watchgear
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Mahlzeit,
im Biete-Board läuft ja wieder eine angeregte Diskussion um Halb- und Voll- und was-weiß-ich-Apochromate. Mancher hält die Diskussion dort für unangebracht, was ich z.T. auch so sehe. Die Diskussion an sich halte ich aber für sehr sinnvoll, um das alles endlich mal zu begreifen.
Es geht ja zur Zeit vor allem darum, was man als Vollapochromaten bezeichnen kann und was nicht. Wenn ich mir ein Teleskop zulegen will, interessiert mich weniger, wie ich es nennen darf, als vielmehr seine tatsächlichen optischen Eigenschaften. Dazu zählt aber nicht nur der Farbfehler, sondern z.B. auch die Bildfeldwölbung, die ich ja mit einem passenden Flattener ausgleichen muss.
Was mich an dem ganzen Thema so nervt, ist dass es keine wirklich greifbaren Fakten zu geben scheint, bzw. diese nicht bekannt sind. Ein Beispiel: Ich habe seit kurzem einen kleinen TMB-Apo (80/480) und dem liegt ein Meßprotokoll bei. Darin steht z.B. zum Thema Farbfehler:
Chromatic aberrations in Wavelenghts 430 to 700nm:
- max. 0,19mm
- measured 0,04mm
Ich interpretiere das so, dass bei diesem Objektiv die Brennpunkte der einzelnen Sprektren (im relevanten Bereich) um maximal 0,19mm differieren dürfen, sonst fällt es durch die QS. Bei dem konkret vorliegenden Objektiv sind es offensichtlich 0,04mm.
Ich habe keine Ahnung, ob dieser Wert nun besonders gut ist - darum geht es auch gar nicht. Ich stelle mir einfach vor, es wäre ein Wert, der bei jedem Refraktor (ähnlich wie das Öffnungsverhältnis) in der Artikelbeschreibung angegeben wäre (oder besser noch sein müsste...)
Dann könnte man (zumindest in diesem Aspekt) Teleskope direkt vergleichen. Wenn dann dort steht: (Phantasiewerte)
TMB: 0,19mm
Scopos: 0,25mm
80ED: 0,5mm
FH: 1,2mm
...könnte man aufgrund eindeutiger Angaben entscheiden, ob man den Mehrpreis für die "besseren" Optiken ausgeben möchte.
Ich weiß schon, welches Argument jetzt kommt. Meßprotokolle kosten Geld. Kannst die Optik ja testen lassen...
Das meine ich aber nicht. Es reicht doch, zu wissen, wie gut das Gerät mindestens sein muss, um nicht durch die QS zu fallen. Welche Qualität die tatsächlich erworbene Optik dann hat, ist sekundär. Man hat einfach eine Entscheidungsgrundlage...
Das gleiche gilt für die Bildfeldwölbung - nur das Lomo hierzu auch nichts definitives sagt. Mich regt es tierisch auf, wie die einzelnen Reducer verkauft werden. So gibt z.B. Televue an, dass der Reducer für Brennweiten zwischen x und y mm geeignet ist. Andere, wie z.B. William, geben an von f/x bis f/y...
Also - entweder hängt die Bildfeldwölbung von der Brennweite ab, oder vom Öffnungsverhältnis (was mir logischer erscheint), oder von noch anderen Faktoren. Jedenfalls ist das Thema ebenso schwer zu greifen, wie das ganze hin und her mit den Voll- und Halb-Apos.
Es mag ja sein, dass ich ein wenig naiv bin - aber wenn ich "Bildfeldwölbung" höre, drängt sich die Vermutung auf, dass es ein Maß namens "Radius" geben muss, der ziemlich eindeutig sein müsste. Wenn die Reducer dann entsprechend von BW-Radius x bis y gehen würden, hätte man auch hier etwas greifbares.
Es kann ja sein, dass ich wirklich zu naiv bin und mir die Sache zu einfach mache. Dann wird es hier schon irgendein Optik-Ekschberde gerade rücken.
Wenn nicht, sollte man eigentlich auf die Angabe solcher Werte beim Refraktorkauf bestehen. Wenn sich das mal durchgesetzt hat, wüsste endlich jeder, woran er ist und der Refraktor-Umsatz würde vermutlich um 70% zurückgehen. Deshalb bleibt es wohl ein Wunschtraum :Trost:
Gruß
Klaus
im Biete-Board läuft ja wieder eine angeregte Diskussion um Halb- und Voll- und was-weiß-ich-Apochromate. Mancher hält die Diskussion dort für unangebracht, was ich z.T. auch so sehe. Die Diskussion an sich halte ich aber für sehr sinnvoll, um das alles endlich mal zu begreifen.
Es geht ja zur Zeit vor allem darum, was man als Vollapochromaten bezeichnen kann und was nicht. Wenn ich mir ein Teleskop zulegen will, interessiert mich weniger, wie ich es nennen darf, als vielmehr seine tatsächlichen optischen Eigenschaften. Dazu zählt aber nicht nur der Farbfehler, sondern z.B. auch die Bildfeldwölbung, die ich ja mit einem passenden Flattener ausgleichen muss.
Was mich an dem ganzen Thema so nervt, ist dass es keine wirklich greifbaren Fakten zu geben scheint, bzw. diese nicht bekannt sind. Ein Beispiel: Ich habe seit kurzem einen kleinen TMB-Apo (80/480) und dem liegt ein Meßprotokoll bei. Darin steht z.B. zum Thema Farbfehler:
Chromatic aberrations in Wavelenghts 430 to 700nm:
- max. 0,19mm
- measured 0,04mm
Ich interpretiere das so, dass bei diesem Objektiv die Brennpunkte der einzelnen Sprektren (im relevanten Bereich) um maximal 0,19mm differieren dürfen, sonst fällt es durch die QS. Bei dem konkret vorliegenden Objektiv sind es offensichtlich 0,04mm.
Ich habe keine Ahnung, ob dieser Wert nun besonders gut ist - darum geht es auch gar nicht. Ich stelle mir einfach vor, es wäre ein Wert, der bei jedem Refraktor (ähnlich wie das Öffnungsverhältnis) in der Artikelbeschreibung angegeben wäre (oder besser noch sein müsste...)
Dann könnte man (zumindest in diesem Aspekt) Teleskope direkt vergleichen. Wenn dann dort steht: (Phantasiewerte)
TMB: 0,19mm
Scopos: 0,25mm
80ED: 0,5mm
FH: 1,2mm
...könnte man aufgrund eindeutiger Angaben entscheiden, ob man den Mehrpreis für die "besseren" Optiken ausgeben möchte.
Ich weiß schon, welches Argument jetzt kommt. Meßprotokolle kosten Geld. Kannst die Optik ja testen lassen...
Das meine ich aber nicht. Es reicht doch, zu wissen, wie gut das Gerät mindestens sein muss, um nicht durch die QS zu fallen. Welche Qualität die tatsächlich erworbene Optik dann hat, ist sekundär. Man hat einfach eine Entscheidungsgrundlage...
Das gleiche gilt für die Bildfeldwölbung - nur das Lomo hierzu auch nichts definitives sagt. Mich regt es tierisch auf, wie die einzelnen Reducer verkauft werden. So gibt z.B. Televue an, dass der Reducer für Brennweiten zwischen x und y mm geeignet ist. Andere, wie z.B. William, geben an von f/x bis f/y...
Also - entweder hängt die Bildfeldwölbung von der Brennweite ab, oder vom Öffnungsverhältnis (was mir logischer erscheint), oder von noch anderen Faktoren. Jedenfalls ist das Thema ebenso schwer zu greifen, wie das ganze hin und her mit den Voll- und Halb-Apos.
Es mag ja sein, dass ich ein wenig naiv bin - aber wenn ich "Bildfeldwölbung" höre, drängt sich die Vermutung auf, dass es ein Maß namens "Radius" geben muss, der ziemlich eindeutig sein müsste. Wenn die Reducer dann entsprechend von BW-Radius x bis y gehen würden, hätte man auch hier etwas greifbares.
Es kann ja sein, dass ich wirklich zu naiv bin und mir die Sache zu einfach mache. Dann wird es hier schon irgendein Optik-Ekschberde gerade rücken.
Wenn nicht, sollte man eigentlich auf die Angabe solcher Werte beim Refraktorkauf bestehen. Wenn sich das mal durchgesetzt hat, wüsste endlich jeder, woran er ist und der Refraktor-Umsatz würde vermutlich um 70% zurückgehen. Deshalb bleibt es wohl ein Wunschtraum :Trost:
Gruß
Klaus