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Ralf74

Neues Mitglied
Hallo,

ich möchte mir gerne ein 8" Dobson-Teleskop kaufen, wegen der großen Öffnung für wenig Geld.

Mir stehen 400€ zur Verfügung.

Würdet Ihr eines von diesen hier kaufen und dann noch in irgendwelches Zubehör (Okulare oder ähnliches - wenn, ja was?) investieren?

- Galaxy-Dobson D8-K-CRF für 349€ (siehe http://www.fernrohrmarkt.de/product_info.php?info=p1208_Galaxy-D8-K-CRF.html)
- GSO Dobson 200/1200mm für 309€ (siehe http://www.teleskop-express.de/shop...00-1200mm---Aktionsmodell---ab-12-Jahren.html)
- 8" Skywatcher für 289€ (siehe http://www.zudensternen.de/Teleskope%20f%fcr%20Einsteiger%20Dobson.html)

Oder ist vielleicht eher eine Investition in dieses GSO Dobson 200/1200mm - Deluxe - 2" (siehe http://www.teleskop-express.de/shop...---Deluxe---2--Ausstattung---8--Oeffnung.html)
zu empfehlen ? Wie mir scheint, sind hier die Okulare besser und auch der Okularauszug scheint mit 1:10 Untersetzung hochwertiger zu sein als die zuvor genannten. Ob das aber nun wirklich sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen.

Später noch etwas dazukaufen wird vorerst schwer. Daher muss das, was ich jetzt kaufe, erstmal für längere Zeit passen und Freude bereiten. Aus diesem Grund bedeutet mir Euer fachmännischer Rat hier sehr viel.

Vielen Dank schon jetzt für Eure Hilfe.

Gruß,
Ralf
 
Hallo Ralf,

willkommen im Forum. Die drei Dobsons dürften sich von der optischen Qualität her nicht viel nehmen, die GSO's sind quasi Standard-Geräte. Auch die Galaxy-Optik ist aus Taiwan.

Bei deinem Budget würde ich dir wenn überhaupt zum 309 Euro-Dobson raten. Du wirst merken, dass die beigelegten Okulare von durchschnittlicher Qualität sind. Für bessere Bildqualität bis zum Bildrand würde ich zu LV's, LVW's oder Hyperions von Baader raten. Dein Budget wird dabei hoffnungslos gesprengt.

Mache also nicht den Fehler, das Budget fast bis ans letzte mit der Optik auszuquetschen. Bei 400 Euro wäre mein Rat, dich auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen oder etwas länger zu sparen.

Du benötigst ja auch noch anderes Zubehör wie Sternkarte und Rotlicht-Lampe. Für eine sinnvolle Abstufung der Vergrößerungen werden drei bis vier Okulare benötigt: Je eins für minimal und maximal sinnvolle Vergrößerung und ein bis zwei dazwischen. Das bedeutet Brennweiten von 40mm und 6mm und zwei gleichmäßig dazwischen. Dann hast du Vergrößerungen von 30- bis 200-fach. Wobei ich zunächst das Augenmerk auf schwache bis mittlere Vergrößerungen legen würde: Hohe Vergrößerungen kann man seeingbedingt selten nutzen, und die Dobson-Nachführung mit ihnen erfordert viel Übung. So war es jedenfalls bei mir. Für Planeten würde ich entweder noch ein LV mit ca. 4mm Brennweite oder eine gute 1,5-fach Barlow-Linse empfehlen, was auch wieder teuer wird.

Der 309 Euro-Dobson entält beispielsweise nur ein 1 1/4 Zoll Plössl-Okular. Hier würde als Neuware, wenn es wirklich Spaß machen soll, nochmal mindestens ca. 250 Euro für Okulare draufgehen. Beim GSD680 bräuchte man ein Okular mit ca. 20mm Brennweite für eine gute Abdeckung. Daher die Empfehlung des Gebrauchtmarktes bei dem Budget. Du merkst schon, 400 Euro sind sehr wenig, es sei denn, man bedient sich am Gebrauchtmarkt.

Möchtest du zunächst alles beobachten oder hast du schon bei anderen mitbeobachtet und Interessensschwerpunkte? Wie sieht es mit der Transportabilität und dem Beobachtungsort aus?


CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ralf,

von den von dir verlinkten Dobsons wäre der GSO für 309 Euro
meine Wahl. Begründung:

Die GSO und Galaxy konnen alle von Guan Sheng Optical aus Taiwan.
Ich habe schon durch eine große Zahl geschaut. Die Hauptspiegel
sind meistens gut oder sogar sehr gut gewesen.

Der für 309 Euro hat meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis.
Der Auszug ist der gleiche wie beim Modell für 312 Euro,
allerdings ohne die Untersetzung, die du aber mittels eines
"Conrad Knopfautomat" billig nachrüsten kannst.
Bleibt die höhere Reflektivität des Spiegels sowie die bessere
Höhenlagerung. Ob diese Features dir die 100 Mäuse Aufpreis
wert sind mut du selbst entscheiden. Das 30mm Erfle ist ein
Weitwinkelokular welches dir ein weitausgrößeres Gesichtsfeld
als das 25mm Plössl bietet. Aber die Randabbildung des 30mm Erfle
ist an f/6 leider nicht gut.

Bezüglich der Okulare solltest du dich sowiso mit anderen Sternfreunden
privar oder auf Teleskoptreffen treffen. Nichts ist individueller als Okulare,
da muß jeder selbst durchschauen.
Brille oder nicht?, Randschärfe, Mittenschärfe, Kontrast,
Streulichtunterdrückung, gesichtsfeld, Preis, etc....

Auß dem Teleskop und Okularen wirst du noch eine drehbare Sternkarte brauchen,
ein Buch zum Einstieg, warme Kleidung, eventuell einen oder mehrere Filter
(Neutralfilter für den Mond,
UHC und / oder O-III für Emissionsnebel).

MfG,Karsten
 
Hallo Ralf,

stimmt, das mit dem Kontakt zu Sternfreunden habe ich gestern ganz vergessen. Was ich noch nachtragen wollte, als Ergänzung zu Karsten:

Am Dobson ist eine gute Randschärfe bei gleichzeitigem großen Gesichtsfeld (wegen des beiliegenden Erfles) wichtiger als bei anderen Montierungen/Teleskopen: Die Nachführung per "Nachschubsen" bringt mit sich, dass das Objekt durch das Bildfeld wandert. Bei größeren Gesichtsfeldern mit guter Randschärfe muss nicht ganz so oft nachgeschubst werden. Solche Okus sind also eine Überlegung und längeres Sparen wert.

Bei Mond und Planeten hat weniger häufiges Nachführen jedoch den Nachteil, dass das Auge doppelt arbeiten muss: Details erkennen und dem Objekt folgen. In diesem Fall wäre eine gleichmäßige Nachführung trotz großem Gesichtsfeld ggf. sinnvoll zu üben.

CS und VG Christian
 
Hallo Ralf,

ich würde dir auch den GSO empfehlen. Der hat das beste Preis/Leistungsverhältnis.
Bei Neukauf würde ich jedoch gleich das beiliegende Plössl gegen ein besseres einhandeln. Die Erfles sind m.E. nicht schlecht. Ich habe sehr lange ein 30er Erfle eingesetzt. Das Gesichtsfeld von 65° ist weitwinklig genug und die Randschärfe war für mich sogar bei f/5 befriedigend. Bei einem f/6 sollte sie besser sein.
Bei den ganz kurzen Okularbrennweiten greifen viele Leute zum Planetary. Ich kenne diese Okulare nicht aus eigener Erfahrung, sie haben haben 60° GF und das Nachführen funktioniert auch damit noch.

CS
Chris
 
Hallo Ralf,

lass Dir nicht irre mache wegen der Budgetgrenze. Auch mit den begelegten Okularen staunt man erstmal.

Kauf dir einen 8" Dobson von einem guten Anbieter (da hast Du keine Probleme mit der Rückgabe, falls Du ne "Gurke" erwischt) mit f/6 Öffnungsverhältnis. Die verlinkten Angebote nehmen sich alle nicht viel.

Wichtig wäre ein 2" Auszug und ein vernünftiger OAZ (kein zahngetriebener)! Auch der Sucher sollte vernünftig sein (entweder 50mm Öffnung oder Telrad). Damit die ersten Beobachtungen keinen Frust hervorrufen, braucht man dann noch etwas Kartenmaterial (Internet oder besser: Karoschka), sowie eine Justierhilfe und eine Rotlichtlampe.
Das ist meiner Meinung nach wichtiger, als gleich in bessere Okulare zu investieren (Man will ja auch den Fortschritt erleben oder? Wer sich gleich einen Porsche kauft aber nie Trabi gefahren ist, weiss den Vortrieb auch nicht richtig zu schätzen...alles ist relativ!)

Ich selbst besitze seit vielen Jahren einen solchen Dob von GSO und bin begeistert. Zwar schielt man schon das ein und andere Mal auf diverse 10" und 12" Angebote - aber bisher hat die Vernunft immer gesiegt. Was ich damit sagen will: Auch nach Jahren entdecke ich mit dem Teleskop noch ständig neue Sachen!

Modifikation (Auskleidung mit Velour u.ä.; Infos gibt es viele im Netz) wird man sowieso mehr oder weniger zu einem späteren Zeitpunkt durchführen, so wird der Dob mit der Zeit auch immer besser.
Genauso verhält es sich mit dem Zubehör zur Erweiterung und Verbesserung (die Frage der Geschenke zu Geburtstag und Weihnachten hat sich damit für das nächste Jahrzehnt erübrigt;-))

Teleskop: ca.300-330€ (je nach Verhandlung bzgl. Sucher usw.)
+ Chesire-Okular / Justierlaser: 50€
+ Karten + Lampe : 30€

= Punktlandung.

PS: wenn du mehr ausgeben willst oder geschickt verhandelst, folge dem bereits erwähnten Ratschlag im Thread und ersetze das 25er Plössl durch ein TSWA-32. Da hast Du eine günstige und schöne Übersicht. Ich spreche auch hier aus eigener Erfahrung;-)

Gruß
Stefan

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo nochmal kurz,

ich habe nochmal genauer auf die Angebote geschaut. Ich würde den GSO für 309,- nehmen (wegen guter Optik; Sucher; Okularauszug).
Probiere evt. das Plössl gegen 32er TSWA zu tauschen. Dann gilt zu überlegen:

a) Du willst wirklich erstmal lange nicht investieren. Dann noch 1xPlössl im Bereich 7-9 und 1xPlössl im Bereich 13-17 dazu.

b) bald ist Weihnachten. Dann erstmal nur ein besseres Okular dazu (z.B. Hyperion). Wahl ja nach Wunsch (entweder mehr Vergrösserung (8er) oder lieber eher moderat für Deep-Sky (Galaxien usw.)(13er)

Die "Punktlandung" erfolgt dann jedoch eher bei 450-470€ ;-)

Gruß
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Zusammen,

vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten.

Ich habe mir jetzt folgendes überlegt:

-Eine Rotlichtlampe ist vorhanden
-Statt einer Sternenkarte möchte ich gerne mein Netbook zusammen mit der Software "Stellarium" verwenden.

Entsprechend den konkreten Vorschlägen von Euch und insbesondere Stefan, würde ich dann folgendes kaufen:

GSO Dobson 8“ - GSD200C für 309 €
Okular TSWA32 für 69 €
Plössl 25 mm im Tausch minus 29 €
Justierlaser für 40 €
--------------------------------
Zusammen 389 €

Meine offenen Fragen:
1.) Taugt der Justierlaser etwas ? (siehe http://www.teleskop-express.de/shop...ewton-Justierlaser-1-25----Aktionsgeraet.html)

2.) Ist meine Rechnung für den Tausch des Plössl-Okulars realistisch?

3.) Reicht denn das eine Okular TSWA32 überhaupt ? Ich möchte furchtbar gerne Planeten und Deep-Sky-Objekte beobachten. Kann ich damit für den Anfang Planeten und Deep-Sky-Objekte gleichermaßen betrachten ? Oder welches (bitte!) günstige Okular würdet Ihr mir hier noch empfehlen ?

4.) Kann ich mit dem Equipment den Mond erforschen oder brauche ich noch etwas zusätzlich ? Der Mond wäre mir nämlich auch sehr wichtig.

Vielen Dank nochmal für Eure Hilfe.

Gruß,
Ralf
 
Hallo Ralf,

also mit einem Okular wirst du nicht weit kommen. Das 32mm liefert dir an deinem 8" knapp 40fache Vergrößerung. Es ist als Aufsuchokular und zum Beobachten größerer Nebel, offenen Sternhaufen und größerer Galaxien geeignet. Ein Einsteiger Okularset sollte aus min. 3 Okularen besten.
32 TSWA- 14 Baader Hyperion-6 HR Planetary war mein Einsteigerset mit dem ich auch lange zufrieden war.

Versuche das Plössl ggf. gegen ein kürzer Brennweitiges Okular um die 13-15mm zu tauschen. Plössl haben da jedoch schon einen kurzen Augenabstand, wobei das wie fast alles am eigenen Ermessen liegt.
Auch ein Zoom Okuluar wäre eine Überlegung wert. Selbst benutze ich das Hyperion 24-8mm und bin damit sehr zufrieden.
Gebraucht bekommst du sowas um die 120€. Mit einem Zoom kannst du dir somit mehrere Festbrennweiten sparen, wobei das Gesichtsfeld bei 24 mit 50° doch schon recht eng wird.

Justierlaser benutze ich selbst nicht sondern ein Cheshire Okular.
Vorteil: der Fangspiegel lässt sich damit zentrisch im Okularauszug zentrieren was mit einem Laser nicht möglich ist.
Nachteil: Ist Nachts nicht einsetzbar

Wie ich finde wirst du mit deinen 390€ nicht hinkommen.
Um die 500€ würde ich auf jeden Fall einplanen um ein Einsteiger Set zu bekommen, welches nicht nur mit Frust behaftet ist.

Gruß
Alex
 
Hi Ralf,

ich würde Dir etwas in dieser Art vorschlagen:

"Blaukante"

Und zwar in den Brennweiten 6 - 9 - 15
(alle zusammen neu für ca. 135 EUR)

Da hast Du schon relativ preisgünstige WW-Okulare (66°), die sich am Dobson gut machen.

Schau doch auch mal hier rein
Svens Einsteigerecke
da bekommst noch ein paar gute Tipps aus einigen Jahren Einsteigerberatungserfahrung etc. ...

Und dort gibt es auch noch speziell was zu Okulare für einen 8"/f6-Dobson bzw. Newton

Ich hatte damals zum Einstieg folgende Okus:
6er und 9er Reese-Goldkante (siehe "Blaukante")
13er Hyperion
32er TSWA

Wobei ich mit dem 32er erhebliche Probleme mit der schlechten Himmelsqualität hier am Rande eines "Millionendorfs" hatte (ohne Filternutzung!).
Wenn Du meist unter ähnlich ungünstigen Bedingungen beobachten musst oder darfst ;) , dann würde ich anstatt einem 32er eher zu was um die 20mm tendieren, solange Du ohne Filter (UHC, OIII etc. - sind nicht gerade billig) beobachtest.
 
Hallo Ralf,

also wie gesagt, wenn dein Limit wirklich bei ca. 400€ liegt, würde ich neben dem 25er Plössl noch ein 9er Plössl und eine Barlow zuordern.

309
9er Plössl +29
Barlow +29 http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p53_TS-Barlow-2fach---1-25----achromatisch---kurze-Bauweise.html
Laser +50
= 409

Auch damit "kann" man durchaus in die Beobachtung starten. So hättest Du zumindest alle relevanten Vergrösserungen grob abgestuft (25mm, 12,5mm, 9mm, 4,5mm). Die Barlow kann man sogar direkt in das Okular einschrauben, dann hast Du nochmehr Abstufung. Vor allem bei der Hochvergösserung ist dies gut (9mm/1,5=6mm --> 200x)

Dir muss nur klar sein, dass Du damit vermutlich doppelt investierst, sprich später die Plössl durch bessere Okulare ersetzen wirst.

Der Vorteil beim 32er TSWA wäre, dass man einfach ein besseres Übersichtsokular hat. Damit findet man Dinge leichter, und kann auch großflächige Objekte (die es viel häufiger gibt, als die meisten Anfänger annehmen) viel besser beobachten. Der Tausch von 25er(mit dem ich jedoch auch 2 Jahre beobachtet habe) auf das 32er Weitwinkel war schon toll. Dann erfolgt jedoch eine Art "Kettenreaktion", man will nur noch Weitwinkel in allen Bereichen haben;-) Weiterer Nachteil: dann hat man zw. 32 und 9mm eine Lücke (2" TSWA kann man nicht in die Barlow stecken!)

Die Blaukanten-Okulare kenne ich nicht, weiß nicht ob sich der Mehrpreis lohnt. Wie gesagt, ich habe damals den gleichen Dob mit 9er und 25er und TS-Barlow gekauft. Dann kamen:
-6mm Ortho (Planetenbeobachtung)
-OIII-Filter
-12,5mm Weitwinkel (Galaxien und Kugelsternhaeufen)
-32mm TSWA (Übersichtsokular)
-7-3,5mm UWAN Zoomset
dazu

Wenn dein Himmel sehr schlecht ist (<5mag) nimm lieber ein 30er TSWA. Allgemein sollte die Austrittspupille etwas niedriger sein als die Himmelqualität!

Die Entscheidung kann dir letztendlich keiner abnehmen. ;)

Gruß
Stefan



 
Hi allerseits,

ich denke, dass gerade bei der Wahl der Einstiegsokulare ein wesentlicher Knackpunkt der dann vermutlich meistgenutzte Beobachtungsstandort mit seiner Himmelsqualität ist (Lichtverschmutzung durch Ortschaft in der Nähe, oder gar aus der Stadt heraus beobachten etc.).

Anhand der "*entfernt*'schen Faustregel" ;)
*** Himmelsqualität = AP ***
kann man dann seine (vorläufig) sinnvolle Minimalvergrösserung festlegen. Bei mir, am Rand von München und vom Balkon aus, war das 32er ohne UHC/OIII-Filter deutlich "überdimensioniert" (verständlich ausgedrückt: durch die Lichter der Stadt war der Himmel so aufgehellt, dass das hellere Bild eines 32er zu einem hellen Grau im Okular wurde, aus dem sich im Prinzip nur noch der "sauhelle" Jupiter eindeutig identifizieren liess und die Mehrzahl der Sterne im Grau in Grau untergingen :) ).

Meine nächste Oku-Anschaffung war dann auch ein 21er Hyperion, das - neben dem 13er Hyperion - zum "Balkonarbeitstier" wurde, bis die Filter kamen ...

Jenachdem könnte also auch ein 25er-20er WW-Oku die zunächst passende Minimalvergrösserung abgeben, da gibts ja mittlerweile auch jede Menge Auswahl, wie das TSWA20 bzw. TSWA26 mit etwa 70° sGF ... eben anstatt dem 32er TSWA, wenns angebracht ist.

Ich hatte übrigens damals auch ca. 400 EUR Budget veranschlagt ... geworden sind es dann 650 :schwitz:

Dabei hatte ich noch (vorläufig) auf Justierutensilien verzichtet, und einiges andere der Grundausstattung von vornherein im Tausch mit Zuzahlung weggelassen (Sucher, Plössl), und dafür z.B. einen Skysurfer III Leuchtpunktsucher hinzugenommen, der meiner Meinung nach einem Anfänger wirklich das Leben und Zurechtfinden am Himmel leichter macht, inbesondere, was diverse "Verrenkungen" betrifft ;)
 
Hi Ralf,

also eine Menge Fragen.

Also Justierlaser + 32mm TSWA gibt es ab-und zu gebraucht hier oder in der Bucht, da kannste ein paar Teuro sparen.

Ein 32mm TSWA reicht definitiv als Solookular nicht aus, du brauchst mindestens noch 2 andere. Das Seben Zoom hatte ich vor kurzen vor meinen Augen. Recht ordentlich fand ich für ~69€.

Ansonsten vllt ein 13mm Hyperion als Galaxien-Okular für 2mm Austrittspupille.

Für den Mond brauchste wahrscheinlich noch einen Graufilter (oder du ziehst die Sonnenbrille auf) sonst ist er zu hell im 8ter.

Gruß
Lots

Ergo 400€ sind schon recht knapp kalkuliert, besser 150€ bis 200€ mehr, dann haste noch Geld für einen UHC/O-3 Filter und vllt etwas bessere Okulare.
 
Hallo,

ich möchte Euch allen für Eure Tips und Eure Hilfe danken.

Ich habe nun mein Teleskop. Es ist ein GSO Dobson 200/1200mm Deluxe. Statt dem Sucher habe ich einen Baader Sky Surfer 3 genommen. Statt der beiden beigelegten Okulare habe ich ein TSWA 32 gewählt. Zum näher rangehen habe ich zusätzlich ein 8-24mm Seben Zoomokular genommen. Zur Justage habe ich eine Filmdose genommen. Ist aber schwer auf diese Weise eine Justage vorzunehmen, finde ich. Sobald ich wieder ein wenig Geld übrig habe, werde ich mir einen Justierlaser oder ein Cheshire Okular dazukaufen.

Heute ist endlich mal der Himmel aufgerissen und ich konnte das Teleskop zum ersten mal am Sternenhimmel testen. Vom Himmel hatte ich keine große Ahnung und die erste Aktion war auch recht spontan und ungeplant. Also ab in den Garten und das Teleskop aufgebaut. Zum Auskühlen des Telekops war keine Zeit. Meine kleine Tochter war mit dabei und musste ja zeitig ins Bett. Mein Interesse galt einem "Stern" den ich in letzter Zeit jeden Abend an der selben Stelle gesehen habe und den ich mir gerne endlich mal näher anschauen wollte. Ich hatte da schon eine Vermutung, die sich heute abend auch bestätigen sollte.

Gut dann habe ich also mein TSWA32 Okular eingesetzt und mit dem Sky Surfer mein Ziel angepeilt. Das war wirklich einfach. Nichts steht auf dem Kopf und da wo man den Lichtpunkt hinbewegegen will, da geht er auch hin. Die Führung mit dem Rollenlager habe ich entgegen anderen Berichten als sehr angenehm empfunden. Alles eine Einstellungssache. Ein Blick ins Okular und das Ziel war schon mitten drin. Ein großer Stern und 4 kleine. Naja, das war mir noch zu klein. Also habe ich das Zoomokular eingesetzt und rangezoomt. Und da hatte ich Gewissheit. Es war der Jupiter mit seinen 4 Monden. Wunderschön!!! Meine Tochter und ich, wir hatten viel Spaß und sobald wieder möglich werden wir das wiederholen. Dann mit mehr Zeit und Ruhe und einer Sternenkarte. Die Nachführung mit dem Dobson fand ich übrigens etwas schwierig. Man muss sich erst mal daran gewöhnen, dass alles auf dem Kopf steht. Aber für das erste Mal bin ich echt zufrieden.

Zu bemerken ist, dass die maximale Vergrößerung nicht mehr Details zu Tage gebracht hat. Das Auge auf dem Jupiter konnte ich nicht sehen. Es flimmerte nicht oder so, sondern Jupiter wurde einfach nur größer aber nicht schärfer. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Schlechte Wetterbedingungen oder schlecht justiertes Teleskop oder anderes ?
Habt Ihr eine Idee ?

Gruß,
Ralf
 
Hallo Ralf.

Mit dem "Auge" auf Jupiter meinst Du sicherlich den "Großen Roten Fleck" oder?
Dieser Wirbelsturm ist nicht immer zu sehen, da er sich über die Jupiteroberfläche bewegt.

Auf Calsky.com kannst Du nachschauen, wann Du den GRF sehen kannst.

Wähle auf der Seite erstmal Deinen Standort über die Landkarte aus. Anschließend kannst Du unter "Planeten --> Jupiter --> Großer Roter Fleck" nachschauen, wann der GRF sichtbar ist. Unter "Ansicht/Daten" kannst Du dir noch ein simuliertes Jupiterbild anzeigen lassen, bei dem Du auch seitenverkehrte und punktgespiegelte Bilder sehen kannst.

Es lohnt sich auch in der Menüleiste den Kalender aufzurufen. Dort stehen tagesaktuell Ereignisse verzeichnet, so kann man sich z.B. ISS-Überflüge anzeigen lassen.
 
Hallo!

Schön dass du den Jupiter so einfach gefunden hast, ein toller Erfolg!
Das er nicht schärfer wurde kann viele Ursachen haben. Als erstes hattest du ja gemeint das Teleskop war nicht ausgekühlt. Wurde von mir als Anfänger auch unterschätzt. Schau dir mal die Sterne mit deinem Teleskop an, wenn du es grad aufgestellt hast. Man sieht sie regelrecht kochen.
Dann wird das Seeing eine weitere Ursache sein. Um am Jupiter ein flimmern zu sehn muss er schon stark vergrößert sein, ansonsten sieht man ihn lediglich unscharf. Weiterhin kann natürlich eine dejustage des Teleskops vorliegen. Wenn du dir bei mittlerer Vergrößerung Sterne im Zentrum des Okulars anschaust sollten das kleine Nadelpunkte sein. Sind es Kometen kann das an einer Dejustage des Teleskops legen. Defokusiere mal einen hellen Stern sind die Kreise um ein schwarzes Loch vollkommen gleichmäßig angeordnet ist es perfekt justiert. Ob es bei 8 Zoll schon Probleme beim Tubusseeing gibt weiß ich nicht, aber da es relativ kalt ist sollte sich das Problem eigentlich nicht ergeben. Da halt ich mich aber mal mit Vermutungen zurück...

Gruß Deadlock
 
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