Guidingsoftware in VM laufen lassen?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

derTobi

Aktives Mitglied
Moin,

ich habe ne ziemlich lange Astropause eingelegt und das hat sich auch beim Equipment bzw. den Treibern gezeigt. Als Guidingkamera verwende ich das Lechner Videomodul, welches zusammen mit einem Framegrabber in einem Gehäuse untergebracht ist. Dieser Framegrabber (USB 2800) lief mit den ensprechenden Treibern unter Win XP ok. Damit kann ich auf einem uralt Rechner auf welchem Win XP läuft auch Guidemaster verwenden. Dieser Rechner soll aber eigentlich nicht mehr genutzt werden, bzw. ich möchte eigentlich keine 2 daußen mit Strom versorgen müssen.

Unter Win 7 bekomme ich kein Videosignal, egal ob mit PHD Guiding oder mit Guidemaster (das bringt sogar den ganzen Rechner zum einfrieren). Verwendet habe ich sowohl neuere Treiber, als auch die ursprünglich vorhandenen mit deaktivierter digitaler Signatur.

Unter Linux Mint kein Problem, Hardware erkannt, sofort ein Videosignal da. PHD Guiding zeigt mir ein Kamerabild. Ob ich auch Signale an die Montierung schicken kann muss ich noch testen. Mein Material ist nicht vor Ort.

Jetzt wollte ich eigentlich draußen nur mit einem OS arbeiten und das am liebsten Windows. Die Frage die sich mir daher stellt:

Ist es ratsam eine virtuelle Maschine, entweder unter Linux Mint, oder unter Win 7 mit einem XP aufzusetzen um damit dann alles was man so braucht zu machen? Falls ja, unter welchem System würdet Ihr diese aufsetzen? Was spricht dafür, was dagegen?

Oder ist das alles Quatsch und ich kann mittlerweile alles mit Linux machen was ich so in Zukunft machen wollen würde (Fernauslösung Canon, Autoguiding, Focuskontrolle....)

cs
Tobias
 
Hallo Tobias,

ich mag Mint Linux und dieses läuft bei mir hervorragend als VirtualBox-VM auf einem Win7-Host.

Astoseitig würde ich jedoch die Komplezität des Guidingsystem so gering wie möglich halten.

Astrosoftware wird vorwiegend für Windows programmiert. Hardwaretreiber ebenso.

Ich würde, wenn ich Du wäre, eine günstige Gudingcam mit ST4-Port besorgen (gebraucht oder neu) und alles unter Windows 7 machen.

Dennoch bin ich dankbar für jede Entwicklung im Linux-Bereich, die uns im Hobby-Astronomiebereich weiterbringen.

Viele Grüße
MArtin
 
Zitat von derTobi:
Moin,

ich habe ne ziemlich lange Astropause eingelegt und das hat sich auch beim Equipment bzw. den Treibern gezeigt. Als Guidingkamera verwende ich das Lechner Videomodul, welches zusammen mit einem Framegrabber in einem Gehäuse untergebracht ist. Dieser Framegrabber (USB 2800) lief mit den ensprechenden Treibern unter Win XP ok. Damit kann ich auf einem uralt Rechner auf welchem Win XP läuft auch Guidemaster verwenden. Dieser Rechner soll aber eigentlich nicht mehr genutzt werden, bzw. ich möchte eigentlich keine 2 daußen mit Strom versorgen müssen.

Unter Win 7 bekomme ich kein Videosignal, egal ob mit PHD Guiding oder mit Guidemaster (das bringt sogar den ganzen Rechner zum einfrieren). Verwendet habe ich sowohl neuere Treiber, als auch die ursprünglich vorhandenen mit deaktivierter digitaler Signatur.

Unter Linux Mint kein Problem, Hardware erkannt, sofort ein Videosignal da. PHD Guiding zeigt mir ein Kamerabild. Ob ich auch Signale an die Montierung schicken kann muss ich noch testen. Mein Material ist nicht vor Ort.

Jetzt wollte ich eigentlich draußen nur mit einem OS arbeiten und das am liebsten Windows. Die Frage die sich mir daher stellt:

Ist es ratsam eine virtuelle Maschine, entweder unter Linux Mint, oder unter Win 7 mit einem XP aufzusetzen um damit dann alles was man so braucht zu machen? Falls ja, unter welchem System würdet Ihr diese aufsetzen? Was spricht dafür, was dagegen?

Oder ist das alles Quatsch und ich kann mittlerweile alles mit Linux machen was ich so in Zukunft machen wollen würde (Fernauslösung Canon, Autoguiding, Focuskontrolle....)

cs
Tobias


Hallo Tobias,

schau Dir mal das Projekt libindi an. Die stellen die nötigen Packages für kstars auf basis von kubuntu bereit damit du auch Deine Canon unter Linux betreiben kannst.

Von einer Virtualsiierungslösung rate ich Dir im Feld ab, da durch die Virtualisierung mehr Last auf das Gesamtsystem gebracht wird, als für die eigentlichen Anwendungen (OS-Prozesse laufen quasi doppelt). I.d.R. erhöht sich dadurch der Stromverbrauch. Auch wenn der Gedanke nett ist. Also prinzipiell kein Quatsch. Ich habe ein digitales Speicheroszilloskop, dessen Treiber nur noch unter WinXP laufen. Da hilft mir VirtualBox schon. Ist aber ein anderer Einsatzbereich.


Viele Grüße,
Gerrit

 
Hallo Tobias,

Du kannst Dir da auch eine virtuelle Maschine (Virtualbox) runter laden. Dann kannst Du am PC mal ein paar Trockenübungen machen.

Mit der indi-Umsetzung kann man Geräte auch über das Netzwerk einbinden.
Denkbar sind jetzt solche Szenarien. Guider auf einem Minirechner nahe der Montierung. Über einen indi-server auf diesem rechner kannst du dann alle devices für andere Indi-clients anbieten.
Auf einem Laptop mit besserer Stromversorgung kann man dann wieder in einer VM ein Ubuntu laufen lassen mit kStars, Ekos usw. Arbeitet aber faktischauf dem Minirechner.
Für den Remotezugriff zur Autoguiding Software kann man VNC verwenden. Das wollte ich aus Zeitgründen nicht über den Indi-Client-Rechner macen lassen.
LG
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin,

ich habe den alten framegrabber rausgeschmissen und einen gebrauchten (terratec grabby rev2) der unter win7 läuft dran gesetzt. Der wird auch erkannt und liefert mir mit sgs video capture ein Bild, sofern ich auf Pal als Signalquelle einstelle. Soweit so gut.

Leider bekomme ich nicht eine guidingsoftware damit zum laufen. Weder phd1/phd2, guidemaster noch kccd wollen damit laufen. Ich fürchte es liegt daran dass der wdm Standart von dem Treiber nicht "geliefert" wird. Probiert habe ich sowohl 32 als auch 64bit Treiber.

Eine Sache die noch hätte Erfolg versprechen können, wäre das Ascom Modul Tangra Video Capture. Der erkennt zumindestens den Grabber als Videoquelle und ich komme dort bis zu den Kameraeinstellungen (Helligkeit/Kontrast, Signaltyp usw.) wie beim Testprogramm sgs Video capture.
Leider gehts da nicht weiter und ich erhalte kein Bild.

Hat noch jemand eine Idee was ich noch probieren könnte um das Videomodul wieder nutzen zu können?

Nutzt hier überhaupt noch jemand einen USB Framegrabber zum guiden?

Grüße,
Tobias
 
Hallo Tobias,

da gibts doch auch den OpenCV-Treiber in PHD. Schon probiert?
LG
Gerrit
 
Hallo Gerrit,

wenn wir uns mal irgendwann im RL sehen sollten, muss ich dir einen ausgeben! An den Treiber hatte ich gar nicht gedacht.

Und siehe da, Kamera läuft wieder.

Jetzt werde ich vermutlich nur noch den Framegrabber in das Gehäuse setzen müssen und eine 12V Leitung legen. Dann ist erst mal wieder alles schick.

Grüße,
Tobias
 
Hallo Tobias,

darauf komme ich gerne zurück. Viel Spaß beim Arbeiten.
Kann gut sein, daß ich die nächsten Monate mal in der Nähe bin.

CS & Frohe Ostern ;-)

Gerrit
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben