Helft mir mal...!

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Dr_Evil

Aktives Mitglied
Hi Leutz,

ich habe NULL Ahnung was Teleskope angeht!Wieviel würde so ein Teil kosten?Also ich möchte schon gerne etwas beobachten können.Wo kann man Teleskope kaufen und welches Model wäre so am besten für mich???


Gruß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hi,

vermutlich wird dir jeder das System empfehlen, was er selber hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Jedenfalls, nach dem ich vor einigen Jahren einen Kaufhausrefraktor kaufte, bin ich nun drauf und dran, bald die Größenordnung von 1500€ für ein neues Teil auszugeben. Meiner Meinung nach sind sinnvolle Einsteiger-Teleskope ab 400-500 € zu bekommen, und ab 800 € kann man schon kleinere Geräte in sehr hoher Qualität bekommen.

Was das beste Modell für dich wäre? Das kommt darauf an, was du bevorzugt sehen möchtest. Objekte innerhalb des Sonnensystems (Mond, Planeten) oder außerhalb des Sonnensystems ("Deep Sky", Sternhaufen, Nebel, Galaxien...) und welche Ansprüche zu bezüglich der Qualität hast, und natürlich nicht zuletzt vom Budget.
 
Hallo Dr. Evil,

wenn du so ca. Euro 150,- anlegst, dann geht schon was am Mond und auch erste Planeteneindrücke.

Klick doch einfach hier in diesem Forum mal oben auf die Banner der Händler und schau dich bei den Händlern so um.

Ausserdem kannst du hier mal vorbeischauen und Testberichte lesen:

http://www.licha.de/AstroWeb/


 
also mich interessiert mehr deep sky und die galaxien etc.
ich würde aber auch nicht mehr als 400 euro ausgeben!500 ist schon die schmerzgrenze
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wenn dir Bequemlichkeit beim Nachführen der Objekte weniger wichtig ist als die Sicht, kann man mit diesem Betrag schon recht große Optiken erwerben, z.B. Geräte dieser Art: http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm

Wenn du einfacher nachführen möchtest, gibts auch schon was, z.B. solche Geräte: http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/TeleskopeAstro/astroreflektoren.htm#150 (Mit den Links will ich keine Werbung für diese Firma machen, sondern nur auf die entsprechenden Geräte verweisen. Die lassen sich dann ja auch woanders erwerben.)
 
Fotos dieser Art werden oft über Minuten (manchmal sogar stundenlang) belichtet, und können dementsprechend lange das schwache Licht sammeln und akkumulieren, wozu das Auge nicht fähig ist. Das müsste über eine sehr große Optik und spezielle Nebelfilter kompensiert werden.
 
Hallo Aths,

der Nebelfilter hilft hier nichts(es sei denn du wolltest dir einzelne Sternentstehungsregionen in M31 ansehen)weil die Galaxien im Kontinuum strahlen.
Ansonsten hast du natürlich Recht,Langzeitbelichtungen zeigen erheblich mehr als man visuell so zu Gesicht bekommt.

Dem Doktor Evil würde ich in der Preislage einen 8" Dobson empfehlen,wie er bei www.teleskop-service.de auf den Schnäppchenseiten zu sehen ist,oder einen gebrauchten 10" Dobson.

Austin Povers

äh,sorry,natürlich Karsten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Dr_Evil,

wie schon gesagt wurde, sind Fotografie und visuelle Beobachtung 2 Paar Stiefel. Die Fotografie kann in lichtschwachen Objekten wesentlich mehr Strukturen zeigen, als das Auge am (gleichen) Teleskop zu erkennen vermag. Die dunklen Bänder in der Andromeda-Galaxie sehe ich in meinem 10" Dobson angedeutet, aber niemals in dieser Deutlichkeit, wie sie die Aufnahme zeigt. Außerdem kann man in größeren Teleskopen normalerweise kein derartig großes Bildfeld mehr realisieren.
Andererseits finde ich den visuellen Eindruck z.B. bei offenen Sternhaufen und Kugelsternhaufen besser als bei allen Fotos, die ich bislang gesehen habe. An Planeten sind in ruhigen Momenten im Teleskop Details sichtbar wie auf den besten Fotos mit gleicher Instrumentgröße. Allerdings sind heutzutage da die CCD-Aufnahmen mit entsprechender Nachbearbeitung auch schon auf sehr hohem Niveau.
Wenn Dich vornehmlich Deep-Sky interessiert und Dein Budget auf < 500 EUR beschränkt sein soll, wäre vielleicht ein 8"-Dobson für Dich das richtige, damit sieht man eine ganze Menge und mit den derzeitigen Angeboten läßt sich der Preisrahmen (für eine Grundausstattung) erstmal einhalten.
Um nicht enttäuscht zu werden, solltest Du Fotos erstmal ganz schnell vergessen. Besser, Du versuchst Sternfreunde oder eine Volkssternwarte in Deiner Nähe zu finden, wo Du mal mitbeobachten kannst (Adressen siehe hier). Das vermittelt ein wesentlich realistischeres Bild davon, was Teleskope bei visueller Beobachtung leisten können.
 
Hi Dr_Evil,

wie die Vorgänger schon angedeutet haben, vergiss erstmal die Fotographie. Für 500€ geht da eh nichts vernünftiges. Ich würde dir zum Anfang auch zu einem 8"-Dobson (z.B. GSO) raten. Damit bist du in Sachen Deepsky lange Zeit abgedeckt. Allerdings kannst du M31 wie auf dem Foto vergessen. SW könntest du sie so ab 16-18" erwarten. Aber ohne Farbe ! Da reden wir aber über min. 4000 Euronen ohne Zubehör für den Einstieg in diese Klasse.
Mein 8"er zeigt mir z.B. bei gutem Himmel M57 schön als zarten Rauchring, M13 fast ins Zentrum aufgelösst, M31 als riesengrosser, verwaschener Fleck, M42 mit Trapez und den "Schwingen" und viele Nebel und offene Haufen mit schönen Details. Planeten sind auch wunderbar darin (Jupiter mit vielen Details, Saturn bei gutem Seeing gestochen scharf mit Cassini-Teilung). Da bist du auf Jahre mit beschäfftigt.

Deswegen als Grundausrüstung:
- 8"-Dobson
- 2-3 gute, günstige Plössl-Okulare (meist schon 1 oder 2 beim Dobson dabei)
- Nebelfilter 1¼" (OIII, UHC) für die Nebel

Das solltest du für ca. 500€ bekommen können.

p.s. Der Dobs. lässt sich später für Fotografie auch par. montieren.

@aths: Warte noch ein bisschen mit den Tips für andere Einsteiger. Du solltest dein Teleskop doch bald haben. Dann passieren nicht mehr solche Fehler wie jetzt mit dem Nebelfilter für Galaxien. Das verwirrt Einsteiger mehr als es Ihnen nutzt.

cs, Torsten
 
Hi,

man kann natürlich auch Galaxienfilter nehmen, damit kommt M31 besonders gut auf einem Foto raus! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Moin Harald,

ährlisch, ich dacht, die filtern die Galaxien heraus? Für wirklich samtigen, nachtschwarzen Himmel. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hi Dr_Evil,

auch ich würde Dir zu einen 8" Dobson raten! Für das von Dir genannte Budget wirst Du nichts besseres bekommen. Du wirst auch das Geld bestimmt nicht bereuen, dass Du in den Dobson investiert hast. Mit einem solchen Geräte wirst Du jahrelang Spass haben.

Zum Budget: Bleibe dabei. Nach den Dobsons kommen die parallaktischen Montierungen, und die sind einige hundert Euro teuerer.

Vergiss auch bitte das Bild auf Toms Seite. Das Gerät, dass für dieses Foto gebraucht wird (Montierung, Teleskop, CCD-Kamera) kostet ein Vermögen. Bei der praktischen und visuellen Beobachtung ist es nicht die Regel, daß man mit einen 8" Dobson bei einer Galaxie Spiralarme sehen kann, meist werden es matte Flecken sein, die mit Übung Strukturen offenbaren, die aber keinesfalls an das genannte Bild heran kommen. Löse Dich auch davon, im Weltall ist alles lustig farbenfroh. Nebelartige Objekte (Galaxien, planetarische Nebel, Gasnebel, Sternhaufen) erscheinen eher selten farbig. Du wirst hier im Forum einige Thread finden, die sich mit der Anatomie des Auges und der daraus resultierenden Licht- und Farbempfindlichkeit befassen. Ich habe schon von Interessenten gehört, die sich enttäucht ob des grauen Fleckens im Okular abgewendet haben. Sie haben vielleicht eine farbig leuchtende Galaxie erwartet, die grossformatig im Okular rotiert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> .

Hobby-Astronomen in Deiner Nähe sollten Dir die ersten praktischen Erfahrungen mit der Astronomie bieten können. So kannst Du Dir Dein eigenes Bild von dem machen, was Du hier liest und siehst. Gehe diesen Schritt am besten vor dem Teleskop-Kauf.

Clear skies

Jens
 
na wenn du die bilder so sehen willst empfehle ich modell "hubble" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> .
einem amateur-astronom steht kaum ein gerät zur verfügung, dass solch spektakuläre bilder liefert. in einem kleinen fernrohr sieht man zwar viel weniger, dies wird jedoch durch die faszination an der astronomie mehr als wettgemacht - na, so finde ich wenigstens... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
ich hatte mal eine website erstellt, die darstellt, was ungefähr in einem (guten) 4-zoll refraktor zu sehen ist. die eindrücke sind natürlich subjektiv <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

http://www.albireo.ch/astronomy/planets/

http://www.albireo.ch/astronomy/deepsky/

gruss
cicero

 
Hmmm,

unter dem Bild stehen die Aufnahmedaten

Takahashi FS 60 Refraktor mit 355mm Brennweite und einer Öffnung von 60mm (f=1:5,9)
300 sec Belichtungszeit - ist dieses doch eher kleine Teil wirklich so leistungsstark, wo doch hier von meinen Vorrednern gänzlich andere Anforderungen für solch ein Foto angegeben wurden???
 
Moin ana_lüse,

der Name Takahashi, die Typenbezeichnung FS (Fluorid Doublet) und der Preis von 829 US$ nur für den OTA mit 5x24 Finder sagen doch schon alles <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.
Vergleiche das Teilchen blos nicht mit Kaufhausröhren .... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
 
Hi Astrojockel,

klar das man sowas nicht mit irgend nem Billigteil macht, die Bildqualität ist ja wirklich hervorragend. Aber ich war halt überrascht, das man mit einer relativ kleinen Brennweite mit eher geringer Lichtstärke solch Bilder von M31 zutage fördert.
Gruß,Sascha
 
Hi Sascha,

verwechsel nicht visuell mit fotographisch. Der Tak ist eher ein Gerät für Fotographie. Ich kann mir nicht vorstellen, das sich jemand dieses Gerät rein für visuelle Benutzung anschafft. Das ist nicht sein Gebiet. Fotographisch ist das dann nur eine Frage der Belichtungszeit und eines dunklen Himmels.
 
Hallo Dr. Evil!

Laß erstmal die Finger von einem Fernrohr!!

Investiere das Geld lieber erstmal in ein paar gute Bücher und nimm Kontakt mit einer astronomischen Vereinigung/Volkssternwarte in deiner Nähe auf!!!!!
Selbst wenn du jetzt 12000€ zum ausgeben hättest und dir das Nonplusultra Gerät kaufen würdest, könntest du damit wenig bis garnix beobachten!
Du kennst dich am Himmel wohl noch nicht aus, hast eventuell auch wenig Ahnung von der Himmelsmechanik, kannst also dementsprechend auch nicht mit einer parallaktischen Montierung umgehen!
Also setze dich mal mit ein paar Leuten zusammen die Erfahrung haben!
Sonst wirst du mehr Frust als Freude an deinem neuen Hobby haben.

Also, häng dich rein!

gruß,
André
 
Hi Andre,

die Gewöhnung an eine parallaktische Montierung ist nicht viel anders als bei einer azimutalen. Das Teleskop bewegt sich zwar über ungewohnte Achsen, dafür ist die azimutale Montierung ein Krampf bei der Nachführung (rechts-links vertauscht, oben-unten vertauscht; und das noch über zwei Achsen korrigieren).

An die Dobsonauten: natürlich seit ihr mit der Rockerbox trotz Zwei-Achsennachführung ebenfalls sehr genau. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Die Erfahrung und das "Gefühl" machen es eben.

Beide Systeme sind gewöhnungsbedüftig, und die Himmelsmechanik braucht man nun wirklich nicht beim Teleskopgebrauch zu kennen.

Ansonsten hast Du völlig recht. Es geht nichts über praktische Erfahrung.

cs Jens
 
Re: Helft mir mal...! -> Mir auch

Hi Torsten,
Der Tak ist eher ein Gerät für Fotographie. Ich kann mir nicht vorstellen, das sich jemand dieses Gerät rein für visuelle Benutzung anschafft. Das ist nicht sein Gebiet
Welche Eingenschaften des Tak 60 zeichnen ihn denn besonders für die Fotografie aus? Und welche schränken seine Eignung für die visuelle Beobachtung ein?

Fragende Grüße vom
 
Re: Helft mir mal...! -> Mir auch

Moin Nachbar, <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

um Missverständnisse vorzubeugen. Klar, rein technisch gibt es visuell wohl keine Einschränkungen. Ich meine das eher so, das man wohl nur selten auf die Idee kommen würde, knapp 900 US$ in ein Gerät mit 60mm Öffnung zu stecken, um es dann rein visuell zu benutzen. Mit 60mm sieht man halt auch mit der besten Optik nicht so berauschen viel. Zumal er mit f/5,9 ja nichtmal als Planetenkiller prädestiniert währe. 355mm Brennweite am Planeten ? Doch eher nicht, oder. Da ist grossflächiges Deepsky angesagt, und dann sind 60mm Öffnung visuell etwas mau. Visuell würde man sich doch dann eher etwas anderes zulegen (z.B einen schönen 90mm Vixen oder so).
Aber für einen ambitionieren Astrofotographen ist dieses Gerät mit seiner Qualität sicher für Sternfeldaufnahmen mit knackscharfen Sternen hervorragend geeignet.
Ich meine damit, das in der Fotographie die Ansprüche an die Optik doch etwas höher sind als rein visuell.

So ich hoffe, das mein Standpunkt jetzt etwas klarer rüberkommt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Helft mir mal...! -> Mir auch

Mit 60mm sieht man halt auch mit der besten Optik nicht so berauschen viel. Zumal er mit f/5,9 ja nichtmal als Planetenkiller prädestiniert währe

Hi,

also ein Killer ist er natürlich nicht, aber was mit einem Tak bei 60mm geht uns schon fast überirdisch.

Mein Fazit nach vielen Fehlkäufen ist jedenfalls nur noch im oberen Drittel der Qualität einzukaufen. Wenn dann das Geld nur eine kleinere Öffnung zulässt, dann lieber die kleinere Öffnung.
 
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