Hilfe bei Restauration altes Teleskop

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Skeiper

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Hallo alle zusammen,

ich habe bei meinen Eltern auf dem Dachboden ein Teleskop gefunden (Marke/Typ unbekannt). Ich würde es schade finden, um es einfach so zu entsorgen, darum möchte ich es gern wieder in Gebrauch nehmen. Das eine und andere ist bereits gesäubert und entrostet, nur leider habe ich absolut keine Kenntnisse über Teleskope und bekomme ich es nicht richtig zusammengebaut. Meiner Meinung nach fehlen einige Teile.
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Es wäre sehr nett, wenn ihr mir vielleicht helfen könntet, herauszufinden welche Teile wie zusammengehören und welche Teile eventuell noch fehlen. Um das Ganze ein bisschen zu verdeutlichen, habe ich ein paar Fotos gemacht und die einzelnen Teile nummeriert.
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Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten! Und vielen lieben Dank schon mal im Voraus für alle Bemühungen!
 
Hallo Skeiper.

Nr. 1 dürfte ein Zenitspiegel oder Zenitprisma sein.
Das dient dazu dir einen Winkeleinblick zu verschaffen.
Damit du nicht unters Teleskop krabbeln musst wen du die Sterne beobachtest.
Das wird am Einblick (Okular Auszug) montiert und drin die Okulare eingesteckt.

Nr.4und7 gehören wahrscheinlich zusammen.
Denn nr4 sieht aus wie ein Okular und nr7 wie eine okularhülse.
Sollten also ineinander schraubbar sein.
Die Hülse passt dann wiederum in den Zenit Spiegel.

Gleiches vermute ich bei Nr 5+6.

Bei nr2 vermute ich eine so genannte Umkehrlinse.
Die ist dann für Erdbeobachtungen gedacht und bietet dir seitenrichtiges Bild bei Erdbeobachtungen.
Dafür müsste sie aber eine kleine Schraube haben wie die Aufnahme des Zenitspiegel.

Nr3 entzieht sich gänzlich meiner Kenntnis.

Eine letzte Vermutung, wenn z.b. an der von mir vermuteten Umkehrlinse kein schräubchen ist, das dort die Linsen (oklare) direkt eingeschraubt werden.
Wäre ein für mich zwar sehr ungewöhnliches system.
Würde dann aber die auseinander geschraubten Okulare erklären.

Gruß Markus
 
Hallo,

das sieht auf den ersten Blick so aus wie ein Weltblick 60/900. Unter diesem Label vertrieb Neckermann in den 60ern und 70ern japanische Refraktoren.

Die Wiederherstellung lohnt sich in jedem Fall. Dein Zubehör ist auf nicht komplett. Markus hat die meisten Sachen schon richtig einsortiert. Nr. 5 halte ich allerdings für die Barlowlinse und Nr. 2 für den zugehörigen Tubus; vermutlich ist bei Nr. 2 die Feststellschraube oder zumindest das Loch dafür auf der Rückseite und deshalb nicht zu sehen.

Das Okularaufnahme (Ende vom Fernrohr) nimmt das Zenitprisma auf und klemmt es, wenn man den silbernen Ring auf dem schwarzen Teil festdreht. Da hinein kannst du dann das Okular stecken und hättest schon mal eine 60 fache Vergrößerung.

Die Aufnahme ist für die damals weit verbreiteten 0,96" (24,5 mm) Okulare. Es gibt aber Adapter für die heute üblichen 1 1/4 Zoll Okulare. Schraub ein mal das schwarze Teil am Ende ab, da müsste ein weibliches Gewinde zum Vorschein kommen. Du bräuchtest dann einen Ansatz mit diesem Gewinde und einer 1 1/4 Zoll Aufnahme. Pass auf, es gibt auch von anderen Herstellern genau das umgekehrte, da endet der Okularstutzen in einem männlichen Gewinde!

Dann könntest du dir ein 1 1/4 Zoll Zenitprisma und 2 Okulare als Anfänger Set (25 und 10 mm RK) z.B. bei Wolfi Ransburg bestellen und hättest eine schöne Ausrüstung zum angewöhnen. Ich möchte noch erwähnen, dass die frühe Generation der "Kaufhaus Teleskope" eine ordentliche Mechanik hatten. Da ist der Frust nicht so vorprogrammiert wie bei vielem scheinbar gleichen, das es heute gibt.

Wenn du weiter konkrete Hilfe brauchst, melde dich.

CS Gerhard (Sterngucker Frankenberg)
 
Hallo Skeiper,

das ist ein echter Klassiker. Dafür gibt es hier übrigens ein eigenes Board. Vieleicht guckst Du dort mal
oder auf der Seite Cloudy Nights in den USA auf dem Klassikerboard nach für Vergleiche.
Auf jeden Fall herrichten. Bei den optischen Teilen vorsichtig sein beim Reinigen, damit die
nicht verkratzen.
Das Objektiv erstmal nicht auseinander bauen!!!! Die Linsen gehören in eine bestimmten
Art zusammengesetzt. Wenn man da was falsch macht, geht die Abbildungsgüte verloren.
Da solltest Du Dir erstmal Rat hier bei uns holen oder Dich mit jemandem bei Dir in der Nähe treffen,
der sowas machen kann. Dann bekommst Du ein feines Teleskop, das am Mond und hellen DeepSky
Objekten schon viel zeigt. Oder auch mit einem Folienfilter aus Baader Sonnenfolie ND 5.0 vorne vor der Objektivlinse an der Sonne.
Ich habe denselben Refraktor in grau von damals Foto Quelle - war mein erstes richtiges Teleskop.
Hier noch ein Link, der vielleicht auch weiter hilft:


Viele Grüße Michael
 
Wow, ich bin gerade ein bisschen überwältigt, dass ich so schnell, so viele und so ausführliche Antworten bekommen habe! Vielen Dank Markus, Gerhard und Michael! Eure Infos bringen mich ein ganzes Stück weiter. Ich werde eure genannten Kombinationen ausprobieren.

Ich sehe jetzt auch, dass ich Nr. 2 unpraktisch fotografiert habe, so wie ihr schon geschrieben habt, befindet sich daran noch eine kleine Schraube, allerdings keine Linse. Ich gehe dann davon aus, dass es ein Tubus ist.

Nr. 3 passt übrigens anstelle der Okularaufnahme auf das Fernrohr, aber ist sonst mit nichts weiter zu kombinieren.

So zu sehen, muss ich auch erstmal „Vokabeln“ lernen, damit ich alles auseinanderhalten kann.

Ich wünsche euch einen guten Jahreswechsel und einen angenehmen Abend.

Beste Grüße,

Claudia
 
Moin,

das ist KEINE CHINAWARE sondern kommt aus Japan, ich habe das gleiche Teil aufgesammelt, nur vermutlich im Original-Livrée. Bilder und Bericht folgt im Laufe des Januar. Defintiv Klassiker!

CS
Jörg
 
Hallo Claudia

Entgegen aller noch so euphorisch anmutenden Begeisterungsrufen und Zusprüchen anderer, Klassiker hin oder her... würde ich tatsächlich NICHT dazu raten, Dich hier weiter um dieses Skop zu kümmern. Wenn ich schon 60/900 lese, dabei die "Montierung" und das Zubehör sehe, dann denke ich, Du wirst keine bis gar keine oder noch weniger Freude an dem Ding haben.

Dieses Skop ist sicher etwas für gaaanz junge Leute, die sowas schon immer mal haben wollten, aber auf den elterlichen Gutwill und Geldbeutel angewiesen sind.
Die vorausgesetzte Freude am Spechteln wird aber in Sekunden zerstört, weil man wirklich nichts SEHEN kann. Erahnen vielleicht...
Die Öffnung ist zu klein, die Brennweite dafür viel zu groß.

Bei einer sowas von wackeligen Aufstellung und eben einem Öffnungsverhältnis von 1:15 wirst Du nicht eine Sekunde ein wackelfreies Bild bekommen, Dich auf kein einziges Detail konzentrieren können. Alles schwingt stundenlang nach, nie steht etwas still im Gesichtsfeld, auch die Okulare werden kein ordentliches Bild zustandebringen. Billigste Materialien, einfachste Herstellung... ohne irgendeinen Anspruch an Qualität, und das ganz bewußt !

Kuck mal bei ebayKlein, wie viele solcher Skope da auftauchen,... meist nur einmal, wenn überhaupt benutzt. Hunderte, und immer die gleichen...
Nur eben zu schade für die Tonne... ?

Nein, würde ich da sagen, aber das ist eine Frage des Anspruchs, den der (oder die) zukünftige Spechtler (Spechtlerin) an sich selbst stellt... damit dann auch ans Equipment.

Deine etwaige Vorfreude wird asymptotisch gegen Null gehen, vielleicht aber entsteht ja auch der Wunsch nach Besserem... und genau dafür sind solche Dinger gemacht... Interesse wecken vielleicht, Kinder leckermachen, die dann evtl mit fortschreitendem Altern etwas Besseres haben wollen. Marketing nennen die Anbieter/Hersteller sowas, ich nenne es [zensiert]nung und Plastik-Müll-Verbreitung... die man auch noch bezahlen soll.

Mag sein, daß ich mit meiner Antwort jetzt bei jedem anecke, aber das tu ich eh überall und ständig :sneaky: Kümmert mich das ? :ROFLMAO:

Dir, Claudia, empfehle ich, zu überlegen, ob Du wirklich kucken möchtest, oder eben nur das Ding nicht auf der Stelle wegwerfen willst, obwohl Du eigentlich nie auf den Gedanken gekommen wärst, mal in die Sterne kucken zu wollen ;)

Nette Grüße

Helge
 
Hallo Claudia,

ich habe vor 50 Jahren mit so einem Teleskop angefangen (Weihnachtsgeschenk) und bin immer noch in diesem Hobby! Das Ding hat als erstes Teleskop eine Menge Freude gemacht, mit der Wackelei konnte ich leben. Ich war dem Weltraum näher wie nie zuvor!

Um festzustellen ob Astronomie etwas für Dich ist, ist so ein Teleskop besser geeignet wie moderne Superteleskope. Wenn man trotz etwas 'Leidens' dabei bleibt, kann man später immer noch über Besseres nachdenken und kann es dann auch - im Vergleich - erst richtig schätzen lernen.

Solltest Du Helges Rat folgen - ich habe immer eine leere Tonne zum Entsorgen bereit stehen! ;)

Gruß, Gerd

PS: Helge, Du eckst nicht an, hier herrscht Meinungsfreiheit und Dein Beitrag wird wie alle anderen respektiert.
 
Moin,

ich bin da bei Gerd, die Montierung ist sicher nichts was mehr als "klassisch" ist, da ist jede EQ3-2 um Meilen besser, aber das Rohr taugt, für Mond und auch etwas mehr, Galilei wäre froh gewesen wenn er das gehabt hätte...

Also wenn die Optik in Ordnung ist eher das Wackelproblem "töten" und Spaß dran haben. Nachdem man - mit meinem Exemplar - mit 1.25''-Okularen in den Fokus kommt würde ich mir eine gebrauchte EQ3-2 besorgen, wenn gewünscht gibt's die ja auch mit Goto, vielleicht Alu- gegen Holzbeine tauschen, sieht dann auch wieder gut aus und steht stabil, nettes kleines Schnellspechtelsetup.

CS
Jörg
 
Dieses Teil war mein erstes Teleskop und ich habe damit schon Einiges sehen können. Zumindest aber war es ein Gerät, das sich als 'Einstiegsdroge' eignete. Eigentlich müsste noch etwas mehr Zubehör zu finden sein: etwa ein Sonnenprojektionsschirm, sicher eine weitaus bessere Methode zur Sonnenbeobachtung als der gemeingefährliche Okularfilter, der damals ebenfalls beigefügt war. Ich habe ihn einige Mal verwendet und bin im Nachhinein froh, dass nix passiert ist. Falls du Baader Folie vor dem Objektiv zur Sonnenbeobachtung einsetzen willst, denke daran auch den Sucher damit zu versehen. Das kann sonst im Wortsinne 'ins Auge gehen'.
Leider habe ich seinerzeit irgendwann mal genau das gemacht, was man eben nicht tun soll und das Objektiv gründlich geputzt (und leider auch mal auseinander geschraubt). Daher ist dieses Teil - wenn auch noch vorhanden - wahrscheinlich nicht mehr 'auf der Höhe'. Aber beim Lesen dieses Threads packt es mich doch, das Teleskop wieder einsatzbereit zu bekommen - einfach nur so aus Sentimentalität ;) .
Ach, noch was: die biegsamen Wellen an der Montierung zum leichte(ren) Verstellen der Achsen sind ein Garant für fortwährendes Schwingen. Da würde ich mir auch was Besseres für überlegen.

VLG
Stephan
 
Halo Claudia,

lass dich von Helge und Jörg nicht verrückt machen. Offensichtlich haben sie sich nicht ein mal die Arbeit gemacht, sich deine Fotos ordentlich anzusehen.

Bei deinem Exemplar handelt es sich um ein frühes Exemplar. Leider haben die selben Verkäufer (Neckermann und Quelle) später auf klapprige Modelle umgestellt, in denen in der Tat viel Frust eingebaut war. Der heutige Plastikschrott mit gleichen optischen Daten ist zum Teil noch viel schlimmer.

Dein Fernrohr hat ein Holzstativ, das wenn man es nicht bis zum Anschlag auszieht durchaus eine hinreichende Stabilität bietet. Der Montierungskopf ist solide und die Klemmung der Achsen vernünftig konstruiert, das war bei späteren Modellen durchweg schlimm. Der Okularauszug hat einen ordentlichen Durchmesser und ist auf 1 1/4 Zoll umrüstbar. Die später oft eingebauten Posaunenauszüge sind das deutlich schlechter, dafür braucht es halt nur eine kurze Zahnstange, die kostet ja schließlich Geld. Das Objektiv, wenn keiner dran rumgefingert hat, dürfte das können, was es verspricht.

60 mm Öffnung sind, was sie sind. Das Objektiv sammelt ungefähr 100 mal so viel Licht wie dein gut dunkeladaptiertes Auge. Damit erreichst du bei mittelmäßigem Himmel die 10. Größenklasse bei Fixsternen. Das ist schon eine ganze Menge. Bei kleiner Vergrößerung kommst du auf ein Gesichtsfeld von 1,5 bis 2 Grad, da passen schon einige Sternhaufen (z.B. die Plejaden) hinein. Bei Mond und Planeten kannst du bei ruhiger Luft bis gut 100 fache Vergrößerung gehen. Durch die kritisierte lange Brennweite hat das Rohr ein Öffnungsverhältnis F15. Damit siehst du praktisch keinen Farbfehler, du kommst mit bezahlbaren Okularen aus. Mit meinem 60/900 habe ich in der Marsopposition öfter mit Genuss beobachtet. Auf dem Mond wirst du mit den Details nicht fertig, da hast du ein Leben lang zu tun.

Die biegsame Welle für die Nachführung ist übrigens auch kein Verbrechen, es sei denn man lässt sie fröhlich pendeln. Da macht Übung einfach die Meisterin.

Ich will dir noch ein mal raten, dieses Instrument herzurichten. Du kannst dich damit jahrelang beschäftigen und bekommst bestimmt keinen Augenkrebs beim durchschauen.

CS Gerhard
 
Na und ob ich mir die Bilder angesehen hab...
Dies... und Weiteres hatten meinen Text zur Folge

Hö hö
 
Hallo,

erst noch einmal ein großes Dankeschön für die vielen und interessanten Beiträge! Ich mache mir fleißig Notizen.

Dann zum Teleskop. Ich habe noch einen Aufkleber gefunden, aber die Aufschrift ist schlecht zu lesen. Laut Aufkleber wurde das Teleskop in Japan hergestellt, sowie @Optikus bereits geschrieben hatte. Ich habe mir dann auch mal die Weltblick Teleskope angeschaut und wenn ich die mit meinem Teleskop vergleiche, würde ich sagen, dass es ein Weltblick 60/910 ist. Danke für die Info, @Schmitti.

IMG_7417.jpg

Das Teleskop zusammenzubauen hat leider nicht so gut funktioniert, denn das Zenit Prisma lässt sich nicht an der Okularaufnahme festklemmen/ festschrauben. Meine Vermutung ist, dass mir ein Gummiring am silbernen Ring von der Okularaufnahme fehlt (sieh Foto), der das Ganze festklemmt oder gehört da keiner zwischen? Im Internet habe ich darüber nichts finden können, darum habe ich mir mit einem alten Gummiring selber was zusammengebastelt, damit das Zenit Prisma wenigstens erstmal an Ort und Stelle bleibt.
IMG_20210118_163008.jpg

Beim Stativ fehlen mir glaube ich noch Stifte/ Bolzen, um die Höhe einzustellen und ein Verbindungsstück (Okularablage?), welches die drei Beine zusammenhält und vielleicht auch noch für ein bisschen mehr Stabilität sorgt. Welche Website könnt ihr empfehlen um eventuell Ersatzteile zu bestellen?

Beste Grüße,

Claudia
 
Hallo Claudia,
ich habe mal einen Algorithmus über den Aufkleber laufen lassen, rausgekommen ist dabei:

Japan Telekopes
Inspection Institut

ich denke das es dieser ist, link

Gruß
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Claudia,
hab deinen Beitrag mit Interesse gelesen und kann sagen, dass mir - Unkenrufen zum Trotz - das Instandsetzen solch einfacher Systeme viel Spaß macht :D, also lass dir die Freude daran nicht verderben.

- Die dreieckige Okularablageplatte im Stativ könnte man sich vielleicht am Gebrauchtmarkt mitsamt irgendeinem billigen(!) Teleskop mit ähnlichem Holzstativ günstig beschaffen. Oder Eigenbau, einfach eine Platte zur Stabilisierung einbauen. Okularablage braucht man m.E. nicht wirklich.

- Wie schon erwähnt wurde, solltest du es irgendwie schaffen, vom antiquierten Okularmaß, für das es praktisch keine vernünftigen Okulare gibt, auf das etwas größere, heute übliche 1 1/4" - Okularsteckmaß zu kommen, damit du beim Händler erhältliche, wesentlich bessere Okulare einsetzen kannst. Das bringt viel mehr Gesichtsfeld und eine riesige Okularauswahl. Dabei kommt dir zugute, dass wegen der langbrennweitigen, "gutmütigen" Optik absolut keine teuren Okulare für ein gutes Bild nötig sind, es gehen auch z.B Planetary oder Goldkante etc. in der Preisklasse so um die 50 € Neupreis, sogar die "Super Barium" Okulare so um 20€ müssen da gehen, dazu gibt es viel Info im Forum und sicher auch am Gebrauchtmarkt.
Es ist übrigens kein Fehler, für ein Okular mehr zu investieren, der Anblick wird vor allem mit steigendem Gesichtsfeld immer besser, mein Minimum ist so bei 55°-65°, aber 70° oder 80° sind auch kein Fehler, und wie gesagt, es muss nicht teuer sein, da sollte alles funktionieren, was am Markt ist! Achte aber unbedingt aufs Gewicht des Okulars, dass es nicht zu groß und schwer ist für das zarte Teleskop! Wichtig ist eine gute Wahl der Brennweite des Okulars, 15mm sind als Richtwert ganz ok, etwas weniger geht auch und bringt mehr Vergrößerung (für Planeten, bis ca. 10mm), das Bild wird aber dunkler. So um die 20-30 mm ist gut als Übersicht und das Bild wird heller. Ich würde also 2 Brennweiten nehmen, vielleicht 15mm und 25mm mit 65°, aber das ist Geschmackssache.

- Es stimmt natürlich, dass die Öffnung von 60mm keine lichtschwachen oder sehr kleinen Objekte zeigt, der Mond ist aber ganz sicher ein Erlebnis!

PS, ohne das Gerät zu kennen, eventuell würde ihm eine Optimierung gegen Streulicht gut tun. Insbesondere das von hinten zugängliche Rohr des Okularauszugs (dort, wo der Zenitspiegel reinkommt) sollte innen nicht spiegeln, das ist aber oft doch mehr oder weniger der Fall. Dann kleidet man diese spiegelnde Innenfläche des Rohrs mit schwarzem Velours von DC-fix aus, und schon ist es dunkel wie die Nacht und der Kontrast des Bildes merkbar besser.

Viel Spaß und LG, Nikolaus
 
und ein Verbindungsstück (Okularablage?), welches die drei Beine zusammenhält und vielleicht auch noch für ein bisschen mehr Stabilität sorgt.
Hallo Claudia,
Sehr schönes Teleskop hast du da.
Erinnert mich an das Revue 60/910, das mir Ende letzten Jahres freundlicher Weise überlassen wurde. Gibt auch einen Beitrag im Forum hierzu Revue 60/910 von 1966 (Circle K)

Zu der Befestigung des Zenitprisma: „Der beiliegende Adapter (M36,4i auf 0,965") zur Okularaufnahme am OAZ ist zwar nicht mehr das Originalteil, aber dem Original nachempfunden, massiv ausgeführt und verfügt anstatt über Klemmschrauben über einen Schraubring, der dann zu einer Verklemmung führt.“ ... also kein Gummi sondern Zenitspiegel rein und dann Schraubring drehen, das sollte dann klemmen.

Und zum Stativ... sind an den Beinen noch Befestigungsmöglichkeiten für die Mittelplatte? Magst Du ein Bild einstellen, evtl. habe ich hier was rumliegen.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hallo Claudia,

Frank hat recht mit dem Schraubring. Allerdings gehört da ein kleiner geschlitzter Ring aus Kunststoff oder Messing dazu, der durch das Festschrauben zusammengedrückt wird.

CS Gerhard
 
Hallo,

ich habe mal ein Foto vom aktuellen Zustand vom Stativ gemacht _affeaugen:. Die Befestigungsmöglichkeiten sind noch dran, @FrankFu. Selbst bauen wäre auch eine interessante Möglichkeit, @Nik Skysurfer.

IMG_20210119_164158.jpg


Beste Grüße, Claudia
 
Hallo Claudia,

danke für das Bild...ich habe mal meine Kisten gesichtet und folgendes gefunden:
- Ablageplatte für die Stativmitte, die kann man dann an diese Laschen anschrauben
- Adapter für den Okularauszug auf 0,965"; das Schraubgewinde passt an meinen Revue Refraktor, habe ich gerade nochmal geprüft, sollte dann eigentlich auch bei Deinem Teleskop passen und hat dann halt leider nur eine einfache Klemmschraube, aber die klemmt dann auch verlässlich das Zenitprisma :cool:

Bitte einfach Kontaktaufnahme über PM, falls Du die Teile haben willst und Dich gegen einen Selbstbau entscheidest...wovon ich Dich nicht abhalten will ;)

Fehlt noch was am Stativ, ich habe noch solche Holzstative hier rumliegen.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 

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