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Bandido

Mitglied
Hallo allerseits,

um es kurz zu halten:
Das Thema Astronomie ist für mich absolutes Neuland.
Trotz allem habe ich mir vor ein paar Tagen ein gebrauchtes Teleskop zugelegt, um die Nase mal an dieses Thema zu bekommen. Ich denke die investierten 20,-- Euro für das Gerät waren für den Einstieg nicht zu hoch.
Es handelt sich um ein Bresser Spiegel-Teleskop.

Daten:
- Objektivdurchmesser 76mm
- Brennweite: 700 mm
- Öffnungsverhältnis: f/10,5
- max. sinnvolle Vergrößerung: 150x
Okulare:
- H-20 mm
- H-12,5 mm
- SR-6 mm
Zubehör:
-Mondfilter
-1.5x Umkehrlinse
-Sucherfernrohr: 5x24
-Holzstativ

Der Verkäufer konnte sich nicht mehr an den Namen der Geräteserie erinnern (Pluto oder Venus???).

Nun saß ich gestern und vorgestern abend draußen und habe mich mal umgesehen. Toll war der erste Blick auf den Neumond. Hat mich schon faziniert. Dann habe ich unter anderem den Mars fixiert. Da kam dann schon ein wenig Ernüchterung auf. Leider konnte ich trotz "scharfstellen" der Linse keine klaren Konturen erkennen.
Auch Blicke auf andere Sterne (fragt bitte nicht nach Namen)waren nicht positiver.

Welche Möglichkeiten habe ich mit dem Teleskop überhaupt, außer den Mond andere Himmelkörpgr klar und deutlich zu sehen? Lohnt es sich in dieses Gerät zu investieren z.B. stärkere Okulare?

Vielleicht hat jemand von euch einen guten Rat/Tipp.

Gruß
Bandido

 
Hallo!

Ich denke auch, für 20 Euro kann man da eigentlich nicht sooviel falsch machen.

Erstmal: Sterne wirst du nie auflösen können, die sind zuweit weg und bleiben auch bei hohen Vergrößerungen einfach nur Punkte.
Interessant sind daher eher Konstellationen von Sternen wie offene und Kugelsternhaufen.

Dass du auf dem Mars nichts erkennen konntest ist normal, der ist momentan ziemlich klein und generell kein leichtes Objekt, da muss man schon ziemlich hoch vergrößern (mind. 200x) um teilweise Strukturen zu erkennen. Mit deinem 6mm Okular sind ja max. 117x möglich (bzw mit dieser Umkehrlinse wohl noch mehr, wenn ich das richtig verstehe).
Konntest du denn erkennen, dass es sich um einen Planeten handelt (da er flächig und nicht punktförmig ist), und nicht um einen Stern? Das wäre dann ja schonmal ein Erfolg.

Ich würde dir aber empfehlen, mal einen Blick auf den Saturn zu werfen, der ist momentan am Abendhimmel zu sehen (mit dem Programm http://www.stellarium.org/de/ kannst du sehr schön rausfinden, wo er steht), bei dem solltest du schon schön die Ringe erkennen können, ich denke das wird etwas beeindruckender sein ;)

Hm, und ob es sich lohnt dafür noch neue Okular zu kaufen weiß ich nicht so recht... guck mal was andere Leute dir raten.

Grüße, Torben
 
Hallo Bandido,

das von dir erworbene Teleskop ist ein kleines Einsteigergerät. Die Öffnung ist recht klein und die Okulare sind auch nicht die Besten. Das muss man einfach wissen und akzeptieren. Ansonsten ist es für den Preis Okay und wird dir für die erste Zeit einen guten Einstieg bieten.

Mit Mondbeobachtungen anzufangen war absolut richtig. Der Mond ist - gerade für Einsteiger - immer ein interessantes Objekt, weil sich bereits mit kleinen Teleskopen viele Krater ausmachen lassen.

Mars ist zur Zeit schon wieder recht weit von der Erde weg und dementsprechend klein. Außerdem was das Seeng (die Luftunruhe) gestern wirklich nicht gut. Es war wirklich schwer auch nur grobe Strukturen auszumachen.

Andere Sterne sind fremde Sonnen. Die sind so weit weg, dass man sie immer nur als Punkt sehen wird. Egal wie groß das Teleskop ist.

Am besten wagst du dich die Tage mal an Saturn, da solltest du schon den Ring und ein paar Monde sehr schön erkennen können.

Sonnenbeobachtungen sind ohne geeignete Schutzmittel übrigens absolut verboten. Du würdest dir sofort die Netzhaut wegbrennen und erblinden. Auch Okularsonnenfilter sind nicht sicher. Wenn du wirklich Sonnenbeobachtungen anstrebst, musst du dir einen passenden Objektivschutzfilter aus spezieller Astro Solar Schutzfolie bauen (gibts bei jedem Teleskophändler).

Weiterhin solltest du dir zur Orientierung eine drehbare Sternenkarte anschaffen.

Ich denke, für die ersten Schritte bist du mit dem Teleskop schon ordentlich ausgerüstet und kannst lernen dich am Himmel zu orientieren. Jedoch wird, wenn die Lust am Beobachten anhält, schnell der Wunsch nach einem größeren Teleskop kommen. Dann solltest du vorbereitet sein.

Daher empfehle ich dir zum Einstieg noch etwas Literatur:

- den Fernrohrführerschein

- mein Teleskop

- Atlas für Himmelsbeobachter

sowie die Einsteigerseiten von Sven Wienstein und den Deepsky-Brothers.

Viele Grüße

Carsten
 
Hi,

naja - dieses 76/700 Spiegeldings hatte mein Sohn mal... War nicht so der Bringer... Besonders die "Montierung" ist übelst: Wackelt und anfällig für völlige Zerstörung...
Man kann daraus aber z.B. einen Dobson bauen *g*: http://www.taunus-astronomie.de/teleskope.html
Für die Saturnringe sollte es aber auf jeden Fall reichen.
Aufrüsten mit anderen Okularen lohnt kaum. Wichtig ist zu prüfen ob die Optik einigermaßen sauber ist. Verspannungen und fehlerhafte Justage sind eher die Regel als die Ausnahme.

Ciao, Udo
 
Hallo Bandido, hallo Udo,

Aufrüsten mit anderen Okularen lohnt kaum.

Also das sehe ich ein bißchen anders.
Ich gehe mal davon aus, dass Du solche 1" China-Pfennigartikel -Okulare hast. Falls Du in Deinen Okularauszug auch 1 1/4" Okulare reinstecken kannst, dann würde Aufrüsten schon Sinn machen.
Und das aus zwei Gründen:
(1) Sind die mitgelieferten wirklich unterstes Niveau
(2) 1 1/4" Okulare kannst Du auch weiter verwenden, wenn Du Dir später ein größeres Gerät zulegst.

Allerdings macht es nur dann Sinn, wenn Du Geschmack am Beobachten gefunden hast und Du weiteres wichtiges Zubehör schon hast wie Rotlichtlampe, oder die oben bereits genannte Literatur).

Zum o.g. Minidobson Umbau gibt es noch eine einfacher herzustellende Variante den Topfson

Am besten hörst Du Dich auch mal um, ob es in Deiner Nähe weitere Amateurastronomen gibt, denn in der Gruppe machts mehr Spaß und Du hast evtl. die Chance auch mal durch ein größeres Teleskop zu schauen.

CS (clear skies)
Volker
 
Hi Volker,

ich bleibe dabei: Aufrüsten mit Okularen ist sinnlos. Warum? Selbst wenn sie etwas besser funktionieren als die mitgelieferten wird ein solches Teleskop immer nur eine Einstiegslösung für ganz kurze Zeit sein. Entweder weil man sehr schnell ein anderes Teleskop kauft oder weil man wegen des Ärgers mit dem Teil und der Wackelmontierung den Spaß völlig verliert...
So ein kleines Teleskop macht einfach keinen Spaß. Jedenfalls nicht für den absoluten Einsteiger. Viel mehr als der Mond ist einfach nicht drin. Alles andere was man im Prinzip mit so einem Gerät sehen kann wird ein Einsteiger nicht sehen oder gar nicht erst finden - egal mit welchen Okularen.
Und wenn eh in Kürze ein größeres Teleskop angeschafft werden wird, dann wäre es fahrlässig JETZT in Okulare zu investieren die dann ggf. nicht optimal zum Nachfolgeteleskop passen... Rausgeworfenes Geld halt.

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,

ich kann Deine Argumentationsbasis schon verstehen und die ist auch eigentlich nicht verkehrt.

Nur ist es halt so, dass die mitgelieferten Okulare so mind sind, dass gar kein Bedarf nach einem Nachfolgeteleskop aufkommt. (Zumindest bei denen, die ich hier habe)

Und wenn man mal in den Gebrauchtmarkt schaut, bekommt man bestimmt zwei/drei brauchbare Okulare für wenig Geld. Und selbst wenn die später nicht optimal passen, dann kann man die bestimmt ohne großen Verlust wieder verkaufen.

Aber wie gesagt, am besten versuchen sich ein paar nette Astros suchen und gemeinsam spechteln, dann bekommt man den besten Eindruck, was man mit den einzelnen Teleskopen erreichen kann.

CS
Volker
 
Zum ersten, vielen Dank für die schnellen Antworten. Fühle mich in eurem Forum gut aufgehoben.

Da die Astronomie für mich nun doch sehr reizvoll ist, werde ich mich vorab mit der von euch vorgeschlagenen Litaratur bestücken.
Ich denke damit werde ich mir ein wenig Basiswissen aneignen können.

Das das Teleskop nicht der Renner ist, war mir schon bewußt
und meine Erwartungshaltung entsprechend. Aber wenn ich schon mal die Ringe vom Saturn sehen kann, ist das ein weiterer Ansporn tiefer in die Materie einzudringen.

Wenn die Größen der Okulare in der Regel genormt sind, kann man diese doch auf andere Teleskope verwenden (natürlich bei gleicher Größe, oder? Und somit sollten sie doch keine Fehlinvestition sein.

Die Webside von S. Wienstein finde ich übrigens sehr informativ und hat mir gut gefallen. Ein Bruchteil was er an Fotos reingestellt hat, selber zu sehen, wäre ja schon super.

So, und da das Wetter in Neuss so gut mitspielt, werde ich heute mal den Saturn "jagen".
Ach, kommt von euch jemand aus dem Großraum Düsseldorf. Ein wenig praktische Erfahrung von "alten Hasen" zu bekommen, wäre eine gute Kombination zur trockenen Theorie.

Für weitere Ratschläge bin weiterhin dankbar!

Gruß
Bandido

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Bandido (wie heißt Du eigentlich richtig???),

die Okulare sind schon im Durchmesser "genormt". Wobei es drei gängige Durchmesser gibt:

1 Zoll = 25,4 mm = schlecht und heutzutage kaum noch verbreitet
1,25 Zoll = 31,75 mm = gängig
2 Zoll = 50,8 mm = bei großen Brennweiten/großem Bildfeld gängig

Musst Du mal nachmessen. Wenn Du 1 Zoll hast, dann macht die Aufrüstung mit anderen Okulare ÜBERHAUPT keinen Sinn. Es sei denn Du hast einen Adapter 1,25" auf 1" so dass 1,25" Okus in deinen Okularauszug passen.

Wenn es mechanisch passt heißt das aber noch lange nicht, dass die Okulare auch sinnvoll für andere Teleskope sind. Klar: Verwenden kann man sie fast immer... Aber wenn Du zum Beispiel bei einem 12" f/4,5 Dobson landest, dann stellt der schon ziemlich hohe Anforderungen an die Okulare. Teile die Du für einen f/10 Spiegel gekauft hast werden dann in der Regel nicht gut funktionieren... Auch die Brennweiten die man "braucht" sind stark abhängig vom Teleskop (Öffnung, Brennweite) und von den persönlichen Beobachtungsbedingungen.

Gut: Wenn Du Okulare für 10,- € kaufst, dann riskierst Du natürlich wenig... Andererseits darf man sich von solch billigen Okularen auch nicht viel Verbesserung erwarten. Die Leistungssteigerung des genannten Teleskops durch bessere Okulare hält sich eh in Grenzen...

Ciao, Udo
 
MahlzeitBANDIDO :huhu:

Ich bin zwar ein Laie,habe aber das Bresser Pluto 114mm/500mm gehabt.
Die mitgelieferten Okulare sind Müll.
Empfehlenswert wären als Aufrüstung Superplössel,die kosten ca:35,00€ das Stück und sind den H bzw SR Okularen um Lichtjahre überlegen.
Desweiteren wären sie für die nächsten Teleskope als Anfangsokulare auch gut geeignet.

Bei meinem DOBSON lagen ja 2 Superplössel anbei und hab sie mal zum Spaß in mein Pluto eingesteckt.
War doch überrascht wie gut die Optik des Pluto ist,liegt halt an den Okularen.

Natürlich bleibt bei 76mm ein Großteil des Sternehimmels verschloßen.
Mit meinem Pluto konnte ich Mond,Saturn und Jupiter sehen.
Als DeepSky waren M42 und M81+M82 drin(erkennbar mit H 20mm).
Mit Superplösseln gehts da schon besser.

Ansonsten wäre es schon ratsam mal nach einen anderen Teleskop ausschau zu halten,denn der Hunger ist nie gestillt.

Gruß
APOPHIS
 
Hi,

ich weiß nun nicht, wie tief Dein Basiswissen ist, aber bevor Du mit dem Fernrohr richtig loslegst ist in meinem Augen das zurechtfinden am Himmel mit bloßem Auge die wichtigste Übung. Denn ohne Kenntnis der Sternbilder wirst Du selbst einen Orionnebel nicht finden.

Udo hat es schon geschrieben. Andere Okulare machen nur Sinn, wenn Du 1 1/4 Zoll Okulare benutzen kannst. Bei 1 Zoll machts absolut keinen Sinn.

Ich habe mal vorhin in den Gebrauchtmarkt geschaut, da gab es zwei Superplössels zusammen für 45 Euro.
Ich kann mich Apophis nur anschließen. Zwischen den mitgelieferten Okularen und Superplössels liegen Welten und als Anfangsokulare taugen sie auch für die meisten der nächstgrößeren.

Das Problem das Udo meinte ist nicht die mechanische Aufnahme, sondern eben die Abbildungsleistung.
Je schneller das Öffnungsverhältnis des Teleskops ist (also f/5 oder f/4,5) desto hochwertiger müssen die Okulare sein, damit das Bild bis an den Rand scharf wird.

Allerdings würde ich ein solches Teleskop auch nicht unbedingt als nächste Stufe empfehlen, weil da noch andere Probleme hinzukommen, wie beispielsweise Justage. Außerdem kosten die dazu passenden Okulare meist mehrere hundert Euro pro Stück.

Wie Du schon sehen kannst ist die Wahl des richtigen Teleskops für einen Einsteiger gar nicht so einfach (wobei ich zugeben muss, dass es für Fortgeschrittene auch nicht immer leicht ist, vor allem wenn einem der Geldbeutel einen Strich durch die Wunschträume macht :/ ). Deshalb halte Dich an die alten Hasen, falls greifbar.

Ach ja, auch wenn ich Gefahr laufe Dich nun zu enttäuschen, verabschiede Dich von dem Gedanken Galaxien oder Nebel so zu sehen, wie Du sie von den Bildern kennst.
Einen kurzen Eindruck, was mit verschiedenen Teleskopen tatsächlich möglich ist, findest Du hier .

CS
Volker
 
Moin Udo!

Nur nebenbei...

> 1 Zoll = 25,4 mm = schlecht und heutzutage kaum noch verbreitet

"Ein-Zoll-Okulare" gibt es nicht. Das Steckmaß ist 24,5 mm (0,965"), nicht 25,4 mm.

Daß alle Okulare mit diesem Steckmaß "schlecht" sind, stimmt so natürlich auch nicht. Man bekommt immer noch recht brauchbare Okulare in diesem Maß auf dem Gebrauchtmarkt, auch wenn die meisten Okulartypen ein nur sehr geringes Gesichtsfeld bieten.
 
Zitat von ErichZann:
Ich würde dir aber empfehlen, mal einen Blick auf den Saturn zu werfen, der ist momentan am Abendhimmel zu sehen (mit dem Programm http://www.stellarium.org/de/ kannst du sehr schön rausfinden, wo er steht), bei dem solltest du schon schön die Ringe erkennen können, ich denke das wird etwas beeindruckender sein ;)

Hi Torben,

bin immer noch ganz faziniert. Habe den Saturn vorhin live gesehen. Da guckst du jahrelang in den Nachthimmel und erst jetzt kriegste so nen Highlight (auf jeden Fall für mich) zu sehen. :)
Muss aber sagen, dass ich ihn durch Suchen gefunden habe, mit dem Downloaden des Programms kam ich nicht klar.
Aber egal, jetzt werden erst ein Bücher gewälzt und dann geht es bestimmt auch ohne, aber mit Sternkarte.

Gruß
Bandido (Stefan)
 
Hi Bandit
kauf erst mal nichts zu sondern steige erst mal ein. Das braucht ne Weile und etwas Übung, genauso wie das Webseiten lesen und verstehen. Gibt Dir selbst etwas Zeit und fang an Dir ein Bild zu machen von dem ganzen , der Praxis und der Theorie.
In D gibts jeden Monat einen Stammtisch ( viele Grüße an der Stelle ), wann steht im Treffpunktpunktboard
CS
 
Moin Antares,

genau, in der Ruhe liegt die Kraft.
Ich werde jetzt nichts überstürzen und mir "Hardware" beschaffen.
Erst ist die Theorie gefragt, denn es wird mit so vielen Fachbegriffen "herumgeschmissen", die ich noch nicht verstehe.
Ich werde mich also langsam der Thematik nähern.

Die Sache mit dem Stammtisch hört sich gut an, mal sehen wie es zeitlich passt.

Wie gesagt werde ich mir zuerst die empfohlene Litaratur beschaffen. Ich denke ich werde während dessen öfter hier auftauchen, um weitere Fragen zu stellen und ich hoffe, dass ich damit nicht nerve!

Bis hierhin aber nochmals Danke für die vielen Ratschläge und Empfehlungen, die ich bis dato von euch erhalten habe.

Gruß
Stefan

 
Hallo Bandit,
wenn du daraus nur ein reines Mondteleskop machst, ist es ok....auch für den Preis......da einem der Rest mit diesem Ding deutlich vermiest wird........würde ich es auch nur als Mondteleskop betrachten und zu nichts anderem....dann ist man nicht enttäuscht....mehr kann ich zu einer solchen Röhre vom E-Bay Teleskopschrotthaufen leider nicht beitragen.
Grüssle von Anette, die auch mal mit sowas angefangen hat....
 
Hi,

da schon verlinkt wurde hier nochmal der Link zum Umbaubericht zum Minidobson.

Der Rest wurde schon gesagt, Okulare sehr mies, aber Neuanschaffung ohne Idee was als nächstes kommt auch nicht sehr sinnvoll ausser es würden ein paar Plössel für wenige Euro vor der Tür stehen...

Viele Grüße Benny
 
Hallo Stefan,

also ich finde es toll, daß Du Dich auch an einem solchen Billigteleskop begeistern kannst. - Mach weiter so, lese Dich ein und keiner wird es nervig finden, wenn Du nach entsprechender Literatur fragst.

- Wir haben alle mal so oder so ähnlich angefangen und, um ein altes Sprichwort mal umzudrehen:
"Es ist noch kein Teleskop (Meister..) vom Himmel gefallen."

Viel Spaß weiterhin und spare auf etwas größeres, wenn es Dir in 2-3 Monaten immernoch Spaß macht. Und dann suche in Deiner Gegend nach Gleichgesinnten, die werden sich hier schon melden und Dich mal auf Beobachtungstour mitnehmen.

CS
Winfried
 
Hallo Stefan,

ich denke Du bist auf dem richtigen Weg. :super:
In der Ruhe liegt die Kraft.

Und frag ruhig weiter, dafür gibts ja das Forum hier.

@Benny
Okulare sehr mies, aber Neuanschaffung ohne Idee was als nächstes kommt auch nicht sehr sinnvoll ausser es würden ein paar Plössel für wenige Euro vor der Tür stehen
Genau die meinte ich. Und dazu stehe ich auch. Der Austausch dieser Dinger (Okulare kann man sie fast nicht nennen) hebt den Beobachtungsspaß deutlich (und ist bei späterem Verkauf bestimmt kostenneutral, wenn man günstig welche im Gebrauchtmarkt erwischt).

Damit es aber nicht falsch rüber kommt. Auch ich würde nur minimalst in das Gerät investieren.
Lieber das Geld zunächst ins Zubehör (Sternkarte, u.s.w.) stecken und auf was Größeres sparen (derweil die Theorie und die Praxis kennenlernen).

CS
Volker
 
Hallo Bandido,

ich bin ebenfalls Anfänger und habe mir daher auch einen Refraktor gekauft. Er ist etwas größer, aber ich denke, das was ich gesehen habe, solltest Du auch sehen können:

1. Mond, hier kann man auch einfachste Fotografien machen, die sehr schön werden

2. Saturn: Wenn Du einen guten Schlaf hast, warte noch bis Mitte/Ende Februar. Ich habe ihn mir nachts um drei angesehen, steht im/unterm Löwen und man sieht auch Titan sehr gut

3. Orionnebel: Orion verschwindet nach der ersten Nachthälfte zeitig im Westen, hier muss man also früher raus. Vom mittleren der drei Gürtelsterne nach "unten" gehend kann man den Orionnebel nicht verpassen

4. Mars: Genau, das ist nur ein rötlich-matschiges Scheibchen, mehr ist nicht drin und ich war genauso enttäuscht wie Du.

5. Plejaden: Mit jedem Mal Plejaden gucken sieht man ein bischen mehr und ich persönlich finde es ein faszinierendes Objekt. Aber wie oben: der typische Wintersternhimmel ist nach der ersten Nachthälfte nicht mehr zu sehen.


Ansonsten habe ich nach den ersten Nächten das Teleskop erstmal wieder weg gestellt, ein Fernglas und einen Sternenkarte genommen und größtenteils mit dem unbewaffneten Auge den klaren Himmel genossen. Es ist unheimlich wichtig, sich gut orientieren zu können und ich kann´s immer noch nicht so, wie ich´s gerne hätte.


Ich hoffe, das hat ein wenig geholfen,
 
Hallo Stefan

zunächst Gruss in meine alte Heimatstadt!!

Ich bin immer wieder amüsiert zu lesen, wie der kleine Einsteigernewton in den Keller geredet wird. So ein 76/700er war auch mein erstes Teleskop, in meinem Fall von plus!! Nach ein paar völlig laienhaften Fehlversuchen in der Prairie stand das Ding in der Ecke mit dem Urteil:taugt eben nichts! Dann las ich allerortens über den LidlRefraktor. Sofort besorgt und das klappte mit mittlerweise auch mehr Literaturkenntnis schon besser. Irgendwann hab ich mir, weil man sich ja sonst alles gönnt, ein Dreierset Superplössls (32mm, 20mm, 9mm) gekauft. Wau,tolles Bild! Nach einigen Beobachtungsnächten hab ich mir spasshalber mal wieder den Newton geschnappt und siehe da: das Bild war genau so gut wie beim Lidl!! Zumindest am Mond und an Saturn und Jupiter. Später versuchte ich auch M42 oder Sternhaufen wie M36, M37, oder natürlich M45. Auch viele Doppelsterne wie Albireo gehen wunnebar. So wenig ist es nun nicht, was man damit sehen kann, ist eine Frage der Übung und... der Okulare!! Ich würde daher schon zu nachrüsten raten und zwar entweder mit einfachsten Kellner wenn Du in absehbarer Zeit nicht die Mittel hast, Dich teleskopmässig hoch zu kaufen. Könntest Du Dir innerhalb der nächsten zwei Jahre die Anschaffung eines z.B. 114/900 vorstellen, würde ich gleich Superplössls kaufen, die reichen noch lange. alles andere kann man sowieso erst nach Jahren Erfahrung wirklich abwägen (wo man high end mässig hin möchte und kann!).

Fazit: versuch alles am Gerät einschliesslich Stativ zu optimieren. Dabei könnte das hier eine Hilfe sein :
http://www.ki.tng.de/~winnie/tchibo.zip

Okulare austauschen (die beiliegenden Huygensteile sind wirklich unter jeder [zensiert]!!)
Sucher durch Leuchtpunktsucher ersetzen.
Dann sollst Du mal sehen wieviel Spass das machen kann!

Noch ein Tipp: schau im März doch mal hier vorbei (oder besser gleich rein :-))
http://www.astrogarten.de/ATH.htm

Das ist ein Katzensprung von Neuss und da kannst Du bestimmt vieles günstig abstauben!!

Viel Spass noch und Grüsse aus Bochum

Bernhard
 
Hi Bernhard,

gerade das ist aber doch der Punkt: Ein so kleines Teleskop ist für einen Einsteiger unzureichend und sorgt für Frust. Mit steigender Beobachtungspraxis kann man dann auch mit so einem kleinen Gerät durchaus sinnvolle Beobachtungen machen. Das kann ein Einsteiger aber nur dann, wenn ihm ein erfahrener Beobachter zur Seite steht.
Wenn man aber noch kaum Ahnung hat, dann landet das Teil sehr, sehr schnell in der Ecke. Man findet nichts. Das Ding wackelt wie ein Lämmerschwanz. Und das was man sieht (Ausnahme Mond, vielleicht auch Jupiter/Saturn) ist weit, weit entfernt von dem, was man sich als Einsteiger erhofft. Dazu noch der typische Vorstadthimmel und das war's dann...

Ciao, Udo
 
Hallo Udo

tja, da kann man nun lange streiten, wie man am besten in die Beobachtungspraxis reinwächst. Bei mir war es das Lidl und das ist ja erstmal ne Ecke komplizierter mit dem ganzen parallaktischen Kram und soo viel doller in der Quali doch auch nicht. Ich denke es ist eine Mischung aus gründlich einlesen und vorbereiten (Z.B. dieses Forum, Einsteigerliteratur) und die EIGENE Praxis. Es gibt keinen besseren Lehrmeister, als den Mist den man selber im Feld baut und hinterher analysiert (Beobachtungstagebuch führen!) Nichts gegen die Tipps erfahrene Sternfreunde aufzusuchen. aber Hand aufs Herz: wer kennt sie nicht, die alles jedesmal wieder lang und ermüdend aufs Neue von Adam und Eva angefangen zu erklären, die sich lieber über Deinen ach so interessanten Beruf unterhalten oder im gemütlichen Vereinshaus sitzen, weil sie den Saturn schon tausendmal gesehen haben und das mit Deinem Wackelding sowieso nicht geht. Vielleicht ist es auch Typsache, aber ich meine, man kommt auch alleine zurecht. Man braucht nur ein paar erste Erfolgserlebnisse, dann kommt der Rest auch noch und man kann immer noch am Stammtisch Erfahrungen austauschen (nichts dagegen, mach ich auch gerne!!)

Noch ein Wort zum Stativ respektive Montierung: ja bin ich denn der einzige, der einen stabilen Unterbau unter seinem Tchibo (äh plus) hat??? Das lese ich jetzt seit Jahren mit schöner Regelmässigkeit, aber bei mir wackelt überhaupt nix, jedenfalls nicht mehr als bei meinen anderen Geräten (siehe HP)!! Allerdings hab ich ein Alustativ, dieses mit Rosendünger aufgefüllt und das Ganze steht auf Teflonpads. Dann oben alle Schrauben schön festgezurrt und das geht schon. Ich räume aber ein, dass das wohl etwas auf das jeweilige Gerät ankommt. Übrigens finde ich das azimutale Nachführen eine hervorragende Vorübung für den eventuellen späteren Dobson, nur das alles mit liebevollem Körperkontakt :-) viel leichter handhabbar ist.


Gruss und CS

Bernhard

P.S. hatte ich noch vergessen: an was für ein Einsteigerteleskop hattest Du denn gedacht, mit dem man auf Anhieb alles findet und alles so aussieht wie im interstellarum?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Ich bin immer wieder amüsiert zu lesen, wie der kleine Einsteigernewton in den Keller geredet wird. So ein 76/700er war auch mein erstes Teleskop, in meinem Fall von plus!! Nach ein paar völlig laienhaften Fehlversuchen in der Prairie stand das Ding in der Ecke mit dem Urteil:taugt eben nichts! Dann las ich allerortens über den LidlRefraktor. Sofort besorgt und das klappte mit mittlerweise auch mehr Literaturkenntnis schon besser. Irgendwann hab ich mir, weil man sich ja sonst alles gönnt, ein Dreierset Superplössls (32mm, 20mm, 9mm) gekauft. Wau,tolles Bild! Nach einigen Beobachtungsnächten hab ich mir spasshalber mal wieder den Newton geschnappt und siehe da: das Bild war genau so gut wie beim Lidl!!

Da hat Bernhard schon recht, ich habe mir letztes Jahr mal bewusst ein Lidl und ein Tchibo gekauft und mit halbwegs brauchbaren Okularen parallel eingesetzt, der Tchibo war sehr sehr schlimm dejustiert (der Laser sass abseits des Spiegels im Tubus!) aber nach Justage war praktisch kein Unterschied zum Lidl feststellbar, öhm ja doch einen gab es, keinen Farbfehler und daher Mond und Planeten doch schöner ;) Tatsache ist halt, dass die "Montierung" des Tchibos für die Tonne ist, aber allein von der Optik ist der 76er Spiegel, zumindest der den ich habe, keinen Deut schlechter als ein Lidl sondern hat eher noch zwei kleinere Vorteile (Gewicht, Baulänge, Farbreinheit).

Tja es ist und bleibt ein kleines günstiges Erströhrchen aber der Lidl ist weg, den Tchibo hab ich behalten und sei es für 10min Mond gucken bei der Zigarette auf dem Balkon :)

CS Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Bernhard!

> bin ich denn der einzige, der einen stabilen Unterbau unter seinem Tchibo (äh plus) hat???

Nein, bist Du nicht...! ;) Ich habe die Tchibo-Torpedos, die ich im Laufe der Jahre besessen habe, auch immer stabil hinbekommen. Dabei sind die älteren Modelle auch die, welche von sich aus stabiler - da metallhaltiger - sind. Wenn man sich die Schwachstellen eines Torpedos mal anguckt und nur ein bißchen bastlerisches Geschick an den Tag legt, dann kann man diese (Wackel-) Geschichten auch gut beseitigen. Es soll ja Leute geben, die es sich nicht zutrauen, einen Schraubenzieher in die Hand zu nehmen. Dann wird halt gemeckert, wie oben geschehen... (Ich hab's mir schon vor Jahren abgewöhnt, jedesmal dagegen anzuschreiben.)

Der Tchibo-Torpedo war bis zum Erscheinen des Lidl-Refris genauso eine Einstiegsdroge mit Kult-Faktor. Der Newton hat zwar nicht diese parallaktsche Montierung als Unterbau, aber nachweislich die bessere Optik. Wer ein bißchen schlau ist, nimmt bei so einem eBay-Spontankauf natürlich den Torpedo in der 1,25"-Auszugs-/Okularversion.

Auf das von mir verfaßte "Tchibo-FAQ" ist bereits hingewiesen worden. Wer also nicht weiß, was er/sie mit dem Gerät anfangen soll, kann da ja mal einen Blick reinwerfen.

@Stefan:
> Gibt es noch ähnliche Veranstaltungen in meiner Gegend?

Merken: http://www.teleskoptreffen.info/
 
Hallihallo,

nachdem ich die gute Witterung der letzten Tage (Nächte) nutzen konnte, mir den Sternenhimmel näher zu betrachten, habe ich gestern beim Blick auf den Orion-Nebel feststellen müssen, dass wenn es mir weiterhin Spaß machen soll in den Nachthimmel zu schauen, ich auch in ein besseres Teleskop investieren muss.
Ich habe mir zwar ein Paar Plössl gekauft, die hoffentlich bald bei mir eintreffen werden, womit ich mir eine bessere Qualität erhoffe, aber auf die Dauer werde ich auch damit auf der Stelle treten.

Für einen Frischling wie mich stellt sich nun die große Frage, was für ein Teleskop soll es denn nun werden.
Am liebsten wäre mir ein Gerät womit ich Planeten, Galaxien und Nebel gleich gut beobachten kann, im Handling einfach und finanziell auch in meinem Rahmen liegt. Also die berühmte eierlegende Wollmilchsau.;)
Nehme ich diese Kriterien zusammen, stoße ich immer wieder auf das Dobsen 8", welches auf meine Bedürfnisse passen könnte und welches für Einsteiger empfohlen wird.

Jetzt möchte ich euch um Rat fragen, ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege.
Sollte es so sein, wäre vielleicht ein Dobson 10" (wird gerade im Markt angeboten) auch eine oder bessere Alternative?

Gruß
Stefan




 
Hallo Stefan,

das ist so eine Sache mit Haken und Ösen! Natürlich sieht man im 10" etwas mehr als im 8", dabei betone ich aber ETWAS. Für einige ist dies das Teleskop für`s Leben, die nichts größeres mehr wollen.

Auf der anderen Seite investiert man ja nicht nur in den Dobson, die Okulare haben die gleiche Bedeutung und Wichtigkeit wie das Teleskop. Und hier wird es beim 10", der ja ein f5 Gerät ist, teuer.

Hinzu kommt die Justierempfindlichkeit des 10" f5, die erheblich höher ist als beim 8" f6. Letzteren habe ich nur ein einziges mal justieren müssen und er blieb bislang stabil. Meinen f5 (12") muß ich wesentlich öfters justieren, was man zwar rasch lernt, was aber manchmal auch nervid sein kann.

Und da man im 8" nahezu das gleiche sieht und, möchte man später mal "aufrüsten", dann zum 12" greift, erscheint mir der kleinere das idealere Gerät zu sein. - Aufrüsten vom 10" her würde einen 16" bedeuten, und das ist eine Wuchtbrumme, die ich nicht so einfach auf den Acker schleppen würde.

Summa Summarum: mir dem 8" f6 wärst Du gut bedient, ein schönes Deep-Sky und ebenso ein schönes Planetengerät. Und mit einigen guten Okularen dann doch erheblich preiswerter als ein ebenso gut ausgebautes 10" mit seinen teureren Okularen.

CS
Winfried

...auf die Details werden andere eingehen
 
Hi Stefan,

wenn Du Dir einen 10" leisten kannst, ist es meistens so, dass Du Dir besser einen 8" kaufst und Budget für Okulare übrig hast. Meistens ist es ja so, dass die letzten Mücken für's Teleskop rausgehauen werden, und dann wird zwei Jahre lang mit den beiden Beilage-Okularen herumgewurschtelt...

300 Euro für den 8" Dobs und 500 für Okulare, das wäre mal eine Anfrage!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Stefan,

bei schmalem Budget ist der 8" F/6 tatsächlich die bessere Wahl, ansonsten mein Standardspruch:
Wenn schon anstelle 8" F/6 ein F/5 Gerät, dann gleich 12", dann hat man wenigstens sichtbar mehr Beobachtungserlebnis mit dem in jeder Beziehung "anspruchsvolleren" F/5.

Dabei muss man natürlich auch Größe, Gewicht, Transportfragen berücksichtigen.
Mancher übernimmt sich mit besten Vorsätzen und überschätzt seinen Willen zum Transport großer, schwerer Geräte.
Der beste 8- oder 12-Zöller kann nur Objekte zeigen, wenn er den Weg vom Wohnzimmer unter den Himmel schafft. Schafft er den nicht, wäre jedes 8x40 Fernglas die bessere Wahl gewesen.

Gebrauchtkauf kann allerdings ein anderes Ding sein, wenn da ein guter, günstiger 10" F/5, eventuell schon mit brauchbarer Ausstattung oder vom geplanten Budget her mit Luft für gutes Zubehör angeboten wird, kann sich das rechnen.
Das gilt natürlich für alle Gebrachtangebote.

CS
*entfernt*
 
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