Ursus corpulentus
Aktives Mitglied
Liebe Glasaugen,
berufs- und wetterbedingt gab es die letzten Wochen nur wenige Gelegenheiten, um sich auf dem Dach im Sternenlicht zu sonnen (- zu "sternen"?).
Dennoch empfinde ich es als großes Glück, nach nunmehr gut zwei Jahren unter besten äußeren Bedingungen Jupiters Großen Roten Fleck tatsächlich klar gesehen zu haben.
Zum ersten Mal.
Auch die Wolkenformationen waren auf einmal nicht mehr nur unterschiedlich dunklere oder hellere Streifen, sondern voller Wirbel in unterschiedlichen Gradationen. Zirkumpolar zeigten sich sogar weitere Streifen, die mir vorher noch nie aufgefallen waren. Es war ein tief beeindruckendes Erlebnis, dem Guten so nahe zu sein.
Gefühlt zumindest, denn an unserer Distanz zueinander hatte sich ja nichts grundlegend verändert.
(Da es sich um einen Beobachtungsbericht handelt, der Vollständigkeit halber:
Datum: habe ich vergessen, irgendwann in den letzten beiden Wochen an mehreren Abenden, wobei der Abend des 25. am besten war; Instrument: VIXEN 102M in der Kuppel; diverse Okulare: je eine handvoll MEADE Research Grades, EXPLORE SCIENTIFICs aus der 82° Serie, CELESTRON/VIXEN Vulcano Tops und ein paar einzelne FUJIYAMAs, BAADER Eudiascopics und ORION Ultrascopics (die letzten drei praktisch baugleich). An einem Abend habe ich zusätzlich noch mein MIYAUCHI 20x80 und einen VIXEN Apo (81; f/7.7) aufs Dach gestellt, zum Lüften. Aber wirklich hängen geblieben bin ich am Vierzöller, der grandios gut war an all diesen Abenden. Es herrschte größtenteils perfektes Seeing, und es war kalt genug für meine alte zweiteilige mit Wolle gefütterte Fliegerkombination aus den 1950er-Jahren (Ein Nachbar, der mich gesehen hatte, zieht mich seither mit "Michelin-Mann in blau" auf. Haha ... sehr lustig. Dafür habe ich nicht gefroren).)
Beobachtungsmäßig vielleicht noch so viel:
An einem der Abende bemerkte ich einen kleinen schwarzen Punkt auf Jupiter. Das hatte ich vor zwei Jahren schon einmal gesehen mir aber nichts weiter daraus gemacht. Diesmal bin ich runter an den Rechner und habe in Stellarium nachgesehen, wann der Mond (welcher habe ich vergessen) den Planeten passiert. Und das konnte ich dann auch eine gute Stunde später live beobachten. Klasse Sache!
Und als Altglassammler habe ich natürlich die Abende auch ein bisschen 'rumprobiert - wieder einmal mit überraschenden Ergebnissen!
Zum ersten Mal habe ich mir die Serie alter Vulcao Tops zur Brust genommen. Und siehe da: die haben meinen bisher fast gottgleich verehrten Research Grades von MEADE glatt und sauber die Butter vom Brot geholt. Auch im direkten vergelich zu den BAADER Klonen.
Funky.

Das Bild, das ich durch das 9er gesehen habe, war in der Kombination mit dem Vierzöller und den wirklich guten Bedingungen an dem Abend das absolut Beste, was ich jemals gesehen habe. Mit einigem Abstand zu den MEADES, die bei mir bisher ganz weit vorne rangiert haben. Und die ESs kamen an das Bild auch nicht dran.
GRF also; wie gesagt: nach geschlagenen zwei Jahren.
Nach einigen beruflich ziemlich harten Monaten mit viel Druck kam ich in der Ruhe und Dunkelheit auf meinem Dach über Vieles ins Nachdenken.
Und das brachte mich auf die Frage, ob das gut oder schlecht ist; also ob es nicht besser gewesen wäre, dieses Erlebnis schon direkt nach dem Erwerb meines ersten Teleskops - in dem Fall wohl ein standard-Dobson, der hier regelmäßig für Anfänger so gerne empfohlen wird, am besten mit allem Schnick & Schnack, GoTo, Händy-Steuerung und hastenichgesehen - erblickt zu haben, anstatt zwei Jahre später.
Und?
Nein, wäre es nicht gewesen.
Für andere vielleicht, aber nicht für mich.
Sattdessen habe ich mit einem fast antiken 60er Towa, einer handvoll einzölliger Okulare und vier alten Kosmos Büchern aus den 1980ern angefangen und eben zwei Jahre gebraucht. Aber in diesen zwei Jahren habe ich wahrscheinlich deutlich mehr gelernt, als die ganzen Elektronik-Fritzen, die ab dem ersten Tag den Hals nicht vollkriegen: MEHR Öffnung! HÖHERE Vergrößerung! und dabei ganz vergessen, was sie da oben eigentlich sehen.
Und die vielleicht vor lauter Technik die tiefe Freude an den Objekten und vielleicht auch eine Spur Demut auf dem Weg dorthin völlig vergessen. So stelle ich mir das zumindest vor. Aber das ist nur ein Gedanke von mir, der keinerlei Anspruch auf Wahrheit oder gar Vollständigkeit erhebt.
Jeder wie er möchte ...
Cut.
Über die Weihnachtstage waren meine betagten Eltern bei mir zu Besuch. Sie sind beide Mitte 80 - mit allem, was dazugehört. Und natürlich will der Bub sie an seiner Welt teilhaben lassen. Und tatsächlich stellte ich sie bei leichtem Frost und bis auf eine dürre rote Funzel in praktisch völliger Dunkelheit in die Kuppel. Zu dritt ist das schon tagsüber eine Aufgabe: die Tür ist vielleicht einen Meter hoch, hat zu allem Überfluss auch noch einen Rand, über dem man steigen muss und in der Mitte des ohnehin begrenzten Raumes steht ein dreibeiniges Stativ. Alles in Allem nicht gerade das, was man eine behinderten- oder altersgerechte Baumweise nennt. Aber sie haben es tatsächlich unbeschadet in die Kuppel geschafft .
Der Plan war, sie mit dem allerersten Anblick von Saturn tief zu beeindrucken. Was gründlich mißlang.
Obwohl messerscharf im Okular (mit Brille fokussiert, so dass alle dasselbe sahen), hielt sich die Faszination in Grenzen ... Vater: "Was?! - sooo klein nur?"
Manchmal hasse ich Astro-Fotos.
Aber meine Mutter hatte auf eine ganz seltsame Art "angebissen". Sie war wirklich beeindruckt von dem, was über unseren Köpfen war.
Doch anstatt nun endlos an Saturn herumzulaborieren, nur um das Bild etwas größer zu bekommen, überlegte ich, welches Objekt unter den gegebenen Bedingungen in Sachen Aufwand/Ergebnis am günstigsten wäre - und kam auf Jupiter, der am Südosthimmel auf uns wartete.
Mit Schwung drehte ich die Kuppelöffenung in Richtung Jupiter. Im Dunklen bemerkte ich daraufhin zwar die ungewöhnlich flotte Bewegung meiner Mutter um ihre eigene Achse, schaltete aber nicht. Erst als sie unter Protest zu Boden ging, wurde mir klar, was passiert war. Meine arme Mutter hatte sich an einem der Laufradbügel festgehalten, der sich mit der Kuppel plötzlich drehte und sie aus dem Gleichgewicht brachte. In praktisch völliger Dunkelheit.
Schei$$e!
Wir stellten sie wieder auf die Beine, es war nichts passiert.
Puh - Gott sei Dank!
Wieder unten im warmen (und hellen) Wohnzimmer versuchten wir alle, den kleinen Unfall wegzulachen. Obwohl jedem am Tisch klar war, dass das hätte schwer ins Auge gehen können. Mein Vater hatte die ganze Nummer schnell abgehakt. Also besser keine Astro-Ausflüge mehr.
Doch da hatte ich die Rechnung ohne meine Mutter gemacht. Nur Minuten später fing sie wieder an vom Nachthimmel zu schwärmen. Und dass sie es doch gerne nochmal versuchen würde. Ich sah sie ungläubig an. "Manche Dinge muss man sich eben erkämpfen!" war ihr trockener Kommentar.
Woraufhin ich mein MIYAUCHI auf die barrierefreie Terrasse stellte und ihr die Plejaden und den Orionnebel zeigte - was sie fundamental geflasht hat!
Meine betagte Mutter fing daraufhin an zu erzählen, wie sehr sie den Nachthimmel mochte und ihn oft abends vor dem Zubettgehen noch kurz ansah und sich ihre Gedanken darüber machte. Voller Freude über dessen Schönheit und - hört, hört! - auch mit einem gerüttelt Maß an Demut angesichts seiner schlichten Perfektion. Und wie sie das alles schon seit Kindertagen dachte und mochte und wie sehr sie die "schönen Himmel" ihrer Kindheit vermisste.
Jetzt war ich geflasht, erzählte mir meine eigene Mutter doch gerade praktisch dieselben Gedanken, die mich selbst so oft begleiten. Teils mit denselben Worten, ohne dass wir jemals vorher drarüber geredet hatten!
Auf eine seltsame Art und Weise war ich plötzlich an meiner eigenen Wurzel angekommen.
Ich habe es also, wie man bei uns im Dialekt sagt, "nicht gestohlen".
Und ich bin sehr, sehr glücklich darüber.
Nachdem sich meine Eltern ins Bett verabschiedet hatten, bin ich nochmal für ein paar Stündchen aufs Dach. Wo mir dann der wunderbare Anblick von Jupiter vergönnt war. Mit dem GRF und seinen betörenden Wolkenformationen.
Glücklich und berührt über das Erlebnis mit meiner alten Mutter, die offensichtlich mehr über den Himmel nachdachte, als ich es je vermutet hatte, und die unvergesslichen Bilder des Gasriesen erlebte ich meine ganz persönliche Heilige Nacht.
Öffnung ist nicht alles.
Danke, Universum.
Schöne Grüße,
Urs
berufs- und wetterbedingt gab es die letzten Wochen nur wenige Gelegenheiten, um sich auf dem Dach im Sternenlicht zu sonnen (- zu "sternen"?).
Dennoch empfinde ich es als großes Glück, nach nunmehr gut zwei Jahren unter besten äußeren Bedingungen Jupiters Großen Roten Fleck tatsächlich klar gesehen zu haben.
Zum ersten Mal.
Auch die Wolkenformationen waren auf einmal nicht mehr nur unterschiedlich dunklere oder hellere Streifen, sondern voller Wirbel in unterschiedlichen Gradationen. Zirkumpolar zeigten sich sogar weitere Streifen, die mir vorher noch nie aufgefallen waren. Es war ein tief beeindruckendes Erlebnis, dem Guten so nahe zu sein.
Gefühlt zumindest, denn an unserer Distanz zueinander hatte sich ja nichts grundlegend verändert.
(Da es sich um einen Beobachtungsbericht handelt, der Vollständigkeit halber:
Datum: habe ich vergessen, irgendwann in den letzten beiden Wochen an mehreren Abenden, wobei der Abend des 25. am besten war; Instrument: VIXEN 102M in der Kuppel; diverse Okulare: je eine handvoll MEADE Research Grades, EXPLORE SCIENTIFICs aus der 82° Serie, CELESTRON/VIXEN Vulcano Tops und ein paar einzelne FUJIYAMAs, BAADER Eudiascopics und ORION Ultrascopics (die letzten drei praktisch baugleich). An einem Abend habe ich zusätzlich noch mein MIYAUCHI 20x80 und einen VIXEN Apo (81; f/7.7) aufs Dach gestellt, zum Lüften. Aber wirklich hängen geblieben bin ich am Vierzöller, der grandios gut war an all diesen Abenden. Es herrschte größtenteils perfektes Seeing, und es war kalt genug für meine alte zweiteilige mit Wolle gefütterte Fliegerkombination aus den 1950er-Jahren (Ein Nachbar, der mich gesehen hatte, zieht mich seither mit "Michelin-Mann in blau" auf. Haha ... sehr lustig. Dafür habe ich nicht gefroren).)
Beobachtungsmäßig vielleicht noch so viel:
An einem der Abende bemerkte ich einen kleinen schwarzen Punkt auf Jupiter. Das hatte ich vor zwei Jahren schon einmal gesehen mir aber nichts weiter daraus gemacht. Diesmal bin ich runter an den Rechner und habe in Stellarium nachgesehen, wann der Mond (welcher habe ich vergessen) den Planeten passiert. Und das konnte ich dann auch eine gute Stunde später live beobachten. Klasse Sache!
Und als Altglassammler habe ich natürlich die Abende auch ein bisschen 'rumprobiert - wieder einmal mit überraschenden Ergebnissen!
Zum ersten Mal habe ich mir die Serie alter Vulcao Tops zur Brust genommen. Und siehe da: die haben meinen bisher fast gottgleich verehrten Research Grades von MEADE glatt und sauber die Butter vom Brot geholt. Auch im direkten vergelich zu den BAADER Klonen.
Funky.

Das Bild, das ich durch das 9er gesehen habe, war in der Kombination mit dem Vierzöller und den wirklich guten Bedingungen an dem Abend das absolut Beste, was ich jemals gesehen habe. Mit einigem Abstand zu den MEADES, die bei mir bisher ganz weit vorne rangiert haben. Und die ESs kamen an das Bild auch nicht dran.
GRF also; wie gesagt: nach geschlagenen zwei Jahren.
Nach einigen beruflich ziemlich harten Monaten mit viel Druck kam ich in der Ruhe und Dunkelheit auf meinem Dach über Vieles ins Nachdenken.
Und das brachte mich auf die Frage, ob das gut oder schlecht ist; also ob es nicht besser gewesen wäre, dieses Erlebnis schon direkt nach dem Erwerb meines ersten Teleskops - in dem Fall wohl ein standard-Dobson, der hier regelmäßig für Anfänger so gerne empfohlen wird, am besten mit allem Schnick & Schnack, GoTo, Händy-Steuerung und hastenichgesehen - erblickt zu haben, anstatt zwei Jahre später.
Und?
Nein, wäre es nicht gewesen.
Für andere vielleicht, aber nicht für mich.
Sattdessen habe ich mit einem fast antiken 60er Towa, einer handvoll einzölliger Okulare und vier alten Kosmos Büchern aus den 1980ern angefangen und eben zwei Jahre gebraucht. Aber in diesen zwei Jahren habe ich wahrscheinlich deutlich mehr gelernt, als die ganzen Elektronik-Fritzen, die ab dem ersten Tag den Hals nicht vollkriegen: MEHR Öffnung! HÖHERE Vergrößerung! und dabei ganz vergessen, was sie da oben eigentlich sehen.
Und die vielleicht vor lauter Technik die tiefe Freude an den Objekten und vielleicht auch eine Spur Demut auf dem Weg dorthin völlig vergessen. So stelle ich mir das zumindest vor. Aber das ist nur ein Gedanke von mir, der keinerlei Anspruch auf Wahrheit oder gar Vollständigkeit erhebt.
Jeder wie er möchte ...
Cut.
Über die Weihnachtstage waren meine betagten Eltern bei mir zu Besuch. Sie sind beide Mitte 80 - mit allem, was dazugehört. Und natürlich will der Bub sie an seiner Welt teilhaben lassen. Und tatsächlich stellte ich sie bei leichtem Frost und bis auf eine dürre rote Funzel in praktisch völliger Dunkelheit in die Kuppel. Zu dritt ist das schon tagsüber eine Aufgabe: die Tür ist vielleicht einen Meter hoch, hat zu allem Überfluss auch noch einen Rand, über dem man steigen muss und in der Mitte des ohnehin begrenzten Raumes steht ein dreibeiniges Stativ. Alles in Allem nicht gerade das, was man eine behinderten- oder altersgerechte Baumweise nennt. Aber sie haben es tatsächlich unbeschadet in die Kuppel geschafft .
Der Plan war, sie mit dem allerersten Anblick von Saturn tief zu beeindrucken. Was gründlich mißlang.
Obwohl messerscharf im Okular (mit Brille fokussiert, so dass alle dasselbe sahen), hielt sich die Faszination in Grenzen ... Vater: "Was?! - sooo klein nur?"
Manchmal hasse ich Astro-Fotos.
Aber meine Mutter hatte auf eine ganz seltsame Art "angebissen". Sie war wirklich beeindruckt von dem, was über unseren Köpfen war.
Doch anstatt nun endlos an Saturn herumzulaborieren, nur um das Bild etwas größer zu bekommen, überlegte ich, welches Objekt unter den gegebenen Bedingungen in Sachen Aufwand/Ergebnis am günstigsten wäre - und kam auf Jupiter, der am Südosthimmel auf uns wartete.
Mit Schwung drehte ich die Kuppelöffenung in Richtung Jupiter. Im Dunklen bemerkte ich daraufhin zwar die ungewöhnlich flotte Bewegung meiner Mutter um ihre eigene Achse, schaltete aber nicht. Erst als sie unter Protest zu Boden ging, wurde mir klar, was passiert war. Meine arme Mutter hatte sich an einem der Laufradbügel festgehalten, der sich mit der Kuppel plötzlich drehte und sie aus dem Gleichgewicht brachte. In praktisch völliger Dunkelheit.
Schei$$e!
Wir stellten sie wieder auf die Beine, es war nichts passiert.
Puh - Gott sei Dank!
Wieder unten im warmen (und hellen) Wohnzimmer versuchten wir alle, den kleinen Unfall wegzulachen. Obwohl jedem am Tisch klar war, dass das hätte schwer ins Auge gehen können. Mein Vater hatte die ganze Nummer schnell abgehakt. Also besser keine Astro-Ausflüge mehr.
Doch da hatte ich die Rechnung ohne meine Mutter gemacht. Nur Minuten später fing sie wieder an vom Nachthimmel zu schwärmen. Und dass sie es doch gerne nochmal versuchen würde. Ich sah sie ungläubig an. "Manche Dinge muss man sich eben erkämpfen!" war ihr trockener Kommentar.
Woraufhin ich mein MIYAUCHI auf die barrierefreie Terrasse stellte und ihr die Plejaden und den Orionnebel zeigte - was sie fundamental geflasht hat!
Meine betagte Mutter fing daraufhin an zu erzählen, wie sehr sie den Nachthimmel mochte und ihn oft abends vor dem Zubettgehen noch kurz ansah und sich ihre Gedanken darüber machte. Voller Freude über dessen Schönheit und - hört, hört! - auch mit einem gerüttelt Maß an Demut angesichts seiner schlichten Perfektion. Und wie sie das alles schon seit Kindertagen dachte und mochte und wie sehr sie die "schönen Himmel" ihrer Kindheit vermisste.
Jetzt war ich geflasht, erzählte mir meine eigene Mutter doch gerade praktisch dieselben Gedanken, die mich selbst so oft begleiten. Teils mit denselben Worten, ohne dass wir jemals vorher drarüber geredet hatten!
Auf eine seltsame Art und Weise war ich plötzlich an meiner eigenen Wurzel angekommen.
Ich habe es also, wie man bei uns im Dialekt sagt, "nicht gestohlen".
Und ich bin sehr, sehr glücklich darüber.
Nachdem sich meine Eltern ins Bett verabschiedet hatten, bin ich nochmal für ein paar Stündchen aufs Dach. Wo mir dann der wunderbare Anblick von Jupiter vergönnt war. Mit dem GRF und seinen betörenden Wolkenformationen.
Glücklich und berührt über das Erlebnis mit meiner alten Mutter, die offensichtlich mehr über den Himmel nachdachte, als ich es je vermutet hatte, und die unvergesslichen Bilder des Gasriesen erlebte ich meine ganz persönliche Heilige Nacht.
Öffnung ist nicht alles.
Danke, Universum.
Schöne Grüße,
Urs
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