon sehr schnell sehr gering sein.
Ja, dass wird tendenziell eher knapp.
Mit z.B. einer QHY-5-III-485C mit dem 130mm Leitrohr, dass koennte dagegen schon gehen.
Aber tendenziell schon nicht mehr ganz so billig fuer "kann man ja mal probieren"...

Gruss ...
 
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