Hallo Igor,
Zitat von stefand:
bei visueller Nutzung spricht einiges für den f/6.
ich werde diese nichtssagende Antwort :mauer: etwas präzisieren und die f/6-Vorteile anführen.
F/6 ist zunächst okularunkritischer als f/5. Du kannst also preiswerte Okulare verwenden, ohne mit stärkeren Randunschärfen leben zu müssen.
Die Off-Axis-Koma fällt weitaus geringer aus. Das ist ein Abbildungsfehler, der Sterne ausserhalb der optischen Achse kometenartig verzerrt, daher der Name. Je langsamer das Öffnungsverhältnis ist (also je größer die Zahl hinter dem "f/"), umso schwächer wirkt sich dieser Fehler aus.
Das langsamere Öffnungsverhältnis bringt mit sich, dass der Fangspiegel kleiner ausfallen kann bzw. sollte. Das ist bei Massenprodukten leider selten der Fall, eine visuelle Optimierung des Fangspiegels ist oft Mangelware. Ein kleinerer Fangspiegel bringt besseren Kontrast, da die Obstruktion geringer ausfällt.
F/6 hat aiuch bessere Allround-Eigenschaften, da einerseits hohe Vergrößerungen für Planeten, Mond und Doppelsterne besser erreicht werden, nämlich mit längerbrennweitigen Okularen als mit f/5 und damit mit einem bequemeren Einblickverhalten bei preiswerteren Okularbaureihen, andererseits kannst du auch große Gesichtsfelder mit langbrennweitigen Okularen erzielen.
Die einzigen Vorteile des f/5 gegenüber einem f/6 sehe ich bei gegebener Öffnung in einer besseren Montierbarkeit, wenn es parallaktisch sein soll und in der Erreichbarkeit größtmöglicher Gesichtsfelder.
Du siehst, unterm Strich ist visuell f/6 klar im Vorteil.
CS und VG Christian