Hallo zusammen,
gestern hatte ich die Möglichkeit ein sehr ähnliches Fernglas von einem Bekannten zu testen. Leider gab es nur sehr wenige Wolkenlücken, es war aber im Stadthimmel mit 4-4,5 mag Grenzgröße möglich M1, den Supernovarest im Stier, mit indirektem Sehen zu finden. Das hat mich schon sehr beeindruckt, weil ich den vor 1000 Jahren explodierten Stern zum ersten mal erfolgreich gesucht und mit dem großen Gesichtsfeld auch relativ schnell gefunden habe.
Beide Ferngläser heißen B4 B-Type und zeigen 3,7°. Bei 20x wären das 74° FOV, was mir beim Durchblick auch realistisch erscheint, ohne es nachgemessen zu haben.
Den Einblick fand ich schwierig. Am Anfang sah ich immer nur Ausschnitte. Brillen zum Astigmatismusausgleich schränken das Gesichtsfeld sehr weit ein. Das gesamte Gesichtfeld ließ sich nur dann beidäugig annähernd überblicken, wenn man die Augen gegen die Muscheln presst. Das hängt aber sicher auch vom persönlichen Augenabstand ab. Für große Menschen mit weitem Augenabstand dürfte es einfacher sein.
Ich schätze, dass diese Ferngläser ca 15 bis 20 Jahre alt sind. Von Zeiss gibt es Listen, bei denen die Fernglasnummern dem Fertigungsjahr zugeordnet werden können. Gibt es sowas auch von Vixen? Das Glas, das ich testen konnte und das aus der Auktion sehen optisch völlig gleich aus, nur die Abdeckung der Prismen unterscheidet sich. Das hat einen blauen, das andere einen schwarzen Deckel. Ist das nur Design oder unterscheiden sich die Gläser auch technisch? Vielleicht hat jemand noch einen Katalog oder eine Gebrauchanleitung oder kennt die technische Entwicklung dieser Großferngläser.
Die Beschreibung von juelich-bonn.de kommt meinen (kurzen) Erfahrungen recht nahe. Vielen Dank für den Link und auch für den Tip mit dem Stativ. Die Frage nach dem Stativ würde ich dann gerne zurückstellen und bei Gelegenheit an anderer Stelle aufzugreifen. Hauptsächlich ging es mir um die technischen Daten des Vixen B4.
Gruß
Martin