Hallo Martin,
falls Du das in hoher Qualität machen möchtest, brauchst Du eine Software, die eine Sternkarte in einem Vektorgrafikformat erzeugen kann. Das kannst Du dann nachbearbeiten mit einer Grafiksoftware.
Mit Rasterformaten hast Du immer die Pixel, wenn Du in wirklich große Formate gehst.
Mir sind nur zwei Programme bekannt, die brauchbaren Input für diese Zwecke liefern: TheSkyX und Eye&Telescope. Es mag weitere Planetariumsprogramme geben, die SVG, EMF oder WMF ausgeben können und zwar so, dass es CorelDraw, PowerPoint und die genannten Alternativen ordentlich darstellen. Kenne ich aber leider nicht.
Ich würde davon abraten, TheSkyX nur für diesen Zweck anzuschaffen. Die Software erfordert eine langwierige Einarbeitung, weil sie einfach zuviel kann und man sich das alles im Detail erschließen muss. Der Preis ist saftig, das lohnt sich m.E. nur dann, wenn man damit eine gante Sternwarte automatisiert. Nur zum Karten machen ist das Overkill.
Du könntest dein Glück mal mit Eye&Telescope versuchen. Damit wurde immerhin die Kartengrundlage für den interstellarum Deep Sky Atlas erzeugt. Mir ist allerdings nicht bekannt, mit welcher Software Ronald Stoyan und Stephan Schurig dann weiter gearbeitet haben. Vermutlich war es InDesign.
Gestern habe ich versucht, eine aus E&T im EMF- oder WMF-Format exportierte Sternkarte im neuen Affinity Photo 2 zu importieren. Das klappt leider nicht. Dieselben Dateien kann ich aber in PowerPoint oder CorelDraw problemlos importieren und dann nach Belieben bearbeiten. Warum Affinity hier scheitert, ist mir unverständlich. EMF und WMF (in der placeable metafile Variante von Adobe) sind Industriestandards, bei denen man eigentlich erwarten darf, dass sie korrekt verstanden werden.
CS Tom