Mt = Mv - 2 + 2.5*log(sqrt(D^2-d^2)*V*T)
Hallo Kai,
guter Punkt, da kann in der Tat etwas nicht stimmen ...
Das Problem mit derartigen "Formeln" ist, dass sie immer wieder umformuliert, "verbessert" oder "vereinfacht" werden, und dabei schleichen sich dann bisweilen Missverständnisse und Fehler ein.
Ich vermute mal, dass die Wurzel "sqrt" da weg muss. Dann sind zumindest (D² - d²) und T in Einklang miteinander. Wenn man noch die Konstante (-2 -> -4) verdoppelt, bekommt jedenfalls für den Grenzfall (D=6.3, d=0, V=1, T=1) wieder eine sinnvolle Relation zwischen Intensität und Magnitude.
Aber ob die Vergrößerung V genauso wie T einfach als Faktor auftreten kann, ist mir noch völlig schleierhaft. Schließlich wirkt sich höhere Vergrößerung nur auf die Reduzierung der Flächenhelligkeit des Hintergrundes aus, und zwar mit 1/V².
Die Originalliteratur ist ja leider alles andere als leicht verständlich:
Bradley E. Schaefer: TELESCOPIC LIMITING MAGNITUDES
Da wird eine Masterformel für die Intensität I einer Punktlichtquelle zitiert, welche gerade noch auf einem Untergrund mit der Flächenhelligkeit B wahrnehmbar ist:
I = C (1 + [K B]^0.5)^2 ............................. (2)
Sowohl das Signal (I) als auch der Untergrund (B) werden durch die Lichtsammlung des Teleskops im Vergleich zum unbewaffneten Auge verstärkt. Es treten aber auch vielfältige Verlustprozesse auf, die dann (buchstäblich) als Faktorenkette berücksichtigt werden sollen. Insgesamt ist die Beschreibung und das Verfahren zur Bestimmung der Grenzgrößen aber sehr obskur.
Es gibt auch im Netz verfügbare Programme zur Berechnung praktischer Fälle, die angeblich auf den Algorithmen und Parametern aus der Schaefer Arbeit basieren:
Limiting Magnitude Calculator
Aber das sind natürlich Black-Box Programme, bei denen man keinen Einblick auf die inneren Details hat.
Irgendwie nicht besonders zufriedenstellend ...
Mit freundlichen Grüßen,
Peter