HDR Orionnebel?

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H_Kay

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Hallo Forum,

Kann mir jemand sagen, wie eine HDR-Nachbearbeitung des Orionnebels richtig gemacht werden kann? Ich habe 3 Aufnahmereihen mit unterschiedlichen Einzelbelichtungszeiten gemacht, so dass die Regionen jeweils unterschiedlich gut ausgeleuchtet sind. Leider musste ich die Aufnahmen an zwei unterschiedlichen Tagen machen, wodurch die Summenbilder zueinander verdreht sind.
Gibt es ein Programm, welches die Verschiebung und Verdrehung automatisch rausrechnet und ein HDR draus machen kann?
Zur Zeit benutze ich nur die frei verfügbaren Tools zur Bearbeitung von Astrofotos. Wäre schön, wenn sich eine Anleitung dafür fände.

Ich denke, das Thema wurde sicher schon mal behandelt, habe aber nichts passendes über die Forensuche gefunden. Vielleicht kann mir jemand einen Link auf eine Antwort auf meine Frage geben?

Vielen Dank,
Hardy
 
Hallo Hardy,

hast Du Photoshop? Welche sonstige SW steht Dur zur Verfügung?

Gruß
Ernie
 
Hi,

Deep Sky Stacker kann das angeblich: Stacking Methode Entropy Weighted Average (High Dynamic Range). Anleitung ist beim Programm dabei.


Grüßlis

Klaus
 
Hi,

Bisher habe ich nur DSS und Fitswork verwendet. Das HDR-Stacking habe ich auch mit DSS probiert. Das Ergebnis hat mich aber nicht so überzeugt. Ich werde mir die Anleitung nochmal ansehen.

Ich habe schon drüber nachgedacht, PixInsight mal zu testen. Der Preis schreckt mich aber dennoch ab. Und Photoshop habe ich auch nicht. Zumal ich für solche Bildbearbeitungsprogramme kein Talent habe :/

Ich habe auch schon mal Luminance HDR probiert, aber das kommt mit der Bildverschiebung bzw. -verdrehung nicht klar. Das Ergebnis ist ein schwarzes Bild...

Habt ihr noch weitere Ideen? Wäre schade, die Bilder nicht verwenden zu können.

Viele Grüße,
Hardy
 
Hi Hardy,

>
Ich habe schon drüber nachgedacht, PixInsight mal zu testen. Der Preis schreckt mich aber dennoch ab. Und Photoshop habe ich auch nicht. Zumal ich für solche Bildbearbeitungsprogramme kein Talent habe ironisch
>

Naja - wenn Du beim PI-Preis schon schluckst brauchst Du Dir um Photoshop nicht mehr so viel Gedanken machen. Wenn Deine Bemerkung zum Talent darauf hinausläuft, dass Dir Arbeit mit PI oder PS zu viel wird wird's aber eh langsam schwierig ...

Beide Programme kann man aber kostenlos testen. Vielleicht taugts Dir ja trotzdem.

Grüßlis

Klaus
 
Hallo Hardy,

weder für PS noch für PI braucht es irgendein besonderes Talent. Man muss die Softwares schlicht und einfach erlernen. Wer das nicht tut bzw. will wird es in der Astrofotografie nicht weit bringen.

Du könntest jetzt versuchen die jeweiligen Serien einzeln durch DSS zu jagen, und die fertigen Bilder nochmal nur durch das Alignement (die Bilder müssen ja exakt übereinander liegen). Danach die Bilder vorbearbeiten (stretchen) und durch einen handelsüblichen HDR Prozessor nudeln. Ich vermute nur das wird schrecklich ausschauen.

Ansonsten mal tief in die Materie der Bildbearbeitung einarbeiten und mit PI (bestes Preis Leistungs Verhältnis) richtig in die Astrofotografie einsteigen.

CS Frank
 
Hi,

danke für die Antworten.

Mit dem Talentmangel meinte ich eher, dass ich den ganzen Ebenenkram irgendwie nicht verstehe. Ich sollte mich wohl da doch langsam mal einlesen und wohl auch über einen Softwarekauf nachdenken bzw. mir die Testversionen vornehmen.

Danke nochmal,
Hardy
 
Hi Hardy,

naja - soo einfach isses ja auch net, das braucht schon Zeit.

Ich kann Dir Warren Kellers Tutorials empfehlen, siehe ip4ap.com. Das kostet zwar nochmal nen Hunderter, damit hast Du aber alle erdenkliche Info an der Hand, pädagogisch gut aufbereitet und auch die einfachen Grundlagen super erklärt.

Grüßlis

Klaus
 
Hi,

ich habe mich nochmal hin gesetzt und versucht, den Orionnebel mit den mir gegebenen Mitteln als HDR zu erstellen. Ziel war es, möglichst viel des Nebels zu sehen, aber gleichzeitig die Trapez-Sterne noch trennen zu können. Das Ergebnis habe ich mal in der Foto-Galerie gepostet. Leider leidet die Qualität deutllich unter der Kompression... Mit dem Ergebnis bin ich aber zufrieden, bis auf einen leichten Grünstich im Bild...
Ich bin wie folgt vorgegangen:

1.) DSS genutzt, und mit Hilfe der Gruppen-Einstellung alle Aufnahmereihen in eine Gruppe geladen. Also jeweils die Lights, Darks und Bias-Aufnahmen für die jeweiligen Belichtungszeiten (kurz, mittel, lang).
Das ganze dann gestackt mit folgenden Einstellungen:
- Mosaik-Modus (den Ausschnitt wollte ich lieber zum Schluss festlegen)
- Lights mit Entropy Weighted-Average(HDR) gestackt.
- sonst keine Einstellungsänderungen vorgenommen

2.) Das entstandene Bild ist ein Tiff mit hohem Dynamikumfang. Das habe ich in Fitswork geöffnet, um das Histogramm zu beschneiden (hauptsächlich die dunklen Bereiche, die durch den Mosaik-Modus entstanden) und einen Schwarz- und Weißableich zu machen.

3.) Hier kann man ein HDR-Tool wie Luminance HDR oder ein anderes nutzen, um das Tonemapping durchzuführen (HDR-Bild öffnen und dann ein LDR daraus generieren). Das führte aber immer zu einem ausgebrannten Zentrum des Nebels.

4.) Ich habe mich daher entschlossen, das Histogramm in Fitswork mittels des Gamma-Reglers so anzupassen, dass auch die dunklen Bereiche zur Geltung kommen.

5.) Das Bild dann als 16bit Tiff exportiert und in Gimp geladen. Hier kann man nochmals mittels des Gamma-Reglers (Farben-> Kurven...) die dunklen Bereiche betonen und ggf. noch weitere Anpassungen machen (Farben, Schärfe, Luminanz etc.)

Mit dem Ergebnis bin ich wie gesagt erstmal zufrieden.
Bei der Nutzung von Luminance bestand noch die Möglichkeit, die Nebel-Strukturen noch plastischer heraus zu arbeiten, aber wie gesagt: Das Nebel-Zentrum wurde dann immer zu hell.

Viele Grüße,
Hardy
 
Hallo Hardy,

natürlich versuchte ich mich auch an der Meisterarbeit des Orionnebels und habe dazu 8 unterschiedliche Belichtungszeiten erreicht. Die Gesamtzeit liegt bei um die 6h. Allerdings war ich mit dem Stackingergebniss noch nie soweit zufrieden, dass ich bisher noch nicht weiter gemacht habe. Aber anscheinend ist mit dem Stacking das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Jetzt die eigentliche Frage.
Was meinst du im DSS mit "sonst keine Einstellungsänderungen vorgenommen"?
Wie sind denn die die anderen Einstellungen gewesen?

z.B.: - RGB-Kanäle im Endbild ausrichten ja/nein
- im Light die Hintergrundkalibrierung
pro Kanal oder RGB Kanäle Hintergrund
- Dark Optimierung ja/nein
- Kosmetik Erkennung an/aus?

Wäre super wenn du das mal noch schreiben könntest.
Ich bin schon seit Tagen am rumprobieren mit DSS.
Das Ergebniss war aber nie befriedigend.

Danke und Grüße,
Ronny
 
Hi Ronny,

Mit "Keine Änderungen" meinte ich, dass ich zu meinen sonstigen Stacking-Einstellungen keine Änderungen gemacht habe.
Aber ich versuch nochmal zusammen zu fassen, was ich eingestellt habe:
- RGB Kanäle im Endbild ausrichten war aktiviert
- Hintergrundkalibrierung hatte ich im ersten Versuch aus. Sollte man aber vielleicht pro Kanal aktivieren
- Darks und Lights mittels Median-Methode gestackt.
- Ausrichtung automatisch
- Zwischenbildereinstellung nach persönlichem Geschmack ;)
- Keine Dark-Optimierung
- Keine Hotpixel-Erkennung oder -entfernung oder sonstige Kosmetik, da Dithering genutzt

Damit sollte es gehen. Versuchsweise kann man die Einstellungen ja mit verhältnismäßig wenig aktivierten Lights durchprobieren und bei einer passenden Einstellung dann alle guten Lights aktivieren.

Wünsche viel Erfolg,
Hardy
 
Hallo Hardy,

Danke Dir noch für die vollständige Auswahl der Parameter.

Ich habe tatsächlich angefangen mit wenigen Bildern sämtliche Einstellungsmöglichkeiten durch zu spielen, habe aber nach 10 unterschiedlichen Einstellungen gemerkt das das ins Uferlose geht.

Werde dann jetzt noch mal nach Deiner Variante stacken und mich dann mal an die Nachbearbeitung machen.

Hoffe das da dann was besseres raus kommt.

Danke Dir,
Ronny
 
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