Hilfe bei Auswahl von Ausrüstung

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DaveDust

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Hallo Zusammen,

auch wenn es hier zum Thema Ausrüstung bereits mehrere Themen gibt, benötige ich trotzdem eure Hilfe.

Mein Sohn hat bereits ein Teleskop ... ein Visomar 60/700 Astroscope ... hat er mal geschenkt bekommen, ist jetzt nicht wirklich ein Highlight.
Allerdings ist es uns vor Kurzem gelungen Jupiter damit ins Visir zu nehmen, was ziemlich cool war.

Jetzt hat er sich zum Geburtstag ein neues, besseres Teleskop gewünscht => der Kollege wird übrigens 11 Jahre alt.
Also benötige ich ein "besseres" Teleskop.

Wichtig wären mir dabei folgende Sachen:
- vertikale und horizontale Feintrimmung (beim Aktuellen fehlt die horizontale Trimmung => das ist jedes Mal ein Elend)

- ein stabiler Sucher, der nicht wackelt nachdem man ihn eingestellt hat

- qualitätsmäßig sollten die Planeten unseres System erkennbar sein, mit einigen Details (Jupiter evtl. mit Fleck, bei Saturn auf jeden Fall die Ringe usw.)

Frage: könnte man mit so einem Gerät auch erste Nebel sehen?
Ich weiß, dass hier die Geräte zweckbestimmt abweichen und man nicht zwangsläufig gute Bilder von Nebeln mit einem Gerät für Planetenbeobachtung bekommt.

Jetzt kommt euer Part:
Welches Gerät ließe sich im Preissegment um 300 Euro empfehlen (ich weiß, 300 Euro sind wenig, aber der Knirps wird erst 11)?

Und habt ihr irgendwo einen Link zu einem Händler, wo man Geräte güntig bekommen kann?

Vielen Dank für die Hilfe im Voraus.

die besten Grüße

DaveDust
 
Hi Dave

ich gehe davon aus, dass Du noch etwas Zubehör brauchst, denn üblicherweise ist bei den Billigdingern eben auch Billigzubehör bei.
Um ein wenig Budgetspielraum zu haben wäre als Teleskop dann das hier mein Favorit für Dich:
http://www.teleskop-express.de/shop...-FlexTube-Dobson---Parabol-Optik---ab-6J.html

Warum möchte ich auch begründen - Vorteile:
- 130mm Öffnung, damit gehen einige "Nebel"
- Montierung Dobsonprinzip, sprich hoch runter rechts links. Das ist intuitiv für Kinder und erfahrungsgemäß leicht zu handhaben.
- Peilsucher - roter Zeilpunkt, leicht im Umgang
- nicht zu lange Brennweite (650mm) = große Gesichtsfelder zum suchen möglich
- nicht zu schwer und zu groß für das Kind
- kein allzugroßer Verlust bei Wiederverkauf, falls es nix wird

Nachteil ist dass es ein Newton ist, der justiert werden muss und normal keine Weltklasse-Optik hat. Das kann man für 300 EUR aber auch nicht erwarten.

Falls es für Dich interessant ist könnte ich Dir zu einem budgetschonenden Preis anbieten:
Kosmos D= 30cm drehbare Sternkarte, 32mm Meade Plössl 4000er Serie und ein DeepskyReiseführer Stojan (Buch mit Objekten) ehem. NP war zus. ca 90-100 EUR

Unabhängig davon, wenn Du mehr Infos brauchst, hilft einlesen und mal mit Hobbyastronomen rauszugehen. Im Treffpunktboard wirst vllt fündig.



 
Hallo Dave,

ihr habt eigentlich die Hauptprobleme erfahren, weswegen Nutzer von Einsteiger-Teleskopen gleich wieder zum Aussteiger werden! `
Daher müsst ihr aus dieser Klasse "Spielzeug-Teleskope" heraus. Damit ist Spielzeug nicht gemeint als "klein und niedlich", sondern der Verarbeitungsstandard. Das Problem nun: 300 Euro ist furchtbar auf Kante genäht!

Ein Gerät, was Eure Anforderungen erfüllt, ist ein 150/1200mm Dobson, also ein Spiegelteleskop.
Habe mal ein "händlerneutrales" Bild gesucht: Link zur Grafik: http://users.atw.hu/czr-sys/tavcsovk/1501250%20dobson%201.jpg
So ein Ding: Tubus als geschlossenes Rohr, kein Streben-Leichtbau-Schlumpfzeug, kein Computer-Firlefanz, und das Ding gibt es auch für 299,- Euro, so dass noch ein Euro Budget ist, für weiteres Zubehör... aua!
Das mitgelieferte Zubehör reicht für "schonmal gucken" und wird mehr Zeigen, als das 60/700 in seinen Traumstunden, Nebel usw. sind kein Problem, wenn es dunkel ist, was es im Norden Deutschlands quasi ab heute nicht mehr richtig wird, bis mitte Juli. Na, man kann trotzdem gucken, wird aber spät. Der Mond stört bei Nebeln auch. Ansonsten aber ist ja der Mond da und Jupiter sowie bei guter Horizontsicht auch Saturn sind ja erstmal da. Venus haut gerade am Abendhimmel mit Nachbrenner ab, die ist in ein paar Tagen weg, danach bald "Morgenstern".

Ich denke, dass das Teleskop eigentlich genau das ist, was ihr Euch wünscht. Aber ich kann nicht verhehlen, dass dann zu Weihnachten wohl noch ein paar Wünsche an Zubehör dastehen. Das Gerät hat noch einiges an Leistungspotenzial, was sich aber nur mit weiteren Okularen abrufen ließe. Das kann natürlich nach und nach geschehen, aber wenn man das Hobby längere Zeit betreibt, stellt der visuelle Beobachter unweigerlich fest, dass die ganzen Okulare mehr gekostet haben, als das Teleskop.

Händler mag ich nicht verlinken, da soll jeder frei bleiben, und "200/1200 Dobson" in die Suchmaschine der Wahl gefüttert, wird mehrere Händler ausspucken. Bitte wie gesagt auf den Tubus als Rohr achten und ansonsten Zubehör vergleichen. Ich würde in Eurer Situation schauen, ob sich ein beigegebener 8x30 Sucher nicht durch einen Leuchtpunktsucher ersetzen lässt, weil der meiner Meinung nach auch für Erwachsene kinderleicht ist, im Gegensatz zum normalen Sucher mit dem umgekehrten Bild.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dave,


Zitat von Sven_Wienstein:
Händler mag ich nicht verlinken, da soll jeder frei bleiben, und "200/1200 Dobson" in die Suchmaschine der Wahl gefüttert, wird mehrere Händler ausspucken.
Sven

Wahrscheinlich nur ein kleiner Tippfehler von Sven, da er weiter oben ja den 150/1200 Dobson erwähnte. Für die Suchmaschine also 150/1200 Dobson, der 200er sprengt mit Zubehör das Budget.

Wichtig finde ich es zu erwähnen, dass es nicht reicht, nur Geld allein zu investieren, sondern vor allem auch ZEIT!
Ein 11jähriger wird wahrscheinlich große Mühe haben, sich am Sternenhimmel zurechtzufinden, geschweige denn, die Objekte der Begierde mit dem Teleskop zu finden.

Der Junge wird gerade am Anfang Unterstützung brauchen, das ist dann Deine Aufgabe. Du solltest Dich also etwas am Sternenhimmel auskennen, die Orientierung und das Aufsuchen der Objekte lernen. Ohne Hilfestellung ist das Thema Astronomie sonst vielleicht schnell vorbei, da Frust aufkommt, wenn man nichts findet, außer dem Mond.
Auch wenn ihr in einer größeren Stadt wohnt, mit aufgehelltem Himmel, kommt ihr nicht drumherum, gelegentlich aufs Land zu fahren, wenn ihr wirklich mal etwas sehen wollt. Der Astronom und sein Teleskop brauchen Dunkelheit!

Das solltest Du also bedenken, manch ein 11jähriger kommt vielleicht ohne Hilfe zurecht, aber ich denke, das ist eher die Ausnahme. Also, Du bist gefordert, weniger Deine Geldbörse... :/


Viele Grüße,


Michael



PS: Der User "Antares" bietet Dir oben den "DeepSky-Reiseführer" an, den kann ich Dir gerade zum Anfang sehr empfehlen. Dort ist neben den Aufsuchkarten eine sehr gute Einleitung, die besonders beim Einstieg sehr hilfreich ist.



 
Hallo und danke für die schnelle Antworten.
Grundsätzlich soll er zum Geburtstag erstmal das Teleskop bekommen.
Dass er später weiteres Material benötigt, macht die suche zu Weihnachten und Geburtstag dann leichter.
Da ich selbst dafür Interesse habe, wird sich Ort, zeit und Unterstützung finden ;-)

Hab mir schon mal stellarium installiert um einen Ansatz zu haben.

Täte hier eher zu dem 150/1200 tendieren und ggf. Teile dann nachkaufen ... er hat ja noch Oma und Opa, die was beitragen können.
 
Zitat von DaveDust:
Deutlich weniger als vom bereits empfohlenen Dobson, weil:
  • geringere Öffnung
  • nur 1.25"-Okularauszug
  • deutlich wackeliger montiert als ein Dobson
  • wenn die Montierung parallaktisch genutzt wird: der Okularauszug dreht sich beim Nachfolgen weg (dh. der Einblick wird unbequem bis schwierig)
Bei rein visueller Nutzung von Spiegelteleskopen finde ich azimutale Montierungen (wie eben beim Dobson) deutlich intuitiver zu bedienen als parallaktische.

E.
 
Hallo Dave, Hallo Ecky,

na, mein "Freud'scher Tippfehler" ist schon aufgefallen, ich meine wirklich 150/1200.
Bei dem verlinkten Gerät meine ich, dass man nicht wirklich den schon bekannten Problemen des 60/700 entkommt. Das ist so ein Komplettpaket, was ins Budget gepresst wird und am Ende ist die Montierung eben doch etwas zu schwach, die Optik mit f/5 verzeiht keine Dejustage (und wer weiss, wie gut sie ist) und die Einschränkung auf 1,25" kommt noch hinzu.
Beim 150/1200 sollte man auch wirklich drauf achten, dass ein 2" Auszug dran ist, der für die beigelegten Okulare ein 1,25" Reduzierstück hat. Das hält für so ein Gerät alles offen.
Übrigens habe ich auch daran gedacht, dass so ein 150/1200 ja auch gebraucht zu haben sein müsste. Aber meist geht die Rechnung nicht auf, weil die gebrauchten Geräte nicht mit vollständigen Zubehör angeboten werden. Muss man das dann nachkaufen, hätte man's bei genauem Nachrechnen auch gleich neu kaufen können.

Ich bin übrigens schon davon ausgegangen, dass "dem Kollegen" etwas Hilfe zuteil wird. Richtig schwer ist aber eigentlich nur das Einhängen der Federn bei manchen Varianten - und darauf kann man vielleicht sogar verzichten, wenn man das Gerät mit einem Aquariumsmagneten ausbalanciert.

Clear Skies
Sven
 
Hi!
Zitat von Sven_Wienstein:
Ich würde in Eurer Situation schauen, ob sich ein beigegebener 8x30 Sucher nicht durch einen Leuchtpunktsucher ersetzen lässt, weil der meiner Meinung nach auch für Erwachsene kinderleicht ist, im Gegensatz zum normalen Sucher mit dem umgekehrten Bild.
Probleme können aber auftreten, wenn man unter hellem Stadthimmel in einer sternarmen Gegend nach einem lichtschwachen Objekt sucht. Das Objekt ist nicht zu sehen, Hilfssterne zum Anpeilen oder für Hilfslinien gibt es auch nicht. Ist mir mal bei einem Doppelstern so gegangen.

Bei dem damals von mir benutzten Teleskop wäre allerdings ein 6x30 auch keine gute Lösung - nicht optimal für ein kleines Reiseinstrument. 3x15 mit Vixenschuh wäre nett ...

Grüße

fquadrat
 
Zitat von EckyH:
  • geringere Öffnung
  • nur 1.25"-Okularauszug
  • deutlich wackeliger montiert als ein Dobson
  • wenn die Montierung parallaktisch genutzt wird: der Okularauszug dreht sich beim Nachfolgen weg (dh. der Einblick wird unbequem bis schwierig)
Bei rein visueller Nutzung von Spiegelteleskopen finde ich azimutale Montierungen (wie eben beim Dobson) deutlich intuitiver zu bedienen als parallaktische.

Dazu wäre allerdings zu sagen:

Der kleinere Okularauszug wird durch die geringere Brennweite recht gut kompensiert.

Es gibt ein Teleskop dieser Größe auch auf einer Astro3, welche stabiler ist.

Legt man den Okularauszug so, daß er parallel zur Deklinationsachse, aber in die entgegengesetzte Richtung zeigt, kann man ihn meist gut erreichen.

Anfänglich mag azimutal intuitiver sein, aber nach einiger Zeit mit der Benutzung von Sternkarten denkt man sowieso äquatorial, sobald man ein parallaktisch montiertes Teleskop vor sich hat. Schwierig wird es, wenn nur das Teleskop oder der Sucher einen Zenitspiegel besitzt und dort das Bild spiegelverkehrt erscheint. Sternkarten passen so nie ...

Grüße

fquadrat

 
Hallo fquadrat,

Dein Hinweis ist durchaus richtig, ich glaube der Leuchtpunktsucher in der Summe der Eigenschaften am erfolversprechendsten ist. Er funktioniert sehr intuitiv, der einzige Rat dazu ist, dass man das andere Auge offen lassen muss, um am Sucher vorbei zu sehen. Schwache Objekte stehen meiner Meinung nach ohnehin zunächst nur so auf dem Speiseplan, wie sie sich gut mit nahen Orientierungssternen finden lassen.
Die Frage mag sich neu stellen, wenn Erfahrung hinzukommt. Zunächst mal haben wir ja die Anforderung "Planeten" und die Hoffnung auf ein paar Nebel. Diese Hoffnung wird der 150/1200 übererfüllen, auch mit Leuchtpunktsucher. Ich sehe da eher als Limit, dass ein Übersichtsokular mit 2" Steckdurchmesser (sollte das Teleskop daher unbedingt haben) und um 40mm Brennweite erst noch zugekauft werden muss. Planeten finden sich auch mit dem 20mm zuverlässig - mal von Uranus und Neptun abgesehen.

Übrigens meine ich auch zum parallaktischen Gerät, dass eine Astro 3 das Gerät zwar zu einem angenehmen Zeitgenossen macht, es schafft aber die weiteren gravierenden Probleme nicht vom Tisch: f/5 bezüglich Justage und Okularwahl und das bei Zielsetzung Planeten.

Clear Skies
Sven
 
Ok, sind ja dann doch ein Haufen Begriffe, die ich erstmal nachschlagen und einordnen muss.

Aber ok, das wird schon ... welches Gerät wir jetzt kaufen ist klar.

Von daher vielen vielen Danke.

die besten Grüße

Dave
 
Hi Sven!
Zitat von Sven_Wienstein:
Schwache Objekte stehen meiner Meinung nach ohnehin zunächst nur so auf dem Speiseplan, wie sie sich gut mit nahen Orientierungssternen finden lassen.
Problem: Bei hellem Himmel gibt es sehr wenige davon

2" Steckdurchmesser (sollte das Teleskop daher unbedingt haben) und um 40mm Brennweite erst noch zugekauft werden muss. Planeten finden sich auch mit dem 20mm zuverlässig - mal von Uranus und Neptun abgesehen.
Einverstanden.

f/5 bezüglich Justage und Okularwahl und das bei Zielsetzung Planeten.
Okay, die Sache ist nicht einfach. Dafür geht das Aufsuchen leichter, besonders im DS-Bereich und mit Leuchtpunktsucher. Die geringe Vergrößerung erhöht die Chance, das Objekt im Bildfeld zu haben, wenn man beim Leuchtpunktsucher zu wenige Hilfssterne sieht.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Dave,

da das Mondlicht nicht schädlich für die Augen ist, kannst du es erst einmal ohne Filter probieren. Falls du dich zu sehr geblendet fühlst (das empfindet jeder anders), besorge dir einen Graufilter oder zwei Polfilter. Bei letztgenannten kannst du die Filterwirkung durch verdrehen variieren.
 
Hallo Heiko,

ich würd's noch etwas differenzieren...
Ich würde für den Anfang einen 4x Graufilter kaufen, der reicht meist erstmal. Nimmt man den Mond dann öfters als Ziel, wird man vielleicht als Ideallösung finden, dass man einen 2" Einzel-Polfilter in den Reduzierer von 2" auf 1,25" schraubt und einen weiteren Einzel-Polfilter in 1,25" in das gerade verwendete Okular. Durch drehen des Okulars bei geöffneter Klemmschraube kann man dann die Dämpfung sehr gut einstellen. Bei den verkauften Sets "Variabler Polfilter" muss man immer das Okular herausziehen, den Filter verdrehen, wieder einstecken, nochmal raus und korrigieren... nervig, das macht doch keiner. So Bastellösungen mit Velours am Polfilter und in der Klemmfassung, so dass beim Okular drehen der eine der beiden verdrehbaren Filter durch das Velours festgehalten wird, zeigen schon, wie sehr das nervt.
Daher die Lösung mit 2" und 1,25" Polfilter. (Verkauft das eigentlich mal ein findiger Händler als "Set für Praktiker"?)

Jedenfalls, diese Lösung mit variablem Polfilter sollte man beschaffen, wenn man weiß, dass das Teleskop 2" hat und einen Reduzierer mit Filtergewinde...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dave!

Ich habe auch vor Kurzem ein Gerät für meinen Sohnemann besorgt. Handelt sich hierbei auch um ein 150/750er Newton allerdings mit einer parallacktischen Montierung und nicht wie hier vorgeschlagen um ein Dobson. Wobei man auch dazu sagen muss, das mein Sohn schon 22 ist und sogar größer als sein Papi. ;)
Er kann damit auch dementsprechent gut mit umgehen und hat auch schon Erfahrung duch ein Vorgängerteleskop gesammelt.
Er hat so gesehen nur "aufgerüsstet".
Gekauf habe ich es ihm nach Vorgabe von ihm. Später habe ich mir auch noch eins gekauft, allerdings ein größeres und von einem "besseren" Hersteller.
Und da sind mir einige Vorzüge aufgefallen die er nicht hat.
Jetzt einmal davon abgesehen das meins ein 200/1000er ist.
Die Verarbeitung ist viel besser gewesen und das Reverenzmodel zu seinem aus der gleichen Herstellerfirma wo auch meins herkommt ist deutlich und das zu einem ähnlich aber etwas höheren Preis.
Er hat ein Newton von der Firma Omegon. Es macht seine Dienste aber es besitzt kein 2" Auszug und ist damit eingeschränkt in der Okularauswahl. Mein Rohr kommt von der Firma Skywatcher. Das Dobson was Sven vorgeschlagen hat kommt auch von dieser Firma.
U.a. viel mir auf das es deutliche Gewichtsunterschiede gibt. Das kommt vorallem von dem Gewicht des Reflektorspiegels. Der ist aus echtem Glas wärend das von meinem Sohn wohl nur ein stück blank poliertes Blech zu sein scheint.
Wie du hier auch erfahren hast ist man von Zeit zu Zeit gezwungen den Reflektor neu zu justieren. Das hat nichts mit unsachgemäßen behandeln zu tun, aber wenn man wirklich pech schwarze Nacht haben möchte um viele Sterne zu sehen dann wird man nicht drum herum kommen auch mal raus aufs Land zu fahren wo es keine störenden Streulichquellen gibt. Und bei so einem hin und her transport verzieht sich der Spiegel ganz gerne mal. Dann wird es für dich sehr interessant das man Diesen wieder leicht und einfach zurecht justieren kann.
Beim Skywatcher befinden sich hinten leicht zu erreichende Justierschrauben die man per Hand lösen/festziehen kann und kein Werkzeug von nöten ist. Bei "günstigen" Modellen sind dort einfache Schrauben und dazu braucht man dann Werkzeug.
Ebenfals augefallen ist das der Sucher ein vernüpftigen Sucherschuh hat, wo man dann ohne weiteres auch mal ein anderen Sucher drauf schnallen kann, wenn man mit dem Vorhandenen nicht zufrieden sein sollte. Bei meinem Sohn war nur so ein stück Kunststoff als Leutpunktsucher verbaselt. (Habe auf Sternenfee gehört und ihm einen Ordentlichen drauf geschnallt)
Das war ne Fummelaktion da den Tell drauf zu frickeln.

Also, kurz um, lieber etwas mehr und dabei ist das meist nicht sonderlich viel, ausgeben als sich hinterher ärgern.
Zwischen dem Omegon und dem vergleichbaren Modell von Skywatcher liegen ca. 50€. Das Geld sollte man schon ivestieren.
Was für dich und dein Sohenmann sicher auch gut wäre wenn ihr ein Händler gleich vor Ort aufsuchen könntet. Es ist besser sich die Geräte direkt von nahem an zu schauen und mit fachkundiger Hilfe betreut zu werden.
Ich weiss das es kaum noch Händler so "um die Ecke" gibt, aber vieleicht habt ihr Glück und es ist bei euch einer. :)
Hier in der Nähe von mir in Wuppertal kenn ich nurnoch einen in Bonn und den sollte man vorher anbimmeln weil der nicht immer da ist.
Fachkundige Hilfe hat den Vorteil das ihr hier auch noch andere Typen von Teleskopen gezeigt werden. Es muss ja kein Newton sein. Vieleicht reicht ja auch schon ein größerer Refraktor der dann auch bei euch in der Preisklasse liegt.
Es kommt immer drauf an für was ihr das Gerät auch immer verwenden wollt. Ein Newton ist meist nicht für Naturbeobachtung geeignet. Wenn ihr sowas auch gerne abdecken wolltet dann wäre ein größeres Standartteleskop (Refraktor) die bessere Wahl.
Die beiden Fimen die ich angesprochen habe sind nicht alle. Es gibt dort noch viel mehr und alle haben ihre Vorzüge wie auch Nachteile. Das Omegon für den einfachen Gebrauch ist vollkommen ausreichent nur für doch etwas weiter "Fortgeschrittete" nicht mehr ausreichent. Das heist nicht, das es schlecht ist. :)

Ich hoffe ich konnte etwas weiter helfen.

Domi
 
Hallo Dave,

auch wenn ich kein Dobsonaut bin und auch nicht an der Beratunghier beteiligt war....

Wie war das nochmal mit der Werbung eines Kreditkarten-Verteilers: " Dobson: 300 € ... Glücksmoment des Sohnes: UNBEZAHLBAR!"

Viel Spass mit dem Teil!
 
Eine Frage noch:

Wenn ich unten in das Rohr schaue, sehe ich direkt den Spiegel ... müsste da nicht ein Deckel drüber sein? Es sieht zumindest so aus, als wären da Gewinde für Schrauben und genug Platz für einen Deckel, der den Spiegel schützen soll.

Danke
 
Hallo Dave,

ganz im Gegenteil, es gibt ne Menge Newtons, die an genau dieser Stelle einen Lüfter haben, der der Spiegel runterkühlen soll.

Zumal provokativ gefragt: Wenn der Mist schon von vorn auf den Spiegel rieselt, macht´s da nen Unterschied ob er von hinten auch noch was abbgekommt?"

 
Hallo Dave,

schaut gut aus! Holt Euch Rat, wenn etwas nicht klappen sollte. Wie sieht es eigentlich mit dem Kleinkram aus? Stellarium als kostenloses Planetariumsprogramm kann eine ganz gute Hilfe zur Groborientierung sein, aber als Sternkarte taugt es nicht, weil man beim Blick auf den Monitor immer die Dunkeladaption verliert. Für Planetenbeobachtung egal, für Nebel sehr unpraktisch.

Ich tippe mal, dass Dein Sohn mit dem Handling durchaus klar kommt, oder? Außerdem der Hinweis, dass so ein Dobson sich tunen lässt, falls was nicht so läuft, wie gewünscht.

Clear Skies
Sven
 
Link zur Grafik: http://www.myvowclan.de/forum/images/extern/1/Saturn.png

Saturn Gestern Abend in der Dämmerung ... mit meinem Handy durch das Okular fotografiert ... ich schwöre, das sah in echt deutlich besser aus.

Für das Auffinden von Planeten war Stellarium Gestern eine ausreichende Hilfe. Wir haben Venus, Jupiter und Saturn gefunden und gesehen, auch wenn es dafür eigentlich noch nicht dunkel genug war ... der Zwerg hatte seinen Spaß.

Das Handling war soweit in Ordnung, er konnte selbstständig das Teleskop nachführen und so den jeweiligen Planeten im Sichtfeld halten.

Der Sucher ist im Gegensatz zum alten Gerät wirklich Gold wert ... lässt sich punktgenau ausrichten und das Auffinden des Objektes ist damit problemlos möglich ... selbst wenn man direkt das 10mm Okular einsetzt.

Das restliche Zusatzmaterial bekommt der Knirps dann zu den nächsten Events, wie Weihnachten und Co.

Eine Frage hätte ich nochmal: vom alten Teleskop haben wir noch ein 4mm Okular, das von der Größe er auf jeden Fall auch in das Neue passt:
bringt mir das 4mm Okular was? Sehe ich damit mehr, oder wird das Sichtfeld damit so klein, dass ich es nicht schaffe ein Objekt zu finden bzw. zu Verfolgen?

Danke
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dave,

die Vergrößerung berechnet man Teleskopbrennweite (mm) / Okularbrennweite (mm) = Vergrößerung

Wenn der Dobson also 1200mm Brennweite hat und dein Okular 4mm, dann bist du bei ziemlich genau 300facher Vergrößerung. Bei ordentlichem Seeing mag das rein von der Vergrößerung noch gehen, aber ich denke da wird das Dobsonschubsen schon schwieriger. Aber wie heisst es so schön: Versuch macht klug!
 
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