Gucken was geht: Eskimo & Weihnachtsbaum

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klawipo

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Hallo liebe Astrogemeinde,

ich war gerade zwei Stündchen mit dem 12er Dobson raus. Der Himmel war leider nicht ganz so klar wie vor ein paar Wochen. Zum Einstellen des Telrad hielt ich zunächst auf den Orionnebel. Das Innere zeigte sich wie immer schön mit Dunkelwolken strukturiert. Drumherum wirkte der Nebel durch den Dunst aber nicht so ausufernd wie ich ihn schon gesehen hatte. Wider besseren Wissens ging ich danach auf M78, ebenfalls im Orion. Wie beim letzten Anblick des Reflexionsnebels, als die Bedingungen ähnlich waren, erschien er wieder wie ein langgestrecktes, schwaches Wölkchen um zwei etwa gleich helle Sterne. Ich würde den gerne mal unter besseren Bedingungen sehen, möglicherweise wird das aber dieses Jahr nichts mehr.

Die relative Trübnis des Himmels hielt mich davon ab mir Galaxien anzuschauen. Ich wechselte zu etwas Erbaulichem und schwenkte zum Weihnachtsbaum-Sternhaufen NGC 2264. Immer wieder witzig, wenngleich die "Tanne" seinen leuchtendsten Stern etwas unpassend am "Stamm" trägt. Bei 80fach war der Haufen schon ein bisschen groß, ging aber noch ins Gesichtsfeld. Dann kam der Eskimonebel NGC 2392 an die Reihe. Ein schwacher, runder Fleck, der mit indirektem Sehen deutlich großer wurde. Innen leicht schwächer als außen. Von einer grünlichen Farbe konnte ich nichts erkennen, dennoch ein interessanter planetarischer Nebel, dem etwas mehr Vergrößerung auf 125fach gut tat.

Hubbles veränderlicher Nebel (NGC 2261) las sich im Karkoschka interessant. Daher fix ins Visier genommen. Hätte man mich gefragt was das ist, hätte ich wohl auf einen Kometen getippt. Es zeigte sich eine vergleichsweise helle, sternartige Spitze und darunter ein nebliges Dreieck, alles gut auch direkt zu erkennen. In meinen Augen wirkte der definierter als M78.

Dieser Reflexionsnebel ändert seine Helligkeit, ganz klar ist der Grund laut Wikipedia nicht. Es werden Staubwolken im Orbit um den beleuchtenden Sterns R Monocerotis vermutet.

Einen recht kurzen Besuch stattete ich noch Jupiter ab. Dem stand die 125fache Vergrößerung meines neuen (günstigen) 12mm/70°-Okulars hervorragend. Viel höher hätte ich bei dem herrschenden Seeing nicht gehen wollen. Es reichte für ein paar Sekunden, in denen die Hauptwolkenbänder schön strukturiert rüberkamen und auch zwei weitere schwach zu erkennen waren. Als einfaches Objekt, bei dem die von Jupiter zerstörte Dunkeladaption nicht so ins Gewicht fiel, nahm ich zum Abschluss noch den offenen Sternhaufen M 67 ins Visier. Er wirkte ziemlich rund mit mittelmäßiger Sternenzahl und Sterndichte. Ein typischer Vertreter seiner Art eben, der aber immer besser wirkt, je mehr Zeit man ihm gibt. So langsam wurden allerdings meine Füße kalt und so packte ich meine Sachen zusammen.

Angesichts der suboptimalen Bedingungen bin ich sehr zufrieden mit dem Abend. Eskimonebel und Hubbles Veränderlicher waren neu für mich. Beide werde ich wohl noch öfters aufsuchen.

CU
Klaus
 
Hallo Klaus

Dein Beobachtung Bericht gut beschrieben, gefällt mir, bei längerem betrachten von den Objekten Deepsky
kann das Auge besser Details erkennen, deshalb find Ich auch lieber länger die Deepsky betrachten, lieber weniger, und lang beobachten.

Der Monat März ist vor der Tür, die Nächte sind noch lang, zum Beobachten im März die beste Zeit.

Meine nächste Beobachtung Planung einiges im Sternbild Zwillinge, Fuhrmann, Krebs, Löwe, Wasserschlange,
und was so geht, davon werde Ich beobachten NGC 2419, Intergalaktische Wanderer, den Ich mit
meinem 12,5" Dob schon 1mal gesehen habe, NGC 2129,M35, NGC 2129, so wie NGC 2429 u, Eskimonebel, M67, Leo Galaxientriplett, NGC 3115.

Hoffen wir auf bessere Wetterbedingung und das am Wochenende, am Wochenende des 19 März ist so wie so Astronomie Tag.

Manfred
 
Hallo Klaus,
danke dir für deinen wieder interessant geschriebenen Bericht. Ich habe das leider hier bei mir auch sehr oft, dass es zwar sternklar war aber halt die Transparenz fehlt. Aber du hast dich der Situation ja perfekt angepasst.

Ein M42 unter sehr guten Bedingungen ist halt wirklich was besonderes, egal mit welcher Öffnung.

Mit meinem kleinen Apo und den 100* Okularen sind offene Sternhaufen die Paradeobjekte. Daher kenne ich NGC 2264 auch sehr gut. Lustig wie wie man aus Sternkonstelationen Gegenstände heraus erkennt. Rene macht das ja auch so... Mir fehlt es da leider an Fantasie....

CS Holger
 
Hallo,

danke für die positiven Kommentare und den Hinweis auf den Tag der Astronomie.

Holger, ich habe ungefähr das komplette Jahr 2014 unter Dunst beobachtet. Unter solchen Bedingungen ist schon alles sehr ernüchternd. Seit ich ein bisschen weiter herausfahre, wo es etwas hügelig wird, ist es öfter besser. Vielleicht versucht du es auch mal mit einem Standortwechsel?

CU
Klaus
 
Hallo Klaus, ich wohne in Brandenburg... Da ist es platt! Meistens jedenfalls. Wir haben hier aber auch oft kontinentales Klima aus Russland. Da merkt man den Unterschied, da es sehr trocken ist. Gleichzeitig habe ich quasi vor der Haustür den Sternenpark Westhavelland.
Dazu muss man sich aber trotzdem aufraffen. Der Schweinehund siegt meistens. Ich brauche halt nur aus der Tür in den Garten....

CS Holger
 
Hallo Holger,

das klingt doch auch nicht schlecht. Positiv betrachtet hält es das Interesse am Hobby ja auch hoch, wenn man nicht jede Nacht unter Topbedingungen losspechteln kann. Dann freut man sich noch mehr wenn einem Abends ein bis zum Horizont klarer Himmel anlacht und man nicht gerade zu müde oder anderweitig verplant ist.



CS & CU
Klaus
 
Hi Klaus,

hast du nur 80x und 125x = 2 Okular zur Verfügung?

Beim Hubbles veränderlicher Nebel (NGC 2261)und Eskimonebel NGC2392 musst du richtig hoch 250x und mehr (soweit es das Seeing zulässt)

Gruß
Lothar
 
Hallo Lothar,

Nein, da ist neben Standard Plösseln noch ein für meine bescheidenen Verhältnisse sehr wertiges Planetary 6mm. Aber dafür schien mir das Seeing ein wenig zu schlecht. Zumindest beim Eskimo hatte ich mich schon im Nachhinein ein bisschen geärgert nicht höher gegangen zu sein.

Andererseits lehrt mich die Erfahrung auch dass es mich nervt mit drei oder mehr Okus zu jonglieren, wenn bei einem davon meist nur Matschebrei durch kommt. Man schiebt es dann doch immer wieder ein und ist mehrfach enttäuscht.

Ein 9 oder 8 mm Okular wird in Kürze folgen, und der Eskimo ist ein Grund dafür. Bis 200fach gibt der Himmel hier öfter her als 250fach. Zumindest im Achtzöller war das fast immer drin.

CU
Klaus
 
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Hallo Klaus

Ich hab beim Beobachten in der Pampa, lieber ( jedes mal ) alle Okulare dabei, 1 Koffer mit 2"Okulare und 1 Kästchen mit 1,1/4" Plössel Okulare.

Du hast recht, zu viel ist nichts, habe mich daran gewöhnt, und hab die wo Ich benötige dabei, so sind immer alle Okulare am Platz,
ob im PKW oder zu Hause, Platz kein Problem.

Für Planeten meine Planetary 8mm und 6mm Okular, bin doch froh wen das Seeing sehr gut ist, so kann Ich diese auch benützen,
bei über 200 fache Vergrößerung und 1a Seeing da freue Ich mich, meine Hyperion 2" verwende Ich beziehung weise, bei Kugelsternhaufen, Galaxien.
Meine über 15 Jahre alten Plösel, für Mond und Sternhaufen.

Mit Gruß Manfred
 
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