Hensoldt Diagon 10x50 - wie Öffnen?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Korn
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Korn

Aktives Mitglied
Hallo alle,

ich habe hier ein altes Hensoldt Diagon 10x50, das zwecks Reinigung der Prismen
geöffnet werden müsste. Allerdings stellte mich dieses Dingchen vor ein paar
unlösbare Probleme:

Wie kommt man objektivseitig in das Innere des Glases? Beim CZJ 10x50 lässt sich
der gesamte Objektivtubus einfach herausschrauben, doch beim Hensold schraubt
man damit scheinbar nur an einer Hülse, welche die Belederung trägt. (?)

Wie sieht die Sache okularseitig aus? Nach Entfernung der Mitteltriebsabdeckungen
lässt sich das rechte Okular einfach abheben. Das linke wehrt sich allerdings, und
mit Gewalt wollte ich natürlich nicht an das schöne Gerät gehen.

Mit bestem Dank für eventuelle Hinweise,
Roland
 
Hi Roland,

vorab: ich kene das Glas leider nicht

Wie sieht die Sache okularseitig aus? Nach Entfernung der Mitteltriebsabdeckungen
lässt sich das rechte Okular einfach abheben. Das linke wehrt sich allerdings, und
mit Gewalt wollte ich natürlich nicht an das schöne Gerät gehen.

Hast Du alles penibel auf Madenschräubchen abgesucht? Die Okulare sind gern
ringsum 120 Grad versetzt mit Madenschräubhcen gesichert. Oder hackt es an der
Okularbrücke?

Viele Grüsse
Thomas
 
Hallo,

> Oder hackt es an der Okularbrücke?

Ja, das hätte ich genauer schreiben sollen. Das linke Okular scheint fest auf
der Okularbrücke befestigt zu sein. Vielleicht finde ich da aber tatsächlich noch
Madenschrauben. Das Problem mit dem mir unbekannten alten Glas ist vor allem,
dass ich nicht weiß, welche Teile gängig sein *müssten*, und sich nur aufgrund
des Alters (Verharzung oder ähnliches) gegen das Auseinanderbauen sträuben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ciao,
Roland
 
Vielleicht interessiert jemanden die kleine Fortsetzung der Geschichte:

> Das linke Okular scheint fest auf der Okularbrücke befestigt zu sein.

Nein ist es nicht, es steckte nur satt auf der Hülse <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Objektivseitig stehe ich aber noch immer vor einem Rätsel. Das ist aber nicht
mehr dringend, die störenden Trübungen waren an den okularseitigen Prismen
und sind weg.

Ciao,
Roland
 
Hallo,

> Waren die Trübungen auf den Prismen Dreck oder Pilz?

Nein, das war kein Pilz. Die Prismenaußenseiten waren nur leicht angelaufen, warum
auch immer. Ich vermute, dass es sich um irgendwelche Ausdünstungen handelte,
gereinigt wurde mit unvergälltem Ethanol. Die Optik ist nun wieder klar, und möchte
nur ein wenig nachjustiert werden. Das Hensoldt hat da allerdings die bekannten
Exzenterringe an den Objektiven, somit wird das kein Problem sein.

Ciao,
Roland

PS: Gestern stand dann gleich einmal der erste Vergleichstest des Hensoldt Diagon
gegen mein multivergütetes Jenoptem 10x50 am Sternenhimmel an. Erstes Zwischen-
Fazit: Ich könnt's nicht sagen, welches wirklich besser ist. Sternpünktchen schienen
mir im Jenoptem etwas heller und feiner zu sein, dafür ist das Diagon etwas rand-
schärfer, bei trotzdem riesigem Feld.

Noch gibt es also keinen eindeutigen Gewinner <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo,

mich würde ein genauerer Test des Diagon interessieren, gerade im Vergleich zum Dekarem. Ich habe ein Dekarem, schönes Glas, aber die Randunschärfe und der knappe Einblick stören mich.

Ciao,

Christof
 
Hallo Christof,

genau diese Fragen waren der Grund, warum ich das Hensoldt bei eBay ersteigert
hatte. Inzwischen ist es aber bis morgen abend wieder genau dort.

Mein kleines - wenn auch hier eventuell geschäftsschädigendes - Fazit: Wenn man
schon ein sehr gutes Dekarem/Jenoptem in einwandfreiem Zustand und mit neuer
Multivergütung hat, dann lohnt der Umstieg wohl nicht wirklich.

Ich hatte den Eindruck, dass das Jenaer Glas in der Bildmitte ein wenig
brillianter abbildete, die Randschärfe schien mir tatsächlich beim Hensoldt etwas
besser zu sein, richtig gut ist sie aber auch nicht. Da muss dann wohl doch ein
Fujinon 10x50 oder vergleichbares her. Den bösartigen Straßenlaternentest
überstand das Jenoptem mit weniger Geisterbildern, wahrscheinlich aufgrund der
besseren Vergütung. Holger Merlitz war aber scheinbar von der Streulicht-
Ausblendung im Hensoldt eher überzeugt. Sein sehr guter Testbericht findet sich
unter http://www.holgermerlitz.de/kestrel10x50.html

Ciao,
Roland
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben