Gurken

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aths

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Hallo,

man liest ja immer, auch bei Qualitäts-Marken sei man vor möglichen Gurken nicht gefeit. Wie ist das eigentlich möglich? Wenn ich richtig informiert bin, weisen sich die Marken-Hersteller ja durch viele Kontrollen aus, so dass eine Gurke die Endkontrolle eigentlich nicht überstehen dürfte?!
 
Hallo Aths,
Du vom Sicksal gebeutelter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />.
Das mit den "Gurken" der Markenhersteller könnte ja nur dann nicht passieren, wenn diese JEDE Optik vor der Auslieferung prüfen würden und nicht nur stichprobenartig. Je nach hergestellter Menge ist dies möglich oder auch nicht. Und auch Markenhersteller (z.B. Dein geliebter Vixen) hat ein "Volksangebot" und dann wieder die etwas anspruchsvolleren Teile. Auch Q-Kontrolle kostet Geld, da muss man sehen an welcher Ecke man sparen kann/muss.
Zusätzlich kommen auch noch Geräte, welche transportbedingt dekolliemiert oder verzogen oder anderweitig unbrauchbar gemacht wurden (oder sind?), auch ist dabei immer ein - wenn auch kleiner - Prozentsatz an Endanwendern, welche mit dem neuen Teil nicht umgehen können und/oder übersteigerte Erwartungen haben oder schlicht zum falschen Zeitpunkt beoabachten oder das falsche Zubehör einsetzen (Prisma, Okulare, Filter etc.) und die Optik dann als "Gurke" deklarieren. Wobei der Begriff selbst recht inflationär gebraucht wird und keinen bestimmten Bereich einer Optik exakt abdeckt.
In diesem Sinne
salatige Grüsse
Nikita
 
Hallo...

Also denkbar sind z.B. Beschädigungen beim Transport, sei es durch hartes
Aufsetzen oder hohe / tiefe Temperaturen, die zu Verspannungen führen, die
sich dann nicht abbauen können weil das Scope mit der Verpackung verklemmt oder so.

Und dann gibts halt wie überall die menschlichen Fehler, wenn der Kollege,
der die Schmidtplatte mit dem Spiegel kolimiert (wird ja bei Meade und Celestron
angeblich händich gemacht) nen schlechten Tag hat, dann paßt das halt
auch nicht 100%-ig...

Im Automobil-Zulieferbereich (z.B.) heißt es auch, 100%-Error-Free,
und trotzdem gibts die "Null Kilometer Ausfälle", d.h. die (sauber getesteten) Geräte
verrecken beim Kunden noch in der Fabrik...[zensiert] happens.
 
Offenbar ein innerer Widerspruch, dem Du da auf der Spur bist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

Immerhin scheint die Wahrscheinlichkeit geringer zu sein, als beim Boillo-Label. Ich drück Dir die Daumen, dass Du Glück hast. Mach einfach in der ersten klaren Nacht einen Sterntest, dann weisste, woran Du bist. Ich hab das seinerzeit zu lange rausgeschoben. War blöd.

Ich geh jetzt den Jupp gucken. Schnapp Dir doch enfach Deine alte Gurke und mach das auch. Metoesat-Bild zeigt klaren Himmel bei Euch. Will B fun.

CS vom
 
Menschen

Hi!

Da hast Du ein interessantes Thema angesprochen, dass hier auch schon mal sehr kontrovers diskutiert wurde.

Auf die Frage "Wie ist das eigentlich möglich?" kann man nur antworten: Solange Menschen an der Kontrolle arbeiten, werden auch Fehler gemacht.
Je höher die Stückzahl, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Endkontrolleur mangels Konzentration eine Gurke durchläßt.

Nur, wenn vollautomatische Kontrollsysteme mit garantierten engen Toleranzen diese Aufagabe übernehmen, kann man Gurken fast ausschließen.

Ich habe eine zeitlang ein Projekt an FH-Bochum verfolgt, bei dem eine Bildverarbeitung dazu eingesetzt werden sollte, eine Bahn aus Gaze für die Medizin auf Fehler (Löcher, Knoten etc.) zu kontrollieren.
Früher musste ein Mensch sich die vorbeiziehende Bahn anschauen und urteilen, jede Stunde musste er ausgewechselt werden, weil die übersehenen Fehler in den letzten 15 Minuten um fast 80% zunahmen.
Der Bildverarbeitung entgeht fast kein Fehler....

Nur dann kann man innerhalb vernünftiger Grenzen (auch die Technik arbeitet nicht immer fehlerfrei) eine dauerhafte Qualität garantieren.

Jeder Hersteller wird aber kulant sein und eine Gurke ersetzen.
Nur wenn Gurken wissentlich als gute Geräte verkauft werden, kann das im Falle eines Nachweises ein Nachspiel haben.

Grüße
Thomas


 
Hallo Nikita,
nur zur Info - jedes Vixen-Teleskop wird vor der Auslieferung in Japan getestet. Wir haben mit den Vixen Teleskopen eigentlich 0-Probleme, wenn es um die Qualität geht. Wenn überhaupt, dann gibt es eigentlich nur dann
Probleme, wenn Käufer von Teleskopen andere Vorstellungen von dem haben, was man wirklich mit Telekopen sehen kann.
Wir überlegen deshalb zur Zeit, unser Büchlein ..Blick ins Weltall .. nachdrucken zu lassen. In diesem Büchlein
sind z.B. Fotos abgebildet, wie man bestimmte Objekte am Himmel mit gängigen Amateurteleskopen WIRKLICH sehen kann.
Das ist eine gute Hilfe, um sich nicht später sagen lassen zu müssen, man habe Dinge versprochen, die man nicht halten kann. In diesem Zusammenhang sei an ein Prospket eines gut eingeführten Herstellers erinnert, der in seinem Katalog ein Voyager-Saturn-Foto abgedruckt hatte und darunter stand
sinngemäß .... so oder ähnlich kann man Saturn sehen.

Mit freundlichen Grüßen
Vehrenberg KG
H.Vehrenberg
 
Hallo Herr Vehrenberg,
da liegen wir doch absolut auf einer Linie. Der "menschliche Faktor" beim Endanwender ist nun mal nicht zu unterschätzen. Sie mögen mir jedoch verzeihen, wenn ich Aussagen von Händlern, betreffend die Qualität oder die Häufung von Problemen bei der "Hausmarke" mit einer mehr als gesunden Skepsis begegne. Marketing und Wirklichkeit sind nun mal nicht synonym. Das ist die Lektion der letzten 25 Jahre im Hobby, nach ca. 160 verschiedenen Optiken, welche ich in dieser Zeit "mein Eigen" nennen durfte - oft nut für wenige Tage oder Wochen, weil eben auch klangvolle Markennamen nicht vor Ausreissern gefeit sind. Mögen diese auch noch so selten vorkommen.
In diesem Sinne
Nikita
 
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