Hi Markus
der Fokus liegt nicht im Fokussierer sondern auf jeden Fall darüber.
Bei meinen Projekten bin ich rechnerisch immer so vorgegangen:
Du brauchst ff. Daten:
A) Öffnung: 150 und Brennweite: 1200 - daraus ergibt sich, dass das Strahlenbündel vom Hauptspiegel ausgehend alle 80 mm ( f/8) um 10 mm dünner wird. Bsp.: 800 mm vom HS entfernt ist der Durchmesser des Strahlenbündels 800 mm / 80 mm = 10 cm enger, also nur noch 50 mm weit.
B) Tubusdurchmesser (mind. 3 cm mehr als die Öffnung) hier also 180mm.
C) Höhe des Okularauszugs, montiert und eingefahren : z.B. 60 mm
d) Fokuslage 20 mm über dem OAZ - je nach Wunsch und Okularen kann man da variieren
Mit den Daten rechnest Du:
1. Fokuspunkt + Fokusserhöhe + halben Tubusdurchmesser (dort ist die Mitte und der FS) =
20 + 60 + 90 = 170 mm - Das ist der Weg den Du vom Fangspiegel zum Fokus brauchst.
2. 1200 - 170 = 1030 mm - Das ist die Distanz vom Hauptspiegel zur Fangspiegelmitte, also die Höhe.
Wie groß muss der FS sein?
3. Brennweite und f/8: 1030 mm / 80 mm = 128,75 mm = Reduzierung des Strahlenbündels
Ergo: 150 mm Öffnung - 128,75 mm = 21,25 mm <- das wäre das rechnerische Minimum, bietet aber nur punktförmig eine 100% Ausleuchtung.
Damit das über das Feld gescheit ist, reichen 10 mm Zugabe, sprich 31,25 mm FS wäre ok.
Rechnet man Phase und evtl Randungenauigkeiten - gerade bei billigen FS gibt es das - würde ich in dem Fall auf 35 mm gehen. Das sind dann 23,3% Obstruktion.
Will ich knallhart auf Planeten gehen und die Obstruktion mit Gewalt drücken, nimm einen flacheren Auszug und gehe auf 30 mm FS = 20% Obstruktion.
CS