High End Newtons - Kohlefaser Tubus ..

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Hallo Karsten,

ich gebe Dir absolut recht, Vixen hat z.B. für seinen R200SS einen Ring sogar im Angebot ( etwas teuer aber gut ) ich habe selbigen Tipp auch ein paar Sternfreunden gegeben, es hat immer funktioniert und es reicht auch wirklich ein Ring aus, der nur wenige mm weg nimmt.

Aber wie gesagt, das ist ein Thema bei jedem Newton und wenn man sich Newton Aufnahmen ( oder auch Aufnahmen von anderen Teleskopen, wie Apos ... ) kritisch an hellen Sternen anschaut, wird man fast immer solche Reflexe sehen.

Ich denke also, daß Astrofotografen, die unbedingt einen reflexfreien hellen Stern wollen, unbedingt über einen Ring nachdenken sollen, egal, welches Teleskopsystem sie haben.

( Beispiel - Abstandshalter bei Fraunhofer Systemen aber auch interessanter weise bei Geräten ohne Abstandshalter ( Apos .. ) kommen solche unregelmäßigen Reflexe.

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Hallo Olaf, hallo Freunde,

Wir denken auch nach, die Kohlefaser Tuben solo anzubieten aber, wie gesagt, die Teile sind nicht billig.

Zum R 200 SS

Sicher - es macht Sinn, einen Upgrade anzubieten aber dann sollte man gleich an einen vernünftigen Auszug denken.

Ein Zahn und Trieb Auszug ohne Untersetzung ist bei einer derart schnellen ( und auch guten ) f/4 Optik einfach nicht mehr zeitgemäß.

herzliche Grüße

wolfi
 
Hallo Wolfgang,

habe gerade mal nachgeschaut.
Nach den Angaben ganz oben liegen die Orions ÜBER den Preisen der "handgeschmiedeten" ICS-Dobsons von Martin Birkmaier.

Das sind zwar bestimmt keine Leichtgewichte, aber wenn ich das so miteinander vergleiche und mir auch die Spiegel anschaue, dann glaube ich, die Orions sind wohl nur für die Fotografie auf einer entsprechenden Monti einsetzbar.

Im Vergleich zu ICS auf jeden Fall erheblich zu teuer. Dies ist meine eigene Meinung.

Für die Preisgestaltung kannst Du ja recht wenig, von irgendwas muß man ja leben, aber diese Preise sind meines Erachtens sehr heftig!

CS
Winfried

...das mit den Bierchen auf der Alm hat dieses Jahr leider nicht geklappt, ich lag leider danieder.....
 
Hallo!

Wenn die Klemmen geschwärzt waren, dann können die keine Reflexe erzeugt haben. Das kannst Du leicht testen, wenn Du mal mit einer Taschenlampe auf solch geschwärzte Klemmen leuchtest. Wenn du Spikes durch die Klemmen gesehen hast, dann waren das Beugungserscheinungen und keine Reflexe .

Wenn Du nun eine Blende verwendest, die einen solch engen Durchlass hat, dass diese Beugungserscheinungen unterbunden werden, dann blendest Du auch die freie Öffnung des Hauptspiegels ab. Du machst so beispielsweise aus einem 10" einen 9.8" Newton.

Durch so eine Blende wird dann die Auflösung und das Lichtsammelvermögen vermindert, jedoch keinesfalls die Bildqualität verbessert!
Einzige Ausnahme: Die Bildqualität wird dadurch nur dann verbessert, wenn der Hauptspiegel eine abfallende Kante hat, also eben KEIN High-End Spiegel ist.

Da Orion in die neuen Newtons jedoch absolute Spitzenspiegel verbauen will, wäre jede Abblendung des Hauptspiegels kontraproduktiv.


P.S.: Wenn die Haltklemmen so weit über die HS-Fläche ragen, dass diese sichtbare Spikes erzeugen, dann kann man die auch so einstellen, dass die weniger über den HS ragen. 2mm reicht doch völlig, damit der HS nicht nach vorne rausfällt.


P.P.S: Dass Vixen so etwas anbietet heisst noch lange nicht, dass das auch Sinn macht - okay vielleicht haben die Vixen-Spiegel meist abgefallene Kanten, dann macht es natürlich doch Sinn. :/


P.P.P.S: Aus der Sicht eines Händler oder Herstellers (->Vixen)ist es immer gewinnbringend, eine Blende vor dem HS zu empfehlen.
Der Grund: HS haben zwar nicht immer aber oft eine abgefallene Kante. Der Kunde wird dann mit so einer Blende häufig eine Bildverbesserung erfahren, weil die abgefallene Kante abgedeckt wird. Wenn man dann den Grund dafür auf vermiedene "Reflexe" der Halteklemmen schiebt, dann muss man die Ursache nicht in einem HS mit abfallender Kante suchen...


P.P.P.P.S: Ich schreibe als rein visueller Beobachter.
Mag sein, dass Astrofotografen gerne auf Öffnung verzichten, wenn sie dafür die Beugungserscheinungen der Halteklemmen unsichtbar machen können.


Gruß Harald
 
Hallo Winfried,

Du kannst Die Kohlefaser Newtons nicht mit den ICS Dobsons vergeleichen - es ist ähnlich, als wenn man einen Schwertransporter mit einem Leichtfahrzeug vergleicht.

Beide Klassen haben die Interessenten. Es ist halt ein Unterschied, wenn man ein Fernrohr mit 45kg oder eines mit unter 20kg ( gleiche Öffnung ) parallaktisch montiert.

Dein Argument ist richtig, wenn man eine ultraschwere Sternwartenmontierung hat oder einen Dobson wo das Gewicht keine Rolle spielt.

Der Preis ist gerechtfertigt - er ist aber nicht billig, da gebe ich Dir recht aber das muß er auch nicht sein, es ist ein High End Gerät - wie auch z.B. ein ICS Dob, ziehlt aber auf ein völliges anderes Publikum ab, da gebe ich Dir absolut recht.


Das mit dem Bierle wird schon mal ....

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfgang,

in (fast) allen Dingen gebe ich Dir recht, nur leider in einem (entscheidenden) nicht: ...das mit den Bierchen wird wohl nichts. Da ich seit einigen Wochen weiß, daß ich hochgradig Zucker habe, müssen wir wohl auf ein Weinchen umsatteln...

Dir und allen ein paar schöne Weihnachtstage und ein Gutes Ankommen im neuen Jahr,

CS
Winfried
 
Hi Winfried,

SMILE !!!! ich bin 1x pro Jahr im Burgenland, da gibt es ein ganz kleines Weingut ... die machen Weine ... herrlich !!!!

Ich habe immer einen Vorrat !!!

Bis denne !

Ich wünsch Dir ein frohes Fest

Wolfi
 
Hallo Wolfi
Gute Idee! Diese Geräte fehlen zu einem vernünftigen Preis am Markt.

Meine Ergänzung zum Thema:
Gerade beim Fotonetwton sollte auf einen guten Okularauszug geachtet werden.(oder als Option ohne geliefert werden)
Das Problem des verkippen wird (noch)total unterschätzt.
Eine DSLR oder gar eine Sbig mit Filterrad... über 1Kg "ums Eck" am Newton hängend!
Mein Wunsch:
10mm Fokusweg genügt aber:
am besten 3" Rotier- und justierbarbar
Wg Stabilität auch wenns die Ausleuchtung nicht benötigt.

Günter
 
Hallo Wolfi,

an so einem Tubus mit ordentlichen Schellen hätte ich für meinen 8"er Orion auch Interesse.

Wenn schon so viel Aufwand für den Tubus und OAZ getrieben wird, dann solltet Ihr die gesamte Fangspieglaufnahme und die Streben auch mit betrachten und den Fangspiegel nach Möglichkeit nicht an einfachen Blechstreben aufhängen. Mischa hat ja seinen Selbstbauastrographen mal in einer bekannten Zeitschrift präsentiert. Er hat bei seiner Konstruktion das Ganze zu Ende gedacht und den Fangspiegel mit Kohlefaserstreben absolut verwindungssteif aufgehängt. Nur so als Anregung. Der Fertigungs / Material Aufwand sollte nicht wesentlich über dem für Blechstreben liegen. Die CCD Fotografen werden sich für eine absolute Justagestabilität bedanken.

Viele Grüße

Richy
 
Hallo Günter, Hallo Richy,

herzlichen Dank, Eure beiden Tipps sind sehr wichtig. Ich möchte einen kurzen Auszug aber der muß extrem steif sein, ich kenne mittlerweile selber die Probleme mit Verkippung. Es ist halt etwas anderes , mit hochauflösenden CCD Sensoren zu arbeiten.

Zum Fangspiegel - wir haben da ein Konzept mit Verspannung der Streben, getragen durch die Steifigkeit des Tubus.

herzliche Grüße

Wolfi
 
Moin moin Wolfi,

gerade stolpere ich über diesen Beitrag und lese interessiert mit. Interessant ist solch ein Gerät vor allem für die Fotografie. Gründe sind vor allem Fokusstabilität und Gewichtsersparnis.

Aber es bleiben noch Fragen: Was wird ein 12"-Newton dieser Baureihe wiegen? Wie stark ist die Wandung des Tubus? Wie groß ist der Fangspiegel?

Ich selbst setze einen ähnlichen Newton (Selbstbau, das gleiche Teil wie das von Mischa und Cord) ein, und besonderes Augenmerk wurde auf die Abstimmung aller Komponenten auch hinsichtlich eines Kleinbild-Format-Chips (SBIG STL11000 o. ä.) gelegt: Der Hauptspiegel ist schwimmend gelagert, eine Ringblende vor dem Hauptspiegel unterdrückt hässliche Beugungserscheinungen (in der Fotografie macht es einen großen Unterschied, ob die Klammern im Bildfeld sichtbar sind oder nicht). Der Fangspiegel hat eine Größe von 4,5" (!), der Auszug muss als Drei-Zoll-Auszug eingeplant werden, dabei auch ausreichend lang konzipiert, um einen 3"-Korrektor nutzen zu können. Vor allem aber muss der Auszug in der Lage sein, mindestens (!) drei Kilo Gepäck zu tragen. Denn heute mag es für eine DSLR ausreichend sein, einen guten 2"-Auszug mit zwei Kilo Tragkraft zu verwenden, doch man möchte das Teleskop sicher noch etwas länger verwenden. Eine vorausschauende Dimensionierung ist daher ausgeprochen sinnvoll. Auch muss der Tubus mehr als das Doppelte dieses Gewichtes problemlos verkraften.

Was sich ebenfalls als ausgesprochen praktisch erwiesen hat, sind zwei Handgriffe oben und unten am Tubus. Nicht zum Tragen, aber zum leichten Greifen und Verstellen des Teleskopes auf der Montierung.
Und nicht zuletzt ein Sucherfernrohr mit 90°-Einblick. :)

Schönen Gruß,
TJ


 
High End Kohlefaser Newton - latest News

Hallo Sternfreunde,

noch eine weitere Nachricht:

Neueste Nachricht ... bei den lichtstarken f/4 Optiken ( bei den anderen rentiert es sich meines Erachtens nicht ) wird es auch einen 3" Crayford optional - gegen Aufpreis - geben. Natürlich kann man auch die anderen Newtons mit 3" Auszug upgraden ... Weitere (Preis) Infos werden natürlich dann auf unserer Webpage veröffentlicht.

Und eine weitere Nachricht - es wird auch an einem 3" Koma Korrektor gearbeitet, damit kann dann auch ein Vollformatchip ausgeleuchtet werden, der Korrektor wird für f/4 Spiegel optimiert sein.

Herzliche Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Hallo Günter,

das mit dem OKZ wird wirklich unterschätzt!
Wir von ASA haben zu Beginn den 3" JMI XTn verwendet - der zählt zwar angeblich schon zu den guten OKZ, wir wurden jedoch etwas anderes belehrt.

Die Kugellager brachen beim JMI oft nach wenigen Beobachtungsnächten.
Bei großen CCD Kameras ist das große Feld und das hohe Gewicht besonders zu beachten.
Besonders bei schnellen Newtons ist der OKZ ein "Knackpunkt. (Verkippung, Stabilität..)

Darum haben wir (ASA) einen komplett neuen OKZ entwickelt der ab sofort bei unseren Geräten Standart ist.
Servoantrieb, Ascom Schnittstelle, Treiber für alle gängigen Software (MaximDL usw.) und ein Encoder mit 0,4my Auflösung! (Beim 4" Modell 0,01my theoretische Auflösung)
Ein 2" OKZ ist max. für Felder von 30mm Nutzbar - ab F4 und darunter nur mehr 25mm.

Außerdem finde ich es schade wenn viel Geld für einen CFK Tubus verwendet wird und dann beim Korrektor gespart wird.
(der Parakorr verlängert die Brennweite und vignettiert bei schnellen Systemen bei Kleinbildformat stark)
Besser auf den CFK Tubus verzichten und dafür einen High End OKZ!!

Ich bin jedoch auch schon auf diese neuen Geräte sehr gespannt.

Gruß

Egon
 
Hallo Andy,

ich gebe Dir recht ... ich finde auch, daß bis jetzt wirklich jeder SUPER mitgemacht hat und möchte mich auf diesem Weg bei allen herzlich dafür bedanken.

Wolfi
 
Hallo Wolfi,
hallo zusammen,

das hört sich alles sehr gut an!

Vorab: Mir gefällt die durchdachte ASA Konstruktion CFK Tubus + 3 Zoll OAZ + 3 Zoll Korrektor sehr gut. Nur der Preis ist eben auch "High End".

Wenn TS-Orion hier einen ähnlichen Weg beschreitet, dann ist das ein Schritt nach vorne. Die Optiken von Orion scheinen ja nicht schlecht zu sein, nur der Tubus + die Mechanik sind in der bisherigen Ausführung otimierungsfähig. Gegenüber ASA hätte Orion mit f/4 ein schnelles, aber kein extremes Öffnungsverhältnis zu bieten. Mit dem CFK Tubus und einem entsprechenden OAZ wären die TS-Orion auf jeden Fall recht interessante Geräte. Ich bin auf die weitere Entwicklung schon gespannt!

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Michi,

da ich selber ASA Händler bin, sehe ich die neue Orion Carbon Line als Ergänzung zwischen den normalen TS Leichtbaunewtons von Orion und den absoluten High End Teilen von ASA.

Eine wichtige Änderung bei den Kohlefaser Geräten wird sein, daß wir trotzdem versuchen, die Fangspiegel Abschattung so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund wird der 3" Auszug, wie der 2" Auszug, so kurzbauend, wie möglich sein. Ich denke, das ist wichtig, denn eine zu große Abschattung wirkt bei den hochauflösenden CCD Chips schon auflösungsbegrenzend.

Ich bin in sehr intensiven Kontakt mit Barry und wirke da durchaus auch auf die Produktion ein. Auch aus diesem Grund ist dieser Thread, wo viele interessante Tipps drinnen sind, sehr wichtig.

Ich werde auch auf meiner Webpage über die News, soweit möglich, berichten.

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Wir dürfen ankündigen, daß von Orion - UK neue Newtons im High End Bereich kommen.

da ich selber ASA Händler bin, sehe ich die neue Orion Carbon Line als Ergänzung zwischen den normalen TS Leichtbaunewtons von Orion und den absoluten High End Teilen von ASA.

also wenn ich das dann richtig sehe gibt es bei TS eine neue Unterteilung der Newton-Teleskopbaureihen, die dann wäre:

Europa-Newton
TS-Newton
Orion-Standardqualität-Newton
Leichtbaunewton
Gitterrohr-Newton
Carbon-Line-Newton
High-End-Newton
absolute High-End-Newton

aus früheren "Qualitätsbezeichnungen" geht hervor:

Der Carbon-Line-Newton welcher als Standard L/?? hat braucht sich nicht hinter LOMO zu verstecken, wobei es auch Orion mit L/10 gibt (LOMO hat Minimum L/16 !!!!) und die ASA sind dann doch noch ein wenig highender als die Orion-Carbonline-High-End, High End sind ?) ?) ?)


Eine wichtige Änderung bei den Kohlefaser Geräten wird sein, daß wir trotzdem versuchen, die Fangspiegel Abschattung so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund wird der 3" Auszug, wie der 2" Auszug, so kurzbauend, wie möglich sein. Ich denke, das ist wichtig, denn

vieleicht sollte man wieder einmal über Alternativen zu einem Okularauszug nachdenken und die Fokusierung anderweitig durchführen, ansonsten denke ich braucht man das Teleskop bei TS nicht neu zu erfinden - es würde reichen wenn man sich auf die Jahrzehntelang gesammelten Erfahrungen, welche vielfach nachzulesen sind stützen würde und weniger die Werbewirksamkeit von Modeerscheinungen hervorheben würde....

Gruß
Johann



 
Hallo Johann,

letztlich wird es geben:

Standard Europa Line
TS Line ( sehr nahe der 1/6 Lambda Orion UK Line )
Und
Carbon Line

Bei ASA muß man unterscheiden, welche Spiegel von Lomo sind und welche nicht, soweit ich weiß, hat oder hatte ASA nicht alle Spiegel von Lomo.

Zur Fokussierung:
Die einzige Alternative zum Okularauszug besteht für mich in einer Fokussierung des Hauptspiegels. Aufgrund von unschönen Beugungserscheinungen ist für mich ein Okularschlitten keine Alternative.

Die Fokussierung des Hauptspiegels oder die Verstellung des kompletten Tubus Vorderteiles ( Auszug mit Fangspiegelhalterung ) ist reizvoll aber meines Erachtens mechanisch sehr aufwendig.

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

Zitat von Wolfi_Ransburg:
[...] Aus diesem Grund wird der 3" Auszug, wie der 2" Auszug, so kurzbauend, wie möglich sein. Ich denke, das ist wichtig, denn eine zu große Abschattung wirkt bei den hochauflösenden CCD Chips schon auflösungsbegrenzend.

ein möglichst kurzbauender OAZ ist aus dem von Dir genannten Grund, aber auch wegen des geringeren Hebels, sinnvoll.
Aber: Der Auszug muss auch einen für das Gesamtsystem passenden Korrektor aufnehmen können. Ein 3"-Korrektor kann schon ein Mordsteil sein, so steckt der Wynne-Korrektor von Philipp Keller 14 cm im Auszug (siehe Astro Optik Newton Wynne Korrektoren )! Und der Korrektor sollte natürlich nicht für eine Abschattung im Strahlengang innerhalb des Tubus' verantwortlich sein.
In meinem Fall ist auf einer kleinen Anzahl aufsteckbarer Hülsen ein Finger Lakes Instruments PDF aufgeschraubt. In diesen wird der Korrektor eingeschoben, ohne daß er in den Tubus hineinreicht. Praktisch ist dies für die Nutzung des Kleinbildformates eine sehr gute Lösung, die jedoch nicht unter die o. a. 14 cm Auszugslänge kommt. Leider ...

Schönen Gruß,
TJ
 
Hallo Johann,

es geht um die Spikes, die, so finde ich, kreuzförmig einfach am schönsten sind.

Das ist aber mit einem Schlitten nicht zu realisieren, oder hättest Du das eine Idee?

Bin, wie immer, interessiert.

herzliche Grüße

Wolfi
 
Hallo Thorsten,

da bin ich voll dabei , da werden beide Systeme, der 3" Korrektor und der Auszug natürlich auch entsprechend optimiert sein.

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Hi Wolfi,

...es geht um die Spikes, die, so finde ich, kreuzförmig einfach am schönsten sind.
Das ist aber mit einem Schlitten nicht zu realisieren, oder hättest Du das eine Idee?

Sag mir bitte einen einzigen Grund weshalb das bei einem Schlitten nicht genau so möglich sein sollte als bei einem Auszug - ich kenne keinen ?)
Wie du die Verbindung zwischen Schlitten und FS-Spiegelzelle gestaltest ist wohl frei wählbar ....

Gruß
Johann
 
Spinnenbeine in Bewegung? Oder stillstehend?

Hi Johann,

Sag mir bitte einen einzigen Grund weshalb das bei einem Schlitten nicht genau so möglich sein sollte als bei einem Auszug - ich kenne keinen

woran ist den die 4- er Spinne beim Newton befestigt?
Richtig, am Tubus. Und innen hängt die Fangspiegelfassung und
da der Fangspiegel dran. Das Ganze ist ortsfest, und wird mit
einem ortsfesten Auszug betrachtet. Verschiedenen Fokuslagen
der verschiedenen Okulare werden durch hoch- oder runterkurbeln
des Auszuges ausgeglichen. Dabei wird der Abstand Okular- Hauptspiegel
vergrößert oder verkleinert.

Beim Okularschlitten wird der Abstand Okular-Hauptspiegel
durch vorschieben des Schlittens vergrößert und zurückschieben
des Okularschlittens in Richtung Hauptspiegel verkleinert.

Da man dabei aber den Fangspiegel immer mittig unter dem Auszug
haben muß muß der Fangspiegel sich ergo ebenfalls wie der
Oku-Schlitten vor- und zurück bewegen.

Ergo kann dieser nicht ortsfest sein, und ergo nicht fest
am Tubus per 4-er oder 3-er Spinne befestigt werden.
Also wird der Fanspiegelhalter per wie-auch-immer-gearteter
Streben am Schlitten befestigt. Das können sein:

1) eine dicke Strebe => zwei dicke Balken die vom einem Stern ausgehen

2) zwei dünne Blechstreifen die vom Schlitten zum Fangspiegelhalter
verlaufen. => 4 dünne Spikes, welche aber nicht alle 90° auftreten,
sondern je 2 nah beieinander.

3) Ein runder gebogener Blechstreifen, vom Schlitten zum Fangspiegelhalter,
so => O geformt. Wie beim Teleskop "Gladius" (dort aber ortsfest,
ich nenne das Gladius nur weil man die Form dort sehen kann).
=> Beugungsbild ohne Spikes

CS,Karsten
 
Hallöchen

Zitat von sofi99:
Sag mir bitte einen einzigen Grund weshalb das bei einem Schlitten nicht genau so möglich sein sollte als bei einem Auszug - ich kenne keinen ?)
Wie du die Verbindung zwischen Schlitten und FS-Spiegelzelle gestaltest ist wohl frei wählbar ....
Wenn man über eine Abstandsveränderung Hauptspiegel - Fangspiegel die Schärfe einstellen will, fallen mir drei Varianten ein:

1. Man macht (ähnlich wie bei Schmidt-Cassegrains) den Hauptspiegel verschiebbar.
+ man kann eine normale Spinne verwenden
+ schweres Zubehör bleibt fixiert und muss nicht bewegt werden
- Spiegelshifting
- Technisch sehr Anspruchsvoll (entweder benötigt der Spiegel eine Zentralbohrung (blöd zum justieren) oder man muss über drei Servomotoren das ganze verstellen)

2. Man macht den kompletten vorderen Tubusteil (ähnlich den RCX) verschiebbar.
+ s.o.
- Technisch sogar noch anspruchsvoller wie oben. Mir ist kein Newton bekannt, bei dem ein solches Konzept erfolgreich umgesetzt wurde.

3. Okularschlitten
Da es wie oben angedeutet enorm aufwändig ist, mehrere Streben simultan zu bewegen, hat ein Okularschlitten nur eine Verbindung in Richtung Okularstutzen. Da dieser recht klein ist, kann man ihn ohne allzugroße Gefahr von Verkippung beweglich machen. Man hat aber jetzt den Nachteil, dass man keine schöne Beugungsstruktur hat.

Will man wieder eine schöne Beugungsstruktur erreichen, so muss man einige Anstrengungen unternehmen. Zunächst darf die Verbindung zum Fanspiegel (wenn sie aus mehreren Streben besteht) nur parallel zueinander sein. Das macht aber für den sowieso nur einseitig gehaltenen Fanspiegel noch instabiler (Verkippung wie bei einem Parallelogramm).

Darüber hinaus muss man noch eine zweite Beugungsstruktur erzeugen. Dies erreicht man entweder
- über eine Strebe ohne Funktion vorne quer, oder
- über eine Leerstrebe (im Bild als doppelte senkrechte Linie) am Schlitten (macht den Schlitten schwerer, aber evtl. auch stabiler, kann gleichzeitig als Blendschutz dienen)
Code:
      |
      |
      |
      |    ||      ||
------|====================-
Okular     ||      ||    |XXX| Sekundärspiegel
------|====================-
      |    ||      ||
      |
      |
      |
Da aber auch bei dieser Lösung das Parallelogrammproblem nicht wirklich bekämpft wird, ist es fürs Fotografieren mit großem Chip sehr anfällig.


Lassen wir das alles sein und verwenden wir einen normalen Okularauszug greifen wir auf eine Technik zurück, die inzwischen (Crayford) sehr ausgereift und stabil ist. Einziges Manko ist eben, dass man keine venünftigen kurzbauenden 3"-Auszüge zu anständigen Preisen bekommt. Ich denke das ist noch eine echte Marktlücke die es endlich mal zu schließen gilt.

Gruß
Andy

P.S.: An alle die so laut "Zensur" gerufen haben. Informiert euch erst, bevor ihr jammert. Die 4 Postings wurden auf meine Bitte hin entfernt. Wen's wirklich so brennend interessiert, kann mir ja 'ne PN schicken - das nochmal öffentlich zu diskutieren wäre irgendwie kontraproduktiv.

 
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