GSO 150/900 Justierfragen

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SkyBob

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Hallo Zusammen.

Nachdem ich bei meinem GSO 150/900 den Tubus gekürzt habe,
musste dieser neu Justiert werden.

Gestern hatte ich endlich mal nen Helleren Stern am Himmel für den Fokustest.
Ich denke es war Enif (Pegasus). (Könnte laut Stellarium hinkommen.
Konnte weder einnorden (daher auch nicht nachführen),
noch wirklich etwas vom Rest des Sternenbildes wirklich erkennen.
(class 6 Himmel halt mit leichten Schlierenwolken.)


Dabei stellten sich aber noch Ungereimtheiten herraus.
Habe diesbezüglich ein wenig gegooglet und im Forum gestöbert.
Teils Antworten gefunden Teils nicht.

Hier mal meine Einschätzung.
Währe nette wenn da jemand noch nachhelfen könnte.


Am echten Stern, kann man leider keine Details erkennen,
habe ihn im Bild eingefügt, weil man darauf erkennt,
das sich die Symptome, echter Stern - künstlicher Stern gleichen.
Es also wohl kein reiner Kunststerneffekt ist.


1.
Die Sterne wirken eher wie ein stark abgerundetes Dreieck anstatt wie ein Punkt.
Deutlich im Intra und Extra fokalen Bereich des echten Sterns zu sehen.
Ensteht wohl durch die Einbuchtungen, die auch am Kunststern zu sehen sind.
Bei 120°, wohl die Spiegelhalterklemmen des Hauptspiegels.
Währe es da Sinnvoll eine dauerhafte Blende direkt auf dem Spiegel einzusetzen ?
Macht dann allerdings aus dem 150er wahrscheinlich einen 140er.

2.
Der Haupspiegel scheint noch dejustiert.
Am Kunssternbild sind die Ränder unterschiedliche dick.
Im interfokalen, als auch im extrafokalen Berreich.
Ist das die Hauptspiegeljustierung ?

3.
Ich habe in der Senkrechten einen Doppelspike.
Und in der Wagerechten einen, hin und her kippenden (je nach Fokuslage) Doppelspike.
Stimmt da etwas an der Spinne des Fangspiegel nicht?

4.
Ein Fünfter Spike nach rechts unten.
Die Canon hing Waagerecht zum Tubus am Auszug, mit Tubusöffnung nach Links und Hauptspiegel nach Rechts.
Spiegel sind sauber und der Tubus ausgesaugt und gereinigt.

KEINE Vermutung was das ist.

Link zur Grafik: http://thegermanconnection.de/mplr/Astro/Umbau/Fokustest.jpg


Gruß und CS
Markus
 
Hallo Markus,

der Stern sieht stark nach Dreiecksverspannung aus und die bringt man für gewöhnlich rein, indem man die drei Halteklammern des HS zu fest anzieht.
Man darf die Klammern nur als Sicherungen verstehen, damit der Spiegel nicht aus der Halterung fallen kann, wenn man den Tubus auf den Kopf stellt.
Die Klammern nur so fest anziehen, dass Du noch eine zwischen Spiegel und Klammer gebrachte Papierecke locker rein und rausschieben kannst.
Oft wird gesagt, man muss den Spiegel noch drehen können, aber dabei zieht man sich durch Staubkörnchen (zwischen Klammer und Spiegel nicht selten Kratzer zu. Da reich schon zu viel Durck oft genug aus.

Die Doppelspikes und V-Spikes kommen von nicht parallel laufenden Armen der Fangspiegelspinne. Die muss exakt winklig stehen, also links und rechts vom FS muss es exakt in der gleichen Ausrichtung weiter gehen.
Auch in sich verdrehte Arme der Spinne erzeugen so was.

Der Zusatzspike dürfte was internes sein, eventuell irgendwas glänzendes im Strahlengang zwischen FS und dem Kamerasensor.

Schau dir diesbezüglich auch mal den OAZ an und weiter, ob der eventuell in den Tubus und bis in den Strahlengang hineinragt.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,

siehst Du die "Einbuchtungen" intra-/extrafokal am echten und (komischerweise) nur intrafokal am unechten Stern ? Ich habe keine Ahnung warum man die "Einbuchtungen" extrafokal am Kunststern nicht sieht, aber die Dreiecksform am fokussierten Stern ist auch symptomatisch: die Halteklammern am Hauptspiegel sind zu eng angezogen.

Mach mal die (drei oder sechs) Schrauben der Halteklammern am Spiegel locker und dann zieh sie nur so an, daß noch ein ganz normales Blatt Papier (aus dem Drucker vom Komputer) dazwischen geht.

Du wirst sehen: alle Effekte sind weg

Rudi
 
Hi Markus,

a)wegen der dreieckigen Sterne:
bau die HS-Zelle nochmal aus und kontrolliere, ob Du ein Blatt Papier ohne Gewalt unter den Klemmblöcken des Hauptspiegels hervorziehen bzw. drunterschieben kannst. Ich vermute, daß die auf den Spiegel drücken (also zu stark angeknallt sind).

b)wegen den ungleichmäßigen Beugungsringen:
nach dem erneuten Einbau der HS-Zelle nen Pappring vorne um den Tubus legen mit ner "Zunge" die in den Tubus ragt. Dann den Ring so drehen, daß die Zunge genau auf den "gequetschten" Bereich zeigt. Jetzt nur die Schraube in dem Bereich an der HS-Zelle ein klein wenig nach links drehen. Wird es besser, die anderen beiden Schrauben genauso viel nach rechts drehen. Andernfalls anderst rum. Dabei viel Zeit lassen und immer wieder kontrollieren! Dein HS ist momentan völlig Banane justiert.

c)wegen der seltsamen Spikes:
kontrolliere mit einem Bindfaden, ob die Streben verbogen sind. Falls ja, Schrauben am Tubus aufmachen und erstmal gerade richten. Dann gleichmäßig anziehen (wie beim Reifenwechseln am Auto), so daß sich nix verbiegen kann.

Für diese Grundjustage benötigst wirklich viel Zeit, aber das muß gemacht werden. a) und c) geht übrigens auch im Wohnzimmer auf dem Tisch, muß nicht nachts am Stern gemacht werden

Erst wenn das alles paßt, kommt die Ausrichtung vom Fangspiegel zum Hauptspiegel, damit auch das Feld gleichmäßig ausgeleuchtet wird...
 
Vielen dank Euch ^^

Werde es Morgen mal in Angriff nehmen.



 
Sooo ...

habe dann die ganze Spiegelhalterung noch einmal ausgebaut und die Schrauben gelockert.

Leider sind diese Spiegelklemmen aus Kunststoff und verkanten sich.
So das die rausgedrehten Schrauben quasi überstehen und der Sockel noch klemmt.

Wenn ich diese noch weiter locker, dann kann ich den Spiegel
mit leichtem Druck ca. 2mm in der Halterung hin und her bewegen.
Das erschien mir dann zu leicht, da der Spiegel ja quasi auch verrutschen könnte.

Aber ich habe die Fehler auf ein für mich erträgliches Maß minimieren können.

Intrafokal sowie Extrafokal ist eine Klemme komplett entspannt.
Die beiden anderen Beugungen nur noch minimal vorhanden.

Leicht unscharf gestellt ist der Stern nun weitestgehend Rund und wirkt nicht mehr wie ein abgerundetes Dreieck.

Die senkrechten Spikes laufen nun schön paralell zusammen und auseinander.

Der Tip mit dem Bindfaden war Gold wert ^^

Der Horizontale V-Spike ist nur noch minimalst vorhanden und fällt Scharfgestellt fast gar nicht mehr auf.

Der 5. Spike ist mir immer noch ein ungelöstes Rätsel,
aber scheint nun aufgespalten zu sein.

Alles in allem, reicht mir das so erst ein mal ^^

Link zur Grafik: http://thegermanconnection.de/mplr/Astro/Umbau/JustNEU.jpg


Vielen Dank !

Gruß und CS
Markus
 
Hi Markus,

das ist doch ein prima Erfolgserlebnis! Deine erste Grundjustage, vor der Du wie jeder Anfänger Bammel hattest, hat Wirkung gezeigt. :)

Dann genieße erstmal die nächsten klaren Nächte den neuen Anblick.

Und in der nächsten Schlechtwetterperiode machst die beiden restlichen Klemmblöcke noch nen Hauch weniger klemmend. Der Spiegel darf sich bei sachtem seitlichen Druck bewegen. Er darf blos net sooo schlabbrig in den Klemmen sitzen, daß er die Haftreibung durch sein Gewicht beim Schwenken des Teleskops überwindet.

Guck bei der Gelegenheit auch mal, ob irgendwo an der Fangspiegelhalterung ne glänzende Stelle ist. Z.B. ein nicht geschwärzter Schraubenkopf, ein blankes Schraubengewinde, ein Kratzer an den Fangspiegelstreben, ...

 
Hallo Fee.

Ja vor der Justage der Fangstreben, hat wohl jeder am Anfang bammel ^^

Die beiden anderen Klemmen schau ich mir evtl. noch mal an.
Vielleicht schwärze ich das Innenleben auch mal komplett nach mit der Antireflexfarbe.
Denn an meinem Beobachtungsort, war es selbst bei viertelmond unterm Horizont doch noch gut erhellt.
Taschenlampe braucht man da nur wenn einem was runtergefallen ist oder so.
Tja Ruhrgebiet halt.

Mal sehen wie es dort ist bei Neumond.
Hatte da noch keine Gelegenheit.

Aber vielen Dank für dein Feedback.

Gruß
Markus
 
Hi Markus,

Vielleicht schwärze ich das Innenleben auch mal komplett nach mit der Antireflexfarbe.

das mit der Lackiererei würde ich bleiben lassen. Nimm statt dessen lieber schwarze Velourfolie. Geht schneller und vor allem sauberer. Und macht "rabenschwarz" innen drinn. :D

 
Ja, das Velour mehr abdunkelt weis ich ^^

Aber da nervt mich der Fusselfaktor extremst.
 
Hallo Markus,

da hast Du also Deine erste Grundjustage schon mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Alles was da noch nötig ist hat Fee schon angesprochen.

Zum Velours kann ich nur sagen, dass es mich bei allen Tuben nur einmal genervt hat und zwar als ich es vor dem Einbau mit Flusenroller und kleiner Staubsaugerbürste und dann nach dem Einbau (glattstreichen/bürsten) nochmal mit der kleinen Staubsaugerbürste entfusselt habe.
Danach ist der Fusselfaktor Nullkommanull.

Ein m.E. ganz großer Zusatznutzen der Veloursfolie ist die Dammung der Tubusblechhaut durch die Folie und das Luftvolumen zwischen den Härchen. Das wirkt schon sehr gut gegen Tubusseeing.

Grundsätzliches zum Seeing

Ein Nebennutzen der Folie den man mitnehmen kann.

Gruß
*entfernt*
 
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