Hauptspiegel - laterale Lagerung

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alexanderurban

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Hallo Selbstbauer
Unser 16" auf der Godzilla Montierung (Roboterarm zur Aequatorialen Montierung umgebaut) samt Sternwarte hatte gestern sein firstlight. Alles in allem sehr erfolgreich. Bilder folgen noch.
Einzig kleines Problem: Wir haben den Hauptspiegel mit Silicon auf die 18 Punkt lagerung festgeklebt. Nun merken wir aber, das bei 180grad schwenks in Deklination (ich nehme an Rektraszension auch) der Spiegel ca +-2mm laterales Spiel hat (spricht er rutscht immer ein bisschen auf der Zelle zum Rand des Tubus) (Schwerkraftbedingt)
Also brauche ich wohl oder uebel noch seitlichen Support fuer den Spiegel. Hat jemand erfahrungen/ideen/ websites dazu wie das bei Aequatorial aufgehaengten Newton sonst gemacht wird??

Ich dachte eventuell an vier Klaviersaiten, die von den vier Seiten aus in einer Sling dem Spiegel unterstuerunzg geben. (selbes Prinzip wie bei klassischem Dob (ala Kriege zum beispiel) aber mit Klavier(Gitarren)saiten statt nem Autogurt.

Was haltet Ihr davon (astigmatismus??) Wuerde mich ueber KOmmenatre bzw. alternative Anregung freune
Danke und Gruesse
Alex
 
Hallo Alex,

von Stathis habe ich es so gehört:

Eine Kraft am Spiegelrand aus der Glasebene heraus (z.B. axial) bedeutet Verformung (so wie ein Blatt Papier, das man an der Seite hochhebt). Das ist z.B. der Fall, wenn der Spiegel an der Seite ohne vertikales Spiel gelagert wird, beim Teleskopschwenk sinkt er unterschiedlich mit der HS-Lagerung ein, wird an der Seite aber festgehalten und verformt sich dadurch.

Für eine Kraft in der Glasebene (z.B. radial) sieht es anders aus: in dieser Richtung ist die Scheibe eine sehr stabile Sache. Vergleiche ein liegendes Blatt Papier, wird eine Ecke auf der Tischplatte bewegt, so bewegt sich das Blatt, aber verformt sich nicht (kaum). In der Praxis ist bei 3-Punkt-Lagerung und großem Spiegel der Bereich der Verformung durch das Eigengewicht sehr klein, in Pfennig- bis Markstückgröße (so etwa).

Mich hat das sofort überzeugt, das Prinzip ist einleuchtend. Das ist also ein Grundsatz für eine seitliche Lagerung: vertikal darf sie den Spiegel nicht festhalten, aber eine seitliche Verschiebung darf sie ruhig fest stoppen.

Eine Lagerung mit Klaviersaiten erfüllt diese Forderung. Was sonst immer öfter zu finden ist, ist eine Lagerung mit Kugellagern, siehe hier und hier. Werde ich bei mir auch so machen.

Grüße, Henning
 
Hallo Henning
Danke fuer die Antwort!! Ganz klar ist mir das aber noch nicht (Alex<-- <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> )warum waeren jetzt die Gitarenseiten besser als ne normale schlinge??? leider wuerde ich die Kugellager nur schlecht noch reinbekommen...
Gruesse
Alex
 
Hallo Alex,

was ich nicht dazugeschrieben hatte: die seitlichen Lagerpunkte sollten auf der Höhe des Schwerpunktes des Spiegels liegen. Tun sie das nicht, dann erhält der Spiegel eine Durchbiegungskraft.

Beispiel einer Metallbandschlinge: wenn diese nicht wirklich ihre Kraft auf die ganze Spiegelkantenhöhe verteilt, dann ist die Krafteinleitung nicht symmetrisch zum Spiegelschwerpunkt, und der Spiegel wird durchgebogen.
Und das ist ziemlich schnell der Fall: die Schlinge muss nur ganz leicht verspannt, verdreht oder seitlich wellig sein, kann dabei immer noch sauber und glatt aussehen, aber leitet dann die Kraft nicht in Schwerpunkthöhe in den Spiegel.

Bei Klaviersaiten geht man davon aus, dass der Angriffspunkt in Schwerpunkthöhe liegt, und sie auch horizontal eingebaut ist (-> nur seitliche Kraft).

Grüße, Henning

Ps: ach so, jetzt merke ich erst, dass Du Schlingen aus den Saiten machen willst. Könnte vielleicht auch gehen, weiß ich nicht. Die andere Methode ist z.B. hier und hier (bzw. hier) beschrieben.

Hast Du ein Foto von Deinem Teleskop? Die Unterseite Deiner HP funktioniert nicht...
 
Danke jetzt hab ichs auch kapiert...am Anfang hast du davon gesprochen den Spiegel auf einer art feder aus ner KLavierseite (faengt den SPiegeldruck ab, ist aber flexibel) gesprochen, und ich von ner schlinge...ahhhh
Ich hab mal ein paar Bilder geschossen und unten gelinkt..ich muss nedlich mal meine webpage wieder aufraeumen...:-(

Ich seh gerade, du kommst ja aus ziemlich nah...:-))) ich glaub ich muss mal zu Eurem Stammtisch kommen...wer ist denn da noch aus Freising dabei?? Oder Du kommst mal zu uns spechteln :-)))

Gruesse
Alex

Telescope: 16" Newton auf selbstbau Montierung (ehemaliger Roboterarm) Steuerung: Mel Bartels
Gewicht: Telescopseitig: 56kg

Monti
Rolldach innen
Kurbel

Spiegelzelle

sternwarte

Telescope

Telescope Hinterer teil
Telescope vorderer Teil
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alex,

ja wow, das ist doch mal ein nettes Gerät! Lustigerweise _extrem_ ähnlich zu dem, was ich bauen will: auch einen zweigeteilten Gitterrohr, aber nur in 13,5". Einen verstrebten Mittelring, unten ein Vierkantrohr-Achteck, parallaktisch...

Ich sehe Dein Problem mit dem seitlichen Platz. Ich werde bei mir in die HS-Taukappe seitliche Durchbrüche einbauen, in denen die lateralen Lagerungselemente Platz finden. Um die Löcher daneben kommt einfach etwas Moosgummi zum abdichten.

Jetzt seh ich's auch erst: das ist wirklich nah <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Ja komm doch einfach mal vorbei, der nächste ist am 19.8. Momentan bin ich zeitlich sehr ausgelastet und komme fast nicht mehr zum spechteln. Aber wenn sich mal wieder Zeit findet, komme ich gerne auf die Einladung zurück <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> (aber nur wenn Du Dein Scope abblendest - nicht dass ich nen Schock kriege, wenn ich wieder durch meinen (noch) 8"er sehe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />)

Viele Grüße, Henning
Ps: den Rest per PM
 
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