Größe des Fangspiegels

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M45

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Hallo,
ich hatte meine Frage vor einiger Zeit schon mal hier im Forum stehen, aber leider nur recht wenige Antworten erhalten. Da ich mich jetzt für einen Fangspiegel entscheiden muss versuch ich´s einfach nochmal.

Für mein Eigenbau-Teleskop (Newton, f/6, 900mm) habe ich für den Fangspiegel zwei Alternativen:

Fangspiegel / OAZ-Höhe / FOV(100%) / Obstruktion
33mm / 50mm / ca. 12mm / 22%
25mm / 22mm / ca. 8mm / 16,7%

Das Teleskop soll nur für die visuelle Beobachtung mit 1 1/4" Oku´s genutzt werden.

Jetzt meine Frage. Ist es günstiger ein größeres FOV und dafür eine höhere Obstruktion in Kauf zu nehmen, oder sollte man zu gunsten eines besseren Kontrastes das kleinere FOV wählen.
Schon mal vielen Dank für eure Erfahrungen und Ratschläge.

Andreas
 
Re: Obstruphobia und zu kleine Fangspiegel

Ich kann nur immer wieder abraten, den Fangspiegel zu knapp zu wählen.
Trage deine Werte in folgende Ecxel Tabelle ein.

Um Vignetierung am Rohr zu vermeinden und um die Luftturbulenzen möglichst aus dem Strahlengang zu halten, brauchst du ca. 180 mm Rohrinnendurchmesser (15 mm Platz zum Spiegel). Mit einem 25 mm Fangspiegel kannst du auch mit deinem 22 mm hohem Okularauszug (gibt's sowas flaches überhaupt?) maximal 1° Gesichtsfeld vernünftig ausleuchten (Randabfall <25%). Mit 1 1/4" Okularen kannst du aber 1,7° Gesichtsfeld erreichen und die leuchtet der 25 mm Fangspiegel am Rand nur noch zu kanpp 50% aus. Willst du darauf verzichten? Das könnte ja sein, wenn du kein großes Gesichtsfeld haben willst, aber auch dann würde ich eher zu einem 33 mm greifen, denn:

- Der Kontrastverlust von 22% Obstruktion ist noch nicht der Rede Wert.
- Fangspiegel haben außerdem oft schlechte Kanten. Wählt man ihn zu knapp, wird dieser schlechte Rand zur Umlenkung mitverwendet und statt vermeindlich mehr Kontrast kriegst du schlechte Bilder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Bin mal gespannt, wie du dich entscheidest

 
Re: Obstruphobia und zu kleine Fangspiegel

Hallo Stathis,

ich habe mich jetzt für den 33mm Fangspiegel entschieden, da mir deine Argumente doch recht einleuchtend erscheinen. Da ich das Gerät möglichst universell einsetzen möchte, ist mir natürlich an einem grossen und so gut wie möglich ausgeleuchteten Gesichtsfeld gelegen. Deshalb werde ich dann für die Obstruktion einen kleinen Kompromiss eingehen.

Den OAZ (Helikal-Fokussierer) mit nur ca. 20mm Bauhöhe habe ich bei Gary´s Astro fabricating als "Low boy" gesehen.

Also dann nochmal vielen Dank für deine Ratschläge

Andreas
 
Re: Obstruphobia und zu kleine Fangspiegel

Gary Wolanskis Low Boy halte ich gerade in der Hand. Ein schickes Drehteil und läuft "saugend schmatzend" ohne klappern!

Die Bauhöhe über der Platte ist zwar nur 21 mm (und damit ist er der flachste und leichteste der Welt den ich kenne), das Gesamtgewinde ist aber 35 mm. Man braucht ja auch ein Bisschen Reserve zum Fokusieren, da nicht alle Okulare homofokal sind.

Man bedenke, dass diese ultraflachen "Boys" eine größere Sorgfalt bei der Abblendung erfordern, da Steulicht unter einem schrägeren Winkel in's Okular fallen kann (z.B. Einbau einer Okularseiteigen Ringblende - Details auf meinen Webseiten).
 
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