Großfernglas in CZJ-Qualität

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Kay
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Kay

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Hallo Leute,
neben dem Carl Zeiss Jena Deltrintem 8x30 und dem Jenoptem 10x50 besitze bzw. besaß ich diverse Großferngläser, z.B. ein 15x80 von ESDE-Optik, ein TS 20x90 oder ein Orion Megaview 20x80. Alles keine schlechten Gläser und zur Beobachtung durchaus brauchbar.
Aber: diese wirklich nadelpunktscharfen Sternpünktchen sehe ich nur bei den CZJ-Gläsern. Gerade bei der Suche nach flächigen Deep Sky-Objekten fällt es mir dann z.T. leichter, diese im 10x50 eindeutig zu erkennen, als das in einem der größeren Gläser möglich war.

Wie ihr wisst: an gute Qualität kann man sich gewöhnen. Deshalb meine Frage, ob ihr solche Phänome auch kennt und welche Großferngläser dem CZJ-Standard bei der Mittenschärfe entsprechen. Randschärfe ist mir dabei nicht ganz so wichtig.
Muss es ein Fujinon sein,wie sind die Vixen oder Miyauchi? Oder, um im Preis tiefer zu gehen, wie vehält sich ein Kronos 20x60?
Alternativ denke ich über einen kleinen Refraktor nach,gibt es da einen Tipp, z.B. den "Volksapo". (Oder doch ein 80/500 von CZJ-um "zuhause" zu bleiben?)
CS
Kay
 
Hallo Kay,
wenn man erst einmal versaut ist, wird's teuer... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />

Ich kann hier nur für Miyauchi und Volksapo sprechen, aber die hast Du ja auch angesprochen.

Wenn's geradsichtig sein soll, wäre mein Tip ein Fujinon 16x70, allerdings mußt Du dann Folgekosten für den Orthopäden mit einrechnen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Beim Miyauchi rate ich dringend zum kleinen 15x60 bzw. 22x60, dieses zeigt gegenüber dem 20x77 bzw. 30x77 Modell eine deutlich bessere Schärfe auf der Achse, ist zudem preiswerter und noch handlicher.

Beim Volksapo wirst Du nadelfeine Sterne bekommen. Mit einem 42er LVW wie ich es nutze, hast Du bei einer AP von 5,6 mm ein Sichtfeld von sagenhaften knapp 5°, d.h. ein Richfieldgerät par excellence.

carpe noctem
Matthias
 
Hallo Kay,

es gibt ein Takahashi 22x60 (mit Fluorit Objektiven) das, wie ich im Cloudynights Forum wiederholt gelesen habe, absolut nadelfeine Sterne zeichnen soll.

Gruss,
Holger
 
Hallo,
Ich besitze seit Jahren ein Nikon Astrolux 18x70, mit dem ich sehr zufrieden bin. Markus Ludes hatte dereinst auf cloudynights einen nicht sehr vorteilhaften Bericht über dieses Glas geschrieben, ich glaube mich zu erinnern, weil er es als im Vergleich zu der Leistung, die nicht besser sei als jene des Fujinon, zu teuer fand.
Ich persönlich habe es vor dem Kauf auch mit dem Fujinon 16x70 verglichen, und hatte zuerst Mühe mit dem Einblick in grösserer Höhe. Als ich aber die Augenmuscheln abgeschraubt (und später weggeworfen) hatte, konnte ich (und kann ich) mühelos, auch längere Zeit und ohne Genickstarre bis etwa 75 Grad Höhe beobachten. Die Abbildungsqualität jedenfalls MEINES Glases ist fantastisch, mindestens so gut wie jene des Fujinon, und dank der etwas höheren Vergrösserung (bei gleichen 4 Grad fast bis an den Rand scharfem, wahrem Gesichtsfeld) sind schwache Objekte noch etwas besser erkennbar. So erkannte ich z.B. letzten Sonntag Abend, wenn auch nur knapp, alle 4 Trapezsterne in M42. Offene Sternhaufen wie M37 oder M35 sind damit ein Hochgenuss.
Ich frage mich schon seit längerem, ob Markus Ludes damals ein nicht 100% gutes Gerät erwischt hatte.
Gut, der Preis war lange etwa das Doppelte desjenigen des Fujinon, weswegen sich der Nikon nicht gegen dieses Glas durchsetzen konnte. Persönlich aber würde ich es nie dagegen eintauschen wollen - und zwar auch heute nicht bei Rückerstattung des Aufpreises...
Beat Fankhauser
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beim Miyauchi rate ich dringend zum kleinen 15x60 bzw. 22x60, dieses zeigt gegenüber dem 20x77 bzw. 30x77 Modell eine deutlich bessere Schärfe auf der Achse, ist zudem preiswerter und noch handlicher.
Hallo einser00
Zeigt Miyauchi 20*77 nicht viel mehr als ein 15-22*60 Miyauchi?
Kann es mit seinem 77m öffnung nicht die bessere Schärfe von kleine Miyauchi kompensieren?
Eine frage noch, kann man 15-22*60mm Miyauchi wegen seine Winkeleinblick mit einem geradsicht Fernglas zB.15*50 oder 18*50 vergleichen, wegen lichtverlust im zu viele prismen? oder ist das irrelevant?
Mit freundlichen grüßen
Cihan
 
Hallo Cihan,

dem threadinitiator ging es hauptsächlich um nadelpunktfeine Sterne, sprich um die Ästhetik der Abbildung. Hier punktet das kleine Miyauchi imho ganz klar vor dem 77er (leider, denn ich habe das 77er). Natürlich zeigt das 77er bei DS mehr, da ist kein Thema.

Die 45°-Umlenkung kostet natürlich Licht, auch wenn die Prismen -wie bei den beiden Miyauchis- ausreichend dimensioniert sind. Das zu rechnen sind aber andere berufener als ich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias
 
Hallo Cihan,
Vor dem Nikon hatte ich für einige Wochen das Miyauchi 20x77. Mit den keineswegs punktförmigen Sternen konnte ich mich jedoch überhaupt nicht anfreunden. Wieder los wurde ich das Gerät erst wieder, nachdem ich dem Verkäufer mit dem Anwalt gedroht und ein "seriös" wirkender Kollege mich im Mummenschanz von Schale, Krawatte und Aktenköfferchen in das Geschäft begleitet hatte.
Beat Fankhauser
 
Hallo Frankhauser,
wow, manche Händler sind leider so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mad.gif" alt="" />
Aber eigentlich habe ich von 20*77mm Miyauchi anders gewartet. Keine Genickstarre aber dafür schlechte sterne, wenn ich richtig verstanden habe.
Schade.
Mit freundlichen grüßen
Cihan
 
Hallo liebe Sternfreunde,
hierzu einige Gedanken (seit 1962 astron. Interessen). Beob.-Geräte: Bino 7x50, 20x70, 30x80, 25x100, Spektive von Optolyth ! auch mit HDF-Optik, Zeiss 30x60 Mono, Hertel&Reuss 40x60, Celestronfernrohre. Heute aktuell den BINO 25x100 auf Holzdreibein-Selbstbau-Stativ (max. waagerechte Einblickhöhe bei 2,0 mtr). Seit 1968 festes Beob.-Programm mit Veränderlichen Sternen. Außerdem ein 12,5" Dobson auf Rockerbox. - Das als "Steckbrief". Würde heutzutage das BINO 25x100 nicht mehr tauschen wollen (allenfalls mit dem Fujinon 40x150, wg. der größeren Dämmerungsleistung ggü. dem 25x150). Ein Zeiss 30x60 Mono war leistungsmäßig nicht mit dem 30x80 BINO vergleichbar (binok. Beob. erhöht die Sicherheit im Erkennen von Einzelheiten, in einem pers. Brief von Zeiss als Bestätigung erhalten). Mit den Begriffen wg. Hintergrundhelligkeiten ausführlich mit Dr. Ahnert von der Sternwarte Sonneberg/Thüringen auseinandergesetzt (Empfehlung von ihm: ein 30x75 Spektiv ist leistungsfähiger als wie ein BINO 20x70, eben wg. des höheren Kontrastes.
Oder mit einem 60 mm Refraktor SS Cyg mit 35x nicht zu sehen, bei 70fach sofort (dunklerer Himmelshintergrund...)

Am 4.8.2005 sah ich hier in Bockenem (125 m ü. N.N.) mit bloßem Auge 7mag und mit dem Dobson bei 304fach eindeutig unter 15,0mag (wieder ein Beweis dafür, lt. Broschüre von Astrocom: sieht das bloße Auge 6,5mag so erreicht man mit dieser Optik eindeutig 15.0mag) Habe nur die einfachen Plössl-Okus der Serie 3000 mit 1,25" in der Ausrüstung (die Nachschubserei hat mich seit 1998 noch nie gestört !!!)
habe auch noch eine Barlow-Linse 2fach, stecke damit insges. ein Vergr.-Bereich von 76 - 609fach ab !

Gruß
Günther
 
Hallo Carsten,
vor vielen Jahren durfte ich das Gerät von Docter-Optik hier am Sternenhimmel testen, hat mich ehrlich begeistert! Am liebsten mit 50fach auf Sternenjagd gegangen (wg. des höheren Kontrastes ggü. 20fach....) Die Optik ist ihren Preis wert, wenngleich mich persönlich 80 mm Öffnung nicht mehr von Hocker haut !Da gibt es schon heute BINOs auf dem US-Markt mit 150 mm Obj.-Durchmesser (das Fujinon wäre eine Alternative, dazu fehlen mir aber die EUROS....).

Gruß
Günther
 
Hallo Dobson_Gucker:

Respekt!

So viel erfahrung habe ich natürlich nicht, als du angefangen hast, habe ich mit windeln spaziert.

Eine frage noch, da du so viele jahre mit Geradsichtferngläser beobachtest hast:

Bis 50 Grad, wie lange kann man beobachten?

Natürlich ein Miyauchi ist toll, aber kostet auch viel.

Kann man diese vergnügen mit zwei auge auch beim billigen Geradsichtferngläser erleben oder braucht man unbedingt Vixen, Fujinon und co. und was für ein Großfernglas braucht man, wenn man 4,2 bis 4,4mag himmel hat?

Nur ein Fuji oder ein Vixen ist nur ein bisschen billiger als ein Miyauchi muss ich auch erwähnen, soll man dafür lieber ein Miyauchi kaufen?

Mit freundlichen grüßen
Cihan
 
Hallo Cihan,
finde ich nett, daß Du Dich auf meine mail meldest.Allgemein: binokulare Beob. ist von Vorteil, die Augen ermüden nicht so leicht (bei meinem Dobson versuche auch immer, ein Auge offen zu lassen, gelingt nicht immer). Bei billigen Gläsern würde ich mir Umtauschrecht einräumen lassen (Beobachtungen wenn möglich nur mit Stativ vornehmen). Bei einem Himmel von "schlechter als 5mag" empfehle ich mindestens 10fache Vergr., mit Stativ kann es auch 15 oder 20fach werden, wenn man sich als "Spazierenseher" ansieht, also alles anschaut, was einem vor die Linsen kommt: Doppelsterne, Sternhaufen. Galaxien. Siehe dir mal die Seite von Teleskop-Service an (kenne zwar nicht Deinen Geldbeutel), aber so ein 25x100 BINO ist schon etwas ! Der Sprung vom 7x50 zum 20x70 war schon eine Wucht, später der 30x80 brachte noch mehr "Sehgenuß" und schließlich der 25x100, lange ein Wunschtraum gewesen und gebraucht gekauft. Die Krönung dann der 12,5" Dobson auf Rockerbox mit 1524 mm Brennweite (alles zu 99% im Einsatz für die Veränderlichen Sterne).
Habe außerdem bei EBAY günstig ein Vario 10-30x50 BINO ersteigert. Es liegt gut in der Hand, habe es auch im PKW mit (aber ohne Hintergedanken....) Durch die Fuji und Miauchi habe ich noch nicht gesehen. Ein Vixen ist mir nur vom 20x80 her bekannt (Vergleich mit dem 30x80 gemacht).Falls Du einen Astrohändler in der Nähe haben solltest, wird er bestimmt nichts dagegen haben, sich zwei oder drei Gläser ausleihen zu dürfen.

Gruß
Günther
 
Hallo Dobson_Gucker,
danke für die Antwort. Ich wollte mir schon ein Großfernglas kaufen. Was mich zurückhält ist diese Genickstarre, wenn Objekte hoch am Himmel steht.
Wie lange kann man so mit Großferngläser beobachten? Oder kriegt man schnell Genickstarre.
Ich beobachte mit einem 102/500mm Refraktor mit 1,25" zoll 45° Amiciprisma und das ist schon in ordnung.
Aber bis jetzt habe ich nicht mit einem Geradsichtfernglas richtig beobachtet.
Wenn das geht und einige sagen das auch, dann kann ich ein billiges Großfernglas denken zum einstieg.
Mit freundlichen grüßen
Cihan
 
Hallo Dobson_Gucker.
Würdest du bitte mitteilen wo man die von dir genannten US Binos 150mm bekommen kann ????? Laut deiner Aussage müßte es ja mehrere Hersteller geben.Ich kenne nur Fujinon und die sind mir leider auch zu teuer.Zur Zeit schau ich mit
CZJ 20 x 60S und Leitz 10 x 80 auf Manfrotto Statif und Montierung

DEIN ZITAT: Da gibt es schon heute BINOs auf dem US-Markt mit 150 mm Obj.-Durchmesser

Gruß Franz
 
Hallo Kay,

Oder, um im Preis tiefer zu gehen, wie vehält sich ein Kronos 20x60?
IMHO ist das Kronos in jedem Fall einen Versuch wert! Ich verwende es auch gerne freihändig zum Schnellspechteln. Die Schärfe ist mit den CZJ-Gläsern vergleichbar, aber der Einblick ist sehr knapp und auf Dauer etwas anstrengend. Ich verwende es gerne als Ergänzung zum Docter Navigator 7x50 (Nobilem/Navidoc) oder Jenoptem 10x50.

CS,

Christof
 
150er

Hallo Franz,

warum auf den US-Markt schauen, wenn es in Deutschland viel bessere Alternativen gibt: http://www.binoptic.de/

Bei Markus Schumann kann man sich individuelle Binos (Doppelrefraktoren) jeder Wunschgröße und Optikgüte bauen lassen - FHs, EDs oder APOs. Und die sind garantiert besser als jede gekaufte Standardware.

Grüße, Amin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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