philip_noack
Aktives Mitglied
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Spechtelbericht 12“ f5,3 AOM – Dobson
Ort: Sandplacken; In der Nähe des Feldbergs/Taunus ca. 650m Höhe
Hallo Freunde der Nacht, hier kommt ein kleiner großer Spechtelbericht der RIOS, der sich über die letzten 2 Tage erstreckt.
Auf dem Sandplacken kamen Matt Friend, Olaf Kohlbrück, Mario Weigand und meine Wenigkeit gegen 20.30h an. Temperaturen waren gegen –11° und zum Teil böiger Wind. So dick war ich noch niemals eingepackt:
3 Hosen (inkl. Skianzug), 2 Hemden, 1 Pullunder, 2 Pullover und 2 Jacken machten aus mir einen 3 Zentner Mann, der kaum in der Lage war in die Knie zu gehen ... macht ja nix,- nen Schönheitswettbewerb wollte ich eh nicht gewinnen, außerdem war dieser erst kürzlich in London!
Marios C8 (ja, in Orange) und seine mächtige New Atlux wurden sorgfältig auf die kommenden Webcamaufnahmen für Saturn und Juppi vorbereitet. Matt hingegen testete seine neuen 77er Miyauchis.
Der Dob war schnell aufgebaut, auch schnell runtergekühlt, da ich diesen schon früh ins eiskalte Auto gefrachtet habe und auch keine Heizung während meiner Fahrt zum Sandplacken benutzte. Es war also schon im Auto kalt ;-)
Olafs neues MEADE 10“ GPS surrte auf der anderen Ecke des Plackens vor sich hin,- irgendwie klappte das ganze System nicht so, wie es sein sollte!
Los gings wie auch am zweiten Tag mit leichter Vergrößerung an Saturn. In Marios 40mm Baader Erfle schwamm Saturn im all herum. Bloß nicht vergrößern, der Spiegel braucht noch seine Zeit und so wurde Orion ins Visier genommen, der direkt über der Lichtglocke von Frankfurt schwebte. Trotzdem wunderbar. Jedoch wurde schnell klar, dass die Durchsicht nicht der Brenner war ... heftige Böen ließen uns erstarren und beten, dass der Wind doch bitte nachlassen würde.
Mein Bier, welches ich von 10 Minuten aufgemacht hatte, war schon mit Eisklumpen gefüllt .... oje, das wird kalt!
Olaf mußte sich verabschieden, da seine Schmidtplatte komplett zugefroren war!
Doch nun zu den beobachteten Objekten:
NGC 801 langgestreckte Galaxie ...in Andromeda. Eine schwierige Galaxie, ein bisserl länglich, jedoch kaum Strukturen erkennbar.
M76 kleiner Hantelnebel in Cassiopeia: Der OIII Filter wirkt ab und an echte Wunder, so auch hier.
M103: Wie immer schön, leider aber ein bisschen, mmmmhhhh, sagen wir mal, unspektakulär.
NGC 281 großer Nebel in Cassiopeia: Wahnsinn,- riesen großer GN, klare Strukturen,- ich glaube, dass es das am schnellsten gefundene Objekt war.
Nun wurde es interessant:
Ein Duell bahnte sich an: 40mm Baader Erfle vs. 40mm Pentax XL
Preislich gesehen geben sich die beiden „Großfeld-Sucherokulare“ ja nur knapp 10€,- wo sind also die Unterschiede? Matt, der die gesamte Pentax-Reihe besitzt schwört halt auf diese,- mal schauen ob er recht hat.
Mit f5,3 kann man schon die Spreu vom Weizen trennen ... und los gings: M42, beide Okulare zeigten genauso viel Details. Hier sind keine nennenswerten Unterschiede festzustellen.. Bei den Plejaden wurde es allerdings kritischer. Das Baader zeigte zur Mitte hin, die Hauptsterne des Siebengestirns eindeutig heller, jedoch wurde
Es zum Rand hin ein bisschen dunkler und am äußersten Rand zeigte sich eine leichte Koma. Hinzu kommt, das man beim Baader ein bisschen reinkriechen muß, um das komplette Gesichtsfeld zu überblicken. Trotzdem muß gesagt werden, dass es ein absolut gutes und hochwertiges Okular ist!
Das Pentax hingegen war randscharf, keine Kometen wurden gesichtet und punktförmigste Sterne. Das schon überall gelobte angenehme Einblickverhalten kann ich voll und ganz bestätigen. Aus meiner sicht lohnen sich die 10€ mehr auf jeden Fall ... bei dem Preis macht das ja eh keinen Unterschied mehr ;-)
Weiter gings! Heißer Tee war ebenfalls voll im Trend ...Mario schüttete aus Versehen seinen heißen Tee über seinen Okularkoffer. Keine 2 Minuten später war aus dem heißen Tee schon Eis geworden.
Saturn ging jetzt mit 250 fach. Cassini Teilung und auch schon ansatzweise Enke-Teilung waren zu sehen. Cassini zog sich um den gesamten Ringplaneten rum. Auf Saturn konnten ebenfalls klar sichtbar seine Wolkenbänder inspiziert werden.
NGC884 + 869 h+chi: wie immer ein Traum … es funkelte nur so im 40mm XL …. Ich durfte (DANKE) Matts komplette Pentax – Reihe an dem Abend benutzen ... ein wahrer Augenschmaus!
NGC 1023 GLX in Perseus: Schwach, nur indirekt wahrnembar … nix besonderes … weiter …..
M34 OS in Perseus: Funkel, funkel ... funkel
M38 Offener Sternhaufen im Furhmann: : Funkel, funkel ... funkel
M81 / 82: Mmmhhh, ja: Deren Zeit ist einfach abgelaufen,- die beiden Kerle müssen sich noch bis nächsten Sommer gedulden! So schlecht habe ich sie selten beobachtet!
M97 / 108 Der Eulennebel und die M108 Galaxie in einem Oku! Juhuuu, das entschädigte die beiden vorher besuchten Galaxien. Dem Eulennebel konnten wir mit OIII Filter und später noch UHC die Augen entlocken
NGC 6992 obere Bogen des Cirrus- Nebel: Schnaps Idee von mir, war schon viel zu weit unten im Westen, daher zwar sichtbar, aber keine Strukturen erkennbar!
M1: Am 2. Abend definitiv besser,- wie immer aber sehr unspektakulär … wenn man dagegen die Fotos anschaut …. Aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhh!
Juppi
Der große rote Fleck war auch visuell zu erkennen,- besser aber auf Marios Labtop,- der mittlerweile sein C8 auf 6m Brennweite hochgeschaukelt hatte … WOW!
M45 – Plejaden: : Funkel, funkel ... funkel
M42 Orion Nebel: Gegen 1.30h (mittlerweile waren 5 Stunden in der Kälte geschafft und gespechtelt worden!!!) war Orion am besten zu beobachten. Der Hase war klar erkennbar ... das scheint nix besonderes zu sein, aber unter Frankfurts Himmel ist das eine Seltenheit!
NGC 7662 Blue Snowball
Bis zu 450 fach vergrößert und immer noch BLAU! Ein tolles Objekt!
NGC 2392 Eskimonebel
Ebenfalls bis 450 fach,- aber leider war dem kleinen Kerl keine Kapuze anzudrehen! Trotzdem eines meiner Lieblingsobjekte!
NGC 2264 Weihnachtsbaum
Auch ein schönes Objekt für Matts Myauchti
Bei meinem Newton steht er aber wenigstens richtig rum
)
NGC 2237 Rosettennebel
Sehr schwer zu erkennen, man muß sich hier schon kräftig konzentrieren. Wenn dies geschafft ist, offenbart er seine leichte Struktur ... rund eben!
M44 Bienenstock: No Comment! Aber ich bin nicht so ein Fan von Fernglasobjekten
NGC 2903 GLX am Löwenkopf
Ja, der Löwe kommt, aber wie. Jedoch steht er noch zu tief. Also wurde am Kopf NGC 2903 beobachtet. Dank Mario leicht zu finden, sehr schön bei indirektem Sehen ... klare Strukturen
NGC 7331: Galaxie im Pegasus. Pegasus ist einfach schon zu weit unten, da bin ich 3 Monate zu spät, trotzdem noch schwach erkennbar!
So, das wars fürs erste! Trotz erheblich kalten Temperaturen kann ich mir jetzt nix vorwerfen und brauche auch nicht zu meckern, wenn das Wetter mir / uns jetzt die nächsten 2 Wochen mit Wolken, Schnee und Regen bestrafen sollte! Mein Spechteldurst ist erst mal voll und ganz gelöscht!
CS
Euer
Philip von der RIOS
www.galaxien-beobachter.de <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ort: Sandplacken; In der Nähe des Feldbergs/Taunus ca. 650m Höhe
Hallo Freunde der Nacht, hier kommt ein kleiner großer Spechtelbericht der RIOS, der sich über die letzten 2 Tage erstreckt.
Auf dem Sandplacken kamen Matt Friend, Olaf Kohlbrück, Mario Weigand und meine Wenigkeit gegen 20.30h an. Temperaturen waren gegen –11° und zum Teil böiger Wind. So dick war ich noch niemals eingepackt:
3 Hosen (inkl. Skianzug), 2 Hemden, 1 Pullunder, 2 Pullover und 2 Jacken machten aus mir einen 3 Zentner Mann, der kaum in der Lage war in die Knie zu gehen ... macht ja nix,- nen Schönheitswettbewerb wollte ich eh nicht gewinnen, außerdem war dieser erst kürzlich in London!
Marios C8 (ja, in Orange) und seine mächtige New Atlux wurden sorgfältig auf die kommenden Webcamaufnahmen für Saturn und Juppi vorbereitet. Matt hingegen testete seine neuen 77er Miyauchis.
Der Dob war schnell aufgebaut, auch schnell runtergekühlt, da ich diesen schon früh ins eiskalte Auto gefrachtet habe und auch keine Heizung während meiner Fahrt zum Sandplacken benutzte. Es war also schon im Auto kalt ;-)
Olafs neues MEADE 10“ GPS surrte auf der anderen Ecke des Plackens vor sich hin,- irgendwie klappte das ganze System nicht so, wie es sein sollte!
Los gings wie auch am zweiten Tag mit leichter Vergrößerung an Saturn. In Marios 40mm Baader Erfle schwamm Saturn im all herum. Bloß nicht vergrößern, der Spiegel braucht noch seine Zeit und so wurde Orion ins Visier genommen, der direkt über der Lichtglocke von Frankfurt schwebte. Trotzdem wunderbar. Jedoch wurde schnell klar, dass die Durchsicht nicht der Brenner war ... heftige Böen ließen uns erstarren und beten, dass der Wind doch bitte nachlassen würde.
Mein Bier, welches ich von 10 Minuten aufgemacht hatte, war schon mit Eisklumpen gefüllt .... oje, das wird kalt!
Olaf mußte sich verabschieden, da seine Schmidtplatte komplett zugefroren war!
Doch nun zu den beobachteten Objekten:
NGC 801 langgestreckte Galaxie ...in Andromeda. Eine schwierige Galaxie, ein bisserl länglich, jedoch kaum Strukturen erkennbar.
M76 kleiner Hantelnebel in Cassiopeia: Der OIII Filter wirkt ab und an echte Wunder, so auch hier.
M103: Wie immer schön, leider aber ein bisschen, mmmmhhhh, sagen wir mal, unspektakulär.
NGC 281 großer Nebel in Cassiopeia: Wahnsinn,- riesen großer GN, klare Strukturen,- ich glaube, dass es das am schnellsten gefundene Objekt war.
Nun wurde es interessant:
Ein Duell bahnte sich an: 40mm Baader Erfle vs. 40mm Pentax XL
Preislich gesehen geben sich die beiden „Großfeld-Sucherokulare“ ja nur knapp 10€,- wo sind also die Unterschiede? Matt, der die gesamte Pentax-Reihe besitzt schwört halt auf diese,- mal schauen ob er recht hat.
Mit f5,3 kann man schon die Spreu vom Weizen trennen ... und los gings: M42, beide Okulare zeigten genauso viel Details. Hier sind keine nennenswerten Unterschiede festzustellen.. Bei den Plejaden wurde es allerdings kritischer. Das Baader zeigte zur Mitte hin, die Hauptsterne des Siebengestirns eindeutig heller, jedoch wurde
Es zum Rand hin ein bisschen dunkler und am äußersten Rand zeigte sich eine leichte Koma. Hinzu kommt, das man beim Baader ein bisschen reinkriechen muß, um das komplette Gesichtsfeld zu überblicken. Trotzdem muß gesagt werden, dass es ein absolut gutes und hochwertiges Okular ist!
Das Pentax hingegen war randscharf, keine Kometen wurden gesichtet und punktförmigste Sterne. Das schon überall gelobte angenehme Einblickverhalten kann ich voll und ganz bestätigen. Aus meiner sicht lohnen sich die 10€ mehr auf jeden Fall ... bei dem Preis macht das ja eh keinen Unterschied mehr ;-)
Weiter gings! Heißer Tee war ebenfalls voll im Trend ...Mario schüttete aus Versehen seinen heißen Tee über seinen Okularkoffer. Keine 2 Minuten später war aus dem heißen Tee schon Eis geworden.
Saturn ging jetzt mit 250 fach. Cassini Teilung und auch schon ansatzweise Enke-Teilung waren zu sehen. Cassini zog sich um den gesamten Ringplaneten rum. Auf Saturn konnten ebenfalls klar sichtbar seine Wolkenbänder inspiziert werden.
NGC884 + 869 h+chi: wie immer ein Traum … es funkelte nur so im 40mm XL …. Ich durfte (DANKE) Matts komplette Pentax – Reihe an dem Abend benutzen ... ein wahrer Augenschmaus!
NGC 1023 GLX in Perseus: Schwach, nur indirekt wahrnembar … nix besonderes … weiter …..
M34 OS in Perseus: Funkel, funkel ... funkel
M38 Offener Sternhaufen im Furhmann: : Funkel, funkel ... funkel
M81 / 82: Mmmhhh, ja: Deren Zeit ist einfach abgelaufen,- die beiden Kerle müssen sich noch bis nächsten Sommer gedulden! So schlecht habe ich sie selten beobachtet!
M97 / 108 Der Eulennebel und die M108 Galaxie in einem Oku! Juhuuu, das entschädigte die beiden vorher besuchten Galaxien. Dem Eulennebel konnten wir mit OIII Filter und später noch UHC die Augen entlocken
NGC 6992 obere Bogen des Cirrus- Nebel: Schnaps Idee von mir, war schon viel zu weit unten im Westen, daher zwar sichtbar, aber keine Strukturen erkennbar!
M1: Am 2. Abend definitiv besser,- wie immer aber sehr unspektakulär … wenn man dagegen die Fotos anschaut …. Aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhh!
Juppi
Der große rote Fleck war auch visuell zu erkennen,- besser aber auf Marios Labtop,- der mittlerweile sein C8 auf 6m Brennweite hochgeschaukelt hatte … WOW!
M45 – Plejaden: : Funkel, funkel ... funkel
M42 Orion Nebel: Gegen 1.30h (mittlerweile waren 5 Stunden in der Kälte geschafft und gespechtelt worden!!!) war Orion am besten zu beobachten. Der Hase war klar erkennbar ... das scheint nix besonderes zu sein, aber unter Frankfurts Himmel ist das eine Seltenheit!
NGC 7662 Blue Snowball
Bis zu 450 fach vergrößert und immer noch BLAU! Ein tolles Objekt!
NGC 2392 Eskimonebel
Ebenfalls bis 450 fach,- aber leider war dem kleinen Kerl keine Kapuze anzudrehen! Trotzdem eines meiner Lieblingsobjekte!
NGC 2264 Weihnachtsbaum
Auch ein schönes Objekt für Matts Myauchti
Bei meinem Newton steht er aber wenigstens richtig rum
NGC 2237 Rosettennebel
Sehr schwer zu erkennen, man muß sich hier schon kräftig konzentrieren. Wenn dies geschafft ist, offenbart er seine leichte Struktur ... rund eben!
M44 Bienenstock: No Comment! Aber ich bin nicht so ein Fan von Fernglasobjekten
NGC 2903 GLX am Löwenkopf
Ja, der Löwe kommt, aber wie. Jedoch steht er noch zu tief. Also wurde am Kopf NGC 2903 beobachtet. Dank Mario leicht zu finden, sehr schön bei indirektem Sehen ... klare Strukturen
NGC 7331: Galaxie im Pegasus. Pegasus ist einfach schon zu weit unten, da bin ich 3 Monate zu spät, trotzdem noch schwach erkennbar!
So, das wars fürs erste! Trotz erheblich kalten Temperaturen kann ich mir jetzt nix vorwerfen und brauche auch nicht zu meckern, wenn das Wetter mir / uns jetzt die nächsten 2 Wochen mit Wolken, Schnee und Regen bestrafen sollte! Mein Spechteldurst ist erst mal voll und ganz gelöscht!
CS
Euer
Philip von der RIOS
www.galaxien-beobachter.de <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />