HEQ5 lässt mich verzweifeln

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas TSeime
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

TSeime

Neues Mitglied
Guten Morgen,

Da das hier mein erster Beitrag im Forum ist, bitte ich um Entschuldigung, falls ich in die falsche Rubrik schreibe!

Nachdem ich meine HEQ5 auf Betonsäule gesetzt habe, wollte ich gestern Nacht die Nachführung testen. Dazu hab ich mir mal M31 vorgenommen. Herausgekommen ist Folgendes:
Sämtliche Objekte erscheinen auf der Aufnahme (180 Sek.) in Form eines liegenden S. (Wie kann man ein Bild hier einfügen, ist sicher einfacher?)

Vielleicht kann mir jemand von Euch dabei helfen?

Viele Grüsse und CS

Link zur Grafik: http://abload.de/thumb/imgp0469rkj2q.jpg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

also es liegen 2 "Fehler" vor, die für die typische "S"-Form verantwortlich sind.

1.) Ungenaue Einnordung -> Daher der Strich von "Links nach Rechts"
2.) Schneckenfehler der Montierung -> Daher die Welle, bzw. die S-Form.

Wäre die Einnordung "perfekt" hättest du lediglich längliche Sterne von oben nach unten erhalten.
Um diesem Herr zu werden entweder versuchen ein PEC-Training durchzuführen (Sollte es sich um eine Syn-Trek/ Skyscan handeln) oder gleich per Autoguider korrigieren.

Eine Neueinstellung der Montierung "könnte" dies auch schon reduzieren.

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Micha,
vielen Dank für die schnelle Antwort.

Dass die Einnordung noch nicht 100% korrekt ist, war mir klar. Die Monti wird ja ohnehin noch eingescheinert.
Mich hat es nur verwundert, da ich solche S-förmigen Sternspuren vorher, als die Monti noch auf dem Stativ sass, noch nie hatte.

Gruss Thomas
 
Servus Thomas,

würde Dir auch zum Autoguiding raten. Welche Optik hattest Du denn auf der HEQ5? Mit 8"f5 ist die fotografisch am limit, und ohne guiding gehen bei mir mit 130/650 Newton vielleicht 60sec. Verlang nicht zu viel von der kleinen, dann macht sie einen braven job.
ot: Bitte keine links mit Aufforderung zu schwachsinnigen Spielen, das nervt....

Viele Grüße,

Gottfried
 
Hallo Thomas,

Autoguiding ist sicher ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Astrofotografie.

Allerdings bin ich mir nicht sicher dass es sich bei dem Fehler wirklich um den Schneckenfehler handelt. Mit was für einer Brennweite ist das aufgenommen?

Soweit ich mich erinnere braucht die HEQ5 etwa 8 Minuten für eine Umdrehung. Wenn du nur drei Minuten belichtet hast, kann es das nicht sein. Außerdem müsste sich das dann in Bogenminuten Abweichung niederschlagen, wenn das Bild hier nicht grad mit sehr hoher BW aufgenommen wurde. Und das wäre dann eine extrem schlechte HEQ... :)

Ich würde auf jeden Fall nochmal nach Vibrationen Ausschau halten. Vielleicht bist du unabsichtlich an ein Kabel gekommen und hast die Kameraposition verändert?

CS,
Martin
 
Hallo Gottfried und Martin,

mir ist schon klar, dass ich mich bei der Montierung am absoluten Limit bewege, obwohl ich da auch schon nen 10-Zöller (Carbontubus) drauf hatte.
Mich hat eben nur verwundert, dass diese s-förmigen Strichspuren erst auftraten, nachdem ich die Monti auf die Betonsäule gesetzt habe. Vorher mit dem Stativ habe ich sowas noch nicht bemerkt.

OT: Ich könnte jetzt zum Vergleich mal ne Aufnahme von M51 reinstellen, aber dann wäre wieder das Problem mit dem Link! :-)

Den Autoguider (ALccd 5) hab ich noch nicht ausprobiert, da ich momentan noch mit dem Bau meiner RDH beschäftigt bin.

Noch paar Daten: Optik GSO 250/1250 (ich experimentiere halt gerne, und 12,9 kg dürften für die Monti eigentlich nocht zuviel sein)
Pentax K 30 im Primärfokus
Bel.-zeit: 180 sek
Auslösung mit Infrarot-Fernbedienung

Noch irgendjemand ne Idee?

CS Thomas
 
Hallo Thomas,

solch ein GSO Newton wiegt schon mal über 15 KG plus Kamera und anderes Zubehör kommst Du locker auf 17-18 Kg und das bei 1,20m Länge. das ist für eine HEQ-5 viel zu viel und wenn du dann noch ein Ungleichgewicht in DE oder RE hast, läuft die Monti halt ungleichmäßig. Das hat nichts mit Säule oder Stativ zu tun, sondern mit einer fotografisch überforderten Montierung!

Grüße und cs Uwe
 
Hallo,

ich habe die HEQ-5 und mit Stahltubus 200/800 mit Leitrohr (knapp 10kg oder vlcht 12) ist nichts mehr gegangen (sprünge in DEC und alle möglichen nachführfehler). Erst der Umstieg auf carbontubus + OAG hats wieder gerettet.

Also ein 10" ist definitiv zu viel des Guten in meinen Augen.

viele Grüße, Bernhard
 
Hallo Uwe,
schimpf doch bitte nicht gleich so viel. Wie ich oben schon beschrieben habe, wiegt der Tubus inkl. allem Zubehör exakt 12,9 kg (ist ein Carbon und nur noch die Kamera dran, weiter nix).
Ich hab das auch nur mal testweise so aufgebaut, der 10-Zöller soll mal auf ne EQ8. Aber wie gesagt, ich hab ja mit der gleichen Konfiguration schon Aufnahmen mit Belichtungszeiten um 15 Minuten gemacht, da waren die Sterne perfekte Punkte (wie das ja auch sein soll) und da saß die Monti auf dem Stativ.
Nächste Woche dürfte ich mit meiner RDH fertig werden, da teste ich das mal mit dem 6-Zöller, für den die HEQ eigentlich angeschafft wurde und werde dann mal berichten.

Bis dahin allzeit klare Nächte
Gruss Thomas
 
Hallo Thomas.

Dass du mit diesem Equipment 15 Minuten belichtet hast und sogleich punktfoermige Sterne erhalten hast (ohne Guiding?) - puuuh, da bin ich sprachlos. Das betrifft jetzt nicht deinen 10-Zoeller, oder?
Ich habe auch die HEQ-5 und ohne Guiding und einer BW>500mm wuerde ich mich an kein Objekt mehr heranwagen, wenn ich mehr als 1 Minute belichten will.
Kann sein, dass ich ne Gurke erworben habe. Ich sehe meinem 8 Zoeller samt Fotozubehoer auf der mod. HEQ-5 und Sucher-Guiding schon als grenzwertig, wenn nicht ueberfordert.

Die genaue Einnordung (Einscheinern) ist mit Sicherheit vom Vorteil. Eventuell auch noch die Lage der Monti mit einer Wasserwaage ueberpruefen. Ansonsten noch nachschauen, ob die Schrauben in RA und Dec festgezogen sind...
Ja, aber bei einer Brennweite jenseits der 1000mm-Marke kommt man nicht ueber das Guiding hinweg.
My 2 Pfennige.

Gruesse
m.m.

PS: Bitte meine ersten Saetze nicht als Kritik oder Spott ansehen. ;)
 
Hallo m.m.,
nein, ich hatte nicht auf Anhieb punktförmige Sterne. Ich betreibe mein Hobby nicht erst seit gestern, sondern seit mehr als 30 Jahren! In diesem Zeitraum und insbesondere als geborener DDR-Bürger lernt man, mit seinem Equipment zu experimentieren. Zugute kam mir dabei sicherlich meine Arbeit bei Zeiss Jena.
Autoguiding ist heutzutage sicher eine bequeme Möglichkeit, die Unzulänglichkeiten der Montierung (und auch die eigenen) glatt zu bügeln.
Aber: Wie haben wir Amateure eigentlich früher Astroaufnahmen gemacht, als wir noch an biegsamen Wellen drehen mussten, weil Guiding für uns unbezahlbar war?

Hier geht es auch nicht darum, ob die HEQ5 mit meinem Equipment überfordert ist (ORION OK bietet einen 10-Zöller mit 1600 mm Brennweite standardmässig mit ner HEQ5 an!!!). Hier geht es darum, warum ich aus heiterem Himmel solche s-förmigen Strichspuren habe.

Ich bitte also um konstruktive Ideen, wo ich mit einer Fehlersuche beginnen könnte und nicht um gutgemeinte Ratschläge, was ich "besser" machen soll!

Entschuldigung für den Roman, aber das musste jetzt mal raus.

Gruss und CS
Thomas
 
Hallo Thomas,

meine HEQ5 betreibe ich auch auf einer Säule mit einem 80´er APO und hab nur Probleme mit dem Fokus den ich irgendwie immer verpasse.

Das S sieht für mich aus, das Du das Teleskop zusätzlich zur fehlenden Polausrichtung und dem großen Schneckenspiel der HEQ zu "Kopflastig" justiert hast. Gib der Gegegengewichtstange ein Ungleichgewicht damit die Zahnflanken vom Getriebe immer den Druck halten.
Ggf. das gleich mit dem Teleskop. Konnte bei mir feststellen, das wenn das Teleskop in Richtung West (Teleskopöffnung)nur ein bisschen mehr zug hat die Guidingkurve ruhiger läuft. Liegt bei mir wahrscheinlich auch am Getriebespiel.

Gruß
Norbert
 
Hallo Norbert,
gestern Nacht bin ich nun endlich dazu gekommen, deinen Tipp mal auszuprobieren.
Das scheint tatsächlich die Ursache gewesen zu sein, dass ich das Teleskop praktisch immer im Gleichgewicht austariert habe.

Aufnahmedaten:
Optik GSO 250/1250 Carbon
Pentax K30
ISO 1600
Bel.-zeit: 240 sek. (länger war wegen des Mondlichts nicht drin).

Ich hab zwar noch eine Aufnahme mit 480 sek. Bel.-zeit gemacht, aber die ist wegen der Hintergrundhelligkeit unbrauchbar.

Link zur Grafik: http://imageshack.com/scaled/large/825/mvti.jpg

Gruss Thomas

P.S.: Man kann der HEQ5 wohl doch bisschen mehr zumuten, als der Hersteller angibt.
 
Re: Überladene HEQ5 lässt mich verzweifeln

Servus,

nein kann man nicht!
Erstens ist Dein Bild hier mit 1280 x 800 Pixeln dargestellt, also verkleinert. Trotz der verkleinerten Darstellung hast Du eine Sternabbildung, die gelinde gesagt suboptimal ist.

Wenn Du versuchen würdest, die maximale Schärfe zu erreichen (probiers doch mal mit einem Korrektor!), würdest Du auch kleinere Ausreisser sehen können.

Meinereiner tut auf die HEQ5 einen 5"f5. Da habe ich bei 600sec frames ungefähr eine Ausschussrate von 10%.

Freilich hatte ich auch schon mal einen 8"f5 drauf. Das geht fotografisch bei Windstille. Meinen 10" Newton tue ich nur auf die große Montierung (die trägt etwas mehr als eine EQ6).

Dieses Forum dient auch dazu, Anfänger zu beraten, halte es für etwas schwierig, zu behaupten, HEQ5 und 10" Newton sind fototauglich. Noch dazu mit einem Beweisfoto, das aufgrund seiner deutlich sichtbaren Unschärfe für mich kein Beweis ist.

Merke: Nicht überlastete Monti läuft genauer, macht weniger Stress, senkt die Ausschussrate, läßt längere Belichtungszeiten zu, macht einfach mehr Spass.

Was Dein Bildfeld anbelangt, bin ich mir auch nicht sicher, ob das wirklich mit einer Cropkamera bei 1250mm Brennweite entstanden sein kann. Das abgebildete Feld erscheint mir etwas groß!?!?

Sternfreundlich grüßt

Gottfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Überladene HEQ5 lässt mich verzweifeln

Hallo Gottfried,
doch!, kann man!
Wenn Du von Anfang an gelesen hättest, geht es hier aber nicht um die Schärfe, sondern um die s-förmigen Sternspuren! Und genau die sind ja wohl eindeutig beseitigt.

Die Ausreisser, wie Du sie nennst, haben auch nichts mit der Montierung an sich zu tun, sondern mit der noch nicht zufriedenstellenden Einnordung derselben!
Das Einscheinern der Montierung habe ich mir bisher erspart, weil auf die Betonsäule sowieso eine EQ8 kommt (falls diese dann mal lieferbar sein sollte).
Auch das hättest Du weiter oben aber schon nachlesen können.

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, kann man vieles tun. Man könnte einen Korrektor verwenden, man könnte Autoguiding verwenden, man könnte... man könnte.

Mein Probem bezog sich aber nicht auf die qualitative Verbesserung der Optik, sondern auf die mechanische Qualität der Montierung.

Gruss und CS
Thomas

P.S.: Falls Du mal Lust hast, nach Thüringen zu kommen, zeig ich Dir, wie man mit genau dem oben beschriebenen Equipment solche Bildfelder hinkriegt!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben