Grundausstattung an Objektiven für Großferngläser

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Portunus

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Guten Morgen liebe Sternenfreunde;

Nachdem ich die Lieferzeiten für Großferngläser angefragt habe ... nun aber nicht mehr länger die klaren Nächte der vergangenen Tage verstreichen lassen wollte, habe ich mir ein altes Oberwerk SW100/Q45 gekauft. Sicherlich nicht der Mercedes unter den Binos ... aber mit seinem schicken Retro Design und der champagnerfarbenen Lackierung ... ein wahres Schmuckstück :) und für erste Streifzüge sehr angenehm ... an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Harald, der sich davon trennen mochte ...

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... lediglich der Okularsatz lässt ein wenig zu wünschen übrig ... was aber schon im Vorfeld bekannt war.

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Nun sollen also 1-2 Okularsätze angeschafft werden, die ich dann auch zukünftig an 2 Zoll Doppelferngläsern bzw. Doppelrefraktoren nutzen kann ... aber geht das überhaupt ... wenn ich richtig informiert bin, gibt es scheinbar Adapter von 2 auf 1 1/4 Zoll ... aber macht das überhaupt Sinn?

Auch die Auswahl an Okularen von 4 - 40mm ist gewaltig ... womit startet man also am besten?

Gruß
Alex
 
Hallo Alex,

herzlichen Glückwunsch zum neuen Bino.
Die in den USA sehr weit verbreiteten Oberwerk sind hier ja fast schon Raritäten, es schaffen nicht viele davon über den großen Teich.

DAS Standardokular bei 1,25" ist das 24mm Panoptik, an dem kommt keiner vorbei :-)
Es zeigt Dir bei 1.25" das maximal mögliche Feld bei sehr guter Qualität.

Dann musst Du austesten, welche maximale Vergrößerung das Glas bei sehr guten Bedingungen an Mond und Planeten verträgt.
Am besten geht das mit einem geliehenen Nagler 3-6mm Zoom :)
Danach würde ich denn die kürzeste Brennweite wählen und kaufen.

Zur Staffelung gibt es verschiedene Ansätze.
Manch einer sagt, 3 Okularsätze sind genug und die Vergrößerung fein genug gestuft.
Ich persönlich sehe das anders und stufe sehr fein, denn es geht auch um Austrittspupillen und für mich persönlich auch um das Framing der Objekte, damit sie im Umfeld besonders schön zur Geltung kommen.

Ich persönlich mag die APM XWA Okulare sehr, hätte ich nicht schon von früher so viele Ethos besessen, hätte ich die komplette XWA Reihe gekauft.
Sie stehen den Ethos qualitativ in nichts nach und sind im Vergleich dazu immer noch preiswert.
Mit 60° oder 70° Okularen werde ich inzwischen nicht mehr glücklich, aber das ist auch eine subjektive Angelegenheit.
Viele sagen, man könne das gesamte Feld ja gar nicht überblicken, bei mir geht das zwar aber bei anderer Physiognomie das mag anders sein.
Aber es schadet ja auch nicht das weite Feld zu haben und ich liebe es ohne sichtbare Begrenzung praktisch im Raum zu schweben.
Praktisch an den weiten Feldern ist auch, dass man nicht so oft nachführen muss und die Objekte länger durchs Okular driften lassen kann.

Natürlich kannst Du die 1,25" Okulare später mit 2" Adaptern weiterverwenden.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen;

herzlichen Dank für die schnelle Antwort - eine Frage blieb jedoch offen ... 1,25" Okulare auf 2" mit Adapter geht wie von dir beschrieben ... wie sieht es mit der anderen Richtung aus ... von 2" auf 1,25" ... macht das Sinn und geht es überhaupt. Welchen Vorteil bietet ein 2" Okular, dass es bei den ganz großen Binos regelmäßig zum Einsatz kommt?

Gruß
Alex
 
Hallo Alex,

nein, umgekeht geht das nicht - wobei, es gibt eine Ausnahme.
Tatsuro baut einen Adapter für die 2" 32mm und 20mm von Masuyama:

https://www.astrotreff.de/forum/index.php?thread/245934-apm-binos-mit-2-weitwinkelokularen/

Ob das auch mit anderen 2" Okularen geht bezweifle ich, der Knackpunkt ist, ob man dann noch in den Fokus kommt und bei den Masuyamas kann man die 2" Hülse komplett abschrauben, was hierbei hilft.

Interessant sind 2" Okulare ja nur bei den langen Brennweiten.
Analog zum 24mm Panoptik bei 1,25" bietet das 32mm Masuyama bei 2" das maximal mögliche Feld.
Eines meiner Lieblingsokulare ist das 17mm Ethos aber das ist von der Fokuslage schon im 2" Bino mit 2mm Restweg hart an der Grenze.

Alle Okulare mit kürzerer Brennweite gibt es ja in 1,25" oder zumindest mit beiden Anschlüssen.

Grüße Jochen
 
Hi!

Noch eine Ausnahme: Die Baader Hyperion 2" Aspheric. Im Verein verwenden wir die 36mm ganz gerne am Bino-Ansatz, was nur mit 1,25" geht. Das Bildfeld ist natürlich etwas kleiner als in der 2"-Konfiguration, dafür bleibt der angenehme Einblick erhalten.
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Aber die Fokuslage ist natürlich weiter draußen als bei nativen 1,25"-Okularen; am Bino dürfte das in den seltensten Fällen funktionieren – am Bino-Ansatz kommt's auf den jeweiligen Backfokus an und hat eher Chancen.

Der Vorteil ist, dass die Okulare eben auch ohne Bino als 2" Übersichtsokulare genutzt werden können und dann ein größeres Feld zeigen; in der 1,25"-Konfiguration können sie ggf. noch ein wenig mehr Feld rauskitzeln als gängige 1,25"-Okulare, weil die Feldblende weiter im Gehäuse liegt und etwas größer sein kann. Mich überzeugt da vor allem der angenehmere Einblick. Ein Okular funktioniert ja wie eine Lupe und vergrößert das Bild, das in die Steckhülse passt. Und da passt in 2" halt ein größeres Bild als in 1,25", bevor man nur noch die Steckhülse bzw. die Feldblende sieht.

Ob sich andere Okulare adaptieren lassen, kommt darauf an – bei einigen lässt sich die Steckhälse abschrauben und offenbart dann ein SC-Gewinde, von dem aus man über T-2 auf 1,25"-Steckhülsen kommen kann – dann aber wohl mit unscharf begrenztem Bildrand, weil die Feldblende fehlt.

Sinnvoll ist es dann, wenn du ohnehin ein 2"-Okular hast/willst und das an 1,25" nutzen willst, um ein helleres Bild/größere Austrittspupille zu erzielen – und das Teleskop es auch hergibt. Ich hatte das zuerst an einem Einsteigerteleskop getestet - übelste Vignettierung, weil das Prisma nicht einmal 1,25" voll ausgeleuchtet hatte.

Beste Grüße,
(auch) Alex
 
Hi Alex,

so groß dürfte die Okularspanne gar nicht sein.
40mm sind in 1,25 Zoll recht tunnelig und 4 mm bei einem non ED-Glas m.E: deutlich zu viel.

Wenn Du ein Freund großer APs bist wären 32mm Plössl aus meiner Sicht eine Überlegung wert. Dazu gerne auch UHC oder OIII Filter.
Wer die Preise des 24mm PanO scheut, kann auch mit 22mm LVW Freude haben oder wie ich mit den TSNED 25.
Nach oben würde ich bei Non-ED auf Vergrößerungen von ca. 70- 80 maximal gehen.
Favorisieren würde ich 40-50 fach, weil es eine schöne Mischung aus AP, Feld und Vergrößerung ergibt.
Ich mag am Bino die ES Serie mit 82 Grad und habe mehrere Sätze davon. Die von Jochen angesprochenen XWA machen genau wie Ethos Spaß.
Wer mit dem Einblick klar kommt, wie ein Sternfreund von mir der kann mit den Morpheus Freude haben. Die gefallen mir vom Einblick her nicht alle. Ansonsten sind LVW oder Hyperion noch eine Idee. Alles eine Frage der Vorlieben und des Geldbeutels.

CS
 
Eine weitere Alternative zum Panoptic 24mm wäre ein ES 24mm 68°. Selber Erfahrung habe ich da nur mit der 20mm Version, die ich recht gut fand.

Gruß Horst
 
Oder die APM Ultra Flat Field 24mm, welche ja Nachbauten der Panoptik sind.

Grüße Jochen
 
Herzlichen Dank ihr Wissensträger;

ich habe grade mal die empfohlenen gegoogelt:

Baader 24 mm Hyperion Weitwinkel Okular - 68° für 145.-​

APM Ultra Flat Field 24mm Okular 65° für 159.-​

ES 24mm 68° für 159.-

Vixen Okular LVW 22mm für 239.-​

TeleVue Okular Panoptic 24mm 1,25" für 419.-​


Was mir aufgefallen ist ... keine Empfehlung für Pentax ... liegt das an mangelnder Verbreitung/Erfahrung mit deren Okularen ... oder keinen guten Erfahrungen ...

Darüber hinaus keine Empfehlung für Zoom Okulare ... deshalb hier mal ein wenig provokant für 500.- ein ...

Pentax Okular XF 8-24 mm Zoom​


... in den Raum gestellt. Filtergewinde hätte es auch ...

Hat man damit dann nicht alles in guter Qualität?

Gruß
Alex

 
Hi Alex,

Zoomokulare gehen am Bino nur, wenn sie Klickstopps haben, an denen sie einrasten.
Das haben aber die Wenigsten.
Meist haben sie auch ein relativ enges Gesichtsfeld.

Hier gibt es eins mit durchgehend 75°:

https://www.apm-telescopes.de/de/ho...ar-77mm-154mm-1.25-anschluss.html?info=364822

Okulare sind immer sehr subjektiv, nicht jeder kommt mit allen Typen und Herstellern klar.
Die Augenabstände sind z.B. sehr unterschiedlich, bei manchen bekommt man im Binobetrieb die Nase nicht dazwischen etc.
Deshalb sind die Empfehlungen nur Hinweise, ausprobieren musst Du dann selbst.

Grüße Jochen
 
Hallo ihr Sternengucker;

mit euren vielen Ratschlägen und Möglichkeiten, habt ihr mir in den letzten Tagen doch einige Stunden des Grübelns und der Internet Recherchen verschafft. Ich bin dann doch ein wenig in eine andere Richtung gedriftet und habe mich für das nachfolgende APM Okular entschieden

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Ob´s der Durchbruch ... oder ein griff ins Klo war ... wird sich zeigen ... im Zweifel kann ich es ja immer noch enttäuscht weckschleudern, in der Gewissheit, dass es bei 550g pro Stück die Grundstücksgrenze nicht verlässt :)

Gruß
Alex
 
keine Bange, das habe ich selber. Absolutes immerdrauf Okular.
Nur beim Ausbalancieren muss man sich was einfallen lassen, 1,1KG sind halt ne Menge Gewicht.

Gruß Michael
 
Die 12,5er hab ich auch am 100ED, die sind wirklich eine sehr gute Wahl. Alternativen gibt es ja auch einige renommierte Glasstückchen, z.B. die Delos, Morpheus oder eben die Docter, welche aber schon beim Kauf meines APM nicht mehr angeboten wurden (Docter/Noblex). Allerdings wären die meine erste Wahl gewesen, aber preislich natürlich ein schwewrer Schluck aus der Pulle. Das APM (dem Docter nachempfundene Okular) hatte seinen Ersteinsatz bei Vollmond (!), und ich muss sagen dass ich bis dato noch nie den vollen Mond 'so gerne' angeschaut habe - wie der bei 44x durch's Feld zog, war 'wie annerer Planet', ehrlich. Ich mag das Pärchen 12,5er, da ich eh nicht der Hochvergrößerer bin - das ganze soll noch Fernglascharakter haben. Vllt. neben den 24er PanO noch ein Achter, dann ist gut…

cs Manfred
 
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