Gutes Refraktorteleskop!

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Herbert
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Herbert

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Ich trage mich mit dem gedanken ein RefraktorTeleskop zu kaufen.
Mein Auge blieb an einem Skywatcher AC 120/1000 Refraktor auf NEQ-5 Montierung hägen, Ich wollte meiner Tochter ein paar Planeten zeigen,den Mond und ein paar sternhaufen,Vieleicht die Andromedagalaxie. Wäre das was dafür ?
Ich Danke für Antworten.
Herbert
 
Hi Herbert,
wenn es denn ein achromatischer Refraktor sein soll, hat der Antares Elite 127 einen ganz guten Ruf in den Astro - Foren. (Ich kenne ihn aber nur aus den Beiträgen, habe leider selbst noch nicht durchgesehen.) Die Optik ist allerdings etwas teurer, bietet aber etwas mehr Brennweite und weniger Farbfehler.
Viele Grüße und CS
Martin
 
Hallo Herbert,

als kleine Frage sei gestattet warum es gerade ein achromatischer Refraktor sein soll?

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Herbert,

ich denke für Planeten und Sternhaufen ist das keine schlechte Wahl. Für Galaxien schon etwas weniger, vor allem wenn Du da Struktur sehen willst.
Ich habe selbst einen ähnlichen Refraktor und der gibt schon eine Menge her.
Qualitativ etwas besser ist der Vorschlag von Martin mit dem Antares Elite, allerdings ist der für die von Dir angepeilte Montierung wegen des langen Hebels schon grenzwertig.

Je nachdem wie das Budget aussieht solltest Du vieleicht auch einen der neuen ED Refraktoren 127 mm in Erwägung ziehen, die es unter verschiedenen Namen zu kaufen gibt. Da hast Du dann schon einiges mehr an Qualität und Farbreinheit.

Gruß
Hans
 
Hallo Herbert,

für die angepeilten Objekte ist der Refraktor nicht ideal. Ein Newton Reflektor 150/900 von GSO zeigt da in allen Belangen mehr.
Er hat keinen Farbfehler, welcher am Mond und vor allem am Planeten Kontrast kostet, er ist ein wenig Lichtstärker, was bei Sternenhaufen schwächere Sterne zeigt. Generell schwächelt er bei höheren Vergrößerungen nicht so schnell.
Aber er wäre ein Newton und damit musst du Ihn justieren und je nach Stellung auch mal in den Schellen drehen, damit der Okularsuzug einsehbar ist.

Aber wenn es ein Refraktor sein muss und das Budget für einen ED100 oder größer nichr reichen wird (der Tubus kostet ohne Montierung schon über 700Euro), dann will ich dir den 120/1000 nicht ganz ausreden. Er sieht schon mächtig nach Teleskop aus, aber wenn der Jupiter bei 150x irgendwie flau wird, dann weißt du, was ein Farbfehler bewirken kann.

Für mal eben Planeten und Mond, sowie Sternenhaufen und ein paar hellere Galaxien zeigen wird es reichen. Der Preis ist moderat, wenn die Astroflamme dann erlischt. Wenn danach aber ein Feuer entfacht wird, dann könnte es sein, dass du dich neu orientieren möchtest. Da hätte der Newton noch Reserven, wenn man sich mit Justage und Tubus drehen anfreunden kann. Eine NEQ5 wäre auch in diesem Fall eine richtige Wahl.

Einen Dobson können andere Empfehlen, was dem Ding abgeht ist die motoische Nachführung. Bei einer NEQ5 kann durch leichtes Drehen der Stundenachse auch bei hoher Vergrößerung ein Objekt wieder leicht eingefangen werden - solange man sich den Motor noch nicht gegönnt hat. Ein Dobson kann das nicht, der muss azimutal nachgeführt werden (hoch, runter) aber bei dem gibt es am meisten 'bang for the buck'.

CS,
Stefan
 
hi

zur andromedagalaxie:
sie ist so groß wie fünf oder sechs vollmonde in der länge und ich glaube 2x so breit wenn du mit dem bloßen auge schaust. dazu benötigst du aber einen sehr dunklen himmel. ich hab sie schon im 10x50 fernglas gesehen. ist eigentlich ein gutes objekt dafür. ob die ganze galaxie in das gesichtsfeld des teleskops passt? ist oft nicht mehr drin. versuchs mal, solltest du ein fg zuhause haben.

bye michael
 
Hallo Stefan,

ein 150mm Newton ist keinesfalls besser als ein 120mm Refraktor mit 1000mm Brenweite oder mehr, er ist allenfalls gleichwertig.
Wenn man die Obstruktion abzieht kommt er vom Kontrastübertragungsdurchmesser auf dasselbe heraus. Kein Teleskop hat was zb. Sternhaufen angeht eine schärfere Abbildung als ein unobstruierter Refraktor.
Der böse Farbfehler wird absolut überbewertet, er stört am Mond kaum und auch Jupiter läßt sich mehr als 150 fach vergrößern. An Saturn ist von einem Farbfehler dann schon mal gar nichts zu sehen, so letzten Samstag bei meinem Refraktor bei 225fach. Wohlgemerkt, ich rede von Refraktoren mit 1000 mm Brennweite oder mehr bei maximal 120 bis 127mm Öffnung.

Ich habe einen TAL 125 / 1125 Refraktor den ich immer wieder mit einem Intes 150 / 900 Mak Newton vergleiche. Die Abbildung im Refraktor ist einfach "schärfer" und ästetischer. Und das Intes ist bestimmt nicht schlechter als ein GSO.

Ganz abgesehen davon, dass das ewige drehen in den Rohrschellen bei einem paralaktisch montierten Newton um eine einigermaßen akzeptable Einblickposition zu finden ein einziger Krampf ist.....

Grüße
Hans
 
Hallo Hans,

nicht schon wieder diese Pauschal(an)schläge. Das hatten wir schon bis zum Erbrechen und es wird nicht richtiger davon.
Das mag Deine Sicht der Dinge sein, sogar das was Du tatsächlich und real siehst.
Unbestritten.

Ich sehe das anders und auch das ist belgebar.
Es muss ein sehr guter und sehr farbreiner 5" Refraktor sein, der einem gleichwerten 6" Newton mit geringer Obstruktion (also F/6 in Ri. F/8) Paroli bieten will.

Ich habe gerade zufällig einen ziemlich guten 127/1016 Intes Mak Newton hier (26er FS), der packt meinen nicht ganz perfekten 6" F/6 Newton nicht. Ihm fehlt etwas Öffnung.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die vielen Antworten. Ich werde meine Entscheidung nochmal überdenken. Vieleicht ist ein 10" Dobson doch die bessere Wahl. Hatte schon vorher mal daran gedacht eins zu Nehmen.
Gruß
Herbert
 
Hallo Hans,



Der böse Farbfehler wird absolut überbewertet, er stört am Mond kaum und auch Jupiter läßt sich mehr als 150 fach vergrößern. An Saturn ist von einem Farbfehler dann schon mal gar nichts zu sehen,

:erschreck:

Gerade bei Jupiter und Saturn ist der Kontrastverlust durch den Farbfehler extrem störend, am Mond nicht weniger.

Wohlgemerkt, ich rede von Refraktoren mit 1000 mm Brennweite oder mehr bei maximal 120 bis 127mm Öffnung.

Wenn Du FHs meinst: bei nichtmal f10 ist man von farbreiner Abbildung meilenweit entfernt, selbst ein 80/1500 (f18,75) zeigt Farbe und wird von einem simplen 114/440 Skywatcher-Newton versägt.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Herbert,

mal nur auf die Schnelle einige Erläuterungen für Dich. Möglichst einfach auf den Punkt gebracht:

Farbfehler: Der Farbfehler verhindert nicht einfach, dass man eine gewisse Vergrößerung verwenden könnte, die ohne Farbfehler ginge. Sondern der Farbfehler verwischt halt Details. Ein Beispiel wären Sonnenflecken (Filter!!!) oder feine Mondkrater. Also dunkle Details in heller Fläche. Der Farbfehler lässt sie blau aussehen oder lila anstatt schwarz. Man kann sie aber beobachten und weil es Details mit starkem Kontrast sind (hell/dunkel), kann man auch sehr hoch vergrößern trotz Farbfehler. Ein Effekt dabei: Wird durch hohe Vergrößerung das Bild dunkel, kann das Auge ab einem Punkt Farben nicht mehr wahrnehmen, weil es auf Stäbchensehen umschaltet, noch dazu unter Auflösungsverlust. Das heißt der Farbfehler wird zu einem Graufehler und damit kaum wahrgenommen und die Unschärfe durch diesen Graufehler fällt nicht auf, weil das Auge wegen des Auflösungsverlust gar nicht mehr scharf genug sieht um Unschärfe zu bemerken - unser Gehirn "denkt sich das Bild schön". Das hat aber nicht mit Wahrnehmungsgewinn also sinnvoller Vergrößerung zu tun. Es wirkt nur bombastisch.
Bei den angesprochenen Nuancen und Pastelltönen wird Übervergrößerung erst wirklich wahrnehmbar, wenn man z.B. mit einem Zoom-Okular mal bewusst Vergrößerung zurück nimmt und bemerkt, wie Details auf einmal einfacher erkennbar, knackiger werden. Eine Erfahrung die viele Sternfreunde einfach nicht machen (wollen).

Zum Versägen und zum Newton: Der Newton ist (k)ein einfaches Teleskop. Das Prinzip ist einfach, aber es ist nicht einfach einen guten Newton herzustellen. Zumindest für Serienhersteller - und gewollt ist das von denen auch nicht. Der Newton hat etliche Möglichkeiten wie sich Licht was nicht zum Bild gehört einschleichen kann. Die muss man dicht machen. Grundsätzlich mit Taukappe (weil heute zu kurze Rohre verbaut werden) und Velours-Auskleidung (schwärzer als Alibi-Mattlack). Außerdem haben Newtons von der Stange grundsätzlich zu enge Tuben ("Rohre"). Daher muss man vom Spiegel aufsteigende Warmluft anders loswerden als beim Selbstbau, wo sie schonmal außerhalb des Lichtweges oben am übergroßen Rohr abströmen kann. Die Maßnahme ist eine saugende Belüftung, durch die Teleskopöffnung rein, am Spiegel vorbei und nach unten richtung Boden wieder raus - jedenfalls die einfachste Variante. Dadurch wird die unterschiedlich warme Luft im Tubus verwirbelt, also homogen vermischt. Diese Beherrschung von unterschiedlich warmen Luftströmungen ist in jedem Teleskop ein Problem, umso mehr, je größer es ist. Auch ein großer Refraktor ist davon betroffen, aber weil das Wärme speichernde Glas da oben sitzt, strömt warme Luft automatisch nach kurzem Weg weg vom Strahlengang. Trotzdem gibt es auch dann noch Effekte wie Konvektion, weil die Tubusoberseite kälter wird, als die Unterseite, die noch Wärme vom Boden erhält. Dagegen isoliert man den Tubus, z.B. mit Styroportapete, etc. Velours isoliert auch etwas.

Auch Justage will ich noch ansprechen. Das muss man beim Newton machen, aber auch: Das kann man beim Newton machen. Beim Refraktor kann man das zu oft nicht bzw. wenn man es kann kriegt man es nicht hin. Erst recht nicht bei den Dreilinsern. Das können nur wenige Sternfreunde und oft mit nicht alltäglichem Werkzeug (Interferometer). Zum Glück sind einige Refraktor-Bauarten, vor allem Zweilinser, da ganz gut tolerant. Newtons werden richtig kritisch, wenn sie ein großes Öffnungsverhältnis haben. Also f/4. f/6 ist dagegen schon gutmütig, aber das hängt auch noch von der eigenen Justiererfahrung ab.

Mal noch zu nadelfeinen Sternen oder dem schwarzen Hintergrund. Erst dieser Tage wieder gelesen. Tja. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Hat man einen Newton bezüglich Störlicht/Streulicht wie oben beschrieben im Griff, gibt es da nur einen Unterschied: Die AP, also Vergrößerung relativ zur Öffnung. Bei Minimalvergrößerung (7mm AP, ergibt sich aus Öffnung durch Vergrößerung, also z.B. 200mm/28,5x=7,0...mm AP) ist der Himmelshintergrund in Mitteleuropa kaum anders als grau. Zuviel Himmelsaufhellung. Stelle ich einen Refraktor 120mm daneben habe ich mit 120mm/28,5=4,2mm AP und weil hier das Quadrat eingeht 2,7x weniger Bildhelligkeit. Da wirkt der Himmel bei gleicher Optikqualität viel eher schwarz. Hinzu kommt bei mehr Öffnung die bessere Sternerkennbarkeit. Sterne sind Punktquellen, das heißt sie werden durch das Vergrößern solange nicht dunkler, wie man sie nicht flächig sieht. Also etwa bis 1,5mm AP also bei 200mm Öffnung bis 133x bei 120mm Öffnung bis 80x. Bei 200mm Öffnung hat man dann nicht nur mehr Sterngrößenklassen sondern helle Sterne sind auch entsprechend greller. Dann sind nicht nur teleskopbedingte Effekte wie Beugungsstrahlen einer Fangspiegelhalterung ("das Kreuz") deutlicher, sondern auch Unregelmäßigkeiten des Auges werden bemerkbar. Bei grellen Sternen wird kein Teleskop einen Stern nadelpunktfein erscheinen lassen. Das bekommen unsere Augen nicht hin, was übrigens eigentlich eher für die Güte unserer Netzhaut spricht, als gegen das Teleskop. Allerdings hat es auch eine eigene Schönheit, wenn helle Sternhaufen im Teleskop großer Öffnung auch wirklich grell funkeln. Tatsächlich können Teleskope mit relativ zur Öffnung großer Obstruktion Sterne nicht mehr so nadelpunktfein abbilden, weil der Sternpunkt an Helligkeit einbüßt und der erste Beugungsring an Helligkeit gewinnt. Natürlich wird der Stern nicht dunkler als der Ring! Aber bei schlechtem Seeing ("Luftunruhe") verschmieren beide und der Stern wird ein Flatschen. Da große Öffnung auch besser auflöst, also kleinere Sternpunkte macht, kann Seeing auch viel öfter diesen Störenden Effekt hervorrufen. Obstruktion unter 20% des Durchmessers (40mm auf 200mm Öffnung) gilt generell als nicht bemerkbar und selbst im direkten Vergleich nur schwer bemerkbar. Bei 30% sieht ein erfahrener Beobachter es im direkten Vergleich gut, bei 40% fällt es dann auch so schon auf, wenn man weiß, wie es auszusehen hätte. Allerdings: Immer bei gleicher Öffnung im Vergleich.

Was also tun?
Im Endeffekt ist es so, dass man sich natürlich bewusst für eine hohe Bildästhetik entscheiden kann und sich überlegen muss, worauf man damit verzichtet. Zum Beispiel auf Öffnung und damit generell auf Leistungsvermögen. Ein einigermaßen ordentlicher 6 Zöller wird einen 4 Zöller gleich welcher Güte immer bezüglich sichtbarer Details in die Ecke stellen. Tja, und ein 150/750 Newton von der Stange ist damit eben nicht mehr gemeint, obwohl der alles vierzöllige mit Farbfehler nicht zu fürchten braucht. Baut man sich hingegen einen 150/900 Newton ordentlich, dann braucht der nur eine Optik, die halt OK ist, nichtmal ausgesucht gut.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Felix,

wenn das so ist wie Du da schreibst dann sind FH Refraktoren ja das letzte und absolut unbrauchbar. Aber erklär mir mal wieso trotz des Kontrastverlustes durch den bösen Farbfehler am Saturn die Cassiniteilung so klar und deutlich zu sehen ist?

Hast Du das eigentlich alles schon mal mehrfach ausprobiert oder plapperst Du nur nach was halt so gängige Forenmeinung ist?

Ich weiss jedenfalls wovon ich rede, weil es meine Erfahrung mit den genannten Teleskopen ist. Immerhin erkennt sogar Günther *entfernt* das an obwohl er anderer Meinung ist.
FH Refraktoren, da rede ich von um F10 bei 4 bis 5 Zoll Öffnung und F15 bei 6Zoll werden zu Unrecht verteufelt, weil viele den von mir so genannten bösen Farbfehler nur vom Hörensagen und der Theorie her kennen, aber selbst noch nie gesehen haben wie das dann tatsächlich aussieht.

Grüße
Hans



 
Hallo Hans,

Ich habe hier verscheidene Newtons und Refraktoren, auch einen kleinen recht farbreinen 70mm Refraktor der durch seine Schärfe am Mond Spaß macht, an Planeten für meinen Geschmack aber viel zu wenig Öffnung hat. Da nehme ich den 8"f6 Newton der ein wenig umgebaut ist und dem Kleinen in Schärfe in nix nachsteht. Einen Refraktor der da mithält kann ich mir nicht ansatzweise leisten. An Planeten will ich hoch vergrößern ohne das das Bild weich wird. Visuell würde ich bei den Achromaten sowas wie einen 80/1200 oder 105/1500 oder 6"f15 planetentauglich finden - mit der Einschränkung schlechtmöglichstes Preis-Leistungsverhältnis wegen Öffnungsmangel.

Darum nutze ich den 70/840 fast-APO und den 80/1500 Achromat wegen Öffnungsmangel nur als mal eben schnell Gerät.

Ich wollte meiner Tochter ein paar Planeten zeigen,den Mond und ein paar sternhaufen,Vieleicht die Andromedagalaxie.

Klar, grundsätzlich ist der 120/1000 Rohr dafür geeignet, gar nicht mal soo schlecht als Alrounder wie Du mir in den Mund legen wolltest, es gäbe halt anders mehr Leistung für weniger Geld.


Viele Grüße Felix
 
Hallo nochmal,
ich will (trotz der bekannten und berechtigten) Gegenargumente auch nochmal für einen Refraktor sprechen:
Wenn die Tochter (ich kenne das Alter ja nicht) mal nach dem Aufbauen alleine kucken will, ist ein Refraktor mit dem Einblick hinten einfacher zu händeln als ein Newton.
Auch der Beobachtungsort spielt eine Rolle: In der Nähe von Mauerwerk (Balkon, Terrasse) und anderen Hausdächern wird man mehr als 5 Zoll selten an Planeten nutzen können. Wenns ein 8" Dobson wird, dann muss man m. M. n. schon mobil sein, um die Optik auszureizen.
Und: Am besten mal bei anderen Sternfreunden durchschauen.
Auch ein Gebrauchtkauf kann vorteilhaft sein, die meisten von uns behandeln ihre Gerätschaft pfleglich.
Grüße und CS
Martin
 
Hallo Herbert,

der Sprung vom 120er Refraktor auf einen 10" Dobson ist schon recht heftig.
Diese 10-Zöller kommen meistens mit F/5 daher, also 254/1250.
Klar kann man das an einer passenden Montierung und einem qualitativ zu den Ansprüchen passenden Refraktor mit 4-5" Öffnung gesparte Geld ganz locker für einen solchen Dobson mit einigen passenden und gut gewählten Okularen, die auch an F/5 gut abbilden, anlegen.
Zu den Ansprüchen würde aber ein in allen Belangen etwas gutmütigerer 8" F/6 Dobson sehr gut passen und da bliebe dann vom Budget her die Möglichkeit, nach und nach zu einer sehr guten Ausstattung zu kommen.
Ein 8" F/6 Newton nimmt die guten, wirklich F/5 tauglichen Okulare auch sehr gerne, ein 10" F/5 braucht sie fast schon zwingend.
Wie ich schon mal andeutete stellt sich auch bem Newton, wie bei allen Teleskopen, die Qualitätsfrage und die Frage der Ansprüche an die Abbildungsqualität.
Sven hat das schon sehr passend geschrieben und man kann natürlich gewisse Nachteile (nicht alle) durchaus mit noch mehr Öffnung erschlagen.

Ich selbst bin eher geneigt, das auszureizen, was gegebene Öffnung kann. Dazu muss man beim Teleskop noch nicht Mal unbedingt viel mehr Geld in die Hand nehmen, aber man sollte über Heimwerkerfähigkeiten für den Hausgebrauch verfügen. Ich will einfach nicht mehr Teleskop schleppen, als nötig.
Man muss (bei jedem Teleskop), um die durch Öffnung, Bauart und die Qualität der Optik vorgegebnen Leistung abzurufen, einfach nur das Teleskop mechanisch und thermisch beherrschen, es justieren können (und wollen) und für Streulichtunterdrückung sorgen.
Man fängt aber m.E. nicht an, das Teleskop zu bebasteln und optimieren, bevor man durchgeschaut hat. So ein 8 oder 10-Zöller ist auch ohne Optimierung schon ein starkes Stück. Man schaut sich das an, genießt und geht dann Schritt für Schritt vor, wenn man mehr erreichen will (man muss das nicht wollen, man darf).

Bei den Okularen, zumindest bei den langen Brennweiten für die Übersicht muss man einfach mehr Geld in die Hand nehmen oder mit deutlich sichtbaren Schwächen (z.B. in der Randabbildung) leben, wenn man F/5 wählt.
Auch hier gilt, dass man mit drei Okularen für den Anfang auskommen kann, aber längst nicht alles sieht, was das Teleskop zeigen kann. Auch hier heißt es m.E. wieder schauen, Erfahrungen sammeln und anhand eigener Erfahrungen und erkannter Bedürfnisse weiteres Zubehör anschaffen.
Wenn am Anfang ein Teil des eingeplanten Budgets übrig bleibt, ist das also kein Fehler.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Hans,

einen von dir genannten 6" Refraktor mit f15 haben wir auf unserer Sternwarte. Der liefert klasse Bilder am Planeten, Mond und Doppelsternen. Aber das Zeiss AS-Objektiv dürfte nicht ganz billig sein.

Blende deinen 127/1200 mal auf 100mm ab (falls möglich) und ich glaube das Bild wird "knackiger". An einem engen Doppelstern müsste das gut zu sehen sein.

CS,
Stefan
 
Hallo Freunde,

es ist immer wieder das selbe. Viele Lesezugriffe, massenhaft Antworten, viele beleidigte Leberwürste und eine Menge
sich immer wierderholender Ratschläge der Spiegel, Refraktor, Dobson oder Montierungsfraktion ... Auslöser >>> Einsteiger >>>
Ich suche einen Refraktor für ..... Das erinnert stark an ein VW-Forum, in dem einer um Rat fragt welchen Opel er kaufen soll.
Na dann Feuer frei ......
 
Hallo Stefan,

das mit dem Abblenden hab ich schon gemacht. Das Gerät verhält sich dabei genau wie Du sagst.

Mit einem 6 Zoll F15 Objektiv welches mir in China zugelaufen ist bastle ich gerade an einem Schaer- refraktor. Ich habe es mal probeweise auf einer Vorrichtung am Stern ausprobiert und es ist gar nicht mal so übel, wenn wohl auch nicht wie ein AS.
Aber da fehlt mir wieder der direkte Vergleich, durch ein AS hab ich noch nicht durchgeschaut.

Grüße
Hans
 
Hallo Tommy,

ja, so ist das in einem Forum. Es gibt halt viele Leute, die unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben oder unterschiedliche Einstellungen haben. Was dem FRagesteller nun ausreicht oder gefallen wird, weiß ja keiner von uns. Von daher gibt es jede Menge Meinungen und Diskussionen. Und vergiss nicht, es handelt sich um eine virtuelles Forum, die Leute kennen sich z.T. gar nicht.

Zielgerichteter ist es, wenn der Fragesteller zu Teleskoptreffen oder Sterwarten/Astrovereinen geht. Dort kann er sehen und ausprobieren oder sich gewissen Dinge, die hier in einem virtuellen Forum halt nur beschrieben werden können, einmal live zeigen lassen.

Wenn das zu lange dauert, dann kann man als beratender Hobbyastronom auch sehen, dass der Refraktor ganz ordentlich ist und im großen und ganzen passt. Ein Hinweis auf einen 6" Newton ist nur eine Idee, aber der Fragesteller muss hier mit seinem Einsatz daherkommen - er will ja das Gerät - und sich zur Aufgabe machen, ob ihn der Unterschied Achromat/Newton interessiert und dann sehen, wie er an einen Vergleich kommt. Oder er sieht, dass das REfraktor-Gerät so falsch nicht ist und holt es sich. Dabei sammelt er Erfahrung und Kenntnisse, die nicht zu ersetzen sind.

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Der "Rest" ist im Forum halt so.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

ich glaub das verrät einiges an Desinteresse. Entweder man möchte jemanden auf den(/m) Weg helfen, oder man will nur Postings abhaken. Letzteres scheint Deine Grundidee zu sein - meine ist es nicht.

Nur wer seine Optionen kennt kann entscheiden. Die Frage ist, ob derjenige der sie nicht kennt wirklich (vielleich in Unwissenheit) glücklicher ist. Kann jedenfalls ein böses Erwachen geben.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ich glaube nicht, dass es mein Interesse ist, was du da zu sehen glaubst. Aber du hast auch nicht mehr geschrieben als ich, was dem Threadersteller weiterhilft. Den Hinweis auf den Newton hast du mit viel 'Text' umbaut, mehr nicht.

Den Hinweis auf Sternwarten hattest du weggelassen und schreibst (nach meinem dafürhalten) in indirekten (und langen) Andeutungen, die zwar korrekt sind, aber bei einem Einsteiger letzendlich zu keinem konkreten Handeln führen.

Insofern schürst du Bedenken, lässt den Einsteiger dann aber allein.

Deshalb glaube ich, dass mein Hinweis auf den Newton schon ausreichend war - aber meine Forderung an den Fragesteller sich um Kontakte zu bemühen auch. Weiter gibt es wirklich nichts zu besxhreiben, es sei denn der Fragesteller fragt jetzt etwas.

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

ich brauchte keine Infos liefern, die sind schon von anderer Stelle so korrekt gekommen. Ich musste sie nicht wiederholen. Aber es war mir wichtig, die Mechanismen zu beschreiben. Ich glaube Du hast das gar nicht ganz gelesen, aber egal.

Bedenken schüre ich - nachdem die Antworten schon da sind! Und ich liefere Beschreibungen, wie sich das ganze auswirkt, Material mit dem man sich eine Einschätzung aufbauen kann.

Clear Skies
Sven
 
Hi,
also ich rate von dem Fraunhofer 120/1000 Refraktor ab, da giebt es bessere Alternativen, welche das sind findest du am besten auf einem Teleskoptreffen raus, in dem du durch die entsprechenden Instrumente guckst.
Ich habe erst letztens durch einen 120/1000 Refraktor gucken können, für Planeten und Mond halte ich den ungeeignet.

Bei höherer Vergrösserung sieht es aus als ob der Mond eine Athmosphäre hätte, bis 150x fand ich persöhnlich das Bild ok.

Zum Vergleich, im 8'' Dobson kannst du auch noch 240x gewinnbringend einsetzen, bei sehr gutem Seeing geht auch 300x bis 375x.

Der 10'' Dobson zeigt noch etwas mehr wenn das Seeing es zulässt.
Wenn du in einem solchen Newton den Saturn bei perfektem Seeing im Okular siehst, ist es ein Erlebnis das du nie vergisst.

Gruss Patrick
 
Hallo Sven,

naja, dein Fachwissen ist unbestritten. Aber das was ich weiter oben mit "Rest" beschrieben hatte war dein Beitrag auf mein Posting. Distanzlos und bei uns in der Sternwarte würden sich jetzt zwei Mitglieder über die gegenseitigen Umgangsformen unterhalten.

Oder, man hätte seine Meinung über einen anderen diesem direkt gesagt, ohne es vor versammelter Manschaft aus heiterem Himmel zu tun. Dafür haben die Admins hier die PM eingerichtet und erhlich gesagt hätte ich deine Kritik auch auf diesem Weg erwartet.

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

das wäre nicht zielführend gewesen. Warum sollte ich es tun? Für Dich scheint es zielführend, diese Diskussion zu führen, was dem Thread nichts bringt. Ich kann mich dem verweigern.

Clear Skies
Sven
 
Gutes Refraktorteleskop ?

Hallo Herbert,

Mein Auge blieb an einem Skywatcher AC 120/1000 Refraktor auf NEQ-5 Montierung hägen, Ich wollte meiner Tochter ein paar Planeten zeigen,den Mond und ein paar sternhaufen,Vieleicht die Andromedagalaxie. Wäre das was dafür ?

ich würde das Teleskop nicht dafür empfehlen.
Sven Wienstein hat schon eine ausführliche Begründung gegeben
warum das ausgesuchte Teleskop für den Zweck wenig geeignet ist.

Ich möchte auch noch etwas schreiben:

1) Andromedagalaxie:
Die ist riesengroß. Auch von uns aus gesehen. Sie erstreckt sich
über 3,2° bis 3,5° am Himmel, wenn der dunkel genug ist
um die schwachen Randbereiche von M31 auch noch zu zeigen.

Bei 1000mmm Brennweite kannst du mit einem 2" Okular,
welches den maximalen Feldblendendurchmesser von 46mm aufweist
"nur" 2,63° am Himmel sehen. Dir wird also der Gesamteindruck fehlen,
dafür braucht es ein Gesichtsfeld von knapp 4° am Himmel.
Also bei 2" Okularen ein Teleskop mit nicht mehr als 660mm Brennweite.
Den hellen Kernbereich und dessen Umgebung sowie das auffälligste
Staubband wirst du aber gut sehen können.

Den Farbfehler haben andere schon angesprochen.
Zu-kurze-Achromaten sind diesbezüglich leider sehr übel.
Was viele nicht beachten ist folgendes:
Der Farblängsfehler ergibt sich aus der Glaskombination.
Er beträgt beim Bk7/F2 Achromaten 1/2000stel der Brennweite.
Wenn nun die Brennweite des Achromaten für grünes Licht
(bei dem das Auge am empfindlichtsen ist) 1000mm beträgt,
dann fokussiert rotes und blaues Licht 0,5mm weiter weg
von der Linse.

Nun muß man noch den Durchmesser der Airy Disc sowie die Schärfentiefe mit einbeziehen.
Rutten/Van Venrooij geben in Chapter 6.2 eine ausführliche Diskussion
zu diesem Thema und entwickeln die Formel:

N (min) = 0,122 D

Die Öffnungszahl N des Achromaten darf nicht kleiner sein
als dessen Öffnung in Millimetern mal 0,122.

Bei 100mm Öffnung ergibt sich eine Öffnungszahl von 12,2
und bei 120mm Öffnung sollte sie 14,64 betragen,
bei 152mm Öffnung 18,54 und bei 200mm Öffnung 24,4 (!)

Damit ist der Achromat zwar immer noch nicht farbfehlerfrei,
er liefert aber eine akzeptable Bildschärfe.

Ein 6" f/15 Achromat ist diesbezüglich übrigens recht gut
mit einem 6" Newton mit 30% Obstruktion vergleichbar (W.Zmek).

H.R.Suiter zeigt daß wenn man gewillt ist eine defokusbedingte Aberration
von 1 Wellenlänge zu akzeptieren man zu 0.12D (mm) kommt.
das entspricht dem Fraunhoferkriterium, siehe Rutten/van Venrooij.

Allerdings waren schon in frühern Zeiten einige Beobachter
weniger farbfehlertolerant.
Conradi wolte eher um 1/2 Wellenlänge Defokus beim Achromaten akzeptieren.
Dann wird die Formel zu: 0,23D (mm)
Ein Achromat sollte bei 80mm Öffnung demnach N = 18 haben,
bei 100mm Öffnung N = 23 und bei 120mm Önnung N = 27,6

Was ssagt dir das?
Warscheinlich eher wenig. Selbst durchschauen ist angesagt.

Das hat 2 Gründe:
1) du kannst dich nicht auf das verlassen was andere schreiben.
In den USA gibt es jemandem der bei einem 200mm f/9 Achromaten
praktisch keinen Farbfehler sehen will. Dir hilft die Aussage
eines Farbenblinden also nichts.
2) du wist nicht wie farbempfindlich du (bzw deine Tochter) ist.
Vorsicht:
Die Farbenblindheit in irgendeiner Form ist bei Männern
sehr viel häuiger als bei Frauen anzutreffen!
Laß also auch deine Tochter durchsehen.

Zuletzt noch eine persönliche Anmerkung von mir:
Ich bin mit einem Spiegelteleskop angefangen.
Deshalb und weil ich eine gute Farbentüchtigkeit habe bin ich
sehr empfindlich was den Farbfehler betrifft.
Ein 80/1200mm Vixen Achromat ist für mich akzeptabel,
aber ich sehe natürlich auch da noch den Farbfehler.

Die Ahcromaten wurden bei kleineren Öffnungen weitgehend
von ED -Refraktoren abgelöst. Die sind leider teurer,
wenn die öffnung über 10mm hinausgeht sogar sehr viel teurer.
Wenn es aber wegen der Unkompliziertheit (Justage ist da
normalerweise nicht notwendig) unbedingt ein Refraktor sein soll
dann würde ich an diner Stelle über einen ED nachdenken.

Ansonsten:
Beim Newton bekommst du mehr Leistung für weniger Geld.
Nachteil ist die Notwendigkeit der Justage, die bei Verwendung
einer parallaktischen Montierung stark wechselnde Einblickposition.

Immer wenn Planeten ins Spiel gebracht werden rate ich
persönlich vom zu-kurz-Achromaten ab.
Mond geht mit Filter (dort kostet das wegfiltern des Farbsaumes
keine Information, bei Jupiter kostet ein solcher Filter
wegen Jupiter`s vielfältiger Farben erheblich Information).

Emissionsnebel gehen mit kurzen Achromaten gut (Linienstrahler),
Galaxien auch da sie überwiegend diffus sind und meistens
nur mit wenig hoher Vergrößerung beobachtet werden.

Immer da wo viel Licht vorhanden ist, keine Filter eingesetzt
werden können oder sollen und hoch vergrößert wird schlagen
die Nachteile des zu-kurz-Achromaten voll durch.
Bei geringer Vergrößerung sowie bei Linienstrahlern
sind die Nachteile vernachlässigbar.

CS,Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Tochter ist 11 Jahre alt. recht groß gewachsen.Ich habe vor ca. 7 Jahren it einem Newton von Bresser meine ersten erfahrngen gemacht. Hab mir damals n paar Plössel okulare dazugekauft und hab nicht schlecht gestaunt. Und Heute hab ich es getahn ich hab ein 8" Dobsen mit einem WE 32mm einen Justierlaser, Mondfilter und ein Plössel 6mm Bestellt. Jetzt heist es Warten.
Ich möchte mich für die Antworten in so reicher Zahl Bedanken.
 
Hatten in der Nacht zum Samstag n bischen freien Himmel, konnte mir Saturn ansehen echt schön. Hoffe auf ein Paar klare Nächte.
Mach auf jeden fall Spaß mal wieder zu gucken.
 
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