bartman
Mitglied
Hallo!
Erstmal kurz zu mir: ich komm aus Randberlin, dort will ich mein Fernglas auch vorrangig verwenden. Meine Astrobeobachtung hat sich bisher auf das bloße Auge beschränkt, seit kurzem unterstuetzt mich dabei ein altes CZJ 10x50 Monokular (echt tolle Qualität!).
Am 22. August gehts in den Nordwesten der USA, vorrangig wahrscheinlich an die Küste. Darauf hinblickend wollte ich mir jetzt endlich ein schönes Fernglas kaufen.. am Meer mit so gut wie keinen Städten in der Nähe gibt es sicher tolle Bedingungen - zumindest um längen besser als in Berlin
Da ich das Gerät mit ins Flugzeug kriegen muss liegt mein Hauptinteresse bei Ferngläsern, ich kann mir nämlich nicht vorstellen wie ich z.B. ein gutes Newton ins Handgepäck kriegen soll. Lange Rede kurzer Sinn: Ich hab mir vor ein paar Tagen nach einigem rumlesen in diversen Foren das TS 20x80 (nicht das Triplett) bestellt und bin mir nicht sicher ob es wirklich die richtige Wahl war.
Gestern kam es an, habs natürlich gleich auf mein kleines Hama Fotostativ geschraubt (wird noch ersetzt) und auf die Terasse gesetzt. Mein erster Eindruck war: schöne Vergrößerung, aber mir tun die Augen weh?! Da ich nicht so Binoerfahren bin hab ich erstmal relativ lange mit dem Augenabstand rumprobiert und ordentlich scharfgestellt, half aber alles nichts... also zurück an den Rechner und geguckt was das sein könnte: Kollimationsprobleme. Da war meine Stimmung erstmal leicht gedämpft. Dazu kamen noch recht deutliche Farbränder an kontrastreichen Objekten. Was solls hab ich mir gesagt, ich wollts ja eh nur fuer die Nacht haben.
Glücklicherweise war am Abend auch recht anständiges Wetter, also mit Mückenschutz eingesprüht und auf die Terrasse gesetzt. Als erstes hab ich Jupiter angeguckt, Wahnsinn! In meinem 10x50 hab ich ihn zwar als etwas größere Scheibe gesehen, Monde waren aber nicht bewusst erkennbar. In dem 20x80 hab ich Io, Ganymed und Kallisto gesehen, Europa war lt. Karte gerade verdeckt. Die Kollimationsprobleme haben sich hier allerdings bewahrheitet, ich hab mit dem Drehrad links scharfgestellt, rechts unscharf und der unscharfe Fleck war gut 2-3 "Jupiterbreiten" entfernt - mist. Den restlichen Abend hab ich dann damit verbracht M31 anzusehen - der nebulöse Fleck hat mich schon im CZJ fasziniert. Alles in allem wurde der Fleck etwas heller und die unmittelbare Umgebung wirkte wie ein leichter, kontinuierlich abnehmender Helligkeitsverlauf. Zum Schluss hab ich dann noch an ein paar Sternen die Abbildung genauer getestet, die schlechte Kollimation war (leider) immernoch da, meine Augen taten mir aber nicht so stark weh wie am Tage (und wenn, das wars wert!), zusätzlich ist mir ein leichtes "ausfransen" der Sterne nach unten hin aufgefallen - wahrscheinlich Koma? Ich kenn mich da noch nicht so aus. Der Farbsaum fiel mir nicht wirklich negativ auf, man hat ihn leicht am Jupiter gesehen, sonst hab ich da nicht so viel gemerkt.
Navigiert hab ich dabei vorallem durch von Stern zu Stern hangeln (Starhopping?) und gucken auf die Karte, jedoch wusste ich auch schon ungefaehr wo ich M31 zu suchen hatte. Wird ja oft gesagt, dass es besonders Einsteigern recht schwer faellt sich am Himmel zurecht zu finden, das seh ich aber bei mir als kein Argument gegen die hohe Vergrösserung.
Heute Vormittag hab ich bei astroshop.de (da hab ich das Glas her) angerufen, Dienstag holen sie es ab und ich krieg ein neues.
Noch kurz zu dem was ich mir von der Himmelsbeobachtung erhoffe: Planeten (zum mal angucken), Sternenhaufen, Nebel und vielleicht auch die ein oder andere Galaxie (wie M31 eben) zu sehen. Rich field ist mir nicht so wichtig - was aber wichtigste Anforderung ist: Ich muss es heil nach Amerika rüberbringen
Zu meinen Fragen:
1. Ist ein 20x80 Bino bei meinen Anforderungen überhaupt das Richtige? (Bisher bin ich - abgesehen von den optischen Problemen - doch recht angetan)
2. Hat hier jemand das TS 20x80 Triplet? Ich überlege die 70 Euro noch dazuzulegen um die bessere Abbildungsqualität zu kriegen.. weiß aber nicht genau ob es sich für meine Zwecke wirklich bemerkbar macht. Farbsaum störte mich nachts fast nie, allerdings sollte der Kontrast durch die 3. Ausgleichslinse ja auch besser werden?
3. Was gibt es sonst für Möglichkeiten beim Verreisen? Ich hab schon öfters was von Reisedobsons gelesen, preislich aber nicht sehr viel gefunden.
Mein Wohlfühlpreisrahmen liegt so bei 200-250 Euro, wobei dabei dann auch das Stativ mit dabei sein sollte. Bei 300 wäre dann die Schmerzgrenze.
Vielen vielen Dank schon mal im Voraus,
Christian
Erstmal kurz zu mir: ich komm aus Randberlin, dort will ich mein Fernglas auch vorrangig verwenden. Meine Astrobeobachtung hat sich bisher auf das bloße Auge beschränkt, seit kurzem unterstuetzt mich dabei ein altes CZJ 10x50 Monokular (echt tolle Qualität!).
Am 22. August gehts in den Nordwesten der USA, vorrangig wahrscheinlich an die Küste. Darauf hinblickend wollte ich mir jetzt endlich ein schönes Fernglas kaufen.. am Meer mit so gut wie keinen Städten in der Nähe gibt es sicher tolle Bedingungen - zumindest um längen besser als in Berlin
Da ich das Gerät mit ins Flugzeug kriegen muss liegt mein Hauptinteresse bei Ferngläsern, ich kann mir nämlich nicht vorstellen wie ich z.B. ein gutes Newton ins Handgepäck kriegen soll. Lange Rede kurzer Sinn: Ich hab mir vor ein paar Tagen nach einigem rumlesen in diversen Foren das TS 20x80 (nicht das Triplett) bestellt und bin mir nicht sicher ob es wirklich die richtige Wahl war.
Gestern kam es an, habs natürlich gleich auf mein kleines Hama Fotostativ geschraubt (wird noch ersetzt) und auf die Terasse gesetzt. Mein erster Eindruck war: schöne Vergrößerung, aber mir tun die Augen weh?! Da ich nicht so Binoerfahren bin hab ich erstmal relativ lange mit dem Augenabstand rumprobiert und ordentlich scharfgestellt, half aber alles nichts... also zurück an den Rechner und geguckt was das sein könnte: Kollimationsprobleme. Da war meine Stimmung erstmal leicht gedämpft. Dazu kamen noch recht deutliche Farbränder an kontrastreichen Objekten. Was solls hab ich mir gesagt, ich wollts ja eh nur fuer die Nacht haben.
Glücklicherweise war am Abend auch recht anständiges Wetter, also mit Mückenschutz eingesprüht und auf die Terrasse gesetzt. Als erstes hab ich Jupiter angeguckt, Wahnsinn! In meinem 10x50 hab ich ihn zwar als etwas größere Scheibe gesehen, Monde waren aber nicht bewusst erkennbar. In dem 20x80 hab ich Io, Ganymed und Kallisto gesehen, Europa war lt. Karte gerade verdeckt. Die Kollimationsprobleme haben sich hier allerdings bewahrheitet, ich hab mit dem Drehrad links scharfgestellt, rechts unscharf und der unscharfe Fleck war gut 2-3 "Jupiterbreiten" entfernt - mist. Den restlichen Abend hab ich dann damit verbracht M31 anzusehen - der nebulöse Fleck hat mich schon im CZJ fasziniert. Alles in allem wurde der Fleck etwas heller und die unmittelbare Umgebung wirkte wie ein leichter, kontinuierlich abnehmender Helligkeitsverlauf. Zum Schluss hab ich dann noch an ein paar Sternen die Abbildung genauer getestet, die schlechte Kollimation war (leider) immernoch da, meine Augen taten mir aber nicht so stark weh wie am Tage (und wenn, das wars wert!), zusätzlich ist mir ein leichtes "ausfransen" der Sterne nach unten hin aufgefallen - wahrscheinlich Koma? Ich kenn mich da noch nicht so aus. Der Farbsaum fiel mir nicht wirklich negativ auf, man hat ihn leicht am Jupiter gesehen, sonst hab ich da nicht so viel gemerkt.
Navigiert hab ich dabei vorallem durch von Stern zu Stern hangeln (Starhopping?) und gucken auf die Karte, jedoch wusste ich auch schon ungefaehr wo ich M31 zu suchen hatte. Wird ja oft gesagt, dass es besonders Einsteigern recht schwer faellt sich am Himmel zurecht zu finden, das seh ich aber bei mir als kein Argument gegen die hohe Vergrösserung.
Heute Vormittag hab ich bei astroshop.de (da hab ich das Glas her) angerufen, Dienstag holen sie es ab und ich krieg ein neues.
Noch kurz zu dem was ich mir von der Himmelsbeobachtung erhoffe: Planeten (zum mal angucken), Sternenhaufen, Nebel und vielleicht auch die ein oder andere Galaxie (wie M31 eben) zu sehen. Rich field ist mir nicht so wichtig - was aber wichtigste Anforderung ist: Ich muss es heil nach Amerika rüberbringen
Zu meinen Fragen:
1. Ist ein 20x80 Bino bei meinen Anforderungen überhaupt das Richtige? (Bisher bin ich - abgesehen von den optischen Problemen - doch recht angetan)
2. Hat hier jemand das TS 20x80 Triplet? Ich überlege die 70 Euro noch dazuzulegen um die bessere Abbildungsqualität zu kriegen.. weiß aber nicht genau ob es sich für meine Zwecke wirklich bemerkbar macht. Farbsaum störte mich nachts fast nie, allerdings sollte der Kontrast durch die 3. Ausgleichslinse ja auch besser werden?
3. Was gibt es sonst für Möglichkeiten beim Verreisen? Ich hab schon öfters was von Reisedobsons gelesen, preislich aber nicht sehr viel gefunden.
Mein Wohlfühlpreisrahmen liegt so bei 200-250 Euro, wobei dabei dann auch das Stativ mit dabei sein sollte. Bei 300 wäre dann die Schmerzgrenze.
Vielen vielen Dank schon mal im Voraus,
Christian