Hallo Jonas,
nicht so sehr physikalische, eher rein geometrische Verhältnisse spielen hier eine Rolle.
Vergleiche z.B. zwei Objektive:
- 100 mm Durchmesser, 500 mm Brennweite (Öffnungsverhältnis 1:5), und
- 100 mm Durchmesser, 1000 mm Brennweite (Öffnungsverhältnis 1:10)
beide mit z.B. 2° Sehfeld.
Dann hat das erste Objektiv eine Bildebene von 500 * tan(1°) * 2 = 17.5 mm Durchmesser, das zweite 1000 * tan(1°) * 2 = 35 mm Durchmesser. Beide sammeln auf Grund des gleichen Objektivdurchmessers gleich viel Licht. Nur wird dieses beim ersten Objektiv auf einen Kreis mit 17.5 mm, beim zweiten auf 35 mm Durchmesser verteilt.
Das zweite Objektiv macht also größere, aber dunklere Bilder. Belichtungszeiten steigen hier um den Faktor 4 gegenüber dem kurzbrennweitigen Objektiv.
Man nennt die Fernrohre mit großem Öffnungsverhältnis (erstes Objektiv) auch "schnell", weil ein Foto schneller "ausbelichtet" ist (optimale Belichtungszeit).
Bei Spiegelteleskopen ist es identisch; es hat also nichts mit der Bauart zu tun.
Viele Grüße, Infinity