robesand
Aktives Mitglied
Hallo,
ich brauche Hilfe!!!
Vor zwei Jahren habe ich die Teleskopausrüstung von einem Bekannten übernommen und bin seit dem der Astronomie verfallen. Das Teleskop ist ein Vixen R114M auf einer Vixen GP und Alu-Stativ. Die Montierung habe ich mittlerweile mit Motoren und einer MTS-3 SDI ausgestattet, um mit der KB-Kamera im Piggy-Bag-Verfahren oder per Okularprojektion zu fotografieren.
Jetzt möchte ich mich bei der Optik verbessern. Die GP soll erstmal bleiben. Damit liegt das max. Zuladungsgewicht bei ca. 7 Kilo. Ein stabileres Stativ wäre auch noch drin, so denn es wirklich eine Verbesserung ist.
Was erwarte ich von der neuen Optik? In erster Linie möchte ich visuell weiter in den Deep-Sky-Bereich vordringen. Die Beobachtung von Sonne/Mond/Planeten soll eher eine untergeordnete Rolle spielen. Da ich ursprünglich über die Fotografie zur Astronomie gekommen bin, soll die neue Optik auf jeden Fall auch Foto-tauglich sein.
Mir ist klar, dass es das All-In-One-Gerät nicht gibt und dass man Kompromisse eingehen muss. Mir ist auch klar, dass man für den Deep-Sky-Bereich große Öffnungen und damit schwere Geräte braucht. Mein Traumgerät ist ein Vixen VC200L. Aber damit wäre die GP überladen. Visuell würde es vielleicht noch gehen, fotografisch aber nicht mehr, da ja auch noch ein Leitrohr mitgetragen werden muss.
Deshalb ist meine Überlegung, zunächst auf Basis der GP eine kleine aber feine Ausrüstung zusammenzustellen, die visuell gut für großflächige DS-Objekte geeignet ist und die Möglichkeit der KB-Fotografie bietet. Das Ganze sollte so transportabel sein, dass es als Reiseausrüstung herhalten kann. Irgendwann später kommt dann eine richtige Montierung, die auch schwereres Gerät tragen kann.
Ich habe mir bisher folgende Alternativen überlegt. Mein Budget liegt bei 2.000 EUR.
1. ED80/600 oder ein 3"-APO (z.B. TMB 80/600) mit f/7.5.
Vorteile: Leicht, kompakt, voll fototauglich, Off-Axis-Guider möglich (keine Leitrohr!), günstig (ED80)
Nachteile: 3" nicht wirklich DS-geeignet, Bildfeldebnungslinse erforderlich (damit auch nur noch f=480mm, dafür aber f/6), teuer (APO)
2. ED100/800 (APO ist in der Größe zu teuer)
Vor- und Nachteile wie 1., allerdings schon besser für DS geeignet.
3. Newton 150/750 (mit 2" OAZ) mit f/5
Vorteile: Leicht, für DS geeignet, günstig
Nachteile: nur begrenzt fototauglich (KB-Format wird vermutlich nicht voll ausgeleuchtet), Komakorrektor erforderlich, OAG nicht möglich (wg. Fokusweg), Leitrohr erforderlich, mit Kamera und Leitrohr hart an der Grenze der max. GP-Zuladung, nicht mehr so reisefähig
4. Photo-Newton 150/600 mit f/4
Vorteile: Leicht, für DS geeignet, voll fototauglich
Nachteile: nur begrenzt visuell tauglich (sehr gute Okulare erforderlich, große Fangspiegelabschattung), Komakorrektor erforderlich, OAG nicht möglich, Leitrohr erforderlich, mit Kamera und Leitrohr hart an der Grenze der max. GP-Zuladung, nicht mehr so reisefähig
5. C8 200/2000 mit f/10
Vorteile: Kann von der GP visuell noch getragen werden, für DS und Planeten gut geeignet, OAG kann verwendet werden (kein Leitrohr), viel Öffnung für’s Geld
Nachteile: Nur begrenzt fototauglich (KB-Format), Reducer erforderlich, mit OAG und Kamera hart an der Grenze der max. GP-Zuladung, nicht mehr so reisefähig
Ich tendiere zum C8 weil ich kein Leitrohr brauche und das Gerät universell eingesetzt werden kann. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Langzeitbelichtungen damit auf der Vixen GP noch möglich sind.
An Platz zwei stehen die Refraktoren. Bin mir aber nicht sicher, ob ich mich für die größere Öffnung entscheiden sollte oder die Abbildungsleistung eines APOs.
Die Newton-Leitrohr-Kombis sind in der Summe so schwer wie das C8 und umständlicher zu transportieren. Deshalb belegen sie die letzten Plätze.
Wie würdet Ihr Euch entscheiden? Ein Lottogewinn würde das Problem lösen, aber die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses ist leider zu gering (zumal ich kein Lotto spiele…).
Mit ein paar objektiven Meinungen würdet Ihr mir wirklich weiter helfen.
So long …
Robert
ich brauche Hilfe!!!
Vor zwei Jahren habe ich die Teleskopausrüstung von einem Bekannten übernommen und bin seit dem der Astronomie verfallen. Das Teleskop ist ein Vixen R114M auf einer Vixen GP und Alu-Stativ. Die Montierung habe ich mittlerweile mit Motoren und einer MTS-3 SDI ausgestattet, um mit der KB-Kamera im Piggy-Bag-Verfahren oder per Okularprojektion zu fotografieren.
Jetzt möchte ich mich bei der Optik verbessern. Die GP soll erstmal bleiben. Damit liegt das max. Zuladungsgewicht bei ca. 7 Kilo. Ein stabileres Stativ wäre auch noch drin, so denn es wirklich eine Verbesserung ist.
Was erwarte ich von der neuen Optik? In erster Linie möchte ich visuell weiter in den Deep-Sky-Bereich vordringen. Die Beobachtung von Sonne/Mond/Planeten soll eher eine untergeordnete Rolle spielen. Da ich ursprünglich über die Fotografie zur Astronomie gekommen bin, soll die neue Optik auf jeden Fall auch Foto-tauglich sein.
Mir ist klar, dass es das All-In-One-Gerät nicht gibt und dass man Kompromisse eingehen muss. Mir ist auch klar, dass man für den Deep-Sky-Bereich große Öffnungen und damit schwere Geräte braucht. Mein Traumgerät ist ein Vixen VC200L. Aber damit wäre die GP überladen. Visuell würde es vielleicht noch gehen, fotografisch aber nicht mehr, da ja auch noch ein Leitrohr mitgetragen werden muss.
Deshalb ist meine Überlegung, zunächst auf Basis der GP eine kleine aber feine Ausrüstung zusammenzustellen, die visuell gut für großflächige DS-Objekte geeignet ist und die Möglichkeit der KB-Fotografie bietet. Das Ganze sollte so transportabel sein, dass es als Reiseausrüstung herhalten kann. Irgendwann später kommt dann eine richtige Montierung, die auch schwereres Gerät tragen kann.
Ich habe mir bisher folgende Alternativen überlegt. Mein Budget liegt bei 2.000 EUR.
1. ED80/600 oder ein 3"-APO (z.B. TMB 80/600) mit f/7.5.
Vorteile: Leicht, kompakt, voll fototauglich, Off-Axis-Guider möglich (keine Leitrohr!), günstig (ED80)
Nachteile: 3" nicht wirklich DS-geeignet, Bildfeldebnungslinse erforderlich (damit auch nur noch f=480mm, dafür aber f/6), teuer (APO)
2. ED100/800 (APO ist in der Größe zu teuer)
Vor- und Nachteile wie 1., allerdings schon besser für DS geeignet.
3. Newton 150/750 (mit 2" OAZ) mit f/5
Vorteile: Leicht, für DS geeignet, günstig
Nachteile: nur begrenzt fototauglich (KB-Format wird vermutlich nicht voll ausgeleuchtet), Komakorrektor erforderlich, OAG nicht möglich (wg. Fokusweg), Leitrohr erforderlich, mit Kamera und Leitrohr hart an der Grenze der max. GP-Zuladung, nicht mehr so reisefähig
4. Photo-Newton 150/600 mit f/4
Vorteile: Leicht, für DS geeignet, voll fototauglich
Nachteile: nur begrenzt visuell tauglich (sehr gute Okulare erforderlich, große Fangspiegelabschattung), Komakorrektor erforderlich, OAG nicht möglich, Leitrohr erforderlich, mit Kamera und Leitrohr hart an der Grenze der max. GP-Zuladung, nicht mehr so reisefähig
5. C8 200/2000 mit f/10
Vorteile: Kann von der GP visuell noch getragen werden, für DS und Planeten gut geeignet, OAG kann verwendet werden (kein Leitrohr), viel Öffnung für’s Geld
Nachteile: Nur begrenzt fototauglich (KB-Format), Reducer erforderlich, mit OAG und Kamera hart an der Grenze der max. GP-Zuladung, nicht mehr so reisefähig
Ich tendiere zum C8 weil ich kein Leitrohr brauche und das Gerät universell eingesetzt werden kann. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Langzeitbelichtungen damit auf der Vixen GP noch möglich sind.
An Platz zwei stehen die Refraktoren. Bin mir aber nicht sicher, ob ich mich für die größere Öffnung entscheiden sollte oder die Abbildungsleistung eines APOs.
Die Newton-Leitrohr-Kombis sind in der Summe so schwer wie das C8 und umständlicher zu transportieren. Deshalb belegen sie die letzten Plätze.
Wie würdet Ihr Euch entscheiden? Ein Lottogewinn würde das Problem lösen, aber die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses ist leider zu gering (zumal ich kein Lotto spiele…).
Mit ein paar objektiven Meinungen würdet Ihr mir wirklich weiter helfen.
So long …
Robert